Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

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Imrhien
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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon Imrhien » 31. August 2011 18:37

Ich mache mir in letzter Zeit viele Gedanken um alles mögliche, Schweden, meine Integration und die Sprache betreffend.
Dabei merke ich, dass ich manchmal dazu neige, Dinge negativ zu sehen. Dies liegt unter anderem daran, dass ich einfach manche Dinge/Personen aus Deutschland vermisse. "Meine" Stadt dort vermisse. Das wird immer so bleiben, aber ich kann Schweden nicht die Schuld daran geben. Denn hier bin ich auch glücklich und die Entscheidung habe ich ja selber getroffen. Mein Problem ist eher, dass ich etwas zerrissen ist. Ich möchte gerne in Deutschland, in meiner Stadt leben, aber ich möchte mein Schweden nicht verlassen. Beides geht aber leider nicht. Das macht einen Teil meines Problemes aus. Dann bin ich recht perfektionistisch veranlagt was die Sprache angeht. Es ist mir wichtig mich ausdrücken zu können, meine Gefühle äußern zu können, möglichst ohne viele Stolperer. Daher auch meine Unzufriedenheit mit der Sprache, obwohl ich objektiv gut spreche.
Die Integration hat hier ein wenig gedauert. Oberflächlich ging es super schnell. Auch heute hab ich unglaublich viele Bekannte, aber wenige Freunde. Zu den Freunden kann man eher andere Ausländer zählen. Denk ich immer so. Aber wenn ich mal ehrlich richtig nachdenke, dann merke ich, dass sich das so langsam verschiebt. Die Beziehungen zu den Schweden werden intensiver, offener, enger... Gerade meine Nachbarin und ich verstehen uns immer besser und es werden so langsam auch mal die intimeren Dinge erzählt. Dinge eben, die man nicht jeder Bekannten aufs Auge drückt, sondern einer Freundin. Das freut mich sehr und ich fühle mich dadurch wieder noch ein Stück mehr integriert.
Arbeitsmäßig sind wir angekommen. Mein Mann hat eh ne recht gute Stelle und ich hab mit meinen drei Stellen auch Glück. Durch 2 Stellen lerne ich unglaublich viele tolle Menschen kennen und mache viele Erfahrungen. Das sind die Stelle bei der medborgarskolan und als Touristenführerin. Das macht beides Spaß, wobei ich keines von beidem für immer machen wollte. Oder als Vollzeitjob. Da ich aber noch zu 80% im Büro arbeite, geht das gut. Und auch da hab ich total Glück. Berufsfremd rein gerutscht, werde ich nicht deutlich schlechter bezahlt als andere mit der Arbeit und ich hab so viel Freiheit wie eigentlich kaum jemand den ich kenne. Meine Arbeitszeiten kann ich mehr oder minder selber gestalten und auch ob ich von daheim oder im Büro arbeite. Was natürlich größtenteils daran liegt, dass mein Chef und ich uns verstehen und er mir vertraut. Da bin ich also gut integriert. Dass mein Mann und ich bei der gleichen Firma arbeiten, macht es noch mal angenehmer. Dann noch die 3 Kinder, die ja auch in Kindergarten und Schule integriert sind und Freunde haben. Wir haben zu tun :)

Fazit: Jetzt, nach 4 Jahren, kann ich sagen, dass wir richtig eingelebt sind und wohl auch erst mal ne Weile bleiben. Wie lange weiß man ja nie... Aber ich fühle mich wohl und lebe gern hier. Da muss ich nur noch lernen mich mit den Dingen zu arrangieren, die ich nicht mag. Das wäre aber wohl in jedem Land so.

Grüße (die sich zwar auf den Ofen freut, den wir bald bekommen, aber schon Angst vor dem vielen Schnee hat...)
Wiebke

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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon HeikeBlekinge » 31. August 2011 21:35

:goodman:
irgendwie muss ich dich mal knubbeln, Wiebke

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Imrhien
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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon Imrhien » 7. September 2011 09:50

Danke Heike,
so was tut gut!
Meine Stimmung schwankt auch ein wenig, abhängig vom Wetter. Aber der Ofen ist leider immer noch nicht da, ich denke, dass der meine Stimmung im Winter deutlich bessern wird. Was gibt es schöneres, als nach einem kalten Ausflug im Schnee oder einem Arbeitstag im Dunkeln, rein in die warme Stube zu kommen und sich gemütlich eine Tasse Tee vor dem Feuer zu gönnen? Ich freu mich schon so dauf. Holz haben wir auch schon, fehlt also nur noch der Ofen, der im September kommen soll... Mal sehen, sind ja noch 4 Wochen :)

Liebe Grüsse
Wiebke

unbekannt

Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon unbekannt » 7. September 2011 10:26

Hallo Wiebke,

ja, bei deinen Worten erkennen sich wohl viele selbst wieder.

So ein Ofen ist toll, gemütlich und spart auch noch Geld. Wir heizen abgesehen vom Keller das ganze Haus mit einem einzigen Ofen, der im Wohnzimmer steht. Das geht auch bei -25° C. 10 löskubik reichen uns für ein Jahr. Falls das Holz im letzten Winter geschlagen wurde und erst in diesem Frühjahr gespalten wurde, würde ich ein paar Kartons irgendwo im Haus lagern, denn eigentlich ist es noch nicht trocken genug. Erst mit Holz, das mindestens 1,5 Jahre gelagert wurde, funktioniert der Ofen richtig gut. 7 Monate Trockenzeit für gespaltenes Holz ist eigentlich das Minimum. Sei froh, dass du den Ofen nicht im Hochsommer bekommst, wie das bei uns wahr. Das macht das Warten auf die Heizperiode dann schon richtig grausam.

Am Anfang stinkt der Ofen vielleicht noch ein paar Tage nach verbrannten Öl. Das ist normal. Heize den Ofen am Anfang ein paar Mal langsam und vorisichtig auf und lasse ihn auch langsam abkühlen. Wenn du einen nagelneuen Ofen gleich mit voller Leistung fährst, kann er anfangen zu knacken, was dann ewig bleiben kann. Unser fing nämlich an zu knacken. Wir haben dann nach zwei Jahren anstandslos einen neuen bekommen. Ich beziehe mich auf einen Ofen (braskamin) der aus Blechteilen zusammengeschweißt ist. Ein Ofen aus Gusseisen ist da nicht so empfindlich.

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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon janaquinn » 7. September 2011 10:58

Ja, genau Volker zustimmen, erkenne ich mich wieder. Mir fehlt besonders München, aber auch Berlin, weil ich enge freundschaftliche Beziehungen dorthin habe. Ich habe es dieses Jahr zum 1.Mal richtig genossen in Deutschland zu sein, habe mich riesig auf die Zeit dort gefreut und sie auch sehr genossen. Natürlich habe ich auch immer wieder über die Landung in Arlanda gefreut und wieder in "meinem" Stockholm bzw. Järna zu sein, weil ich hier einfach zuhause bin und mich wohlfühle. Aber nach 4 Jahren fühle ich mich endlich nicht mehr, wie ein Wandler zwischen den Welten, sondern weiss genau, wo ich eigentlich zuhause bin, nämlich in Schweden. Daher kann ich Deutschland wahrscheinlich wirklich so geniessen, auch den Trubel und den Lärm, das Essen, die Leute, die Stimmung ect...ich fand es einfach toll. Ein Rückzug nach D. ist trotzdem ausgeschlossen.
Leider macht mir die Sprache, wenn auch soviel besser wie vor einem Jahr, ab und an einen Strich durch die Rechnung, aber es ist in Ordnung, ich arbeite täglich dran und es wird immer besser und fehlerfreier. Natürlich muss man sehen, wie der Herbst und vorallem der Winter werden, aber kurze Fluchten nach Deutschland oder nach England sind ja fest eingeplant und werden auch durchgeführt, damit es keinen Schwedenkoller gibt.
Ob wieder eine tiefere Krise kommt? Weiss ich nicht, aber ausschliessen sollte man solche Sachen generell nicht, aber aktuell geht es uns gut, wir geniessen das frisch renovierte Haus und richten aktuell Küche und Bad neu ein, sind also gut beschäftigt.

