"Wir sind dann mal fort" +Unterschiede Schulsystem

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janaquinn
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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon janaquinn » 30. Januar 2008 09:59

Hej,
ich denke, beiden Schulsystemen fehlt einfach das "Gesunde Mittelmass"! In Deutschland herrscht zuviel Druck und in Schweden zuwenig. Ich kann ja, leider, nur aus der Position einer Mutter eines Kindes in einer Särsskola sprechen, somit bin ich nicht wirklich kompetent, was den "normalen" Schulalltag betrifft. Yannic kommt mit dem System sehr gt zurecht, vorallem aber mit dem Kontakt zu Kindern, welche keinerlei Behinderung haben. Es tut ihm sehr sehr gut und er lernt sehr viel von ihnen. Und ich denke, umgekehrt ist es ähnlich, da in der Schule ein sehr enger Kontakt besteht.
Wie es in 3-4 Jahren aussieht, wenn auch meine Tochter in die Schule geht, weiss ich noch nicht. Ich hoffe aber, dass wir unserer Tochter eine sehr gute Ausbildung bieten können.

Das Bild der Deutschen im Ausland und in den speziellen Auswanderer-Sendungen wurde schon mehrfach besprochen. Sicherlich gibt es einige positive Beispiele darunter, aber mindestens genauso viele negative Beispiele. Leider sind es mehr negative Beispiele, was aber, in meinen Augen, schlicht und ergreifend mit der Mentalität der Deutschen "Fernsehkultur" zutun hat. Schaut man in die deutsche Fernsehlandschaft hat man dann so "Spitzensendungen" a´la "Dschungelcamp", "Frauentausch" oder " Deutschland sucht den Deutschen Supertrottel" (Sorry). Anspruchsvolle Sendungen findet man kaum noch, wenn dann muss man schon Sender wie Arte oder 3 Sat sehen, fernab der privaten Sender schauen. Und wenn man sich dann die Quoten anschaut, führen nicht die Sendungen von 3Sat oder Arte die Tabelle an, sondern meist die privaten Sender. Aber fragt man nach, so hat es keiner geschaut....aber alle reden darüber. Ich gebe zu, als ich vor 3 Monaten in Deutschland bin ich auch an den Auswanderersendungen hängen geblieben und habe zu 90% nur den Kopf geschüttelt über soviel Naivität und Blauäugigkeit. Aber gut jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, wenn man glaubt, dass die eigenen Probleme in Deutschland bleiben während man selber irgendwo anders auf der Welt lebt, der wird nirgendswo glücklich. Diese Menschen würden überall nörgeln und meckern, selbst im Schlaraffenland. Schweden ist kein Paradies, aber man kann es sich zum eigenen kleinen Paradies machen, wenn man den Blick auf die Probleme nicht verliert.

Und wie hat Heike so schön geschrieben:
Heimat ist, wo man sich zuhause fühlt. Für uns ist es Schweden, wir haben hier eine Heimat UND ein Zuhause gefunden, aber nicht den Blick auf die Realität verloren.

In diesem Sinne
JANA
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Zschirli

Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Zschirli » 30. Januar 2008 10:02

Skogstroll hat geschrieben:Unterschrieben und bestätigt!
Meine Tochter z.B. ist in Mathe nicht schlecht, aber bestimmt kein Überflieger. Die Kinder arbeiten relativ selbständig in ihren Lehrbüchern und sollen das einigermassen synchron tun. Die Folge: Sie bekommt regelmässig einen "Stopp" in Mathe, d.h. sie muss warten, bis die letzten (und es sind schon nur 12 in der Klasse) hinterhergekommen sind.

Skogstroll


Hej Skogstroll,

das ist an unserer Schule aber anders :shock: . Wir wurden letzthin in die Schule bestellt (Grundschule, 17Schueler), weil unser Sohn in Mathe den anderen voraus ist. Die Lehrerin wollte uns einfach nur fragen, ob es denn in Ordnung wäre, wenn er dann einfach schon mal mit den Materialien der Klasse 2 weitermacht - eben damit er nicht unterfordert ist und sich nicht langweilt ...
Ich war schon ganz irritiert, weil ich von Deutschland noch gewohnt bin, dass da einfach gemacht wird und man meisst nicht mal ne Information kriegt.
Dafuer schwächelt unser Sohn noch etwas in Lesen, Schreiben usw. (sprachbedingt) und dafuer bekommt er jetzt extra Hilfe und zusätzlich wurde sowas wie eine Lernpatenschaft mit einer begabten Schuelerin gebildet.

