Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

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derkleinebarsch
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Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

Beitragvon derkleinebarsch » 10. November 2012 18:40

Ich schreibe hier über meinen Anhänger von Stema und welche Probleme ich jetzt damit habe?
Was ist bis jetzt passiert?
Meinen Anhänger kaufte ich 2006 in Deutschland. Bis jetzt war auch alles iO. Bis ich am Dienstag (6.11) hier in Schweden zur Besichtigung war.
Man stellte fest, das die Radlager spiel haben. Normalerweise für mich kein Problem. Stellt man doch in dieser Situation die Radlager nach.
Bei allen Dingen, die ich kenne, war so etwas kein Problem. Hast du doch eine Mutter, die mit einem Splint gesichert ist und wenn du den Splint
ziehst, so kannst du ohne Probleme die Mutter nachstellen und die Luft bei den Radlagern ist beseitigt. Doch weit gefehlt, bei Stema gibt es dieses System nicht mehr? Wir haben jetzt eine Mutter, die durch Farbe gesichert wird und durch ein gewisses Drehmoment angezogen werden muß. Also muß ich mir für diese Reparatur einen Drehmomentschlüssel extra kaufen. Auch hat die Mutter eine Dimension, die kein Heimwerker im
Sortiment hat. Alles geht eigentlich bis 32mm. Jedoch die Mutter hat 36mm. Also wieder kaufen eines neuen Hylsnickel von 36mm.
Normalerweise sollst du also in eine Werkstatt fahren um dort dein Problem zu beseitigen. Aber, das kennen wir ja auch von vielen anderen Anbietern. So zum Beispiel auch bei VW. Brauche ich zum Beispiel einen Sexkanntschlüssel mit 7mm für die Bremsen, so bekomme ich diesen kaum. Alle Angebote finde ich nur bis 6mm und dann wieder ab 8 mm. Für mich sind solche Dinge nicht nachvollziebar?
Mein Fazit. Der Kunde soll an gewisse Dinge gebunden werden und er soll nicht mehr selbst werkeln. Auch wenn er die demensprechende Qualifikation hat. So werden eben diese Dinge für viele nicht mehr kaufwürdig.
Viele können mir zwar widersprechen. Doch wer hat Heute schon noch das Geld, ein Auto zu kaufen, ohne Schulden zu machen? Die Preise sind in den vergangen Jahren seit Einführung des Euro zum Teil doppelt so teuer.
LG der kleinebarsch

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Re: Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

Beitragvon meckpommbi » 10. November 2012 19:14

eigentlich kann man dies ganz einfach umschreiben "Kapitalismus"
klar ist der efekt gewollt und es wird auch nicht besser werden
willst du selber werkeln kauf der was altes :D
gruss birgit

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Re: Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

Beitragvon Sverige-Fan » 10. November 2012 19:24

dass Abmessungen von Teilen mit der Zuladung, usw. zu tun haben ist ja wohl jedem klar. Das Eine passt zum Anderen und ergibt ein Gesamtes. Logisch und technisch zu erklären.
Wenn man die die Kohle für ein neues Auto nicht hat, muss man ein junges Gebrauchtes kaufen oder den alten Wagen länger fahren. Ist siwieso am preiswertesten
Lebenskünstler ist, wer einen Sommer so erlebt, daß er ihm noch den Winter wärmt (A.Polgar 1873-1955)

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Re: Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

Beitragvon Hanjo » 10. November 2012 19:51

derkleinebarsch hat geschrieben: . . . Also muß ich mir für diese Reparatur einen Drehmomentschlüssel extra kaufen. Auch hat die Mutter eine Dimension, die kein Heimwerker im Sortiment hat. Alles geht eigentlich bis 32mm. Jedoch die Mutter hat 36mm. Also wieder kaufen eines neuen Hylsnickel von 36mm. . . .
Versteh ich nicht ganz, denn es gibt doch dafür den Franzosen oder auch den Engländer.
wikipedia hat geschrieben:Ein Engländer ist ein Verstellschlüssel zum Lösen und Anziehen von Schraubverbindungen. Regional werden verstellbare Schraubenschlüssel dieser Art auch "Hesse" oder anders genannt. . . .
Durch Drehen an einer Gewindespindel im Werkzeugschaft kann der Abstand der Spannbacken stufenlos verstellt werden. Er kann wie ein Gabelschlüssel für Vier- und Sechskantmuttern verwendet werden, durch die Verstellbarkeit auch für Befestigungsmittel nach metrischen, zölligen und proprietären (Werk-)Normen . . .
Also mit nem bisschen Einfallsreichtum ist das Gemecker sicher überflüssig,
meint
Hanjo

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Re: Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

Beitragvon filainu » 11. November 2012 08:29

wer billig kauft........

Dein Hänger ist ein absulutes Billigprodukt (egal wie du es subjektiv empfindest) und da ist es normal das die Reparaturen teuer werden, das ist so gewollt, anders rechnet sich doch so ein Billigprodukt nicht
www.wunderbarer-norden.de

www.skogsverktyg.se

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Re: Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

Beitragvon Kling » 11. November 2012 10:02

Klar werden heute die Dinge so gebaut das man nicht mehr selber was machen kann. Man will ja auch noch weiter verdienen wenn man was verkauft hat. Das ist doch in jedem Land so. Die Autos werden im Motorraum immer enger gebaut damit man auch schon zum Gluehlampenwechsel in die Werkstatt muss. Deshalb kaufen wir auch lieber ältere Autos wo man noch vieles selber machen kann und wo man weiss das die damals die Autos so gebaut haben das sie länger halten und vorallem das fast jeder selber schrauben kann.

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Re: Wie sich doch alles in dieser Gesellschaft zum Negativen

Beitragvon Wilhelm » 11. November 2012 10:26

Moin!

Speziell auf die Fahrzeugtechnik bezogen ist es heute selbst für einen versierten Schrauber
manchmal schwer gewisse Dinge zu reparieren, ohne Diagnosegerät oder Messgeräte
geht ja oft nichts mehr. Beim Anhänger ist das ja schon leichter, habe meinen 3o Jahre alten
gerade erst wieder neu aufgebaut weil ich so ein stabiles Fahrwerk kaum wieder
bekommen werde.
Habe mir gerade ein neues Moped gekauft und stand da auch vor der Frage High Tech
oder alte solide Technik mit dem Hintergedanken selber Hand an zu legen.

Ich lege wieder selber Hand an. :lol:

Gruß Wilhelm


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