Disco, Förfest

Tipps und Infos, Fragen und Antworten, Kultur - Menschen - Studium - Leben: Alles über Schweden!
Link zum Portal: https://www.schwedentor.de/land-leute
Tulipa
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 949
Registriert: 19. November 2008 21:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Disco, Förfest

Beitrag von Tulipa »

janaquinn hat geschrieben: Und ich hätte auch kein Problem damit dieses Förfest abzusagen und es denn Eltern und auch meiner Tochter gegenüber zu begründen. Aber vielleicht sollte man sich vorher mit den Eltern, wo es stattfinden soll, einfach mal in Verbindung setzen und abklären, wie und was da abläuft, dann kann man immer noch entscheiden.
Aber im Vorfeld "Feuer" rufen, wenn es noch nicht mal brennt...sorry, ist etwas zu hoch für mich.
Hallo, doch noch mal ich:

Genau dieses "mit den Eltern abklären" traue ich mir mittlerweile nicht mehr zu. Was soll beim Vorfest schon ablaufen? Filme sehen, Godis essen, aufbrezeln, nix Schlimmes also :) außer daß eben Welten aufeinander prallen :)

LG
Tulipa
man vet aldrig, vem som finns där ute

Lättlagom

Re: Disco, Förfest

Beitrag von Lättlagom »

will ich, dass unsere Kinder in der schwedischen Gesellschaft und mit schwedischen Wertmaßstäben aufwachsen?


Diese Frage hat es gut getroffen, denn solange man in Schweden lebt, wird man das zwangsläufig entweder bejahen, sich damit auseinandersetzen und dann das beste daraus machen muessen.


P.S hier finden die Schuldiskos ab der 4.Klasse einmal im Monat statt, in unserem frueheren Wohnort gab es sie ab der 1.Klasse. Es war eine prima Gelegenheit die anderen Eltern und Kinder durch diese gemeinsame Aktivität kennenzulernen. Ich finde das viel besser, als Zahnbuersten und Julkalender zu verkaufen und die Kinder zum Hausieren zu schicken.
Die Kinder hatten Spass und die Eltern auch. Völlig harmlos. Meine Tochter geht ab und zu (Geige spielt sie uebrigens auch, aber die Waldspaziergänge nehmen nun langsam ab)

blueII
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 763
Registriert: 4. Mai 2008 22:43
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Disco, Förfest

Beitrag von blueII »

Lättlagom hat geschrieben:
P.S hier finden die Schuldiskos ab der 4.Klasse einmal im Monat statt, in unserem frueheren Wohnort gab es sie ab der 1.Klasse. Es war eine prima Gelegenheit die anderen Eltern und Kinder durch diese gemeinsame Aktivität kennenzulernen. Ich finde das viel besser, als Zahnbuersten und Julkalender zu verkaufen und die Kinder zum Hausieren zu schicken.
Die Kinder hatten Spass und die Eltern auch. Völlig harmlos. Meine Tochter geht ab und zu (Geige spielt sie uebrigens auch, aber die Waldspaziergänge nehmen nun langsam ab)
Das mag ja sein aber schau...es gibt doch nicht nur die A) oder B) Lösung fragt denn niemals niemand nach C) ???
warum muß man zwischen Disco und Kalender entscheiden??????????
Das übersteigt wieder mein Denkvermögen :smt102 hatte niemals Geigenunterricht, wird wohl daran liegen

Benutzeravatar
Aelve
Schweden Guru
Schweden Guru
Beiträge: 1454
Registriert: 14. Januar 2008 11:20
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Disco, Förfest

Beitrag von Aelve »

Hallo,
komme nochmal auf die Seite der Finanzierung von bestimmten Projekten durch diese Art Veranstaltung Disko zurück. Bei uns war es üblich, dass nur Schüler aus höheren Klassen der Gymnasien Gelder für bestimmte Dine sammelten, nicht bereits in der Grundschule. Da wurde von den Schülern gebastelt und gehandwerkelt, diese Dinge wurden dann an einem bestimmten Tag - wie eine Art Flohmarkt - verkauft. Viele Eltern, auch Lehrkräfte aber auch andere Interessierte gingen dann in die Schule, um sich schöne Handarbeiten, gemalte Karten, getöpferte Gegenstände oder andere Dinge zu erwerben. So kam genügend Geld in die Kassen der einzelnen Klassen. Oft wurde an solchen Tagen dann auch Kuchenverkauf praktiziert, den einige Eltern spendierten oder Kinder gebacken haben. Diskos wurden erst von den Abiturienten veranstaltet, so als Art Abschlußfeier nach bestandenem Abitur. Da konnten dann jüngere Jahrgänge gegen ein kleines Eintrittsgeld teilnehmen und es kamen auch frühere Schüler des Gymnasiums zu solchen Diskos. Die Schulabgänger finanzierten ihre Abschlußfeier durch die Eintrittsgelder. Das ist in meinen Augen angemessen, die Teilnehmer an dem Diskoabend sind oft 14, 15 Jahre alt und älter.
Meine Meinung ist auch, dass man wegen einer Finanzierung von bestimmten Anschaffungen für die Schule, für Klassenreisen oder ähnliches andere Aktivitäten entwickeln kann als wiederkehrende Diskobesuche für kleine Kinder. In Deutschland gibt es ja z.B. einen Tag im Jahr, wo sich Schüler Firmen suchen können, die sie für 2 oder 3 Stunden beschäftigen und dafür dann eine kleine Summe geben. Es kann auch Rasenmähen sein oder Einkaufen für alte Leute oder leichte Tätigkeiten im Büro. An solchen Projekten beteiligen sich sehr viele Firmen, indem sie einem oder zwei Schülern die Möglichkeit geben, eine Summe für die Schule oder für Gemeinnützige Zwecke für eine kleine Tätigkeit zu erhalten.
Wir selber haben auch schon mal 2 Schüler für 3 Stunden beschäftigt, die Arbeit bestand dann in Kuchenbacken und Aufräumen danach. Ich finde, dass das sinnvoller ist, weil die Schüler dann das Gefühl haben, dass ihre Arbeitskraft etwas wert ist und sie damit für ein Projekt eine kleine Summe verdienen können. Man macht es den Schülern meiner Meinung nach auch zu einfach, wenn sie durch Ausrichten einer Disco dann damit Geld verdienen. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn es einmal oder zweimal jährlich zu einer Art Zusammentreffen mit Spielen, Tanzen und Musik kommt, aber meiner Meinung darf es nicht zur Gewohnheit werden oder gar Zwang, an solchen Diskos teilzunehmen.

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
http://www.traumhausschweden.de

Tulipa
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 949
Registriert: 19. November 2008 21:51
Schwedisch-Kenntnisse: gut
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Disco, Förfest

Beitrag von Tulipa »

Übrigens habe ich heuer im Herbst tatsächlich einen Vorschlag bei der Schule eingebracht, womit die Schüler nächstes Jahr Geld verdienen könnten:
Im Schulgarten anfallendes Obst und Beeren ernten und (an Eltern, Verwandte) verkaufen. Bisher vergammelt das dort größtenteils, weil ja niemand Zeit dafür hat.

Die Lehrerin, mit der ich sprach, war auch recht angetan. Musste sie ja wohl auch aus Imagegründen, außerdem ist sie etwas älter und kennt so etwas vielleicht tatsächlich von früher.

Bin ich ja mal gespannt, ob und was da passiert, denn das würde ja richtig Arbeit bedeuten :)

LG
Tulipa
man vet aldrig, vem som finns där ute

nysn

Re: Disco, Förfest

Beitrag von nysn »

Im Schulgarten anfallendes Obst und Beeren ernten und (an Eltern, Verwandte) verkaufen. Bisher vergammelt das dort größtenteils, weil ja niemand Zeit dafür hat.
Das ist doch eine Superidee.
Auf dem Schulgelände meines Sohnes gibt es ein grosses Gewächshaus, das von den noch rüstigen Bewohnern des naheliegenden Serviceheimes betrieben wird. Im Frühjahr hält dann die Schule immer einen Frühjahrsmarkt ab, bei dem kleine Pflanzen/Stecklinge aus dem Gewächshaus und auch Sonstiges (selbst gebackene Kuchen, von den Kinder Gebasteltes usw.) verkauft wird.

Eine andere Idee wäre auch, dass einige Eltern das bei Euch anfallende Obst z. B. verarbeiten (Apfelmus/Saft) - so könntet ihr es zu einem späteren Zeitpunkt auch noch verkaufen. :wink:

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema