Sturm "Ciara": Mann bei Bootsunfall gestorben - eine Person vermisst

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Sturm "Ciara": Mann bei Bootsunfall gestorben - eine Person vermisst

Beitrag von svenska-nyheter »

Sturmtief Ciara (in Deutschland Orkantief "Sabine" genannt) sorgt auch in Schweden für Unfälle. Ein Mann ist gestorben, nachdem ein Boot im Fegensee in der schwedischen Gemeinde Svenljunga (Västra Götalands län) gekentert war. Zwei Männer waren rausgefahren um zu fischen, als sich der Unfall ereignete.

Einer der Männer wurde am Sonntagabend am Strand stark unterkühlt aufgefunden. Sein Leben konnte nicht gerettet werden, schreibt die Polizei auf ihrer Website. Der zweite Mann wird noch vermisst.

- Wir setzen unsere Suchanstrengungen heute fort. Wir werden sowohl im Wasser als auch am Ufer weiter suchen, auch unter Einsatz von Spürhunden “, sagt Ulla Brehm, Pressereferentin bei der Polizei.

Ungefähr 15.500 Haushalte in Schweden sind immer noch ohne Strom, und am Montag geht der starke Wind weiter. In den letzten 24 Stunden hat das Energieunternehmen Eon fast 36.000 stromlosen Kunden und Ellevio rund 9.000 Kunden geholfen.

- Wir haben viele Warnungen der Klasse 2 herabgestuft. Derzeit hat nur noch Gotland Klasse 2, sagte Lars Knutsson, Meteorologe von SMHI, gegen 4 Uhr heute morgen.

- Es wird tagsüber windig, aber nicht wie gestern (Sonntag), es gibt nicht so viele Windwarnungen außer auf See, sagt Lars Knutsson.

Vor allem in Bohuslän und Skåne weht weiterhin ein heftiger Wind, wenn auch nicht mehr so stark wie am Sonntag. Im Gegensatz dazu warnt SMHI aber vor hohen Wasserständen nach dem Sturm.

- In Västra Götaland hat es gestern viel geregnet, und unsere Hydrologen haben eine Warnung herausgegeben, die bestehen bleibt. Es gilt Hochwasserwarnung für einige Flüsse; aber dies sind Warnhinweise der Klasse 1, sagt Knutsson.

In Norra Kvarken, im Bottnischen Meerbusen, im Skagerrak und im Kattegatt gibt es ebenfalls hohe Wasserspiegel, die am Montag noch eine Weile anhalten werden.

- Dann haben wir Bergwetterwarnungen in den Jämtlandsfjällen, aber das ist ziemlich normal um diese Jahreszeit.

Als der Sturm am Sonntag einsetzte, waren Züge, Busse, Fähren und Straßen betroffen. Während des Abends und in der Nacht wurden weiterhin umgestürzte Bäume gemeldet, und der Bus- und Zugverkehr ist weiterhin betroffen.

Am Sonntag waren mehrere Brücken geschlossen, darunter die Öresundbrücke. Sie wurde inzwischen wieder geöffnet, aber windempfindlichen Fahrzeugen wird geraten, die Brücke nicht zu überqueren.

In der südlichen Landeshälfte Schwedens sind noch rund 15.500 Haushalte ohne Strom.

Eine Gotland-Fähre lief in der Nacht im Hafen von Visby auf Grund. Das Boot, die HSC Gotlandia II, blieb etwa 15 Meter vom Dock entfernt stecken. Nach fast zwei Stunden konnte sich das Boot laut Aftonbladet mit eigener Maschinenkraft wieder befreien und zum Kai zurück kehren.