Wir planen nach Schweden auszuwandern!

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Skogstroll
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Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon Skogstroll » 10. Mai 2007 10:11

nils555 hat geschrieben:also die sprache sehe ich nicht soooo als ein problem. ich mache mir da eher über das finanzielle sorgen!


Ich erlebe gerade den zweiten deutschen Kollegen, der das auch so sieht, und ich gebe ihm noch etwa zwei Monate, vielleicht drei, dann ist er wieder weg. Nummer eins hat schon vor einem halben Jahr den Rückzug antreten müssen.
Vergesst Englisch (und Deutsch sowieso), wenn ihr in einem fremden Land (die deutsch- und englischsprachigen mal ausgenommen) leben und arbeiten wollt!
Und nun mal Klartext: Ihr wisst praktisch nichts über Schweden, aber ihr wisst, das es perfekt zu euch passt? Wie geht denn das?
Wenn ihr nicht zur Gruppe der gescheiterten Auswanderer gehören wollt, dann schaltet besser mal 'nen Gang runter. Wie Jana schon geschrieben hat, ist es trotz EU nicht so, dass man einfach mal hingeht und dann mal weitersieht, es erfordert gründliche Vorbereitung. Auch bei uns hat sich die Vorbereitung über Jahre hinweg gezogen, die eigentliche Auswanderung hat dann nochmal ein halbes Jahr gedauert, und bis auch meine Frau einen Job hatte verging nochmal ein Jahr.
Schweden hat in Deutschland den Ruf weg, das Paradies schlechthin zu sein. Das ist es nicht.
Man kann sich hier wohler fühlen, wenn man neben viel Integrationswillen eben auch recht spezifische Vorlieben für Land und Mentalität mitbringt. Sowohl das eine als auch das andere ist nicht jedermanns Sache. Das sollte man besser vorher wissen.

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Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon nils555 » 10. Mai 2007 15:07

danke für eure hilfe...

wir sind nie vom astrit lindgren-wunderland ausgegangen! schade, das ihr euch die mühe gemacht habt so viel zu schreiben ohne vorher richtig gelesen zu haben... "erste vorbereitungsphase" ... "nicht morgen und nicht übermorgen auswandern wollen"... "wir wissen das schweden kein schlaraffenland ist"...
das waren meine worte!

ich fühle mich im moment sehr ausgegrenzt und glaube nicht das ihr mir wirklich weiter helfen wollt oder könnt! schade...

ich wollte nicht die arbeit abgenommen haben, nur starthilfe wäre schön gewesen! zum beispiel die am rande erwähnten anlaufstellen das Raphaelswerk oder die Eures-Berater sind dinge die ich von einem solchen forum erwartet hätte, oder informatieves material welches schwedenkundige empfehlen und für wichtig halten!
solche sachen, oder hilfreiche ratschläge ect.
"wenn du wohin willst wo es deutsche gibt geh nach mallorca" danke! das ist alles, bloß nicht hilfreich!

was ihr hier schreibt ist typisch deutsch! wie auf nem amt wo man ein formular ausfüllen muß um das nächte zu bekommen...

im prinzip macht ihr das land und die leute nur schlecht! aber warum seit ihr dann da?

schade... entäuschend...

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Skogstroll
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Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon Skogstroll » 10. Mai 2007 15:38

Tut mir leid, wenn du dich so auf die Füsse getreten fühlst, das war sicher nicht meine Absicht. Habe gerade nochmal deine Beiträge gelesen, aber ich glaube trotzdem nicht, dass ich da etwas Entscheidendes übersehen habe, aber vielleicht schreiben wir ein bisschen aneinander vorbei.

Wenn man sich die Beiträge hier im Forum mal ansieht, dann fällt schon auf (zumindest fällt mir das auf), dass es - mit Ausnahmen - zwei Kategorien gibt. Da sind einmal die, die in Deutschland sind und nach Schweden wollen. Für die ist - ich sage es nochmal: mit Ausnahmen - in Deutschland alles Sch... und in Schweden sehen sie die Lösung aller ihrer Probleme (warum eigentlich?).
In der zweiten Kategorie sind die, die schon in Schweden leben und meist eine etwas kritischere Sicht auf die Dinge haben und davon auch schreiben. Denen unterstellen die aus Deutschland dann gern, sie würden alles nur schlecht machen. Diese Form der Polarisierung hatten wir schon in einigen teils unschönen Diskussionen. Die einen glauben den anderen dann gar nichts mehr, weil sie etwas sagen, was nicht ins Bild passt und was zu einigen schon kuriosen Unterstellungen geführt hat.

Letztendlich muss jeder selbst wissen, was er tut, und wenn ihr nach Schweden wollt, dann kann und will ich das nicht verhindern. Im Gegenteil, ich bin gern bereit Fragen zu beantworten oder Tipps zu geben. Aber ich werde ganz bestimmt nicht wider besseres Wissen schreiben, dass hier alles nur toll und prima ist, dass man auf Schwedischkenntnisse gern verzichten kann, dass man auf jeden Fall trotzdem einen gutbezahlten Job bekommt usw. usf., nur damit ich um Gottes Willen keinen Traum beschädige.
Man kann am eigenen Wuschbild festhalten oder es in Frage stellen. Letzteres ist u.U. nicht so angenehm, das ist verständlich. Aber es kann manche Enttäuschung ersparen.

Es würde mich übrigens wirklich interessieren, wie ihr ausgerechnet auf Schweden kommt. Es ist nicht unbedingt das naheliegendste Auswanderungsland. Ich halte es vor allem für wichtig, dass man für sich selbst eine sehr gute Antwort auf diese Frage hat.

Skogstroll

Volli

Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon Volli » 10. Mai 2007 15:51

Na Nils,

nun "verzweifle" mal nicht gleich (dat paßt aber garnich zum Auswandern 8) ). Bin sicher, Du hast Dir mehr Gedanken gemacht, als es vielleicht für manche so rüberkommt.

Meine Meinung ist, insbesondere die eher kritischen Äußerungen von bereits Ausgewanderten sollte man besonders sorgsam lesen. Die helfen am Ende vermutlich mehr als so manche gut gemeinten "Wird-schon-irgendwie-werden-Tipps" oder "Motivations-Schulterklopfen".

Wie heißt es so schön: wo ein Wille ... :wink:

Gruß
Volli

glada

Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon glada » 10. Mai 2007 18:43

Hallo Nils,

eigentlich schreibe ich in solchen Beiträge, in denen es ums Auswandern geht, gar nicht mehr und zwar aus zwei Gründen: Zum einen, weil - wie Skogstroll schon ganz richtig gesagt hat - es bei kritischen Anmerkungen zu unschönen Anfeindungen gekommen ist, auf die ich keine Lust mehr habe, zum anderen, weil ich denke, dass man - wenn man die Suchfunktion nutzt, auf die meisten Fragen ums Auswandern Antworten bekommt.

Ich kann deine Enttäuschung verstehen. Du kommst gut gelaunt ins Forum und schreibst vielleicht noch voller Euphorie von deinen neusten Plänen und dann kommen solche "Spielverderber", die dir offenbar alles vermasseln wollen. Aber bedenke: Teilweise schreiben hier Leute, die seit Jahren in Schweden leben, die Erfahrungen gesammelt haben, viele Fehlern gemacht und daraus lernen mussten, die vielleicht selbst einige unschöne Erlebnisse hinter sich haben, vielleicht sogar Deutsche getroffen oder in ihrer Nachbarschaft haben, die vermeidbare Fehler machen, usw.

Wie Volli schon gemeint hat: Wenn du ernsthaft auswandern willst und eine vernünftige Vorbereitung triffst, dann kannst du getrost auf die Beiträge pfeifen. Ansonsten würde ich mir die Ratschläge durchaus zu Herzen nehmen.

Oliver

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Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon janaquinn » 10. Mai 2007 19:10

Hej Nils, ich habe nirgendwo geschrieben oder gelesen, das Schweden schlecht ist, das die Leute ebenso schlecht sind o.ä. Und ich mag Schweden, deswegen lebe ich auch hier. Aber gerade wenn man ein Land liebt, sollte man ihm nicht unkritisch gegenüber stehen, sondern auch die andere Seite, jenseits des Tourismus, aufzeigen können und dürfen.
Ich könnte natürlich schreiben, alles ist wunderbar, alle Schweden sind supernett, warten nur auf euch und die Jobs werden euch hinterher geschmissen. Ganz Schweden ist ein einziges Fest und alles wunderbar. Aber mal Hand auf´s Herz, wäre das Fair von mir, wenn Ollie, Skogstroll oder ich euch ins offene Messer laufen lassen. Ich denke nicht!
Ich hatte nur gefragt, was euch zur Überzeugung bringt, was Schweden für euch so perfekt macht, obwohl ihr noch nie hier wart, nichts über dieses Land wisst.
Schweden ist ein Land für sich: Auf der einen Seite offiziell neutral und kein Nato-Mitglied, aber auf der anderen Seite einer der grössten Waffenhersteller und-Expoteure der Welt. Auf der einen Seite gibt es sich weltoffen und predigt sein Gleichheitsprinzip, aber der Rechtsradikalismus nimmt immer stärker zu.
In den 70er Jahren hat Schweden sich extrem am Sozialismus orientiert, speziell an dem der ehemaligen UDSSR, so das Gruppen wie ABBA, die kommerziell Musik gemacht haben, diskriminiert wurden, die Leute, die mit ihnen zusammengearbeitet haben, sogar Morddrohungen erhielten.

Ich habe schon geschrieben, es ist nicht so, das ich euch davon abhalten will, nach Schweden zugehen, aber ihr sollt es vernünftig vorbereiten. Macht einen Termin beim Raphaelswerk, schaut auf das Jobportal bei Eures,lest alles, auch bzw. gerade das kritische über Schweden, versucht euch ein klares Bild über dieses Land zumachen. Wenn es euch dann immer noch gefällt, ihr einen Job habt, dann packt es an.
In diesem Sinne
JANA
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Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon Imrhien » 10. Mai 2007 20:26

glada hat geschrieben:eigentlich schreibe ich in solchen Beiträge, in denen es ums Auswandern geht, gar nicht mehr


ich hatte Dich auch schon vermisst...

Jetzt mal im Ernst, aus der Sicht Einer die es noch vor sich hat, die rosarote Brille noch auf und bisher nur graue Theorie im Kopf hat:
Ich habe zum Glück keine Gründe Deutschland zu verlassen, ausser meiner Abenteuerlust. Ich möchte das Erlebnis Ausland wagen und habe lange über verschiedene Länder nachgedacht. Schweden blieb einfach über Jahre der Favorit. Meine Vorbereitungen sind nicht die Besten und ich bin immer noch ein wenig naiv was das Ganze angeht. Trotzdem versuche ich mir ein (soweit das von Deutschland aus möglich ist) abgerundetes Bild von meinem "Traumland" zu machen. Ich bin Euch dankbar für die kritischen Beiträge auch wenn ich mich mal kurz ärgere, weil sie eben mein Weltbild bzw. Schwedenbild auseinanderbauen und umbauen.... aber letztlich bin ich dankbar. So entsteht doch ein viel intensiveres und farbenprächtigeres und auch lebendigeres Bild. Es zeigt mir, dass Schweden nicht nur ein Traum ist, sondern, dass es eben auch Ecken und Kanten hat. Jedes mal wenn ich was schlechtes lese, und der Schreiber sich ein wenig Mühe gegeben hat, sage ich zu meinem Mann, dass wir es lassen sollten. Ich bekomme dann Angst und werde ganz unsicher. Nach etwa 24 Stunden darübernachdenken merke ich nur noch ein leichtes Magengrummeln und dann plötzlich denke ich: "damit werden wir auch noch fertig!" Meist war es dann damit und ich kann mich wieder dem Vorhaben widmen. Meine Brille wird von mal zu mal weniger rosig aber noch bleiben wir bei unserem Entschluss es zu versuchen.
Allerdings haben wir einen enorm großen Vorteil. Wir wollen nicht weg weil wir uns nicht wohl fühlen, das Ganze ist nicht von vornherein als Dauergeschichte (sondern durchaus auch nur für ein paar Jahre) geplant und wir haben die Chance (auch beruflich) wieder zurück zu kommen. Da kann man alles ein wenig mehr rosa sehen, denn es macht nichts wenn man dann nach drei Jahren sagt, dass es ganz nett war, man aber gerne wieder zurück möchte. Grundsätzlich denke ich, dass es egal ist wie lange man da bleibt. Es ist eine Erfahrung mehr und in den meisten Fällen ist sie doch nützlich und sei es nur zu wissen was man schafft und was nicht. Oder man merkt eben doch, dass man sich in Deutschland wohler fühlt als zuvor gedacht.

Liebe Grüße
Wiebke

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Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon janaquinn » 11. Mai 2007 07:33

Hej Wiebke, es ist ganz sicher nicht so, das ich jemanden Angst machen möchte oder ihm seine Träume oder Vorstellungen zunichte machen möchte, aber das weisst du ja mittlerweile, vielmehr mache ich mir, ebenso wie andere Auswanderer oder Schwedenkenner, die Arbeit und versuche auch die Schattenseiten unseres Traumlandes zu zeigen. Ich habe auch immer wieder geschrieben, das Schweden nicht besser oder schlechter als Deutschand ist, sondern komplett anders. Und ebenso wie du oder Nils habe ich mich anfang auch über kritische Beiträge geärgert, weil sie mein so wunderschön zurechtgelegtes Schwedenbild immer mehr demontiert haben, mir gezeigt haben, das es nicht der Garten Eden ist. Als mein Mann dann ab Januar in Schweden lebte und mir die eine oder andere Geschichte erzählte, hatte ich Magenkrummeln, kenne ich also auch, ab und an kamen dann Zweifel auf, aber wir haben diese Sachen entweder telefonisch oder per Chat immer wieder durchgesprochen, und das Fazit war: Wir gehen trotzdem, auch wenn es nicht einfach wird.
Allein an der Haussuche sind wir beinahe verzweifelt, jedes Mal wenn wir dachten, wir haben endlich das perfekte Haus und der Banktermin wäre nur eine Formalität, gab es einen neuen Rückschlag und die neue Erkenntnis,das wir uns vieles zu einfach vorgestellt haben.
Nun sind wir 1 Monat in Schweden, der Alltag ist da, wir fühlen uns wohl, auch wenn wir weiterhin die eine oder andere Schlappe einstecken müssen. Heimweh haben wir, noch, nicht, aber ich vermisse meine Freunde, denn ich bin tagsüber mit meinen Kindern allein, da fehlt mir schon der eine oder andere Klatsch und Tratsch mit meiner Freundin, da fühlt man sich schon ein wenig isoliert. Einfach mal in die Stadt fahren geht nicht, weil ich allein mit den Kids bin und Taima immer noch auf den Kiwa angewiesen ist. Kann ja nicht Yannic´s Rolli und Taima´s Kiwa schieben. In Deutschland hatte ich den Vormittag und frühen Nachmittag frei, weil Yannic im Kindergarten war.
Ich bin unzufrieden mit mir, weil ich mit meinen Schwedisch-Lektionen nicht weiterkomme, weil mir einfach die Zeit und die Ruhe fehlt, Yannic und Taima streiten sich ständig und Taima ist im besten Flegelalter und "räumt" die Wohnung nach ihren Vorstellungen auf.
Auch möchte ich endlich arbeiten gehen, aber da meine PN noch nicht da ist, geht es leider nicht, aber der "Tunnelblick" wird immer extremer und die innere Unzufriedenheit steigt.
Und das sind die Momente, wo ich für die ehrlichen und manchmal auch harten Beiträge dankbar bin, weil sie mir geholfen haben, die rosa-rote Brille von der Nase zubekommen, mir ein klares Bild von Schweden zumachen und aus meinem Traumland ein ganz normales Land zumachen, ein Land mit Ecken und Kanten, mit Problemen und Sorgen, mit Rechnungen, die hier ebenso gezahlt sein müssen, wie in Deutschland.
Und dann denke ich immer wieder, Gottseidank, ist dieses Land nicht perfekt, denn Perfektion ist langweilig, nichts wäre schlimmer als nur gutgelaunte blonde Menschen mit Blauen Augen um sich zu haben, die aussehen, als wenn sie gerade der Ikea-Werbung entsprungen.
Wie schon gesagt, natürlich könnte ich die üblichen Klischee´s bedienen, über die freundlichen, netten Schweden erzählen, die es einem einfach machen zu Freunden zu werden, die einem mit offenen Armen in ihre Häuser einladen und glücklich sind, endlich wieder einen Auswanderer mehr in ihrem wunderschönen Land begrüssen zu dürfen. Die an Midsommar um ihren Maibaum tanzen und spätestens 2 Stunden später stockbetrunken unter den Tischen Brüderschaft mit dir trinken. Aber, das ist nicht das Schweden, was ich täglich erlebe und in dem ich jeden Tag lebe, das Schweden indem ich lebe, ist ein anderes, ein nicht-perfektes Land mit Nachbarn die sich hinter den nicht vorhandenen Gardinen rumdrückt und die Neuankömmlinge argwöhnisch beäugt. Es ist ein Schweden, wo sich der eine oder andere Schwede beharrlich weigert, englisch zusprechen, obwohl er es eigentlich kann, aber es einfach nicht möchte. Es ist ein Schweden, wo man vor nicht vorhandene Mauern läuft, es keine Problemlösungen gibt, einfach weil es keine Probleme gibt, weil alles "lagom" ist.
Das ist das Schweden, indem ich täglich lebe, mich wohl fühle, aber genau mind. einmal täglich ausflippen könnte, weil es mich in den Wahnsinn treibt. Aber es ist auch das Land, was ich liebe, wo ich mir vorstellen kann, den Rest meines Lebens zuleben, sollten nicht solch gravierende Probleme auftreten oder Sachen geschehen, das ich ernsthaft über eine Rückkehr nachdenke.
Nils, ich hoffe, das du jetzt verstehst, das die anderen und ich Schweden wirklich lieben, sonst würden wir sicherlich nicht hier leben, aber das das tägliche Leben in Schweden nunmal nichts mit dem Zutun hat, was so gerne propagiert wird, das es nichts mit den Touristen-Broschüren zutun hat. Das Leben in Schweden kann einfach sein, es kann schön sein, mit einer vernünftigen Planung, einem klarem Blick auf Land und Leute kann man es wirklich schaffen, sich sein eigenes wunderschönes Schweden schaffen, aber es ist auch ein Knochenjob. Auf 2 Erfolgserlebnisse können 4-5 Mißerfolge oder Schlappen kommen.
Was spricht gegen ein klares Bild von dem Land in dem ihr leben und arbeiten wollt.

Was ich euch noch empfehlen wollte, sprich mit der schwedischen Botschaft in Berlin oder dem Konsulat in Hamburg, wegen deiner Freundin, auch wenn Rumänien in der EU ist, könnte es eventuell Probleme mit der Aufenthalts-und Arbeitserlaubnis geben, vorallem weil du geschrieben hast, das deine Freundin, wenn sie das Studium abbricht, Deutschland wieder verlassen muss. Eventuell benötigten sie, deine Freundin und ihr Bruder,eine EU-Aufenthaltserlaubnis. Die könnt ihr auf der für euch zuständigen Ausländerbehörde beantragen.
Falls du dazu fragen hast, melde dich, ich beantworte dir gerne die Fragen, habe es erst mit meinem Mann durchgemacht.

LG JANA
Gestern ist Vergangenheit. Der Morgen ist ein Geheimnis. Heute ist ein Geschenk

Volli

Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon Volli » 11. Mai 2007 10:08

So Nils,

nun bist Du ja genug "vorgewarnt" :?

Wünsche Dir, dass Du demnächst die Gelegenheit haben wirst, dieses wunderschöne Land einmal zu besuchen. Eigene Eindrücke sind eh die besten Eindrücke ...

Viel Erfolg bei Deinem Vorhaben

Volli :wink:

nils555
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Re: Wir planen nach Schweden auszuwandern!

Beitragvon nils555 » 11. Mai 2007 19:21

Dankeschön Volli


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