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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 15. Juli 2008 14:34 
Stiller Beobachter

Registriert: 15. Juli 2008 14:02
Beiträge: 2
Hallo liebe Schwedenfreunde,

ich habe mich ein wenig durch das Internet gesucht und bin letztlich auf dieses schöne Forum gestoßen. Ich habe eine etwas komplexere Frage/ Anregung/ Ideen - Wirrwarr mitgebracht und werde es euch mal präsentieren.

Meine Freundin (25) und ich (29), wollen gern nach Schweden auswandern. Diesen Plan hegen wir seid wir zusammen sind und nun sind wir an einem Punkt, an dem wir etwas Hilfe gebrauchen. Sie schreibt gerade an ihrer Magisterarbeit und ich bin mit meinem Lehramtsstudium so weit fertig (noch eine Prüfung im Oktober). Zusätzlich habe ich eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Ich habe somit das erste Staatsexamen und versuche mir dafür noch einen Masterabschluss anerkennen zu lassen (wenn möglich). Soweit zu unserer momentanen Situation.

Unsere Sprachkenntnisse sind trotz Schwedisch-Grundkurse noch rudimentär, da wir durch unsere Abschlüsse wenig Zeit zum Üben haben und viel nebenbei arbeiten müssen um uns überhaupt was leisten zu können. Die Englischkenntisse sind bei mir für einfach Kommunikation geeignet, meine Freundin ist etwas besser.

Wir sind nun also soweit, dass wir uns direkt ins Arbeitsleben stürzen wollen, wenn da nicht unser Traum der Auswanderung wäre. Wir stehen nach unserem Studium finanziell sehr schlecht da, haben kaum bis keine Rücklagen, sodass wir überlegen, ob wir uns in Deutschland Arbeit suchen und hier erst einmal eine Basis für unser zukünftiges Leben schaffen.

Momentan sind wir aber noch ungebunden und haben noch keine Kinder und würden mit der Auswanderung vor Augen natürlich auch nicht anfangen zu bauen oder so etwas. Dementsprechend würden wir unser Geld hier in Miete/ Auto (was wir nicht haben, aber wahrscheinlich bräuchten) investieren, welches im Grunde für die Auswanderung fehlen würde. Wir haben keinen großen Hausstand und könnten einen Umzug momentan noch kostengünstig selbst managen. Aus diesem Grunde überlegen wir nun, ob wir den Sprung nach Schweden mit unseren wenigen Mitteln schaffen würden, da wir unser Leben auch dort beginnen könnten und wollen.

Wir würden allerdings nur gehen, wenn einer von uns einen festen Job hätte (im besten Fall natürlich beide). Hierbei sind natürlich unsere mangelnden Sprachkenntnisse ein wahnsinnig großes Hindernis. Wir können es uns leider auch nicht erlauben mal ein paar Monate, um die Sprache perfekt zu lernen, nicht zu arbeiten, weil wir dann im buchstäblichen Sinne verhungern würden. Wir (besonders ich) würden auch erst einmal jegliche Tätigkeiten annehmen, die möglich wären, so dass wir erst die Sprache richtig lernen könnten.

Achso, wir würden gern nach Uppsala oder Umgebung gehen.

Habt ihr irgendwelche Tipps für uns, wie wir den Sprung schaffen könnten? Was wir tun könnten? Ob überhaupt eine Chance besteht, unter diesen Umständen, auszuwandern oder würdet ihr abraten?

Danke für eure Ideen.
Liebe Grüße
Micha


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 15. Juli 2008 16:59 
Hej!

Von mir kommt erstmal nur ein Sprachtipp: In Stockholm, vielleicht auch in Uppsala, gibt es spezielle Schwedischkurse für ausländische LehrerInnen: http://www.sfp.edu.stockholm.se/

Viel Erfolg!
Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 15. Juli 2008 19:37 
Hej,

ich bedaure, das sagen zu müssen, aber nach meiner Kenntnis des Landes (12 Jahre fest in Schweden) muss ich es so ausdrücken:

Leider müsst Ihr vermutlich gleich im Anschluss an Euer langes anspruchsvolles Studium in in Deutschland im schönen Schweden jahrelang Würstchen oder Hamburger verkaufen, Taxi fahren oder putzen gehen. Wenn Ihr Glück habt, dürft Ihr vielleicht als persönlicher Assistent einem behinderten Menschen assistieren, aber nur, wenn sich keine Schwede dazu findet und vermutlich auch nur im Sommer, wo dringend Ferienaushilfen gesucht werden. Im Winter hat man aber auch Hunger....und braucht Wärme, die kostet.....

Wenn Ihr als Lehrer in Schweden arbeiten wollt, geht es nicht ohne Schwedisch.

Wenn Ihr länger als 3 Monate in Schweden bleiben wollt, müsst Ihr Euch in Schweden anmelden und glaubhaft nachweisen, dass und wie Ihr Euch versorgen könnt

z.B. Anstellung - oder Selbständigkeit - oder reich sein

Es ist die Frage, was Ihr wollt. Ganz unten anfangen (s.o) und lange Würstchenverkäufer oder Taxifahrer bleiben und Euch viele Jahre so durchwurschteln und hoffen dass das Geld auch noch für's Benzin reicht (denn ein Auto braucht man hier immer, wenn man nicht grade ungefähr in Stockholm, Göteborg oder Malmö wohnt, aber da kriegt man ja keine Wohnung, erst nach ca. 10 Jahren Warteschlange)

Mein Rat, wenn ich diesen geben darf, lautet: Beginnt lieber nach Möglichkeit einen Eurer Ausbildung angemessenen Job in Deutschland, spart soviel Geld wie Ihr könnt, lernt soviel Schwedisch wie Ihr könnt, kauft Euch ein kleines Ferienhaus in Schweden (lasst es von einer schwedischen Bank finanzieren, dann braucht Ihr nicht amortisieren, nur Zinsen zahlen) und fahrt oft hin, und wenn das finanzielle Polster dann irgendwann dick und tragfähig genug ist und Ihr fliessend Schwedisch sprecht und alle notwendigen Ausbildungs-Anerkennungen vom schwedischen Amt für Hochschulwesen sowie einen adäquaten Job in Schweden in der Tasche habt - dann wandert aus!

Viel Glück!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 15. Juli 2008 20:34 
Alter Schwede
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Beiträge: 3154
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Hej,
viele des unbekannten Vorredners genannten Bedenken sind richtig und sollten bedacht werden. Trotzdem ist es nicht ganz so schlimm wie er/sie (anonym schwer zu sagen) es ausdrückt. Als Lehrer hast Du tatsächlich kaum Chancen. Ausser Du hast gerade das riesen Glück in einer Gegend zu landen in der Lehrer mangelware sind und sie gerade zufällig einen Deutschlehrer suchen. Aber auch dann wirst Du vermutlich nichts festes bekommen und weniger Gehalt bekommen.
Ich weiss nicht in welchem Fach studierst, sollte es Deutsch sein, starte mal eine Anfrage in Stockholm beim Goethe-Institut. Ich kenne einen Lehrer der darüber recht gut in Irland leben konnte. Die bieten auch in Schweden Deutschkurse an. Könnte allerdings sein, dass Du dazu vorher eine Ausbildung (Deutsch für Ausländer...) machen musst, das hängt von denen ab und von Deinem Studium. Der den ich kenne musste es nicht, wie gesagt, Irland.

Was macht Deine Freundin??? Jenachdem was sie macht könnte sie bessere Chancen haben. Es gibt auch gefragte Berufe. Wenn Ihr nicht das Risiko eingehen wollt nach 3 Monaten zurück zu gehen und nichts zu haben, dann sucht doch erst mal eine Stelle in Deutschland, lernt schwedisch und bewerbt Euch nebenbei in Schweden.

Es gibt Menschen die nach Schweden ausgewandert sind, die Sprache noch nicht wie ein Schwede konnten und trotzdem in einem sehr guten, ihrer Ausbildung entsprechenden Beruf arbeiten. Man muss dazu die entsprechende Ausbildung haben die gesucht wird, aktiv bei Bewerbungen sein und ein klein wenig Glück haben.

Entscheiden müsst Ihr selber, denn es kann Euch keiner sagen ob Ihr was findet. Wenn Du aber erst mal alles machen willst, dann hast Du durchaus Chancen wirklich einen einfachen Job zu finden. Natürlich nicht fest und nicht besonder gut bezahlt...
Man kann aber recht schnell die Sprache im SFI lernen, so dass man für viele Berufe qualifiziert ist. Bei mir im SFI hatten erstaunlich viele Jobs. Verkäuferin im Cafe, Schreiner, Maurer, Sekretärin, Lagerarbeiter, Ärzte... alles dabei. Meine Lehrerin meinte mal, dass es viel von der Nationalität abhängt und davon wie motiviert man ist und wie sehr man sich zu schade ist was zu machen. Sie meinte, sie hätte in all ihren Jahren noch nie welche von den Philipinen gesehen, die es nicht irgendwie geschafft hätten. Die Sprache fällt ihnen extrem schwer, sie sind aber immer gut gelaunt, freundlich und hochmotiviert selbständig zu sein. Sie machen jeden Mistjob und wurschteln sich durch. Viele haben es nach ein paar Jahren geschafft.
Geschenkt bekommt man aber auch in Schweden nichts.

Ich wünsche Euch viel Erfolg. Lasst Euch nicht total verunsichern, denkt aber einfach gründlich drüber nach was Ihr machen wollt.

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 15. Juli 2008 22:52 
Schwedenfreund
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Hej Micha,

deine Schreibeweise - sehr vorsichtig , en wenig unsicher - fordert die Ratschläge alles zu überdenken und zu prüfen geradezu heraus. Wiebke hat das schön detailiert gemacht, die allgemeine Schwarzmalerei von Anonymus kann ich nicht so ganz folgen -hat wahrscheinlich auch einen Grund es Anonym zu schreiben.

Wie auch immer...wenn ich Familie hätte evt Haus und Auto, kann ich o.g. Tipps nur unterstreichen.
Andersum beschreibst Du selbst so schön, ihr seid noch ungebunden, habt werde Haus noch sonstige große Besitztümer - warum also nicht jetzt probieren. Später ist es finaziell vielleicht sicherer aber birgt andere Probleme und wenn es nur die eigene Unflexibilität ist, die bekanntlich im "fortgeschrittenen" :wink: Alter steigt.
Ihr seid noch jung und mit ein wenig Engagement und Abenteuerbereitschaft ist ein Land wie Schweden zu schaffen.
Vielleicht gibt es erstmal Alternativberufe für einen Leher (Kiga oder so) und ob ihr - rein plakativ gesprochen - erstmal in D jobt und Miete zahlt, warum nicht in Schweden eine Job suchen und Miete zahlen?

Ich würde sagen, nur Mut. Leistet Euch mal einen Tripp nach S mit Auto und Schlafsack und tingelt durchs Land um mal zu schnuppern. Dann hört auf Eurer Inneres und entscheidet.

Viel Glück
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 07:19 
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Beiträge: 48
Wohnort: Kall/Eifel
Den Tipp von Blue, es erstmal im Kindergarten Vorschule etc. zu versuchen kann ich nur unterstreichen.

Wenn ich mich in eure Situation reinversetze, würde ich, lieber einen unterqualifizierten Job und Miete in schweden machen als die Zeit noch in Deutschland zu verbringen :)

LG Melanie


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 10:01 
Zitat:
Wenn ich mich in eure Situation reinversetze, würde ich, lieber einen unterqualifizierten Job und Miete in schweden machen als die Zeit noch in Deutschland zu verbringen


Ich frage mich, warum es in Schweden besser sein soll, einen unterqualifizierten Job zu machen als in Deutschland? Du wirst auch in Schweden - vor allem auch mit gar keinen oder nur wenigen Sprachkenntnissen - am Rande der Gesellschaft leben. Was ist so besonders an Schweden, dass man bereit ist, sich freiwillig an den unteren sozialen Rand zu begeben?

S-nina


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 10:23 
Schwedenfreund
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Registriert: 4. Mai 2008 22:43
Beiträge: 767
Wohnort: Insel Orust
Hej Nina

ich denke nicht dass der UNTERE SOZIALRAND gemeint ist. Niemand fordert auf ein "Trippelbruder" in Schweden zu werden.

Es wäre gelogen zu versprechen dass man als Lehrer in og. Situation eine Anstellung finden würde. Aber es wird sich schon was finden um die Zeit der Sprache lernen und des Neubeginns zu finanzieren und dass nicht als Klofrau. Ein unterqualifizierter Job als ausgebildeter Lehrer wäre ja z.b. Medhjälpare/Kiga-Helfer. Nichts anderes hat Linnea angesprochen.

Die Zwei sind jung und stehen am Anfang, die Ansprüche noch nicht hoch und keine Kinder die umsorgt werden müssen.
Ich finde es nicht verwerflich in ihrer Situation und Alter diesen Schritt jetzt zu wagen..vorausgesetzt sie trauen es sich selbst zu.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich am sozialen Abgrund wiederfinden werden.

LG
Heike
Heike


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 10:36 
Hej S-Nina!
Unterqualifiziert bedeutet ja noch nicht, dass man einen schlechten Job macht und vor allem nicht für immer.
Die gesellschaftliche Position wird auch nicht nur durch das Einkommen bestimmt, soziales und kulturelles Kapital sind auch wichtig. Natürlich ist genügend Geld zu haben grundlegend, aber wieviel genügend ist, hängt sehr von der individuellen Situation ab. Die Sprache ist auf jeden Fall wichtig, aber Schwedisch kann man mit Deutsch als Muttersprache ganz gut lerne. Ich bin letztes Jahr im November nach Stockholm gezogen, konnte vorher kein Schwedisch und im August beginnt mein letzter Svenska som andraspråk Kurs (SAS B), danach hätte ich die formellen sprachlichen Voraussetzungen für einen Hochschulbesuch erfüllt.
Vielleicht noch ein bisschen mehr Hoffnung: Neulich habe ich einen Inder (Mathematiker) getroffen, der mit normalen Schwedischkenntnissen als Mathelehrer in Stockholm arbeitet, es kommt also sehr, wie andere schon geschrieben haben, auf die Fächerkombination an.

Liebe Grüße aus der schönsten Hauptstadt Skandinaviens nach Göteborg :-)
Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 11:01 
Teilnehmer
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Registriert: 26. November 2006 07:57
Beiträge: 48
Wohnort: Kall/Eifel
Oje also mit unterqualifiziert meinte ich, dass man nicht als Lehrer sondern vielleicht erstmal im Kindergarten (Helfer oder ähnliches) anfangen kann/muss.

Und was es Schweden wert ist, etwas weiter unten Anzufangen als es eventuell (weiß man ob man in Deutschland direkt einen entsprechenden Job bekommt)in Deutschland der Fall ist, es kommt ja immer darauf an warum Mann/Frau auswandern möchte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 12:02 
Ich male nicht schwarz und ich sehe nichts negativ. Aber realistisch. Schweden hat das grösste akademische ausländische Proletariat der Welt, sprich ausländische Hochqualifizierten jobben sehr häufig als Taxifahrer, Putzfrau usw. Wer regelmässig die schwedischen Zeitungen liest, weiss das.

Micha D schreibt folgendes:

"Wir können es uns leider auch nicht erlauben mal ein paar Monate, um die Sprache perfekt zu lernen, nicht zu arbeiten, weil wir dann im buchstäblichen Sinne verhungern würden. Wir (besonders ich) würden auch erst einmal jegliche Tätigkeiten annehmen, die möglich wären, so dass wir erst die Sprache richtig lernen könnten."

(Ich würde Micha und seiner Freundin halt nicht wünschen, zu verhungern. Vom Sozialamt in Schweden kriegen sie nämlich nichts, wenn ihr Geld alle ist und kein Job da.)

DAS bedeutet: Würstchen verkaufen. Meinetwegen auch Kanelbullar. Oder ähnliches. Die Chance auf einen qualifizierten Job (ohne Sprachkenntnisse) gleich zu Anfang muss doch wohl auch vom allergrössten Schweden-Optimisten als ziemlich unbefindlich eingestuft werden?

Mit gar keinem Geld und viel Hoffnung ohne Job just am Ende einer hochqualifizierten Ausbildung ohne Aussicht auf Job und Geldwerb nach Schweden zu gehen, halte ich für ziemlich leichtsinnig und undurchdacht, Jugend hin oder her. Aber natürlich: notfalls kann man ja jagen gehen oder fischen, auch Pilz- und Beerensaison ist ja bald....

Im übrigen ist grade in Uppsala die akademische Konkurrenz riesig, und die besteht anzunehmenderweise vor allem aus Schweden, die ihre Muttersprache perfekt beherrschen.

Hoffnung verleiht zwar Flügel, aber Bodenhaftung ist auch ganz gut und vertreibt den Hunger....


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 19:53 
Stiller Beobachter

Registriert: 15. Juli 2008 14:02
Beiträge: 2
Hallo liebe Leute,

vielen Dank für eure Beiträge. Wie ihr selber an Hand der Diskussion gemerkt habt, ist es eine schwierige Sache, sich einfach so in dieses Abenteuer zu stürzen und eben genau die Punkte, die von euch angesprochen wurden, sind relevant.

Könnt ihr uns vielleicht paar Tipps geben, wie wir die Auswanderung am besten anfangen können. Wir haben uns bereits umfangreich im Internet informiert und wollen in der nächsten Woche zur zentralen Auslands- und Fachvermittlung, hier in Deutschland und erstmal dort unsere Unterlagen abgeben, aber gerade die mangelnden Sprachkenntnisse werden uns hier natürlich im Weg sein.

Wie gehen wir denn am günstigsten vor, um in Schweden Tätigkeiten zu finden, die man trotz fehlender Sprachkenntnisse machen könnte? Die werden ja kaum im Internet veröffentlicht oder ausgeschrieben. Vielleicht gibt es ja auch deutsche Firmen, die dort Niederlassungen haben und deutsche Mitarbeiter suchen. Für uns ist es nur schwer von hier aus etwas zu finden.

Es ist schon so, dass wir es vorziehen würden, in Schweden zu starten, da wir davon ausgehen, dass wir egal wie viel Schwedisch wir hier haben, nie so gut vorbereitet sein würden, um dort einen Job zu bekommen, der unserer Qualifikation entspricht.

Meine Freundin wird dann übrigens einen Magisterabschluss in Pädagogik mit den Nebenfächern Psychologie und BWL haben. Nicht zu vergessen ist auch meine kaufmännische Berufsausbildung.

Lieben Gruß
MichaD


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 20:57 
Alter Schwede
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Beiträge: 3154
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Da es Euch anscheinend eh lieber ist so vorzugehen, würde ich folgendes vorschlagen. Schafft Euch ein Polster (finanziell) um damit für ein paar Monate leben zu können. Sucht Euch übers INternet günstige Ferienwohnungen, die halbwegs winterfest sind... denn es wird bald kalt werden :)
Kommt her und bewerbt Euch vor Ort. Man kann hier in Bibliotheken ins Internet, ich weiss nicht wie das ohne PN ist, aber es müsste machbar sein. Vielleicht auch Internetcafe. Da könnt Ihr Infos nach Firmen in der Umgebung suchen. Natürlich müsste das alles halbwegs gut vorbereitet sein....
Dann besucht die Firmen gleich selbst. Fahrt zweigleisig. Sucht einfache Aushilfsstellen. Um bei McDonald in der Küche zu arbeiten muss man kein perfektes Schwedisch können, oder wieso gibt es da so viele die kein schwedisch können?
Ich kenne welche die in Cafes arbeiten, in der Küche, und nur hinreichend die Sprache können. Sie haben den SFI mehr oder minder knapp bestanden. Auf die Menschheit (Verkauf) würde man sie nicht loslassen aber um auszuhelfen reichts.
Es gibt auch Fabriken in denen Ihr Eurer Glück suchen könnt. Weiter würde ich versuchen in den angestrebten Berufen zu schauen. Das ist in Eurem Fall wirklich sehr schwer. Für Schweden "nichts gescheites" dabei. Ich meine, nichts wo man so gefragt ist, dass man (wie mein Mann) ohne die Sprache auch als Akademiker einen guten Job bekommt (gibts nämlich auch tatsächlich). Es ist bei Euch aber wirklich nicht soooo leicht. Ich vermute, dass Ihr nur Aushilfsjobs bekommt und nichts als Festanstellung. Die gibt es nämlich in solchen Jobs auch oft nicht so...
Aber nichts ist unmöglich. Trotzdem müsst IHr die Möglichkeit (wahrscheinlichkeit) einkalkulieren, dass Ihr nach 3 Monaten das Land verlassen müsst. Spätestens dann sollte eine Ausweichmöglichkeit Deutschland vorhanden sein...
Ich will Euch nicht den Mut nehmen, aber es wird eben nicht leicht werden.
Sollte es irgendwie machbar sein, informiert Euhc und schaut es Euhc vor Ort an. Ansonsten, plant eine Weile in Deutschland, lernt die Sprache und noch wichtiger, lasst Eure Zeugnisse schon mal anerkennen und schaut was Ihr braucht um in Schweden eine Stelle zu bekommen.
Wie gesagt, Du könntest als Lehrer versuchen diese Ausblidung Deutsch für Ausländer zu machen und dann darüber eine Stelle zu finden. Das macht Dich nicht reich, reicht nicht mal zum Leben, ist aber ein Anfang und hilft weiter zu suchen...

Grüße
Wiebke


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 21:00 
Hallo Micha,

ich wuerde mich dem grossen Teil meiner Vorschreiber anschliessen:

zu verlieren habt ihr nichts! Also warum nicht ein Leben in Schweden versuchen?
Dass das einen Job vorraussetzt habt ihr ja selber richtig erkannt, muss also nicht betont werden.

Zu Uppsala kann ich nicht so viel sagen - ist ziemlich weit weg von uns.
Jedoch habe ich ueber den Norden Schwedens folgendes gehört:

Es werden immer wieder Mitarbeiter mit pädagogischer Ausbildung gesucht, die Kinder und Jugendliche betreuen, die nach Schweden einwandern. Mit Eltern oder ohne. Dass es in solchen Auffangstätten die verschiedensten Problemsituationen gibt, ist sicher klar. Auch aus diesem Grund werden Leute gesucht, die vorzugsweise Englisch und/oder Deutsch sprechen und sich mit den anderen Mitarbeitern auf Schwedisch verständigen können. Wie ausgeprägt die Schwedischkenntnisse sein muessen, hängt wohl vom jeweiligen Notstand und dem jeweiligen Leiter der Einrichtung ab. Aber vielleicht ist das ja was fuer euch???
Seht einmal bei http://www.ams.se (Platsbanken) nach - ob es das fuer Uppsala gibt, weiss ich nicht. Gelesen hab ich es fuer Storuman, Sorsele und Norsjö...

Wuensche euch viel Glueck!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 21:07 
Ihr könnt Euch bei der schwedischen Handelskammer in Düsseldorf das aktuelle Jahrbuch bestellen. Da sind alle deutschen Firmen in Schweden drin und alle schwedischen Firmen in Deutschland. (Aber natürlich nur die, die in der schwedischen Handelskammer Mitglied sind. Dennoch sind es etliche)

Link:
http://www.schwedenkammer.de/front_content.php?

Das Jahrbuch kostet 25 Euro.

Tip: Vielleicht könntet Ihr (im Sommer) in Vimmerby im Themenpark Astrid Lindgrens Welt arbeiten, da brauchen sie immer deutschsprachige Mitarbeiter für die Cafés oder zum Biljettverkauf oder im Restaurant.

Link:
http://www.alv.se/index-ger.asp

Ansonsten stelle ich mir hier in Schweden so ziemlich jeden Beruf ohne schwedische Sprachkenntnisse schwierig vor. Kunden, Kollegen, Chefs - die kann man ja nicht nur anschweigen oder mit Händen und Füssen bedienen. Oder sehe ich hier was gänzlich falsch?


Weiterhin könnt Ihr bei der schwedischen Arbeitsvermittlung suchen (deren Homepage leider komplizierter geworden ist, und zwar nach: Jobb utan krav på yrkesutbildning (Jobs ohne Ausbildung)

Link:
http://www.ams.se

Generell gilt (leider?) : In Schweden ist die Berufserfahrung wichtiger als ein akademischer Titel. Titel beeindrucken hier, im Gegensatz zu Deutschland, niemanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 21:11 
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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 21:22 
Hej!

Ich vermute auch, dass man im Land die Sprache besser lernt, aber irgendwie muss man das ja auch finanzieren. Ihr könntet vielleicht auch erstmal in D weiter Schwedisch lernen, Berufserfahrung sammeln und Sprachurlaube in Schweden machen.


Hattet Ihr eigentlich schon geschrieben, warum Ihr nach Schweden (Uppsala) wollt?
Welche Fächer hattest Du studiert?

Ich finde auch, dass die Webseiten des schwedischen Arbeitsamtes sich nach dem Update verschlechtert haben. Suchen könntet Ihr dort auch nach tysk, tyska, tyskland, tyskspråkig usw.

Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 21:50 
Schwedenfreund
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Registriert: 16. April 2007 23:03
Beiträge: 573
Wohnort: D/Kreis Pinneberg
Hej Micha!

Ich selbst kann keinerlei Erfahrungen beisteuern, da ich Schweden (leider) nur als Tourist bereise. Aber ich lese schon ziemlich lange in diesem und anderen Schwedenforen, kenne auch einige Deutsche, die in Schweden leben, und habe von deren Problemen erzählt bekommen.

Du hast aufgrund der vielen Postings zu Deinem Thema gemerkt, daß es sowohl unterschiedliche Betrachtungsweisen als auch unterschiedliche Erfahrungen gibt. Mal bekommt ein Schlecht-Schwedisch-Sprechender einen seiner Ausbildung entsprechenden Job, mal gar Sprachfeste keinen.

Ich denke, daß es für Euch mindestens drei Kriterien geben sollte:

1. Werden Eure Ausbildungen bzw. Abschlüsse in Schweden anerkannt?
2. Werden Menschen mit Eurer (anerkannten) Qualifikation in Schweden gesucht?
3. Sprecht Ihr Schwedisch?

Dabei, so habe ich den Eindruck, spielt eine große Rolle, ob in Eurem jeweiligen Fach das Beherrschen der Sprache Voraussetzung ist. Warum sollte beispielsweise eine deutsche Firma in Schweden Mitarbeiter suchen, die zwar Deutsch, aber kein Schwedisch sprechen?

Das Zweite, was es m.E. zu bedenken gilt: Solltet Ihr tatsächlich in Eurem Lebenslauf gezwungen sein, "Würstchen" oder anderes zu verkaufen, so wird in Euren CVs ebendieses zu lesen sein, wenn es darum geht, einen solchen bei potentiellen Arbeitgebern vorzulegen. Ich wage zu bezweifeln, daß dies karrierefördernd ist.

Zum Dritten: Abgesehen von der Frage einer (staatlichen) Anerkennung Eurer in D erworbenen Ausbildungen scheinen mir in Schweden berufliche Erfahrungen eine große Rolle zu spielen. Die könnt Ihr aber wohl noch nicht vorweisen, da Ihr in Euren Berufen noch nicht gearbeitet habt und noch keine Berufspraxis habt sammeln können.

Ach, oder habe ich es überlesen (?): In welchen Fächern hast Du auf Lehramt studiert?

Ich wünsche Euch in jeden Fall den richtigen Weg, und es grüßt
Rüdiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 22:00 
Hej Drottning,

weil ich diesen ewigen Passwörter-Kram leid bin, ich vergesse die nämlich immer. Man muss sich ja schon geradzu ein Passwörter-Lexikon für seine verschiedenen Interessen anlegen heutzutage (welches war das noch, welches gehört wohin usw). För tråkigt! That's why.

Wer was besseres erfindet, hat meinen Segen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 16. Juli 2008 23:01 
Aktives Mitglied
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Registriert: 8. Juli 2008 16:43
Beiträge: 65
Hi!

Ich werde ab April nach Stockholm gehen, und habe mich vorher bei BTC in Rostock beworben. Das ist eine staatlich unterstützte Organisation, die Leute aus Deutschland nach Schweden rekrutiert. Ihr müsst euch mal erkundigen, ob sowas bei euch beruflich in Frage kommt, da der Ablauf für Auswanderer perfekt organisiert ist.
Zuerst absolviert man in Rostock einen 12wöchigen schwedisch Kurs mit Abschluß (5 Tage die Woche, 8 Sunden tgl.), in den 3 Monaten bekommst du ein Stipendiumgehalt von 1500 Euro und bist schon bei deinem schwedischen Arbeitgeber versichet. Bei gutem Abshluß wirst du dann deinen Job dort beginnen. Zusätzlich bekommst du Geld für den Umzug und sie helfen dir bei den Behörden Gängen, ach ja, und um die Wohnung kümmern sie sich.
Ich bin Krankenschwester, inwiefern sie das noch in anderen Berufsgruppen machen müsst ihr euch mal erkundigen. Vielleicht erreichst du was erstmal über deine kaufmännische Ausbildung!
btcweb.de
gruß

_________________
wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir brauchen Ideen ....
BeitragVerfasst: 4. August 2008 21:09 
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Registriert: 17. März 2007 13:15
Beiträge: 183
Wohnort: Österreich
Ich war gerade letzte Woche noch in Schweden, weil mein Mann dort arbeit gefunden hat.
Ich bin so wie ihr Lehrerin.

Bin dann eben letzte Woche mal in das zuständige Amt spaziert, weil ich mich nach Schule und Kindergarten für unsere beiden Zwerge erkundigen wollte und wie es so kam, fragte mich die nette Dame, was ich denn mal arbeiten wolle.
Als ich entgegnete, dass ich zwar Lehrerin bin, aber mich auch nicht scheue, was anderes zu arbeiten, guckte sie ganz entzückt und gab mir einen Stapel Formulare mit, die ich ausfüllen sollte und abgeben, wenn ich zu arbeiten beginnen möchte.
Ich könnte mit einem Vikariat (Krankheits oder Elternzeitvertretung) im Kindergarten oder im Freizeitheim anfangen und so einen Einstieg ins Berufsleben finden.
Ich teilte ihr meine Sorgen mit, weil ich nur spärlich schwedisch spreche.
Sie meinte nur, schwedisch kommt leicht und da solle ich mir keine Gedanken machen. Sie hätten vor 2 Jahren eine Lehrerin aus Deutschland eingestellt und die konnte damals kein Wort schwedisch.

In den Arbeitsämtern hängen Listen aus, welche Berufe stark gefragt sind: Freizeitpädagogen, Sonderschullehrer und Grundschullehrer stehen unter den Top 20.
Also ich denke mal, dass die Chancen für uns Lehrer nicht schlecht stehen, wenn man bereit ist, erst mal auch im Kindergarten zu arbeiten und sich weiter zu arbeiten.

Ob ihr jetzt gehen sollt oder warten, ist schwer zu sagen.
Habt ihr gar nichts erspartes?
Wir haben ein bissl was beim Studium sparen können und das reicht der Bank, um uns für Kreditwürdig zu halten, obwohl ich noch keine Arbeit habe und mein Mann nur eine Probeanstellung.
Ansonsten einfach hoch und vor Ort bewerben und nehmen, was ihr kriegt.
WEnn ihr dann die Siedelei vorüber habt, dann könnt ihr ja nebenbei nach besseren Jobs ausschau halten.
Ihr habt ja auch nichts zu verlieren, habt noch keine Kinder und könnt jederzeit zurück kehren, wenn es nicht klappt.

Alles Liebe und Gute euch!


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