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Die postmodernen achtziger Jahre

Stig Larssons (geb. 1955) Autisterna, (dt. Die Autisten) 1979, wurde zur Speerspitze der postmodernen achtziger Jahre. Als Lyriker, Prosaist und Dramatiker wurde er eine zentrale Gestalt der jungen Literatur dieses Jahrzehntes. Die breit angelegte, gesellschaftskritische Epik verschwand und machte dünnen Prosawerken von etwa hundert Seiten Platz. Das pflichtschuldige gesellschaftliche Engagement der siebziger Jahre gab es nicht mehr, aber der Identitätsverlust der Romanfiguren und die fragmentarische Form spiegelten trotzdem ein Gesellschaftssystem, ein Volksheim im Zerfall.

Wie in den vierziger Jahren gab es Diskussionen über die Unverständlichkeit und die unmoralische Haltung der Literatur. Die Jungen wurden als weltabgewandte und blutleere Akademiker abgetan. Autoren wie Stig Larsson, Carina Rydberg, Alexander Ahndoril und Magnus Dahlström schilderten Gewalt und Bosheit ohne moralisch Stellung zu beziehen.

Die formbewussten achtziger Jahre wurden vor allem zu einem Jahrzehnt der Lyrik. Tobias Berggren (geb. 1940) war seit den siebziger Jahren ein bedeutender Lyriker, weitere wichtige Namen sind Gunnar D. Hansson, Arne Johnsson und Magnus William-Olsson. Aber besonders Lyrikerinnen wie Katarina Frostenson (geb. 1953), Ann Jäderlund (geb. 1955) und Birgitta Lillpers (geb. 1958) trugen zur Erneuerung der Lyrik bei.

Lars Norén avancierte in den achtziger und neunziger Jahren als Nachfolger Ingmar Bergmans zum Nationaldramatiker. 1980 wurde die Trilogie Modet att döda (Mut zu töten) aufgeführt, eine Art bürgerlich klaustrophobischer Dramatik mit einem Schuß Tschechow. In den neunziger Jahren kehrt der Dramatiker Norén zurück in das Milieu der von der Gesellschaft Ausgestoßenen, das er in den sechziger Jahren als Lyriker und Prosaist beschrieb.

Kommentare  

# Fridhem Skolhuset / Anne-Margarete und Frank 2011-01-21 14:19
"Die Autoren Lars Gyllensten und Tora Dahl, wie auch die Lyriker Majken Johansson, Göran Printz-Påhlson, Folke Isaksson, Bo Setterlind und Sandro Key-Åberg waren in den fünfziger Jahren ebenfalls von großer Bedeutung."

Sandro Key-Åberg (geboren 6.Mai 1922 in Dresden, Deutschland):
ER hat zusammen mit seiner Frau Gudrun (Malerin) lange Zeit in dem alten Schulhaus von der Gemeinde Lönneberga gelebt.
Dieses Haus haben wir 2009 gekauft und zu einem Restaurant mit Bed & Breakfast umgebaut. Neueröffnung war am 25.Juni 2010 (Midsommar)!

Alle, die neugierig sind, wie Sandro und seine Frau hier gelebt haben, Originalbücher von ihm lesen will oder einfach nur die wunderschöne Natur hier geniessen will, ist herzlich eingeladen: [link].

Herzlichste Grüsse aus Schweden senden
Anne und Frank

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Antwort: Hallo Anne und Frank, danke für die Info! Meldet euch doch einfach mal für eine gegenseitige Verlinkung mit dem Schwedentor.
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