"Wir sind dann mal fort" +Unterschiede Schulsystem

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andrecki

Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon andrecki » 28. Januar 2008 21:24

hier

Ist aber nur eine Seite von Vielen...obs stimmt...keine Ahnung.

Andrea

Marvin

Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Marvin » 28. Januar 2008 22:56

Sieht doch nicht schlecht aus.
Aber unabhängig davon ist für eine Beurteilung eine quantitative Tabelle wenig hilfreich.
Bei einigen Sendungen, die ich über das Thema gesehen habe, hatte ich bei den gezeigten Personen den Eindruck, daß sie schon in Deutschland finanzielle und soziale Probleme hatten.
Die Auswanderung stellt aber diesbezüglich, unabhängig vom Zielland, immer eine höhere Hürde dar, als das Leben zuhause.
Wer es hier nun gar nicht gebacken bekommt, sollte nicht meinen, daß ihm woanders die Steine aus dem Weg geräumt werden.

Typischer Irrglaube.



Marvin

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Aelve » 29. Januar 2008 08:45

Hallo,

ich sehe in dem Artikel viel Wahres. Auch wir würden lieber heute als morgen nach Schweden auswandern, aber da wir bald Rentner sind, müssen wir noch etwas hier ausharren. Ich selber bin auch mit Deutschland mehr als unzufrieden, da ich bessere Zeiten kenne und auch seit längerem sehe, dass es immer mehr bergab geht.
Und Ihr könnt mir glauben, dass es bei uns nicht deshalb ist, weil wir hier nicht klarkommen oder finanzielle Probleme haben. Auch ich sehe sehr stark den Mittelstand gefährdet, warum soll dieser sich ausnehmen lassen, wenn er es woanders besser haben kann.

Grüße Aelve

Storstadstjej

Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Storstadstjej » 29. Januar 2008 09:14

Aelve, wieso versuchst Du als Unzufriedener denn nicht zusammen mit anderen Unzufriedenen nicht einfach etwas zu ändern? Und JA, das kann geht, man kann natürlich nicht von heute auf morgen einen zufriedenstellenden Zustand auf allen Ebenen erreichen - das geht nicht, in der Demokratie geht es nun einmal darum, dass es der MEHRHEIT gut geht und nicht jedem Einzelschicksal, aber gewisse Dinge lassen sich derfinitiv beeinflussen und verändern. Man muss es nur anpacken.
Wenn alle vor Jahrzehnten so gedacht hätten - ÜBERALL, hätten wir heute keine Gewerkschaften (gut, über die kann man sich HEUTE streiten, für die Entwicklung waren sie unabdingbar), keine 40-Stunden Woche, keinerlei andere RECHTE im Arbeitsverhältnis. Darüber sollte man nachdenken, finde ich. "Einfach abhauen" ist eine egoistische und beiweitem keine sichere Lösung.
Ich will damit nicht gegen das Auswandern sprechen, sondern gegen die Passivität der Unzufriedenen.

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Aelve » 29. Januar 2008 10:03

Hallo Storstadstjej,

wie ich sehe, wohnst Du in Schweden. Bist Du der Meinung, dass Du so gut weißt, warum viele Deutsche so unzufrieden sind? Meinst Du, dass Du es einschätzen kannst, was hier so abgeht?

Ich selber habe mich jahrelang ehrenamtlich eingebracht in die Sache, die uns in Deutschland am meisten zu schaffen gemacht hat - die überaus schlechte Bildungspolitik. Dabei mußte ich die bittere Erfahrung sammeln, dass keine Veränderung möglich ist, man rennt gegen eine Wand, wenn man für Kinder eine bessere Zukunft wünscht und diese besteht meines Erachtens wesentlich aus einer guten Bildung. Ich mußte erfahren, dass Deutschland eine reine Bananenrepublik ist, dieses hätte ich mir früher nie träumen lassen.

Nun will ich nach über vierzigjähriger Doppelbelastung durch Arbeit, Haushalt, Pflege der Mutter und 17 Jahren Kampf mit Schule und Lehrkräften sowie involvierte Behörden meine erarbeiteten Groschen in Ruhe verleben. Schweden ist für mich wie ein Paradies, ich fiebere jedem Aufenthalt entgegen. Auch kenne ich viele ausgewanderte deutsche Familien, die zwar nicht die absolute Glückseeligkeit in Schweden gefunden haben, aber immens glücklicher in Schweden als vorher in Deutschland sind
Grüße Aelve 8)

Marvin

Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Marvin » 29. Januar 2008 10:24

@Storstadstjej

Du träumst.

Hast Du nur ansatzweise eine Ahnung, wieviel Jahre Ärger und Verdruß nötig sind, um einen normal lebenden und arbeitenden Bürger, der dazu noch eher mäßig politisch interessiert ist, dazu zu treiben, sich in dieses Forum zu begeben?
Ich finde Deine Vorwürfe wirklich hammerhart.

Was glaubst Du wieviel Zeit in der Woche einem im Handwerk Selbständigen neben Betrieb, Familie und der Nachtruhe bleibt, um sich politisch zu "verwirklichen"? 10 Stunden? Oder mehr? *LOL*

Und:
Was hast Du denn persönlich schon in Deutschland zu Deinen Gunsten geändert?

Du unterstellst uns "Einfach abhauen"?
Im Sinne von "Fahnenflucht"? Ich hör wohl nicht recht!

Wenn Du eine Daseinsberechtigung in diesem Forum haben möchtest, klär die Leute über die Unterschiede zwischen den beiden Staaten auf, wenn Du dazu was beizutragen hast. Ich höre mir auch Unangenehmes an, wenn es der Wahrheit entspricht.
Jeder, der hier postet, weiß, das eine Auswanderung nie ein leichtes Ding ist und braucht die Hilfe von Leuten aus dem Zielland, die mit ihrer deutschen Herkunft die Unterschiede besser sehen und erklären können, als die Einheimischen.
Und sei es nur zu dem Zweck, sich dann doch ein anderes Land zu suchen, weil man sich Schweden unter falschen Erwartungen ausgesucht hat.

Ansonsten unterlaß bitte Deine Polemik.

Marvin

Storstadstjej

Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Storstadstjej » 29. Januar 2008 10:33

Aelve hat geschrieben:Hallo Storstadstjej,

wie ich sehe, wohnst Du in Schweden. Bist Du der Meinung, dass Du so gut weißt, warum viele Deutsche so unzufrieden sind? Meinst Du, dass Du es einschätzen kannst, was hier so abgeht?


Ja, meine ich - ich bin noch nicht einmal so lange in Schweden, habe weiterhin sehr gute Kontakte nach Deutschland und bin in der Lage mich zu informieren, d.h. sowohl über Fakten (Entscheidungen, Gesetzesentwürfe), als auch über die "Stimmung".

Aelve hat geschrieben:Ich selber habe mich jahrelang ehrenamtlich eingebracht in die Sache, die uns in Deutschland am meisten zu schaffen gemacht hat - die überaus schlechte Bildungspolitik. [.....]


Ja, ich stimme Dir zu, und ich kenne diese Wand, habe mir oft genug die Nase daran zerrieben, ist wohl ein Hobby. Wobei auch diese Wand erfahrungsgemäss an einigen Stellen bröckelt. Wobei das Problem der Bildung in D nicht ausschliesslich in der BildungsPOLITIK sondern unter Anderem in der BildungsWERTSCHÄTZUNG - insbesondere in gewissen Schichten, begründet liegt. Die vom Volk ausgehende Veränderung ist leider kein einfaches Ding, es ist ein grosses, oft frustrierendes Projekt.
Um auf Schweden im Speziellen zurückzukommen - mich wird hier ständig das Gefühl nicht los, die schwedischen Schulabgänger haben eine weitaus schlechtere Grundbildung als die Deutschen, jeden Tag kann man neues über schlecht funktionierendes Schulsystem lesen, über unzureichenden Lehrplan an gewissen Unis, über Probleme an freistehenden Schulen, das alles zeigt mir - vielleicht ist das Bildungssystem an der linken oberen Ecke besser, an der unteren rechten aber weitaus schlechter als das Deutsche - also unter dem Strich nicht wirklich besser.

Aelve hat geschrieben:Schweden ist für mich wie ein Paradies, ich fiebere jedem Aufenthalt entgegen.


Urlaub ist immer schön - ich habe die herrlichsten Urlaube meines Lebens in Italien verbracht, nicht als Touri im Hotel, sondern quasi "im Schoss meiner zweiten Familienhälfte". Auch wenn ich mich immer nach dem nächsten Aufenthalt sehne, so sehe ich auch die Probleme, grosse, allumfassende und schwer überwindbare. Sie betreffen mich als Urlauber nicht. Dazu ist ein Urlaub da.

Aelve hat geschrieben:Auch kenne ich viele ausgewanderte deutsche Familien, die zwar nicht die absolute Glückseeligkeit in Schweden gefunden haben, aber immens glücklicher in Schweden als vorher in Deutschland sind


ICH persönlich bin hier auch in vielen Zusammenhängen glücklicher/zufriedener, das hat aber wenig bis gar keine politisch beeinflussbare Gründe. Unzufriedenheit mit der "Gesamtsituation" in D war für mich nie ein Grund umzuziehen. Und um ehrlich zu sein, was mir hier ziemlich fehlt - ist der Rahmen für Veränderung, der mir hier als Einwanderer zur Verfügung steht.

So, ich entschuldige mich für OT :-) *nicht schlagen bitte*

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Aelve » 29. Januar 2008 10:58

jeden Tag kann man neues über schlecht funktionierendes Schulsystem lesen, über unzureichenden Lehrplan an gewissen Unis, über Probleme an freistehenden Schulen

Hallo Storstadstjej,

deine Entschuldigung ist angenommen. Ich finde es ist ein Unterschied, ob ich über nicht funktionierende Dinge berichte und dann versuche, diese Mängel abzustellen oder ob diese Mängelaufstellung von Eltern kommt, die aber eine Besserung nicht zustande bringen können, weil Schule nicht mitspielt. Mir ist es lieber, man spricht Defizite an und versucht sie zu beheben, als schlechte Dinge unter den Teppich zu kehren. Ich habe leider erlebt, dass Lehrer in Deutschland nicht bereit sind, sich mehr einzubringen als nötig oder sie können es nicht anders, da sie einen Maulkorb vorbekommen, so habe ich oft schon gedacht. Ich glaube, dass die Wertschätzung von Kindern in Schweden eine andere ist als in Deutschland. Mich stört hier immens, dass man an den Schulen versucht, die Kinder von klein an auszusortieren anstatt zu fördern. Dabei wird vielen spät entwickelten Kindern unrecht getan. Wenn es wirklich danach gehen würde, wie Du schreibst, dass die Bildungswertschätzung entscheidend ist, dann hätten wir einen roten Teppich ausgerollt haben müssen, denn gerade Bildung hat für uns oberste Priorität, ich habe leider festgestellt, dass gerade engagierte Eltern bei Lehrkräften unbeliebt sind. Sicherlich ist es bei mir so, dass ich durch meine jahrelange ehrenamtliche Arbeit in einem Selbsthilfeverein viele Eltern kennen gelernt habe, die ebenfalls nur negative Erfahrungen trotz bester Voraussetzungen im Elternhaus erlebt haben.
Es mag sein, dass man nicht alles Gute zusammen hat und dass das Niveau etwas niedriger wird, wenn man versucht, auch den schlechtesten Schüler mitzunehmen. Hier würde ich mir wünschen, dass man individueller vorgeht und die Anforderungen entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Schüler anpaßt, was sicherlich schwer für die Lehrkräfte ist, keine Frage. Aber sehr kurzsichtig ist, wenn man ein hohes Potential an Schülern weg wirft, weil man diese von einer guten Bildung fern hält, nur weil sie evtl. später entwickelt sind oder weil eine kleine Schwäche vorhanden ist.


Grüße Aelve :wink:

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Haui » 29. Januar 2008 11:06

Da sind sie wieder die Besserschweden die Deutschland als das gelobte Land den Rücken gekehrt haben um unter Demuthaltung und verarmt den rauhen Wetter des Nordens trotzend in Schweden ausharren müssen. Irgendwie fühlte ich mich davon angezogen der Gedanke von Freiheit, Elchfleisch am Lagerfeuer grillend mit Plumsklo um das Nachts Bären und Wölfe kreisen. Den Kindern Abens Pippi vorlesen und mit Karlson um den Häuserblock fliegen. Und deshalb mache ich auch den Schritt und komme ab März auch nach Schweden. Ich werden mein Warmes schönes Nest in Deutschland verlassen (natürlich ohne Vorbereitung und die Sache durchdacht zu habe) und gehe nach Schweden. Ich hoffe das ich nachher nie vergessen werde aus welchen Stall ich gekommen bin und wünsche allen die den selben Schritt wagen viel Glück und gutes gelingen.
Gruß Haui

PS: Mehr wird zu diesem Thema von mir nicht mehr kommen.
,,Ich bin dan mal weg,,
Man muss nicht jeden Berg selber besteigen,
aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt

http://soedrasverige.blogspot.de/

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Re: "Wir sind dann mal fort"

Beitragvon Joerg » 29. Januar 2008 11:49

Mann Mann Mann,
so oft habe ich mich zu solchen Themen geäußert, mich aus dem Forum zurückgezogen und schaue trotzdem immer wieder mal rein. Aber geändert hat sich nichts. Hier versuchen Afrikaner Eskimos zu erklären wie man ein Iglu baut. Ich hatte dieses Forum mal so verstanden, dass Leute die sich entschieden haben nach Schweden zu gehen hier erkundigen können, bei Leuten die diesen Schritt gemacht haben. Einfach, damit die gleichen Fehler nicht immer wieder gemacht werden. Statt dessen findet man hier Leute, die 700 - 2000Km von Deutschland weg leben, manchmal schon seit vielen Jahren, und die wollen denen die jetzt hier leben und weg wollen Deutschland erklären. Ihr redet von Leuten, die nur wegen einer positiven Urlaubsstimmung nach Schweden wollen, habt aber über Deutschland auch nicht mehr wissen als ein Urlauber. Warum beschränkt ihr euch nicht auf das was dieses Forum immer wollte. Auf Fragen antworten nach besten Wissen und Gewissen, ohne eigene Wertung über die Beweggründe des Fragenden. Der Fragende wird meistens nicht all seine Beweggründe nennen, was auch nicht alle etwas angeht. Und sich das Recht rausnehmen, aus wenigen Einzelheiten ein Urteil über die Rechtmäßigkeit zu erlauben ist mehr als anmaßend. Es wird dann auch immer schön von den "Überschweden" alles verallgemeinert. Da heißt es schnell:"Das ist so in Schweden." Auch ich habe ein Haus in Schweden, auch ich gehe dieses Jahr ganz nach Schweden mit meiner Familie, auch ich kann noch nicht perfekt schwedisch, und trotzdem haben wir bereits dort Bekannte und Freunde,aber was hier geschrieben wurde, habe ich nicht so erlebt. also kann man doch nicht schreiben, das ist so in Schweden, sondern nur :"Das habe ich so erlebt." Denkt mal darüber nach.

Gruß Jörg
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
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