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Schwedens Geographie

Trotz der geringen Bevölkerungszahl auf einer großen Fläche ist Schweden ein High-Tech-Land mit guter Infrastruktur und mit einem effizienten Kommunikationssystem. Geographisch ist Schweden charakterisiert durch seine langen Küsten und großen Wald- und Seengebiete.

Schweden ist eines der in großer Nähe des Nordpols gelegenen Länder der Erde. Seine Lage entspricht ungefähr der nord-südlichen Ausdehnung Alaskas oder der Strecke zwischen Kap Hoorn in Südamerika und dem antarktischen Kontinent. Das Land ist etwa ebenso groß wie Spanien oder Kalifornien, und seine Einwohnerzahl entspricht in etwa der von Belgien oder Österreich. Das Land wurde spät bevölkert, jedoch blickt der schwedische Staat auf eine verhältnismäßig lange Geschichte zurück.

Schon im 16. Jahrhundert war Schweden ein stark zentralisiertes Land mit Stockholm als Hauptstadt. Die Ausdehnung des schwedischen Reichs wechselte: Bis 1809 war Finnland ein Teil Schwedens. Das heutige Süd- und Westschweden wurde 1658 von der damaligen dänisch-norwegischen Union erobert. In gewissen Zeiten hatte Schweden auch Provinzen am Süd- und Ostufer der Ostsee und sogar Kolonien in Nordamerika und Westindien. 1905 wurde eine fast hundertjährige Union mit Norwegen aufgelöst. Die schwedischen Grenzen sind jedoch seit 1812 unverändert, und das Land ist seit 1814 von Kriegen verschont geblieben.

Zwischen den nordischen Nachbarländern (Island, Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland), von denen die zentral gelegenen Länder Skandinavien genannt werden, findet heute eine tief greifende Zusammenarbeit in vielen Bereichen statt. Schweden ist traditionsgemäß bündnisfrei und verhält sich im Kriegsfall neutral. Als Mitglied der UNO (seit 1946) und der Europäischen Union (seit 1995) nimmt Schweden jedoch aktiv an der internationalen Zusammenarbeit teil.

 

Geologie

Schweden liegt in einem geologisch sehr ruhigen Teil der großen eurasischen Landmasse. Der südlichste Teil des Landes (Skåne oder Schonen) ist eine Fortsetzung der fruchtbaren Tiefebene Norddeutschlands und Dänemarks, die nach Norden in ein kargeres, waldreiches Hochland (Småland) übergeht.

Der Rest des südlichen Teils von Schweden besteht aus einer ziemlich flachen, jedoch zerklüfteten und von Urgestein geprägten Landschaft, in der Felder und Felsen, Seen und Inseln miteinander abwechseln. Besonders markant tritt dies in einer breiten Zone zwischen Stockholm und Göteborg hervor. Nördlich dieses Streifens verläuft die Grenze zum Landschaftstyp von Norrland, einer Region, die drei Fünftel von Schweden umfasst und geprägt ist von einer gewellten Hügel- und Berglandschaft mit großen Wäldern und weiten Flusstälern. Entlang dieser Grenze gibt es Lagerstätten von Eisenerz und anderen Erzen, die den Ursprung des ältesten Industriegebiets von Schweden, Bergslagen, abgeben. Erze (Kupfer, Blei, Zink) gibt es auch in Västerbotten und in den großen Eisenerzfeldern von Kiruna und Gällivare–Malmberget. In diesem Gebiet, wie in fast ganz Schweden, herrschen jedoch Granit und Gneise vor.

Die westliche Landesgrenze (zu Norwegen) folgt der schwedischen Gebirgskette mit Höhen zwischen 1 000 und 2 000 Metern über dem Meeresspiegel, deren Falten im Silur und Devon gebildet wurden, aber im Tertiär zu Tage traten. Hier haben die großen Flüsse ihren Ursprung. Aus jüngerer Zeit (Kambrosilur) stammt auch der Felsgrund, der als Sand- und Kalkstein auf den großen flachen Inseln Gotland und Öland in der Ostsee sowie an einigen Stellen in Süd- und Mittelschweden zu finden ist.

Während mehrerer Perioden ist Skandinavien vom Inlandeis bedeckt gewesen. Die letzte Eiszeit ging vor nur etwa 10 000 Jahren zu Ende. Durch den Druck und die Bewegungen des Eises wurde die Landschaft verändert. Die harten Klippen des Urgesteins wurden zu den gerundeten Formen abgeschliffen, die so charakteristisch für die Schären sind. Senken wurden zu Tälern und Seen vertieft. Kies, Steinblöcke, Sand und Ton bildeten unregelmäßige Moränen. Eisströme schliffen Steine und Kies zu runden Formen und lagerten sie an den Mündungen ab, wo sie Oser bildeten. Diese sandigen Höhenrücken dienten lange als Transportwege im feuchten Tiefland und gewannen später als Sand- und Kiesgruben Bedeutung. Im Meer jenseits des Eises sank feines Material langsam zu Boden, das heute die fruchtbaren Lehmböden der mittelschwedischen Ebenen bildet.

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