Insofern sind meine Erfahrungen mit einer schwedischen Grundschule doch andere, als du beschreibst. Ich finde, dass sich hier jemand wirklich Gedanken macht und sich bemueht, mein Kind in jede Richtung optimal und vor allem human zu fördern! Und ... man fragt mich sogar, ob mir das recht wäre ... DAS bin ich nun aus Deutschland wirklich anders gewöhnt und DESHALB (unter vielem anderem) sind wir hier.
Nun - hab ich besonderes Glueck und die einzige Schule in ganz Schweden erwischt, die es anders und kinderfreundlich tut?

Ich jedenfalls bin zufrieden, mein Sohn uebrigens auch.
LG Nicole

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Nanna » 30. Januar 2008 13:58

Zum Thema Schule kann ich auch nur sagen, dass wir sehr zufrieden sind, bis jetzt. Auf die Kinder wird eingegangen, man hat einmal im Halbjahr ein "utvecklingssamtal", wo der Leistungsstand im Gespräch zwischen Eltern Lehrer und Schüler besprochen wird. Die Methode gefällt mir bedeuten besser als eine Zensurenbewertung in so niedrigen Klassen. Die Lehrer gehen individuell auf die Kinder ein, brauchen sie mehr Hilfe dann bekommen sie auch schon mal etwas Zeit mit der "speciallärare", wo sie entweder einzeln oder zu zweit verstärkt das üben, wo es schwächelt. In der ersten Klasse brauchte unsere Tochter mehr Hilfe, bekam 4 x 45 Minuten in der Woche Einzelunterricht, damit sie von Anfang an auf dem gleichen Niveau wie die anderen in der KLasse bleibt. Der Einsatz hat sich voll gelohnt, der Unterricht hat ihr sehr viel gegeben und ohne den hätte sie den Anschluss verpasst, sich aufgegeben und wäre heute in der zweiten Klasse nicht so gut in der Lage, ohne extra Hilfe auszukommen.
Wo bekommt man denn das in Deutschland? Wir sind zwar schon viele Jahre aus Deutschland fort und sind dort nur indirekt mit Schule in Kontakt gekommen nachdem wir sie selber beendet haben (und das ist ja doch schon ein paar Jahre her ;) ). Wir haben aber viele Freunde mit Kindern, und hören daher doch etliches über die Schulsituation dort. UUnd von solchen Möglichkeiten habe ich nichts gehört, aber vielleicht gibt es das ja auch in Deutschland? :)
Besonders gut gefällt mir auch, dass die Lehrer hier jederzeit ansprechbar sind. Als erstes bekommt man die private Telefonnummer und Handynummer sowie Mailadresse, egal in wlecher Altersstufe (also auch wenn man als Erwachsener z:B. Komvux besucht). Und man darf auch gerne anrufen ;) . Der enge Kontakt zwischen Lehrer und Elternhaus kommt ja letztendlich den Kindern zu Gute.

Ich bin mit unserer Schule sehr zufrieden, aber es gibt hier ganz klar auch andere Schulen und es gibt nicht nur Vorteile mit dem schwedischen Schulsystem. Ich denke nicht, dass ich blind bin für die Nachteile, hier ist bei weitem nicht alles Gold was glänzt, aber hier fühlen wir uns zu Hause :) . Und das ist für uns das Wichtigste :)

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon HeikeBlekinge » 30. Januar 2008 14:41

Skogstroll geschrieben:

Meine Tochter z.B. ist in Mathe nicht schlecht, aber bestimmt kein Überflieger. Die Kinder arbeiten relativ selbständig in ihren Lehrbüchern und sollen das einigermassen synchron tun. Die Folge: Sie bekommt regelmässig einen "Stopp" in Mathe


Darauf kann ich genau dasselbe antworten wie Nicole!
Mein Jüngster ist in Mathe sehr weit, war er schon in der förskola. Er bekam/bekommt regelmäßig Zusatzaufgaben oder darf schon mal ein paar Kapitel vorarbeiten. Auch ist die Art des Unterrichts nicht so, das wenn andere noch zurück sind, diejenigen die weiter sind ohne etwas zu tun in der Gegend herumsitzen und sich langweilen.
Genau das mag ich an der schwedischen Schule - die Selbstständigkeit, mit der die Schüler lernen. Da sitzt nicht die ganze Klasse in Reih und Glied und vorne trägt die Lehrkraft vor, wer nichts mitbekommt hat halt Pech gehabt...
Und ergänze: Ich jedenfalls bin zufrieden, mein 3 Söhne uebrigens auch.

Nicole, ihr habt also nicht besonders viel Glück gehabt - außer unsere Kinder gehen zufällig in dieselbe Schule? :-)

Vielleicht sollten wir hier spaßeshalber eine Art Schulliste erstellen, aus der hervorgeht, welche man besonders meiden sollte, oder welche zu empfehlen ist?
Scherz beiseite. ;-)

Ich finde es nicht ganz fair durchweg zu behaupten das Kinder an schwedischen Schulen zu wenig lernen, unterfordert sind. Vielleicht braucht man hier einfach keinen Druck! Die Kinder lernen mit Freude und nach eigenem Tempo. Ich kann einfach nicht feststellen, dass meine Kinder zu wenig lernen! Wenn man in der ersten Klasse nach einem halben Jahr langsam lesen kann und anfängt zu schreiben empfinde ich das z.B. als absolut zeitgerecht und ausreichend.
Wenn meine Älteren in ihren Tests durchweg 85-95% der benötigten Punktzahl erreichen und sie das weiter anspornt ist das doch ok! Ich glaube auch nicht, dass da ein schwedischer Lehrer z.B. einen Mathetest "schönreden" könnte!
Ich empfinde es absolut nicht als Gleichmacherei, wenn im Gegensatz zu D auch noch auf den letzten Schüler eingegangen wird und man halt so lange weitermacht bis auch er die Aufgabe verstanden hat. Das die ganze Klasse auf ihn warten muss, habe ich hier nicht erlebt, nicht bei 3 Kindern, nicht in 3 unterschiedlichen Stufen!
Das Gegenteil hatten wir in D: Wie demotivierend es sein kann, wenn man eine 5 nach der anderen schreibt, nachhängt, irgendwann nicht mehr mitkommt -ganz einfach deshalb, weil der Lehrstoff ohne Rücksicht durchgezogen wird! Das will ich auch nicht mit Überforderung betiteln, sondern mit schlechtem Unterricht, überforderten Lehrkräften, überholten Methoden, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind.
Die jetzigen nachweisbaren Lernerfolge und -fortschritte meiner Kinder an der schwedischen Schule, ihre Begeisterung und Freunde daran zur Schule zu gehen, sind für mich schlichtweg Grund genug!

Eine Kleinigkeit noch - habe mal wieder mehr geschrieben als vorgehabt:
Ich stehe dazu, dass meinen Kindern an der schwedischen Schule Rücksicht auf andere vermittelt wird. Es macht mich stolz, wenn sie nachvollziehen können, das man nicht der bessere Mensch ist nur weil man vielleicht schneller, schlauer oder immer der Beste ist.
Andere mögen da andere Prioritäten setzen.
Dann kann es durchaus zutreffen, dass eine schwedische Schule nicht das richtige ist!

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Aelve » 30. Januar 2008 15:12

Hej Heike, Nana und Nicole,

da habe ich ja doch von meinen Bekannten in Schweden die richtigen Informationen erhalten und Ihr sprecht mir direkt aus dem Herzen. Ich bin auch der Meinung, dass das Soziale nicht zu kurz kommen darf, nicht umsonst ist Deutschland zu einer Ellbogengesellschaft verkommen. Ist es einem nicht angeboren, dass man einem Schutzbedürftigen helfen will und dass man einen Schwächeren stärkt? Genauso ist meine Auffassung dazu, obwohl unsere Kinder mittlerweile längst aus dem Schulalltag raus sein, höre ich doch sehr oft hier, dass der Unterricht hier nicht gut vorbereitet ist. Es erfolgen Zeitvorgaben, die kaum ein Schüler einzuhalten vermag und die Eltern haben kaum noch ein Familienleben, da alles nachgelernt werden muß, was im Unterricht zu kurz kommt.
Bereits unsere Kinder bekamen oft bei Klassenarbeiten nur 10 Minuten Zeit, um mehrere Fragen zu beantworten. Unseren Kindern fiel soviel ein, dass sie es von der Menge her gar nicht schaffen konnten, obwohl sie bestimmt nicht trödelten, das sah ich zuhause bei den Hausaufgaben.
Aber Nachdenken und das Wichtige rausfiltern, dauert eben seine Zeit.
Es ist in meine Augen fatal, wenn die Kinder nur auf Schnelligkeit getrimmt werden anstatt auf Genauigkeit und auf die Möglichkeit der Kontrolle der Aufgaben.
Mir fehlt hier in Deutschland das Individuelle, was Ihr anschneidet, dass man die Begabungen eines Kindes hervor holt und nicht nur nach den Fehlern schaut.
Wünsche Euch für die weitere Schulzeit in Schweden nur positive Erlebnisse.
Liebe Grüße Aelve :smt008

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Skogstroll » 30. Januar 2008 15:44

Jetzt sind wir zwar gründlich off topic, aber egal.
Ganz so laut kann ich das Loblied der schwedischen Schule nicht singen. Andere offenbar auch nicht, sonst würde in Schweden nicht jede (!) Woche eine Schule brennen.
Um es vorweg zu nehmen: Prinzipiell sind wir mit der Schule hier auch zufrieden. Aber: Das, was unsere Tochter kann, ist - verglichen mit deutschen Schülern - eher wenig. Klar, auch hier gibt es Sonderaufgaben, aber die Schlechtesten in der Klasse schaffen es, das Gesamtniveau deutlich zu drücken.
Nochmal Aber: Wir leben auch in einer Oase, sprich: Einer der letzten überlebenden Dorfschulen, wo es kleine Klassen gibt, ein fast familiäres Klima und akzeptable Anfahrtwege. Der schulpolitische Kahlschlag tobt überall, und wir zittern und bangen, dass unsere Tochter bis zum Ende der 6. Klasse (sie ist in der 2.) dort bleiben kann, danach muss sie sowieso weiter fahren. Die Nachbarkommune Överkalix hat schon alle Dorfschulen plattgemacht, Kalix ist dabei, mehrere Schulen auch in grösseren Ortschaften schliessen. Damit sterben die Dörfer, und dahinter steht eine "Beton- und Zentralisierungspolitik". Der Begriff ist nicht von mir, der stammt aus dem "Norrbotens Kuriren" von gestern.
An grossen Schulen mit grossen Klassen aber funktioniert die individuelle Förderung - bisher DIE starke Seite des schwedischen Systems - aber bedeutend schlechter oder gar nicht mehr. Nicht umsonst ist Schweden in der PISA-Studie denn auch dramatisch abgestürzt, auch wenn man das sicherlich vorsichtig bewerten sollte.
Es ist traurig, aber im Moment wiederholt Schweden alle Fehler, die man in Deutschland schon vor Jahren gemacht hat.

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon janaquinn » 30. Januar 2008 15:55

Ich denke, dass sich beim Thema Schulsystem die Geister bzw. die Eltern scheiten. Eltern, deren Kinder sehr schnell lernen und wo die Lehrer dies erkennen und fördern, werden mit dem Schulsystem zufrieden sein. Bei Eltern wie Skogstroll und seiner Frau, deren Tochter schnell lernt und dabei aber gestoppt wird, werden wie die Tochter eher unzufrieden sein, da es sich negativ auf die Motivation des Kindes auswirkt.
Eltern, wie mein Mann und ich, mit einem ganz besonderen Kind, sind glücklich mit dem System, den in Deutschland wäre Yannic niemals integrativ beschult worden, sondern in einer Spezialschule gewesen, wo es nur Kinder gibt, die ähnlich schwere Behinderungen haben.
Yannic´s jetzige Schule ist eine kommunale Schule, wir sind sehr zufrieden damit. ABER die neue Schule ist eine Freie Schule, welche sich auf das Waldorfprinzip stützt, worüber ich sehr glücklich bin. Welchen Unterschied es geben wird, werde ich in einigen Monaten sehen.
Bei Taima habe ich die Befürchtung, dass sie in der Schule unterfordert sein könnte, da sie wahnsinnig schnell lernt....vorallem Blödsinn.... :lol: ...nein sorry, war OT!
Ich habe aber mittlerweile schon von einigen Seiten gehört, dass sich das Schulsystem verschlechtert haben soll, nur leider habe ich keinen Vergleich dazu.

LG JANA
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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Nanna » 30. Januar 2008 18:24

Aelve, völlig OT

Ich heisse NANNA, mit doppel "N" in der Mitte :D
Das war der absolut ausschlagebende Grund um auszuwandern, meinen Namen bekommen die Deutschen NICHT auf die Reihe, nicht mal wenn er buchstabiert wird :evil: :wink:
Aber hier fragt man nicht nach und schreibt ihn trotzdem richtig :D

Und JA, ich heisse auch IRL so, bin sogar so getauft, es ist kein Spitzname (auch so ´ne typische Frage in Deutschland). :P


Nichts für ungut :)

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Svenska skolan är kass

Beitragvon vinbär » 31. Januar 2008 10:57

aus der SMP Donnerstag zur schwedischen Schule:
Jan Björklund: Utbilda riktiga lågstadielärare
Växjö i går 12:26 | Uppdaterad i dag 07:48

Svenska skolan är kass, ibland sämst i världen. Så kan det inte fortsätta. Ett budskap från utbildningsminister Jan Björklund när han besökte Växjö på onsdagen.

Jan Björklund håller tal om den svenska skolpolitiken i Växjö konserthus. En av de största omdaningarna inom svensk skola någonsin är på gång, enligt Björklund.

Jan Björklund (fp) är en skicklig retoriker och sparar sällan på krutet. I den svenska skoldebatten lyckas han nästan ta ära och heder av den svenska lärarkåren utan att få några hårdare motthugg.
Hans tal på Växökonferensen inför drygt 400 personer, lärare, skolpolitiker och annat skolfolk, var inget undantag. Även om han aldrig sa flumskola rakt ut.
Han ägnade en stor del av tiden åt att kritisera det gamla och en knappt lika stor del åt det som komma skulle. Ett systemskifte i svensk skolpolitik. Här följer några exempel:

* Svenska elever är dåliga på matte och på att läsa samtidigt som elever i andra länder höjt sin förmåga.
* I vissa kunskapsmätningar är Sverige sämst i världen.
* Svenska elever har låg kreativitet.
* Ordningen och disciplinen i den svenska skolan är usel.
* Antalet elever som hoppar av skolan och/eller inte klarar målen är högst i världen, så kallad "drop out-faktor".

– Vissa försöker förklara bort den låga kunskapsnivån med att vi har många invandrare i Sverige, men det argumentet håller definitivt inte, sa Björklund.
Han vände sig också mot den så kallade gemensamma studiegången, att alla elever anses ha liknande förutsättningar och ska klara skolan på samma tid.
– Det finns inga alternativ för dem som vill gå fortare fram. Det har funnits en rädsla att peka ut elever.
Jan Björklund anser att denna rädsla måste arbetas bort.
Vad vill då Björklund med den svenska skolan? Jo, bland annat:

* Återupprätta lågstadiet. Detta innebär att de största resurserna satsas på att lära barn i tidig ålder att läsa, skriva och räkna. Därmed ska hjälpinsatserna flyttas från gymnasieskolans individuella program.
Björklund vill att det utbildas "riktiga" lågstadielärare, "proffs" på lågstadiebarn, allt för att komma bort från dagens system där lärare kan undervisa i stort sett vilken grundskoleklass som helst.
– Politikerna ska inte bestämma vilka metoder som ska användas i lärandet, det ska pedagogerna själva göra.
* Återinför speciallärarna i skolan.
– Läraryrkets status har blivit allt lägre genom åren. Statusen måste höjas. Idag har vi knappt en sökande per plats till lärarutbildningen. I Finland är det tio sökande per plats, säger han.
Betyg ska införas från årskurs sex.
– Betyg är en sporre, som får eleverna att skärpa sig.
Björlund vill också se fler betygssteg än i dag.


Meiner Meinung nach taugt das schwedische Schulsystem bestenfalls für Schüler, die im deutschen Schulsystem hinten über fallen (würden), so traurig dies für BEIDE Systeme ist.

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Aelve » 31. Januar 2008 11:15

Hallo Vinbär,

es wäre sehr nett, wenn Du den Artikel ins Deutsche übersetzen würdest, da hier viele Forumsteilnehmer mitlesen, die der schwedischen Sprache nicht mächtig sind.

Meiner Meinung nach taugt das schwedische Schulsystem bestenfalls für Schüler, die im deutschen Schulsystem hinten über fallen (würden), so traurig dies für BEIDE Systeme ist.

Woher hast Du Deine Kenntnisse, bist Du in Schweden zur Schule gegangen?


Vielen Dank und viele Grüße Aelve :?:


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