Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

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Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von unbekannt » 12. Oktober 2011 09:34

Ein sicheres Zeichen ist nach meiner Erfahrung und meiner Recherche eine Personnummer im Zusammenhang mit einem Arbeitsvertrag, der länger als ein Jahr von Dauer ist. Es ist von Vorteil, wenn du beim Beantragen der Personnummer mitgeteilt hast länger als ein Jahr bleiben zu wollen oder deinen Arbeitsvertrag vorgelegt hast. In meinem Fall bekam ich unaufgefordert ein Schreiben von der försäkringskassa, dass ich bei dieser registriert sei. Ein Registrierung bedeutet aber nicht, dass Versicherungsleistungen gezahlt werden. Da hält sich die Behörde bedeckt. Der Versicherungsbetrag wird automatisch im Zuge der Einkommensteuer bezahlt. Ja, wenn du auf deiner Einkommensteuer sieht, dass die Krankenversicherung abgezogen, dann ist ja alles klar.

Andere Methode. Man lässt sich mal probeweise von einer Krankenschwester den Blutdruck messen. Das ist nicht teuer. Wenn du dann keine Rechnung bekommst, ist alles in Ordnung :lol: :lol: .

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von logiker » 12. Oktober 2011 09:22

Oh, gut dass ich dieses Thema hier gefunden habe, weil ich mich ja auch schon gefragt habe, wie ich mich als "Neuschwede" mit bald einzigem Wohnsitz in Schweden , einziger Arbeitsstelle in Schweden und noch privater Krankenversicherung in D in Schweden versichere.

Aktuell habe ich Kosten von ungefähr 450 Euro für die Krankenversichergun, in D trägt aber die Hälfte der Arbeitgeber. So wie ich das sehe werde ich die Versicherung dann komplett alleine zehlen müssen und werde versuchen mich aus dieser zu lösen, sobald ich definitiv weiß, dass die försäkringskassan mich versichert.

Dazu wäre die Frage: was sollte ich als sicheres Zeichen dafür werten, dass ich "schwedisch" versichert bin?

Gruß & Dank, logiker

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von Rwitha » 11. Oktober 2011 18:46

Reichhi hat geschrieben:Gestern kam der Brief, dass ich jetzt registriert bin!
Na, da kann man ja fast schon gratulieren. :wink:

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von Reichhi » 11. Oktober 2011 17:45

Um euch auf den aktuellen Stand zu bringen.

Oh wunder oh wunder, es ging schneller als gedacht. Ob da meine Anrufe geholfen haben?!?

Gestern kam der Brief, dass ich jetzt registriert bin!

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von andreashofer » 30. September 2011 15:14

Volker hat geschrieben:Die Karte hat drei Jahre Gültigkeit und ist nur gültig - und jetzt kommt es - wenn ich auch vesichert sei.
Aber das ist doch bei allen Karten Bedingung.
wenn Du irgendwo herausgeflogen bist oder die Kasse wechselst darfst Du die Karte nicht mehr benutzen weil sie ungültig geworden ist. Die Gültigkeit lässt sich allerdings in der Arztpraxis nur durch Anrug bei der Kasse feststellen, wird also meistens nicht gemacht. Kommt es hinterher raus dass Du eine ungültige Karte vorgelegt hast um Dich behendeln zu lassen wird Dir mit sicherheit Betrug vorgeworfen.

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von Sams83 » 30. September 2011 11:41

Reichhi hat geschrieben:Ich muss mir jetzt erstmal ueberlegen wie ich das, wenn es wieder nach DE geht, alles regle. Denke mal, das Skatteverket wuesste gerne darueber bescheid ;).
Hallo,

ja, das Skatteverket wüsste gern darüber Bescheid. Sollte eigentlich sogar im Voraus gemacht werden; ich habe es allerdings erst nach meiner Rückkehr hier von D aus angegeben, war auch kein Problem.

Hier gibt es die Informationen und das Abmelde-Formular (Formular für "folkbokbörda invånare", die ins Ausland ziehen):
http://www.skatteverket.se/privat/folkb ... 01591.html
http://www.skatteverket.se/download/18. ... 766506.pdf

Ich habe das Formular ausgefüllt, dabei als Grund "Remigration till Tyskland" angegeben.
Nach kurzer Zeit kam die Antwort vom Skatteverket an meine Adresse in D, dass ich eben nun nicht mehr länger "folkboksförd" bin.
Sollte man wieder in Schweden sesshaft werden, braucht man seine alte Personnummer nur wieder zu aktivieren. Sie wird also "auf Eis gelegt", geht aber nicht verloren (für den Fall des Falles)...

Wünsche Dir eine schöne Rückkehr und einen guten Neubeginn in Deutschland! Ist nicht ganz einfach, das Land Schweden hinter sich zu lassen, bei mir waren sogar zwei weinende Augen dabei ;) (wenn ich auch viele schöne Seiten an der Rückkehr gesehen habe)

Gruß
Simone

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von Reichhi » 30. September 2011 11:07

Sorry dass ich mich als Threat-Öffner erst jetzt wieder melde.

Registriert bin ich immer noch nicht und habe das Problem anderweitig mit meiner (alten) dt. Versicherung geklärt.

So wie ich das (danke an Volker!) verstanden habe werde ich wohl auch nie registriert, da ich keinen unbefristeten Arbeitsvertrag habe.

Im Endeffekt ist mir das aber momentan erstmal egal, da es wohl sowieso wieder nach Deutschland geht. 2,5 Jahre Schweden waren genug und schön, und ich wäre ja auch gerne hier geblieben, aber aus familliären und karrieregruenden fuehrt der Weg wohl wieder nach DE. So schön es hier (vor allem Landschaftlich) auch sein mag ... ein weinendes Auge ist sicherlich dabei.

Ich muss mir jetzt erstmal ueberlegen wie ich das, wenn es wieder nach DE geht, alles regle. Denke mal, das Skatteverket wuesste gerne darueber bescheid ;).

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von Mark » 21. September 2011 23:35

Die EU-kort kam heute auch an.

Grüße, Mark

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von unbekannt » 21. September 2011 16:16

Die EU-kort, welche ich am 14.9. unter http://www.forsakringskassan.se/privatpers/utomlands durch Eingabe meiner personnummer bestellt hatte, lag heute in meinem Briefkasten. Im Anschreiben steht, dass ich mir diese Karte in anderen EU/ESS-Ländern und der Schweiz das Recht auf eine medizinisch notwendige Versorgung bei Unfall oder Krankheit gibt. Außerdem sei die Karte innerhalb von "Norden" http://sv.wikipedia.org/wiki/Norden nicht nötig.

Falls ich die Karte nicht dabei hätte und selbst zahlen müsste, bekäme ich daheim die Kosten wieder zurückerstattet. Die Karte hat drei Jahre Gültigkeit und ist nur gültig - und jetzt kommt es - wenn ich auch vesichert sei.


Noch was zu meinem scherzhaften Ausdruck "Premiumkunde". Mehr als 900 Kronen für Arztbesuche und andere Leistungen wie Blutabnehmen und so weiter muss man innerhalb eines Jahres nicht zahlen. Für Medikamente gilt eine ähnliche Regelung, so dass maximal 1800 Kronen pro Jahr für Medikamente zu zahlen sind. Unter http://www.externt.lul.se/lul/ovavg.nsf ... enDocument steht es genau.

An der Rezeption des Krankenhauses, wo man bezahlt, lässt man sich eine Högkostnadskort ausstellen, in der die Beträge eingetragen werden. Das geht auch nachträglich. Hat man seine 900 Kronen erreicht, bekommt man eine frikort und muss damit nichts mehr bezahlen bis es ein Jahr her ist, als man den ersten Betrag der 900 Kronen bezahlt hatte.

Wer also chronisch schwer krank ist, zahlt nicht mehr als insgesamt 2700 Kronen pro Jahr für die medizinsche Versorgung und Medikamente. Für die Medikamente geht die Preisreduzierung vollautomatisch.

Re: Försäkringskassan - Der schwedische Wahnsinn?

von unbekannt » 18. September 2011 13:04

Hallo zusammen,

endlich habe ich die Gesetzgrundlage gefunden:
Socialförsäkringslag (1999:799)
http://www.notisum.se/rnp/sls/lag/19990799.HTM

Die beiden wichtigsten Auszüge für zugezogene Ausländer:

"2 kap. Bosättning och arbete i Sverige
Bosättning i Sverige

1 § Vid tillämpning av denna lag skall en person anses vara bosatt i Sverige, om han eller hon har sitt egentliga hemvist här i landet.
Den som kommer till Sverige och kan antas komma att vistas här under längre tid än ett år skall anses vara bosatt här, om inte synnerliga skäl talar mot det. En utlänning som enligt 4 § andra stycket folkbokföringslagen (1991:481) inte skall folkbokföras skall inte heller anses vara bosatt här.
En i Sverige bosatt person som lämnar landet skall fortfarande anses vara bosatt här om utlandsvistelsen kan antas vara längst ett år. Lag (2002:1116)."

"3 kap. Socialförsäkringsskyddet
Bosättningsbaserad försäkring

1 § Den som är bosatt i Sverige är försäkrad för följande förmåner som anges i lagen (1962:381) om allmän försäkring:
1. ersättning för sjukvård m.m. enligt 2 kap. i fråga om förmåner som beslutas av Försäkringskassan,
2. föräldrapenning på lägstanivå och grundnivå,
3. sjukersättning och aktivitetsersättning i form av garantiersättning, samt
4. rehabilitering och särskilt bidrag enligt 22 kap. i fråga om förmåner som beslutas av Försäkringskassan. Lag (2004:780)."

Wichtig ist, dass die Person im Volksbuch geführt ist und Tatsachen geschaffen hat, die dafür sprechen, dass der Lebensmittelpunkt in Schweden liegt und ein Aufenthalt länger als für ein Jahr geplant ist. Dann ist der Patient im Krankheitsfall für die unbedingt notwendige medizinische Behandlung auf jeden Fall versichert.

Ob eine Registrierung bei der försäkringskassa vorliegt, halte ich hinsichtlich für die oben genannte Versicherungsleistung unerheblich, da der Rechtsanspruch auf jeden Fall besteht und nicht von der Nachlässigkeit der Försäkringskassa abhängen darf. Umgekehrt hat eine registrierte Person nicht automatisch Ansprüche aus der Krankenversicherung, nur weil eine Registrierung vorliegt. Die Registrierung ist nur ein Verwaltungsakt.

Mir und meiner Frau ist allgemein aufgefallen, dass die schwedische Mentalität in der Regel nicht so ausgeprägt mit juristischen Denkvorstellungen arbeitet wie die deutsche. In Deutschland ist ja fast an jeder Ecke ein Rechtsanwalt niedergelassen. Das Einschalten eines Rechtsanwalts ist in Deutschland viel eher der Fall als in Schweden. Dies gilt sowohl auf privater als auch geschäftlicher Ebene.

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