Zehn Jahre nach dem Orkan

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Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon svenska-nyheter » 8. Januar 2015 15:12

Am 8. und 9. Januar 2005 traf ein Orkan namens Gudrun Südschweden mit verheerender Wucht, entwurzelte und knickte tausende von Baumstämmen wie Streichhölzer, riss Dächer von den Gebäuden und schnitt 700.000 Haushalte von der Stromversorgung ab.

(Die Tickermeldung musste auf Wunsch von sr.se stark gekürzt werden. Wir bitten um Verständnis.)

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon vinbergssnäcka » 8. Januar 2015 17:43

oh ja, unvergessen. Damals habe ich gelernt, was Dunkelheit bedeutet....und auf "sich" gestellt zu sein, wie wichtig es ist, das Menschen zusammenhalten...

ach ja...und das Kerzenlicht irgendwann nicht mehr mysig ist...
liebe Grüsse

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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon Petergillarsverige » 8. Januar 2015 17:56

Bild

Das Buch ist lesenswert, so zwei Tage würden reichen und jeder wüsste wie wertvoll Strom ist.
In Schweden ist man aber eher darauf eingerichtet, Campingsachen hat fast jeder, Wasser gibt es an jedem See. Aber eine deutsche Großstadt.....
Schweden ist nicht nur ein schönes Land - das ist ein Virus!

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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon vinbergssnäcka » 8. Januar 2015 18:57

ich glaube fast nicht, das das in einer schwedischen Grosstadt anders aussehen würde. Hier auf dem Land ist das schon was anderes....Kollegen von mir waren 6 und teilweise 8 Wochen ohne Strom, auf einem Bauernhof mit Vieh....die haben das ganz gelassen gesehen.

Am schlimmsten fand ich, das es im Notfall keine Möglichkeit gab Hilfe zu rufen....die Brandgefahr war ja doch sehr hoch, da Kerzen nicht nur fürs Licht gebraucht wurde, sondern auch um ein wenig Wärme zu bekommen....oder die Gefahr, das sich jemand ernsthaft verletzt und keine Hilfe bekommt, zumindest nicht in kurzer Zeit....
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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon Petergillarsverige » 8. Januar 2015 23:05

Funktionierten die Handys auch nicht?
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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon vibackup » 8. Januar 2015 23:08

Petergillarsverige hat geschrieben:Funktionierten die Handys auch nicht?

Unterschiedlich, aber natürlich waren auch Masten betroffen.

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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon Gottfried » 9. Januar 2015 10:26

Petergillarsverige hat geschrieben:In Schweden ist man aber eher darauf eingerichtet, Campingsachen hat fast jeder, Wasser gibt es an jedem See. Aber eine deutsche Großstadt.....


Hej Peter, da würde ich nicht drauf bauen! Bild Ich war dabei! Waldbesitzer mit 50 ha und weit ab von Allem! Trotzdem habe ich Leute gesehen,
die zu blöd waren, den Gasgrill neben sich zu benutzen um warmes Essen zu breiten. Bild
Problem Nur 1 war, keine Strassenverbindung! 80 umgefallene Bäume bis zur nächsten Strasse. Benzin für Fichtenmoped? Strom? Es gab eine Woche kein Telefon, Handy.....
Bei nächsten Händler gammelte alles in der Kühlung, es gab absolut KEINE Notstromaggregate zu kaufen! Es gab keine Kerzen und Streichhölzer in den Läden!
Vorradshaltung? So etwas machen nur die blöden Deutschen..... OK, aber wir hatten Trinkwasser,Essen, 400 Kerzen (dank IKEA), Benzin und nur die Sorge, ob die Stromleitung überhaupt wieder gerichtet wird..... :D :D :D
Übrigens. das Buch: sehr interessant aber trotzdem noch sehr geschönt! In diesem Szenario würde das alles VIEL extremer ausfallen. Da würde nach wenigen Stunden nichts mehr so sein wie es war....... Alle zivilen und militärischen Notstandspläne sind nur Makulatur. Da ist alles wegrationalisiert worden........
Viele Grüsse

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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon Petergillarsverige » 9. Januar 2015 15:27

Super Smilies hast du...
Übertrieben ist in dem Buch sicher der Ausfall der Dieselaggregate in Kernkraftwerken, die laufen länger und der Nachschub an Diesel dürfte eine hohe Priorität haben.
Was in meinen Augen fürchterlich realistisch sein dürfte, wie der Typ dem Paar den Sportwagen mit einem Gewehr abgeknöpft hat. Wenn du bei einem langen Stromausfall ein mobiles Notstromaggregat hast, du wirst es die längste Zeit gehabt haben. Blaue Bohnen sind durchdringende Argumente. Da sind 80 umgefallene Bäume eher sehr zu wünschen, die das abgelegene Haus schützen. :-) Was mir eher Angst bereitet ist, wie es allen alten Menschen geht. Wie lange währt die Hilfsbereitschaft, wenn es einem selber an den Kragen geht?
Man sollte aber einen Holzofen haben auf dem man Kochen kann.
Notstromaggregate, besser noch unterbrechungsfreie Stromversorgungen: Ich hab da herrliche Brennstoffzellen Systeme im Angebot....

Gut ist auch eine PV Anlage auf der Basis mit 12 V, damit kann man über LED Beleuchtung wenigstens mal Licht haben. Die Ölheizung kann man auch eine zeitlang damit betreiben.
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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon vinbergssnäcka » 9. Januar 2015 15:39

Was mir zum Glück erst im Nachhinein in den Sinn kam....irgendwelche Diebes-Ligen, die hätten ein so leichtes Spiel gehabt....die hätten quasi den halben Ort ausräumen können...

ihr habt vergessen: Batterien...die waren auch komplett ausverkauft.

Ich war jedesmal erstaunt, wenn ich mich in mein Auto gesetzt habe.....da gab es Licht ;-)

Die einfachsten Dinge wurden echt zum Problem...habt ihr schon mal mit Kerzenlicht Eure Autoschlüssel gesucht?

Ich hatte damals das vorletzte Elverk aus einer Bestellung ergattert....und ehrlich, wenn mein Pappa nicht dabei gewesen wäre, dann hätte ich es nicht bis durch die Kasse geschafft...überfallen hat uns dann zum Glück keiner :wink:

Und noch was komisches....wisst ihr was das erste war, was ich am nächsten Morgen gemacht habe?

ich bin zu unserem Dachdecker gegangen und habe ihn in den Senkel gestellt. Habe zwei Jahre vorher das Dach neu decken lassen und der Depp hat vergessen die Firstziegel festzunageln.....
danach hab ich dann festgestellt, das man aus unserem Ort nicht rauskam :lol: rein auch nicht...
liebe Grüsse

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Re: Zehn Jahre nach dem Orkan

Beitragvon Petergillarsverige » 10. Januar 2015 14:08

Mein konkreter Vorschlag:
Ihr nehmt eine 12 V Photovoltaik und eine 12 V Batterie, Es wird eher ein 24 V Modul mit Regler und 24 zu 12 V DC/DC Wandler sein. Dann macht ihr die Beleuchtung mit 12 V und schon habt ihr Strom auch bei Stromausfall. Außerdem spart ihr viele kWh Strom.
Ansonsten. Ein Stromausfall kann sehr romantisch sein. Unter der Bettdecke ist es warm....
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