Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

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svenska-nyheter
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Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon svenska-nyheter » 5. Februar 2007 13:02

Bisher war die Zentrumspartei die einzige im bürgerlichen Lager, die klar gegen den Euro ist. Jetzt hat jedoch anscheinend in dieser Frage ein Umdenken begonnen. Dies nicht zuletzt, weil im Herbst nach dem Wahlsieg die Parteivorsitzende Maud Olofsson Wirtschaftsministerin geworden und somit zu neuen Einsichten gekommen ist. Olofsson deutet jetzt an, dass sich die Partei der Frage erneut stellen sollte.

(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

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Hanjo
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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Hanjo » 5. Februar 2007 16:17

Radio_Schweden hat geschrieben:Bisher war die Zentrumspartei die einzige im bürgerlichen Lager, die klar gegen den Euro ist. Jetzt hat jedoch anscheinend in dieser Frage ein Umdenken begonnen. Dies nicht zuletzt, weil im Herbst nach dem Wahlsieg die Parteivorsitzende Maud Olofsson Wirtschaftsministerin geworden und somit zu neuen Einsichten gekommen ist. Olofsson deutet jetzt an, dass sich die Partei der Frage erneut stellen sollte.

Gute Nachricht? Oder doch eine schlechte Nachricht?
Ich denke, es wird den Schweden nichts anderes übrig bleiben, als für den Euro zu stimmen.
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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Findus » 5. Februar 2007 16:28

eigentlich müssten sie das sowieso schon getan haben, da es in den beitrittsverträgen schwedens zur eu so festgelegt wurde. nur mit ein paar "tricks" haben sie sich davor "gedrückt". ob die einführung für schweden positiv ist, kann ich so aber erstmal nicht beurteilen.

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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Fischkopf » 5. Februar 2007 16:39

Hallöchen!

Nichts gegen die Einführung des Euros in Schweden.
Aber hoffentlich wird dem Schweden nicht genau so viel versprochen, wie dem Deutschen. Kann mich daran erinnern, daß nichts teurer werden sollte und was ist passiert?

Bis dann
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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Skogstroll » 5. Februar 2007 16:44

Hej,
der Widerstand der Schweden gegen den Euro war gross und dürfte noch erheblich gewachsen sein, nicht zuletzt Dank einiger Reportagen im schwedischen Fernsehen zum Thema. Da wurden auch Interviews mit schwedischen und deutschen Finazexperten gesendet, die sich unisono gegen den Euro ausgesprochen haben. Komplettiert wurde das ganze mit Interviews in einer deutschen Fussgängerzone. Klar, was da gesagt wurde.
Gegenwärtig dürfte die Euro-Einführung in Schweden politischer Selbstmord sein.

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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Haui » 5. Februar 2007 18:58

Euro=Teuro
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Gruß Haui
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aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt

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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon janaquinn » 5. Februar 2007 19:03

Na, dann besteht ja die Hoffnung, daß Schweden um den (T)Euro drumherum kommt. Denn dem werde ich definitiv keine Träne nachweinen. Aber ich glaube auch, daß sich Schweden noch lange dagegen wehren kann. Irgendwann wird er kommen.
Bis dahin geniessen wir einfach die Krone!
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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Auswanderer » 6. Februar 2007 22:10

Hanjo hat geschrieben:Ich denke, es wird den Schweden nichts anderes übrig bleiben, als für den Euro zu stimmen.


Warum?
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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Auswanderer » 6. Februar 2007 22:12

Findus hat geschrieben:eigentlich müssten sie das sowieso schon getan haben, da es in den beitrittsverträgen schwedens zur eu so festgelegt wurde. nur mit ein paar "tricks" haben sie sich davor "gedrückt".


Welche Tricks? Es gab eine Volksabstimmung, die die Einführung
abgelehnt hat, und es hieß, man wird NICHT so lange abstimmen
lassen, bis das Volk "richtig" gestimmt hat. Ich glaube, frühestens
2010 darf wieder eine Volksabstimmung zu diesem Thema sein.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.



---Stig Johansson

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Re: Zentrum vor Umdenken in der Euro-Frage

Beitragvon Auswanderer » 6. Februar 2007 22:20

Fischkopf hat geschrieben:Aber hoffentlich wird dem Schweden nicht genau so viel versprochen, wie dem Deutschen. Kann mich daran erinnern, daß nichts teurer werden sollte und was ist passiert?


Das ist einfach nicht wahr. Wenn man die Inflationsraten über die
letzten 20 Jahren vergleicht, war sie bei der Euro-Einführung nicht
besonders hoch. Ja, einige "schlaue" Kaufleute haben bei der
Einführung die Preise erhöht, aber a) wer da kauft ist selbst schuld
und b) wie die Statistik zeigt, sind diese durch andere, die die Preise
nicht erhöht oder gar gesenkt haben, mehr als ausgeglichen worden.

In Deutschland hat man Glück gehabt, dass ein Euro etwas WENIGER
ist als 2 Mark. Hat etwas vorher z.B. DM 10 gekostet, weiß jeder, dass
dies nachher ungefähr EUR 5 sei dürfte. Tatsächlich wäre die Umrechnung
etwas mehr als 5, aber dann würde man fälschlicherweise (weil die
meisten Leute einfach durch 2 teilen) den Eindruck bekommen, dass
der neue Preis mehr ist, also war Druck da, die Preise etwas zu senken.

In den Niederlanden, wo ein Euro etwas MEHR als 2 Gulden ist, war
die Tendenz umgekehrt.

Länder, die keine einfachen Umrechnungsfaktoren hatten, hatten ganz
andere Probleme.

Ein paar Jahre vor der Euro-Einführung waren die Wechselkurse
zwischen den künftigen Euro-Ländern festgelegt und es gab in
allen Bereichen außer Bargeld schon den gemeinsamen Wirtschaftsraum.
Auch hier war keine höhere Inflation als sonst zu betrachten.

Persönlich hätte ich als Schwede gegen den Euro und auch gegen die
EU gestimmt. Aber gerade WEIL ich dagegen bin, denke ich, dass es
wichtig ist, mit sachlich falschen Argumenten dagegen aufzuräumen.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.



---Stig Johansson


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