Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Von Auswanderern für Auswanderungswillige! Alle Fragen zu Planung und Durchführung, zu Umzug, Integration und Umgang mit den Behörden. Interessante Erlebnisse und Tipps der Expats.
Link zum Portal: http://www.schwedentor.de/auswandern-leben
Fhre Schweden: Mit Stena Line nach Skandinavien: Sassnitz-Trelleborg

tayssen
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 17
Registriert: 12. Juni 2008 09:27
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon tayssen » 11. September 2008 09:41

Hej
Ich habe mal eine Frage und zwar wollen wir nächstes Jahr im März nach Schweden Auswandern.Wir freuen uns auch riesig drauf,wir haben 2 Kinder der Neun Jährige will auch unbedigt auch dorthin,aber unsere Tochter ist 12 und will überhaubt nicht.wer hat erfahrung damit gemacht wie es bei seinen eigende Kinder war.Würde mich über viele Antworten freuen Gruss Nicole

Fam.E.
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 17
Registriert: 10. September 2008 08:45

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon Fam.E. » 11. September 2008 10:04

Also wir haben auch den Plan nächstes Jahr nach Schweden zu ziehen.
Und mein Bruder, 13 Jahre alt, tat sich am Anfang schwer mit dem gedanken.
Er hat das erstmal alles sacken lassen. Viel mit uns darüber geredet und nun würde er am liebsten heute als morgen die Sachen packen und gehen.

Er brabbelt nur noch von Schweden. Und ist wie verrückt am Vokabeln lernen:))

Seine größten befürchtungen sind/waren das er keinen Anschluss in der Schule oder Freunde findet und die fremde Sprache.

Klar, ist auf jedenfall das diese Schritt nicht einfach ist vorallem in dem Alter denke ich. Wichtig ist, finde ich, das eure beiden Kids die Sprache, zum mindest teilweise, vorher können.

Lg Jenny
Schweden wir kommen!

*Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen zur belustigung der Leser!*

snickare
Aktives Mitglied
Aktives Mitglied
Beiträge: 183
Registriert: 17. März 2007 12:15

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon snickare » 11. September 2008 11:45

Hallo,
je jünger die Kinder, desto leichter der Umzug.
Ich würde mal sagen bis ungefähr 9-10 Jahre sind die Eltern noch sehr wichtig für die Kinder, sie haben einige gute Freunde, aber wenn einer weggeht, dann kommt eben der nächste nach und die Trauer dauert im Normalfall nicht sonderlich lange.

Dann so ab 11 wird zunehmend (besonders bei Mädchen) eine sehr gute Freundin immer wichtiger und natürlich die Peers, eine Gruppe die immer zusammen was unternimmt und die wollen sie dann natürlich nicht verlieren.
Es ist also ganz normal, dass eure 12 jährige nicht auswandern will sondern in ihrer gewohnten Umgebung bleiben will.

Und klar und grade im Alter von 11 bis 14, wo man kein Kind aber auch kein richtiger Jugendlicher ist, da ist alles nochmal so schwer...

Redet mal mit ihr über ihre Ängste, Wünsche usw. Vielleicht hilft es ja, wenn die beste Freundin in den Ferien mal auf Besuch kommen kann, wenn ihr ihr einen PC mit Webcam besorgt und sie mit ihren Freunden skypen kann ect...

Alles Gute euch,
Snicke, deren Älteste grade 8 ist und das auswandern grade noch gut möglich ist... :D

tayssen
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 17
Registriert: 12. Juni 2008 09:27
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon tayssen » 11. September 2008 13:19

Hej
Vielen vielen Dank für eure Antworten,die haben mir schon einwenig Mut gemacht.Aber wir Haben schon versucht das sie mit uns Schwedisch lernen möchte aber nichts will sie davon höhren,sobald es um Auswandern geht macht sie zu.Obwohl sie sehr plegeleicht ist tut sie sich darin sehr schwer.Sie hat Angst in die schwedische Schule zu gehen,weil die kein Deutsch sprechen,und das sie keine Freunde dort bekommt,das Land findet sie wunderschön.
Tschau Nicole

Benutzeravatar
Faxälva
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 429
Registriert: 10. Februar 2008 15:42

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon Faxälva » 11. September 2008 14:57

...die Angst legt sich dann schon in Schweden, wenn sie erst einmal mitbekommt, dass es in der Schule keinen Stress gibt und alles viiiiel lockerer ist als in Deutschland ... vielleicht gibt es ja auch deutsche Schueler da, wo sie in die Schule gehen wird ...