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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon emilie » 7. September 2011 20:03

ich weiß,
ich bin jetzt ein wenig off-topic, aber das fällt mir beim lesen des threads so ein.
ich bin vor 10 jahren aus der großstadt aufs land gezogen. da ging es mir fast genauso.
alles war total fremd, fast wie in einem anderen land und wenn alle um einen dann ganz schnell platt kürten, dann war das auch wie im ausland. viele gepflogenheiten sind mir heute noch fremd und ich weiß auch, dass ich in gewisse kreise als zugezogene auch nicht reinkomme.
ich glaube alles neue ist ungewohnt und man muss erst heimisch werden.
wenn ich jetzt in die großstadt komme, genieße ich das warenangebot, den kleinen delikatessenladen an der ecke, wo man wein und käse genießen kann oder seinen espresso trinken.
die buchhandlung in der was in den regalen steht und man nicht alles bestellen muss.
trotzdem möchte ich nicht zurück oder nur unter ganz bestimmten utopischen bedingungen.
emily

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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon skerry » 8. September 2011 13:15

Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen.Nun sitze ich in Österreich und finde die hier auf dem Dorf auch sehr gewöhnungsbedürftig.Bekannte habe ich genug,echte Freunde nur 1 und sie sitzt in Deutschland.Die Bekannten sind auch alle Serben,Kroaten,Ungarn,Engländer....Die Schwedenzeit hat mich aber trainiert.Ich nehme das nicht mehr persönlich,was ich in S am Anfang schon getan habe.Die sind mir jetzt hier völlig wurscht-ich mache meine Sachen-aus.Eine "nette"Arbeitskollegin aus Ö schrie mich bei der Arbeit an-da hats mir gereicht und ich habe sie als blöde Kuh beschimpft.Nun grüßt sie mich,vorher wurde ich ein halbes Jahr ignoriert.Ich habe mal auf dem Platten Land in Schleswig-Holstein gewohnt -kurz vor Dänemark-und wollte auf einem Hof Eier kaufen.War ja ein Schild dort-Eier zu verkaufen.
Niemand auf dem Hof zu sehen,also habe ich an der Tür geklingelt,eine Frau macht auf und schaut mich an als ob ich Canabis kaufen wollte,sagt nichts und macht die Tür wieder zu.Ich blieb stehen und wartete einige Minuten ich wollte ja Eier und dachte sie bringt welche.Nach ein paar Minuten geht die Tür wieder auf und 10!Mann stehen da und glotzen mich stumm an.Dann bin ich gegangen und habe meinem kl.Sohn erklärt.hier gibts keine Eier.
Dort hat man auch keine Freunde so auf die Schnelle bekommen.
Die Schweden beobachten einem ganz genau und wissen was man macht.Wir hatten ein Ferienhaus in Småland-sehr schön wie Bullerbü.Dann bin ich auf die Idee gekommen,da bleibe ich .habe meine Kinder in der Schule angemeldet-aus.Da ich islandpferde habe brauchte ich Land und Stall -das war nämlich nicht dabei.Den Sommer standen sie bei Falkenberg und ich wollte sie im Winter holen.Wiesen und leere Ställe gabs mehr als genug.Hatte auch einen Tip bekommen und fragte den Bauer nach dem Stall,der jahrelang leer stand.
Nö,Pferde wollte er da nicht haben,mein Geld auch nicht .Hm.mein sohn hatte sich mit einem Andreas angefreundet und er war soooo froh ,als er später noch auf dessen Geburtstag eingeladen war.
Ich habe ihn abgeholt und Andreas Mutter stand an der Tür mit dem Handy in der Hand und meinte ich solle warten,sie will mir noch was zeigen.Setzte sich zu mir ins Auto und sagte ich solle dort und da hinfahren und siehe da ich kam an dem leeren Stall an.Und voller Stolz zeigte sie mir ihre 2 neuen Pferde -den Stall und die 4 ha Wiese habe sie gerade gepachtet.
Andreas hat mit meinem Sohn nie mehr gespielt oder eingeladen.
Und das soll man nicht persönlich nehmen? :roll:

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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon skerry » 8. September 2011 13:24

PS:Habe vergessen zu erwähnen,dass mein Mann und ich trotzdem unsere Rente in S verbringen werden.Wird generalstabsmäßig geplant,mein Sohn und Schwiegertochter schauen sich schon die Gegenden an.Stall,Wiese sind dann dabei-mehr wie 2-3 Isis gehen dann nicht mit.Kinder aus dem Haus,kein bellender Bordercollie,altes Auto,Gammelklamotten-dann dürften wir kein Dorn mehr in den Augen unserer Nachbarn sein.Am besten überhaupt keine Nachbarn.Arbeitsplatz nehmen wir auch nicht weg-also könnte das dann doch noch was werden.

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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon äppelpaj » 9. September 2011 21:26

Wir haben uns durch unseren Elternkooperativen Kindergarten in die Gemeinschaft eingelebt. Da werden die Eltern gebraucht, man macht viel zusammen (Fixhelger, föräldrainsaster, styrelsemöten, mm), das hat uns ungeheuer geholfen, Anschluss zu finden.


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Re: Wie schnell habt ihr euch eingelebt?

Beitragvon derkleinebarsch » 10. September 2011 21:44

KeinindividuellesProblem hat geschrieben:Liebe Mioletta,
Ich habe eigentlich Glück gehabt, das ich in eine Region von Smoland gezogen bin, also am Ende Richtung Norden, wo wenig Deutsche Leben. Auch muß ich sagen, das meine Nachbarn Deutsch kannten und ich als einer der Ihren akzeptiert worden bin. Es gab keine Berührungspunkte zwischen uns und Heute bin ich einer der Ihren. Aber ich muß auch sagen, das mein Schritt zum Einwandern 8 Jahre gedauert hat. Heute bedaure ich diesen Schritt nicht und würde diesen Schritt immer wieder vollziehen.
Was hat sich aber in meinen Leben geändert. Ich Lebe Heute in der Natur, habe ein Haus 200m von einen See entfernt, der mir als Angler, das Non Plus Ultra ist und der 15 km lang ist. Was will ich also mehr. In Deutschland hätte ich mir diesen Traum nie erfüllen können.
Auch wenn ich bedenke, was ich für mein Haus hier in Schweden bezahlt habe, so ist es ein Lacher zu Deutschland. Wenn ich also hier schreibe, so sind viele Dinge zu beachten. Ich bin Rentner und habe gegenüber noch Arbeitnehmern einen kleinen Vorteil.All diese Dinge muß man beachten. Es ist auch nicht so leicht, in ein anderes Land zu verschwinden?
Gerade sehe ich es auch bei meinen Sohn, der nach Norwegen auswandert. Er hat sich das etwas anders vorgestellt. Zumal die Preise in Norwegen sehr hoch sind. Habe gerade seinen Dacia in Deutschland gekauft. Ein Einführen in Norwegen würde ihn 8.000 Euro kosten.
Viele Dinge muß man eben vorher Klären?
Was will ich also mit meinen Beitrag sagen, man muß sich schon im Voraus erkundigen, was mich im neuen Land erwartet.
So blauäugig, wie in vielen Sendungen im TV, das kann man vergessen. Diese Sendungen sind gestellt und man sieht schon, wenn man richtig hinschaut, haben alle Auswanderer
Viel Geld.
LG derkleinebarsch
was Du beschreibst, ist wohl bekannt und schon vielen Einwanderern passiert. Es ist eine Realität: Viele Schweden sind tatsächlich häufig sehr reserviert und Kontakten gegenüber wenig bis gar nicht aufgeschlossen, das bemerken sogar Schweden, die lange im Ausland gelebt haben, dann wieder zurückkommen und plötzlich vereinsamen! Viele Einwanderer halten das auf Dauer nicht aus und gehen wieder zurück in ihr Heimatland. Der einzige Weg, Kontakte zu knüpfen, führt in Schweden, wie von den Vorschreibern schon aufgeführt, meistens über die Mitgliedschaft in einem Verein. Das daraus Freundschaften entstehen, ist aber auch nicht gesagt. In Schweden hält man sich an die Familie.

Einfach mal Leute in der Kneipe, im Café oder am Arbeitsplatz näher kennenlernen - das läuft in Schweden nicht oder höchsten ins den 3 Großstädten. Und wie Du ganz richtig beobachtet hast, sind in Schweden ganz besonders die Frauen reserviert.

Das von Dir genannte Problem ist schon so häufig (auch von Schweden selbst) beschrieben worden und von führenden schwedischen Psychologen und Soziologen in zahlreichen Artikeln bestätigt und in Büchern verewigt, daß Du Dir auf keinen Fall einreden lassen solltest, die Kontaktunwilligkeit der Schweden sei Dein individuelles Problem. Das ist es nicht! Sicher freut man sich mit allen, die in Schweden andere Erfahrungen machen - das ist aber die Ausnahme und nicht die Regel.


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