Drogenhandys von Dealerbanden könnten hinter Mord stecken

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Drogenhandys von Dealerbanden könnten hinter Mord stecken

Beitrag von svenska-nyheter »

Mobiltelefone, die im Drogenhandel in Schweden eingesetzt werden, können mehrere hunderttausend Kronen wert sein. Nach Angaben der Polizei können sie die Ursache für Raubüberfälle und sogar für Mord sein, berichtet das schwedische Radio Ekot.

Diese Handys, häufig billigere Varianten, die als "Brenner" (”burners”) bezeichnet werden, sind in der kriminellen Welt zu einer harten Währung geworden. Über die Telefone werden Massen-SMS mit Preisen von beispielsweise Kokain und Marihuana verschickt, berichtet Ekot.

- Ich weiß, dass es da eine Nummer gibt... und dort antwortet dann jemand, der das hat, wonach man sucht, sagt ein anonymer Rauschgiftkonsument zu Ekot,

Es sind diese Kontakte zu den Kunden, die die Handys wertvoll machen. Nach Angaben der Polizei in Malmö und Göteborg können sie mehrere hunderttausend Kronen wert sein (zigtausend Euro) - denn mit den Telefonen können die Drogendealer täglich Zehntausende Kronen verdienen.

"Sie sind von zentraler Bedeutung für den Drogenhandel, da sie ein sehr großes Netzwerk bedienen und sehr hohe Umsätze und Verkäufe generieren", sagte Erik Åberg, stellvertretender Gebietsleiter der örtlichen Polizei in Malmö, gegenüber Ekot.

Hintergrund der Untersuchungen von Ekot ist eine polizeiliche Ermittlungen im Bereich Askim außerhalb von Göteborg im vergangenen Jahr, bei der ein solches Drogenhandy eine zentrale Rolle spielte.

Die Telefone werden manchmal zwischen Kriminellen weiterverkauft. Aber sie waren auch schon Ursache von Raubüberfällen und gewaltsamen Konflikten. 2016 wurde im Raum Göteborg eine 19-jährige Person wegen eines Drogentelefons ermordet.

- Wir sehen natürlich, dass dies mit dem Rauschgifthandel insgesamt zusammenhängt. Drogenhandel ist ein bekannter Nährboden für gewaltsame Konflikte, Schießereien und Morde, sagt Erik Åberg zu Ekot.