:smt006
Hälsningar från Faxälva

Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.

Benutzeravatar
Haui
Schwedenfreund
Schwedenfreund
Beiträge: 913
Registriert: 27. November 2006 19:51
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden
Kontaktdaten:

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon Haui » 11. September 2008 18:33

Hallo Nicole
Aus deinen Ausführungen merke ich das es bei eurer Tochter nach dem Besuch bei uns noch nicht richtig gefunkt hat. Schade eigendlich, konnte sie doch am Beispiel unserer Kinder sehen oder zumindest hören das es mit der Sprache eigendlich kein Problem sein sollte. Nach unseren Umzug den ihr ja mitbekommen habt gehen unsere Kinder auf neue Schulen hier in der Kommune. Was soll ich berichten?, mit den Kontakten zu den anderen Schulkindern klappt es hervorragend und Freunde haben sie auch wieder gefunden und das obwohl die beiden keine großen schwedische Sprachkenntnisse haben und der große ehr ruhig ist. Eventuell solltet ihr eure Tochter in die Sache mehr einbinden und ihr die Bedeutung und Zusammenhänge klar machen. Machnchmal ist es auch mehr wert einen Schritt zurück zu machen damit mann sich die Sache ansehen kann um zwei Schritte nach vorne zu machen. Ich empfehle dir setze dich noch mehr mit dem Schwedischen Schulsystem auseinander um es ihr Schmackhaft zu machen. Auch deine Tochter kann so in ihre Zukunft investieren.
Gruß Haui
Man muss nicht jeden Berg selber besteigen,
aber man muss Wissen wer einen die Aussicht beschreibt

http://soedrasverige.blogspot.de/

Benutzeravatar
aurora4-Karola
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 19
Registriert: 28. Januar 2007 18:23
Schwedisch-Kenntnisse: Grundkenntnisse
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon aurora4-Karola » 12. September 2008 12:40

Hallo Nicole
Wir sind dieses Jahr im März mit 4 Kindern nach Schweden gezogen.Zwei Mädchen(16u.12)und zwei Jungs(7u.8).Meine grosse Tochter hat auch rumgezickt sie will nicht nach sch.......Schweden ziehen da ist es langweilig und ihre Freunde sind in Deutschland usw und sie geht wieder zurück.Nach vier wochen kam kein ton mehr darüber das sie nach D.zurück will von ihr hatte ich das am wenigsten erwartet.Obwohl sie alle nach den Ferien die Schule in Schweden nochmal wechseln mussten weil wir umgezogen sind gefällt es allen vieren gut.Übrigens konnten meine Mädchen Englisch (mit schlechten Noten in D.)das sie innerhalb von ein paar wochen anwenden konnten und sich so verständigen,jetzt gemischt mit Schwedisch.Meine 12jährige Tochter hat Gleich am zweiten Tag nach Schulanfang eine Klassenkammeradin mitgebracht das ist jetzt ihre beste Freundin.Mit ihren Freundinnen in D.hat sie immer im schueller cc geschrieben aber das wird jetzt immer weniger weil sie lieber mit ihrer Freundin draussen etwas unternehmen will.
viele liebe Grüsse Karola

Benutzeravatar
Imrhien
Alter Schwede
Alter Schwede
Beiträge: 3310
Registriert: 6. Dezember 2006 10:31
Schwedisch-Kenntnisse: fließend
Lebensmittelpunkt: Schweden

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon Imrhien » 12. September 2008 15:54

