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95.000 schwedische Seen warten auf Dich...Angeln in Süd-Schweden / Skåne. Foto: Håkan Sandbring

... und fast könnte man meinen, es gäbe auch ebenso viele fiskekort, also Angelscheine!

Ganz so schlimm ist die Situation natürlich nicht; dennoch gilt für viele der schwedischen Binnenseen eine jeweils eigene fiskekort, die man beim örtlichen Touristenbüro, bei der Tankstelle oder auf dem Postamt kaufen kann. Der Preis beträgt pro Tag zum Beispiel 6 Euro; für Lachs und andere Edelfische ist die Erlaubnis wesentlich teurer, oder es wird nach Fanggewicht abgerechnet.

Bitte unbedingt beim Verkäufer der fisktekort nach den örtlichen Bestimmungen erkundigen; die können sich nämlich von Gewässer zu Gewässer unterscheiden! Dazu gehört beispielsweise die Information über Schutzzonen und -zeiten, geltende Mindestgrößen und so weiter.

Schweden: Freies Angeln für Jedermann

Eine Ausnahme von der Angelschein-Regel gilt sowohl für die Küstengewässer, als auch für die fünf größten schwedischen Süßwasser-Seen: Im Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren sowie im nordschwedischen Storsjön ist das Angeln mit Handgerät generell für jeden kostenlos erlaubt. Das nennt sich auf schwedisch frifiskerätt, also "Freiangelrecht".

Hervorragende Aussichten zum Angeln in Schweden

Aufgrund der langen Nord-Süd-Ausdehnung bietet Schweden viele unterschiedliche klimatische Bedingungen mit ebenso vielen Variationen an Angelgewässern, Fischarten und Fangtechniken.

In den meisten Seen ist mit einem Köder ein Fang an Plötzen (Mört) oder Brachsen (Braxen) möglich. Oder du stellst dich in einen der vielen Flüsse, mitten in das herrlich klare, kalte Wasser Schwedens, und gehst mit Fliege oder Flugangel auf Lachs (Lax) oder Äsche (Harr). In den Schären im Osten kann Hecht (Gädda) und Barsch (Abborre) geangelt werden. Wer die Natur Lapplands liebt, und mit den Mücken nicht auf Kriegsfuß steht, zieht vielleicht nach Norden, Richtung Jämtland und Härjedalen, um Saibling (Röding) zu fischen. Zum Beispiel in der Gegend um Vilhelmina.

Eisangeln. Foto: Bo LindUnd im Winter geht das Sportfischen weiter: Man bohrt Löcher mit 10-15 cm Durchmesser in die dicke Eisdecke des Sees, und macht sich mit Senker und Haken ans Eisfischen. Klingt ungewöhnlich, ist es auch; wenn man sich warm einpackt kann das aber viel Spaß machen und auch gute Fänge einbringen. Am besten läßt Du Dir von der Einheimischen ein paar Tipps für aussichtsreiche Stellen geben.

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Und wenn es nicht klappt?

... Dann befindest Du Dich zumindest in guter Gesellschaft! Schweden ist auch ohne Angeln schön...  Ich habe schon einige Stunden lang die Angel unermüdlich in den angeblich sehr fischreichen Umeån bei Tärnaby/Lappland geworfen, mich währenddessen von den knott stechen lassen, und nie auch nur einen einzigen Fisch gefangen. Statt dessen gab es renskav mit kantareller zum Abendessen (Rentier mit Pfifferlingen) – und das ist allemal ein mißglücktes Angelabenteuer wert!

Petri Heil!

Aktualisiert am Sonntag, 29. August 2010 um 10:20
 

Angeln in Schweden: Tipps und Diskussionen im Schwedenforum

  • RE: Angeln in Schweden (Trehörnasjön)
    Den See kenne ich aber geangelt habe ich da noch nicht. Aber eine sehr schöne Gegend auf jeden Fall. Aber ich höre mal rum im Bekanntenkreis ob da schon wer angeln war.
  • RE: Angel in Schweden
    Vielen dank erstmal aber wir haben am Trehörnasjön eine Hütte,wenn jemand Erfahrungsberichte hat was das Angeln in diesem See betrift würde ich mich sehr freuen
  • Bald private Lehrerausbildung?
    Die Ausbildung von Lehrern kann in Zukunft auch unter privater Regie geschehen. Die Stiftung Viktor Rydberg hat nach Meldungen des Schwedischen Fernsehens zusammen mit der finnischen Hochschule Åbo Akademi die Etablierung einer Hochschule für Lehramtsanwärter in Stockholm beantragt. Åbo Akademi hat bereits Erfahrung mit Lehrerausbildung in Finnland, wo der Beruf ein höheres Ansehen genießt. In Schweden wurde in letzter Zeit die Ausbildung der Lehrer immer wieder wegen mangelnder Qualität kritisiert.