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Schwedeninfos: Das Sami-Volk in Lappland (Schweden)
Sami in schwedisch Lappland: Götter und Religion
Sami in schwedisch Lappland: Rentiere und Rentierzucht
Sami in schwedisch Lappland: Jojk, Musik, Sprache, Kunst

Das Sami-Volk

samische Flagge; Foto: Dietmar Gerster (c)In ihrer eigenen Sprache bezeichnet die Bevölkerung der Sami (Lappen) sich als sábme oder Samek, was auf deutsch etwa “Sumpfvolk” bedeutet. Die Bezeichnung “Lappe” wird als negativ empfunden und sollte vermieden werden. Aus diesem Grund wird im Schwedischen immer häufiger das Wort same (plur. samer) verwendet. Auf deutsch sagen wir Sami (sing. und plur.); manchmal hört man noch Same (sg) und Samen (pl).

Seit vielen Tausend Jahren bewohnt das Volk der Sami die nördlichen Teile Skandinaviens, Finnland und der Kolahalbinsel. Das Land, das heute als Sápmi (Lappland) betrachtet wird, besteht aus Gebieten, die in den Nationalstaaten Rußland, Finnland, Norwegen und Schweden liegen. Sápmi ist also wesentlich größer als die schwedische landskap “Lappland”, die heute in den Regierungsbezirken (län) Norrbotten und Västerbotten liegt. In ihren Siedlungsgebieten sind die Sami heute fast überall eine Minderheit. Auf der Nordkalotte leben ca. 70.000 Sami, davon ca. 20.000 in schwedisch Lappland.

 

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Geschichte und Religion

Vor zweitausend Jahren bewohnten die Sami das ganze heutige Finnland. Sie haben auch die Küsten am Bottnischen Meerbusen, das Landesinnere Schwedens und die Küsten am Atlantik von Mittelnorwegen bis hinauf zum Weißen Meer im heutigen Rußland bewohnt. Die ältesten Funde wurden an der Eismeerküste in Nordnorwegen gemacht. Sie sind ca. 10 000 Jahre alt. Jüngere Spuren von Menschen sind im ganzen Sápmi angetroffen worden. Es ist wahrscheinlich, daß diese Überreste von dem Volk herrühren, das später Sami genannt wurde.

Rentiere in Lappland; Foto: (c) Dietmar GersterDie Gesellschaftsform bestand aus Großfamilien, sog. siiddat, die zusammenlebten und die Naturschätze gemeinsam nutzten. Einige Familien lebten hauptsächlich vom Fischfang und waren seßhaft. Andere siidat betrieben Jagd und Rentierzucht und lebten nomadisch.

Die Siida- Gruppen hielten oft gemeinsam Ratschlag, auf denen die Älteren gemeinsame Probleme berieten. Man lebte hauptsächlich von der Jagd und der Fischerei und tauschte häufig die Produkte von Rentieren, Elchen und Biebern. In den großen Flüssen, die in den Atlantik und den Bottnischen Meerbusen münden, gab es im Sommer reichliche Mengen Lachs. Man kann auch annehmen, daß der Handel mit den Nachbarn im Osten und Westen eine wichtige Rolle gespielt hat, vor allem wenn es galt, Geräte, Werkzeuge oder Schmuck einzutauschen, deren Herstellung in Sápmi nicht möglich war.