bin eben wieder zuhause angekommen, und natürlich voll frischer Eindrücke aus Schweden
1. "Uppsala är bäst!" Dieser Fakt, von Wennerberg seinerzeit bereits in den Gluntarne besungen, hat sich wieder einmal bewahrheitet: Zum Studieren gibt es in Schweden meiner Meinung nach keine bessere Stadt als Uppsala.
Wir hatten ein wunderbares Studententreffen im festlichen Ballsaal des Snärke nationshuset; die Herren stilvoll im Frack, die Damen herausgeputzt, kunstvoll frisiert und im schönsten Abendkleid.
Natürlich gab es die gewohnte Menge an "sprit, sång och tal", den immer wiederkehrenden Zwischenruf "Jag tycker att det sjungs för lite på den här festen!", snaps och punsch, und das obligatorische "O gamla klang- och jubeltid" zum Abschluß der Festtafel. Übrigens ein im Original deutsches Lied, von 1825!
Vielleicht stelle ich ja mal ein paar Fotos online.
2. Ich hatte Gelegenheit, mit einigen Auswanderern zu sprechen, Freunde von früher, oder Bekannte von Freunden. Vielleicht für manche Forumsteilnehmer interessant: Der eine oder andere hat genug von Schweden und möchte wieder zurück in sein Heimatland! -- Nicht nach Deutschland; sondern zum Beispiel nach Rumänien, Ukraine, und andere osteuropäische Staaten.
Die Gründe waren, zusammengefaßt und verallgemeinert gesagt, etwa folgende:
- - Es ist schwierig, soziale Kontakte zu den Einheimischen zu knüpfen und voll als ihresgleichen anerkannt zu werden.
- Es besteht der Eindruck, dass der fremde (nichtschwedische) Nachname ein Hindernis auf dem Arbeitsmarkt ist, und dass bessere Jobs eher an "richtige" Schweden vergeben werden.
- Die schwedischen Freunde werden als zu kühl empfunden, man kann nicht richtig mit ihnen feiern oder warm werden.
Das sind einzelne subjektive Eindrücke von Ausländern, die teilweise seit vielen Jahren in Schweden leben und die allesamt die Sprache beherrschen. Ob das objektive Wahrheiten sind (gibt es so etwas überhaupt?!), kann ich natürlich nicht beurteilen. Zumindest kann man über diese möglichen Probleme ja auch mal nachdenken.
Grüße,
Dietmar

