Hej,
auch wenn man in Schweden einsehen kann, was jemand verdient, es wird weniger darüber gesprochen. In unserem Umfeld jedenfalls. Auch da merke ich, dass die Schweden zugeknöpfter sind als zu Anfanng. Man spricht drumrum, erwähnt nur den ungefähren Bereich, nicht jedoch die genaue Ziffer. Das hatte ich anders in Erinnerung oder hatte es mir anders vorgestellt. Klar kann man einsehen was jemand hat, aber es machen nicht so viele. OK, vermutlich machen es mehr als man denkt

Aber das sagt ja dann auch etwas darüber aus wie offen man damit umgeht. Wenn viele das Bedüfnis haben zu schauen, dann scheint man ja weniger darüber zu reden. Oder?
Und in Deutschland haben wir mit unseren Freunden schon auch darüber gesprochen wer was bekommt. Mindestens im ungefähren Bereich. Also für uns keine grosse Veränderung.
Was den Aufdruck angeht, nur persönlich zu öffnen, das ist hier doch auch so. Sollte man hier man den Gehaltsschein eines kollegen öffnen... Das wäre sehr ungern gesehen. Sowas macht man einfach nicht. Auch nicht in Schweden. Und in vielen Firmen wird peinlich darauf geachtet, dass solche Dinge auch nicht öffentlich zugänglich liegen. Also Verträge, Gehaltsscheine oder ähnliches. Das wird dann lieber mit der Post heim geschickt, oder wenigstens verschlossen im Umschlag, als dass es offen im Brieffach liegen würde, wo jeder dran kann. Bei uns ist das jedenfalls so, obwohl man nachschauen kann was die Kollegen verdienen.
Ich denke, dass ein Teil Deiner Schilderungen zu den Unterschieden zwischen Deutschland und Schweden, nicht der Realtität entsprechen. Vielleicht die eines Rentners. Kann sein, das weiss ich nicht, dazu müssen sich andere Rentner in Schweden äussern. Aber die arbeitende Bevölkerung erlebt anderes.
Grüsse
Wiebke