Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Namen

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Re: Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Na

von emilie » 8. April 2011 20:57

hej,
in deutschland behalten mittlerweile ganz viele frauen ihren nachnamen. ich finde das einerseits gut, dass das geht,(bei meiner hochzeit ging das noch nicht) andererseits stiftet es auch immer ein bisschen verwirrung, da man nicht sofort erkennen kann, wer zu wem gehört, da die kinder ja immer nur den namen eines elternteils annehmen können. allerdings gibt es mittlerweile so viele patchworkfamilien, in denen beinahe jeder einen anderen namen hat. asso, was soll es. solange jeder weiß wie er heißt, ist das alles kein problem.
lg
emily
die bei der hochzeit ihren mädchennamen erst abgelegt hat um ihn dann wieder anzunehmen und dem ehenamen voranzustellen. so war das prozedere damals.
ganz auf meinen namen wollte ich doch nicht verzichten. das bringt oft das problem mit sich, dass ich mit dem ein oder anderen namen angesprochen werde und mich nicht wirklich angesprochen fühle. manche leute fragen dann auch, welchen sie denn nun nehmen sollen. die antwort, dass ich finde beide gehören zusammen verstehen viele nicht.

Re: Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Na

von Berta » 8. April 2011 19:05

Hallo Ihr,

ich finde es ja hochinteressant, dass man sich auch einfach einen Namen ausdenken kann. Ich hatte, als ich in Schweden wohnte, irgendwie den Eindruck, dass Namen mit ...ander am Ende in den Ohren der Leute gut klangen - aber ich kann den Eindruck nicht so belegen. Stimmt das? Und wenn ja, woran liegt das?

Was sind das denn für Namen, die sich die Leute ausdenken? Ist das tatsächlich üblich? Hier in Deutschland "kenne" ich nur eine Person im weit entfernten Bekanntenkreis, die Vor- und Nachnamen ändern ließ. Und das war wohl mit einem großen bürokratischen Aufwand verbunden. Aber wahrscheinlich, das denke ich mir jetzt so, läuft die Identifikation in Schweden ja eher über die PN, der Name ist demgegenüber ja fast nur Folklore...

Neugierig:
Berta.
(Die ihren wunderschönen :wink: und seltenen Nachnamen niemals abzulegen gedenkt.)

Re: Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Na

von irni » 8. April 2011 18:18

Ich kenne mehrere Fälle wo man einen gemeinsamen Nachnamen gewählt hat, wo aber beide Partner tauschten. Gibt sogar die Konstellation, dass die Mutter einen Nachnamen hat, der Vater einen anderen und die Tochter einen dritten. Ahnenforschung wird da richtig interessant!
Selbst habe ich den gewöhnlichen -sonnamen meines Mannes angenommen, mein Mädchenname wäre der reine Alptraum gewesen. Hatte einfach keine Lust meinen Namen jedesmal zu buchstabieren und dann feststellen zu müssen, dass er trotzdem falsch geschrieben wird.
Es ist auch sehr beliebt einen eigenen Namen zu "erfinden". Dazu wird man sogar aufgemuntert. Die Ergebnisse sind allerdings mehr oder weniger gelungen.
Ich fahre jedenfalls mit meinem gewöhnlichen, urschwedischen Nachnamen gut und der funktioniert auch im deutschsprachigen Raum.

Re: Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Na

von janaquinn » 8. April 2011 18:16

Och, ich habe den Namen meines Mannes sehr gern angenommen..."Quinn" klingt doch interessanter als "Krause"....
der Tausch war wirklich von Vorteil :lol:

Grüsse JANA

Re: Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Na

von Pink_Panther » 8. April 2011 18:08

Keine Statistiken, soweit mir bekannt, wäre aber natürlich interessant.
Nur einige Fälle in meinem Bekanntenkreis, wo die Dame liebe gestorben wäre, als "Svensson" oder .....(kann nicht allzu präzise werden, hihi) zu heissen. Kein Scherz!

/Paul

Re: Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Na

von Mark » 8. April 2011 11:28

Gibt es dazu Statistiken: Wenn ein Paar nicht einen gemeinsamen Namen nehmen wollte, was waren da die Familennamen?

Re: Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Na

von Pink_Panther » 8. April 2011 06:30

Das was allerdings oft dahintersteckt:

Die Schweden haben eine Vorliebe für wohlklingende Nachnamen. Mir sind etliche Fälle bekannt, wo die Frau sich schlichtweg weigerte, den Namen ihres Mannes anzunehmen, weil dieser "Svensson", "Karlsson" oder "Olsson" lautete. Diese Namen sind megaout!
Der Nachname ist in Schweden also eine prestigebehaftete Sache ..... :-)

/Paul

Frauen behalten immer häufiger in der Ehe den eigenen Namen

von svenska-nyheter » 7. April 2011 10:33

Immer seltener nehmen schwedische Frauen nach der Heirat den Namen ihres Mannes an. Laut Angaben des Schwedischen Zentralamtes für Statistik taten dies 2010 lediglich 62 Prozent – 2005 waren es noch 71 Prozent gewesen. Umgekehrt nehmen mit 10 Prozent Männer den Namen der Frau an – 2005 lag der Wert bei 9 Prozent. Immer häufiger ist dagegen, dass beide Namen beteiligen: 2010 waren dies 22 Prozent – 2005 waren es noch 18 Prozent gewesen. Die Änderung Namensgesetzgebung hat es 1982 ermöglicht, den Namen nach der Eheschließung frei zu wählen. Man kann auch einen völlig neuen Namen wählen, was jedoch nur 5 Prozent tun. Nicht zugelassen sind dagegen doppelte Nachnamen.

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