Hej,
grundsätzlich sehe ich das gemischt und eher kritisch, auch wenn mich sicher viele dafür schlagen würden...
Es ist nicht unmöglich mit älteren Kindern auszuwandern, jedoch deutlich schwerer. Ich sehe hier viele Familien im Muttersprachenunterricht und auch in der Schule, da ich da auch Kinder betreue die aus Deutschland kommen. Das zeigt mir, dass es große Unterschiede gibt. Grundsätzlich: jed jünger, desto leichter...
Jungs haben es einerseits leichter, Sport, Fussball und so, andererseits tun sie sich oft schwerer kommunikativ zu sein. Man kann es also nicht verallgemeinern. Letztlich müssen die Eltern ihre Kinder kennen und einschätzen ob sie das packen oder nicht.
Ich würde auf alle Fälle schauen ob es die Möglichkeit gibt zusätzliche Hilfe von der Schule zu bekommen. Da ist es allerdings vermutlich so, dass es weiter nördlich weniger gibt, einfach weil weniger Bedarf da ist, nicht weil sie weniger willig wären dort. Im Süden findet man eben mehr Deutsche und entsprechend mehr Deutschlehrer, die auch mal im Schwedischunterricht helfen können. Manchmal hängt es an Kleinigkeiten, die die Kinder über Wochen nicht verstehen und das macht es schwer integriert zu werden.
Sollte es das geben, würde ich Muttersprachenunterricht empfehlen. Der ist zwar auf Deutsch, aber die Kinder sind da nicht allein, treffen andere Kinder aus Deutschland. Das ist ein nicht zu verachtender Faktor. Sie merken, dass sie nicht allein mit dem Problem sind und haben im schlimmsten Fall wenigstens einmal in der Woche jemanden zum richtig ausquatschen und auch mal Dinge ansprechen die man nicht mit Mama bereden will (solls geben).
Darüberhinaus finde ich Vorbereitungsklassen nicht schlecht. Sollte es das geben...
Da sind nur Ausländer und alle lernen schwedisch. Deutsche Kinder sind da meist deutlich schneller wieder raus in und werden in die normale Schule eingeschult als andere. Es ist aber sinnvoll, da sie da mit speziell geschultem Personal schwedisch und auch andere Fachinhalte lernen. Also auch Mathe und sowas, man bleibt also nicht zurück im Stoff in der Zeit. Ausserdem werden dort sehr wichtige Dinge wie kulturelle Unterschiede angesprochen. Selbst zwischen Deutschland und Schweden sind die manchmal enorm. Die Kinder verhalten sich ganz anders in den Klassenräumen, bewegen sich viel mehr und selbständiger. Zumindest ist das so, wenn ich die Klassen miteinander vergleiche, die ich kenne in beiden Ländern.
Für viele Deutsche klingt das wie ein Stigma wenn man sein Kind erst mal in eine Klasse mit nur Ausländern steckt. Für manche mag das ein riesen Vorteil sein. Man bedenke, dass sie in die normale Schule kommen wenn sie schon einigermassen die Sprache kennen. Dort weiss niemand, dass sie in so einer Vorbereitungsklasse waren. Neu sind sie so oder so. Sie steigen aber mit einem größeren Selbstwertgefühl und mehr Sicherheit ein und lernen schneller Freunde kennen.
Es soll nur eine Anregung sein, letztlich entscheiden ja die Eltern und so lange das im Sinne des Kindes ist...

Grüße
Wiebke

tayssen
Teilnehmer
Teilnehmer
Beiträge: 17
Registriert: 12. Juni 2008 09:27
Schwedisch-Kenntnisse: praktisch keine
Lebensmittelpunkt: Deutschland

Re: Wie reagieren Kinder die mit Auswandern sollen

Beitragvon tayssen » 12. September 2008 17:50

Hej
Ich möchte mich nochmal ganz Herzlich bei euch allen bedanken
das ihr mir so geholfen habt.Tschau Nicole


  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Auswandern“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste