Zweite Chance für einen Mörder

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Re: Zweite Chance für einen Mörder

Beitragvon Skogstroll » 28. November 2007 09:39

Tja, der Mörder als Arzt, der Brandstifter als Feuerwehrmann, der Bock als Gärtner? Abgesehen von letzterem gibt es für alles Beispiele, meist nicht sehr geglückte.
Und wie gesagt, Mord ist nicht gleich Mord, und in diesem Fall haben wir es wohl mit einem besonders unerfreulichen Exemplar zu tun. Für besonders bedenklich halte ich das Motiv der Tat. Er ist offenbar Überzeugungstäter. Was ist, wenn er als Notarzt einen Asylbewerber behandeln soll?
Und kann ich alles über jeden erfahren? Nicht mehr, die Möglichkeiten wurden doch erheblich eingeschränkt. Abgesehen davon - wer käme schon auf die Idee, seinen Arzt auf eine eventuelle kriminelle Vergangenheit hin zu überprüfen?
Und mit der freien Arztwahl ist es so eine Sache. Die mag es in Stockholm geben, aber hier bin ich froh, wenn ich überhaupt einen Arzt zu fassen bekomme.
Wie ich es auch drehe und wende - mit diesem Fall habe ich meine Bauchschmerzen!

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Imrhien
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Re: Zweite Chance für einen Mörder

Beitragvon Imrhien » 28. November 2007 14:19

Skogstroll hat geschrieben:Und mit der freien Arztwahl ist es so eine Sache. Die mag es in Stockholm geben, aber hier bin ich froh, wenn ich überhaupt einen Arzt zu fassen bekomme.
Wie ich es auch drehe und wende - mit diesem Fall habe ich meine Bauchschmerzen!

Skogstroll


Ich habe noch keinen Arzt getroffen. Irgendwie war immer nur eine Schwester da... zugegeben, ich war auch erst 2mal da. Aber ich fand es schon bemerkenswert.
Die Erfahrung der Telfefonferndiagnose war auch interessant... Und falsch!

Was das Thema angeht, mir geht es da wie Skogstroll. Wäre er einfach nur ein "normaler" Mörder (klingt doof), dann würde ich sofort zustimmen und sagen, dass jeder eine 2. Chance verdient hat. Aber in dem Fall habe auch ich ein dummes Gefühl und ich glaube, ich würde ungern zu so einem Arzt gehen. Einfach weil ich nicht sehr tolerant Nazis gegenüber bin... vielleicht ist das ein deutsches Problem, keine Ahnung. Wenn ich es recht überlege, ich hätte auch mit anderen Probleme... man stelle sich vor, ein Vergewaltiger als Arzt... nee, es gibt Dinge, die kann ich mir nicht vorstellen, obwohl ich sonst behaupte recht tolerant zu sein.

Grüße
Wiebke

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Re: Zweite Chance für einen Mörder

Beitragvon Uwe_Stgt » 28. Januar 2008 15:09

Das Thema ist jetzt auch in den deutschen Medien angekommen...

http://www.aerztezeitung.de/news/?sid=479905

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Re: Zweite Chance für einen Mörder

Beitragvon Skogstroll » 28. Januar 2008 17:24

Er ist ja nun auch rausgeworfen worden. Nicht wegen des Mordes freilich, davon hat die Hochschule ja von Anfang an gewusst, man konnte ihn schlecht im Nachhinein deswegen exmatrikulieren. Also hat man gesucht und auch gefunden. Angeblich gab es Unregelmässigkeiten mit seinem Abiturzeugnis, man hat die ausstellende Schule kontaktiert, die allerdings behauptet, dieses Zeugnis gar nicht ausgestellt zu haben - womit er draussen war.

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Re: Zweite Chance für einen Mörder

Beitragvon Barbara » 28. Januar 2008 18:17

Hej!
Habe gerade die Zeitung von Freitag rausgekramt (Skaraborg) und da steht es ähnlich:
"Manna mister omedelbart sin plats sedan det visat sig att hans gymnasiebetyg var falska. Alltså saknar han behörigheter enligt KI:s beslut. ... Det är högskolans anskiljandenämd som fattar beslut om en student ska mista sin studieplats. Allvarlig brottslighet kan vara ett skäl, men ska då vara kombinerat med en påtaglig risk för att studenten kan skada andra. Den risken fanns inte, enligt Säpos bedömning. ...."
Weiter heisst es , dass eine Komminssion eingestzt werden soll, die über Patientensicherheit diskutieren soll und darüber, ob solche Leute von der Arbeit mit Patienten ausgeschlossen werden sollen.
Ich denke in Deutschland hätte er mit der Vergangenheit nicht mal mit Studium anfangen dürfen ...

Viele Grüsse
Barbara

jörgT
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Re: Zweite Chance für einen Mörder

Beitragvon jörgT » 29. Januar 2008 12:33

In Deutschland haben noch ganz andere Leute mit gaaanz anderen Vorgeschichten als Ärzte gearbeitet - aber das ist ein anderes Thema.
Im konkreten Fall bin auch ich froh, dass man eine "Lösung" gefunden hat ...
Jörg

glada

Re: Zweite Chance für einen Mörder

Beitragvon glada » 29. Januar 2008 14:21

In Deutschland ist ja sowieso alles viiiiel schlimmer.

Ich bin mir nicht sicher, ob es mir lieber ist, einen ehemaligen Mörder als Arzt zu haben oder erst gar keinen zu erreichen. In der Tageszeitung stand neulich, man müsse die Kinderabteilung der vårdcentral zeitweise aufgrund des Ärztemangels schließen.

Oliver


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