Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon irni » 3. Juni 2011 15:14

Vergesst auch nicht, dass man normalerweise zu zweit ist, wenn´s um Kinder geht. Auch das zunehmende Alter der Väter hat auch so seine Risken.

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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Robur » 4. Juni 2011 00:42

Das mag für die betroffenen Paare veilleicht zuerst enttäuschend sein, aber im Endeffekt hilft es doch der globalen Überbevölkerung entgegen zu wirken.
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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Sápmi » 4. Juni 2011 08:41

HeikeBlekinge hat geschrieben: Spätgebären ist in Mode! Ja Sampi! Viele gehen insbesondere in Schweden mit der Mode!


Na, wie gesagt: Solche Leute sollten dann am besten auch keine Kinder kriegen, wenn ihnen die Mode wichtiger ist.
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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Sápmi » 4. Juni 2011 08:52

Robur hat geschrieben: aber im Endeffekt hilft es doch der globalen Überbevölkerung entgegen zu wirken.


Sehr richtig!
Ich denke nämlich auch, dass allgemein abnehmende Geburtenraten vor allem in Gegenden mit besonders abartig hoher Bevölkerungsdichte (also Schweden daher nicht so, aber ganz klar Deutschland) irgendwie eine Konsequenz der Natur sind. Ob es sich nun um körperliche Unfruchtbarkeit handelt oder um "mentale" (damit meine ich so Leute wie mich, die keine Kinder kriegen wollen), das alles hat meiner Meinung nach einen tieferen Sinn.

Wenn Paare, die eigentlich gerne Kinder hätten, dann keine bekommen können, ist das natürlich trotzdem tragisch, zumindest dann, wenn es sich (und sowas kommt ja wirklich vor) um Menschen handelt, die einem Kind wirklich was zu geben hätten. Da ist die Natur natürlich auch nicht immer ganz gerecht.
Trotzdem gibt es ja auch noch die Möglichkeit der Adoption. Möglichkeit für die einen (= potentielle Eltern), Notwendigkeit für die anderen (= ausgesetzte oder Waisenkinder). Und ich denke, die Not eines elternlosen Kindes ist ja sicher um ein vielfaches größer und schlimmer als die Not eines Paares ohne (biologisch gesehen) eigene Kinder.
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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Sápmi » 4. Juni 2011 08:56

Zum Thema Mode und Kinderkriegen (allerdings mehr in Bezug auf D) hier noch ein meiner Meinung nach sehr sehr guter Artikel aus dem Jahr 2009:

http://www.taz.de/1/leben/alltag/artike ... a-prinzip/
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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Imrhien » 11. Juni 2011 16:59

Sápmi hat geschrieben:Glaubst Du im Ernst, dass eine Frau, die wirklich bereit ist, Mutter zu werden, wegen der (mutmaßlichen) Meinung Außenstehender darauf verzichtet oder das Ganze auf später verschiebt? :wink:


Ich glaube es nicht, ich weiss es. Zumindest beschäftigt es einige Frauen. Dass sie es ganz lassen heisst das noch nicht. Aber es erschwert es eben. Ich habe hier einige Frauen getroffen, die sich diskriminiert gefühlt haben, weil sie gerne daheim bleiben wollten, bis das Kind älter als 2 war. ûblich ist 1 Jahr. Hinzu kommt bei manchen der Neid. Ihr müsst ja reich sein! das hört man auch nicht selten, wenn man daheim bleiben möchte. Jedenfalls erging es einigen meiner Bekannten so.

grüsse
Wiebke

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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Imrhien » 11. Juni 2011 17:12

Sápmi hat geschrieben:...aber im Endeffekt hilft es doch der globalen Überbevölkerung entgegen zu wirken.
....
Trotzdem gibt es ja auch noch die Möglichkeit der Adoption. Möglichkeit für die einen (= potentielle Eltern), Notwendigkeit für die anderen (= ausgesetzte oder Waisenkinder). Und ich denke, die Not eines elternlosen Kindes ist ja sicher um ein vielfaches größer und schlimmer als die Not eines Paares ohne (biologisch gesehen) eigene Kinder.


Der Überbevölkerung entgegenwirken?? Hallo? Wir redenhier nicht von Ländern, wo man die Menschen nicht mehr ernähren kann, weil es zu viele sind. Und es geht um Länder, die genug Platz haben. Deutschland mag voll sein, aber so voll nun auch wieder nicht. Ich hab da auch gute 30 Jahre gelebt, ich weiss also noch wovon ich rede...

Und was die Adoption angeht, ja es ist eine Option. Aber nicht alle wollen es, oder können es. Im Gegensatz dazu, dass wirklich jeder ein Kind bekommen kann, egal wir arm, dumm oder wie wenig er eigentlich Kinder will, eine Adoption wird sehr genau geprüft. Oder kostet Unmengen und ist nicht richtig legal. So einfach ist das also auch nicht für alle. und es ist auch nicht für alle das Gleiche.

Ich weiss, es ist ein altes und vielleicht doofes oder gemeines Argument. Aber wenn man selber keine kinder hat, dann kann man da wirklich kaum mitreden oder es beurteilen. Unglaublich aber wahr: wenn man Kinder hat, verändert man sich. Und zwar in einer Art, wie man es vorher kaum geglaubt hätte. Viele Einstellungen verändern sich und auch die Gefühle und Prioritäten. Manches was mir früher wichtig war, ist nuin völlig nebensächlich und anderes, für das ich mich früher nicht interessiert habe, ist heute wichtiger. Und das ist nicht wie mit einem Job oder Hobby. Es kommt nicht und geht wieder. Kinder hat man und die bleiben auch. Das hinterlässt Spuren. Und wer es nicht erlebt hat, kann es sich oft nur schwer vorstellen. Auch wenn ich jetzt vielleicht geschimpft werde, ich glaube daran.

Grüsse
Wiebke

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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon HeikeBlekinge » 11. Juni 2011 17:57

100, nein ;-) 1000% Zustimmung, Wiebke!
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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Henrik der Wikinger » 11. Juni 2011 20:16

Imrhien hat geschrieben:Der Überbevölkerung entgegenwirken?? Hallo? Wir redenhier nicht von Ländern, wo man die Menschen nicht mehr ernähren kann, weil es zu viele sind. Und es geht um Länder, die genug Platz haben. Deutschland mag voll sein, aber so voll nun auch wieder nicht.[...]

Grüsse
Wiebke



Vielen Dank Wiebke! Dafür wurde es aller höchste Eisenbahn in diesem Thread! Wobei anzumerken ist, das auch Deutschland im weltweiten Vergleich noch relativ dünn besiedelt ist. Wenn ich da an Länder wie Japan, China oder Indien denke....
In Indien leben allein über eine Milliarde Menschen... :wink: :wink:

Liebe Grüße aus Västra Götaland

Henrik
“„Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit, aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht.“ ”
-A. Lincoln-

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Re: Zunehmendes Problem: Ungewollte Kinderlosigkeit

Beitragvon Sápmi » 12. Juni 2011 07:05

Imrhien hat geschrieben:Der Überbevölkerung entgegenwirken?? Hallo? Wir redenhier nicht von Ländern, wo man die Menschen nicht mehr ernähren kann, weil es zu viele sind. Und es geht um Länder, die genug Platz haben. Deutschland mag voll sein, aber so voll nun auch wieder nicht.


Nun, das ist vermutlich eine Frage der Perspektive. Ich finde Deutschland extrem voll, daran ändert auch der Vergleich mit Ländern nix, in denen es noch schlimmer ist.
Und damit meine ich nicht nur meine persönliche Abneigung gegen Menschenmassen, Hochhäuser, Lärm, Ampeln und Einbahnstraßen. :wink: Sondern natürlich auch die Frage der Ressourcen. Aber das ist natürlich wirklich wieder ein anderes Thema. (sonst zum Thema Bevölkerung in D ist wie gesagt der von mir oben verlinkte Artikel wirklich interessant).


Imrhien hat geschrieben:Und was die Adoption angeht, ja es ist eine Option. Aber nicht alle wollen es, oder können es. Im Gegensatz dazu, dass wirklich jeder ein Kind bekommen kann, egal wir arm, dumm oder wie wenig er eigentlich Kinder will, eine Adoption wird sehr genau geprüft. Oder kostet Unmengen und ist nicht richtig legal. So einfach ist das also auch nicht für alle.


Da gebe ich Dir natürlich völlig Recht, einfach ist das ganz sicher nicht. Aber es kann eben eine Möglichkeit sein.

Imrhien hat geschrieben:Ich weiss, es ist ein altes und vielleicht doofes oder gemeines Argument. Aber wenn man selber keine kinder hat, dann kann man da wirklich kaum mitreden oder es beurteilen.


Das ist weder doof noch gemein, sondern stimmt genau, man kann nicht beurteilen, wie es ist, Kinder zu haben. Aber das ist ja auch nicht Thema des Threads. Hier geht es ja nicht ums Kinderhaben, sondern darum, überhaupt erst mal in die Situation zu kommen, ggf. Kinder zu kriegen (und ob es dann auch klappt). Und da kann natürlich wiederum jeder mitreden, da sich jeder früher oder später mit der Frage beschäftigt.
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