wer ist mit jüngeren kindern ausgewandert und wie haben die

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hamburger deern

wer ist mit jüngeren kindern ausgewandert und wie haben die

Beitragvon hamburger deern » 11. Oktober 2010 12:38

... es aufgenommen!? sorry, bin gerade so bei der sache, dass mein redeschwall hier nun weiter geht :oops:

ist hier jemand, der mit kindern im alter von 2-8 jahren ausgewandert ist und wie haben sie darauf reagiert?? haben sie sich schnell eingelebt? wollen sie wieder zurück nach deutschland, oder sind sie jetzt in schweden zu hause?? ich muß gestehen, dass mir dieser punkt schon ein wenig sorge bereitet... wir wollen zwar hauptsächlich ihnen zuliebe nach schweden, aber sie werden es erstmal nicht lustig finden (den zweijährigen mal aussen vorgelassen, der ist überall zufrieden wo seine geschwister und eltern sind ;-))!!

lieben dank nochmal!!

deern

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Re: wer ist mit jüngeren kindern ausgewandert und wie haben

Beitragvon Imrhien » 11. Oktober 2010 18:07

Hej,
gehört habe ich unterschiedliches. Es kann gut gehen oder auch nicht. Aber in den allermeisten Fällen kann man davon ausgehen, dass Kinder in dem Alter das noch sehr gut mitmachen. Ausnahmen gibt es sicherlich, hängt ja auch vom Typ Kind ab. Manchen fällt es einfach schwerer. Trotzdem denke ich, dass es noch ein gutes Alter ist.
Der/die 8jährige wird vermutlich am ehesten Probleme haben aber auch da habe ich gute Erfahrungen gemacht. Nicht persönlich, meine Kinder waren jünger. Aber ich kenne hier viele Deutsche, deren Kinder schon in der Schule waren oder gerade eingeschult wurden. Was für das Kind interessant und hilfreich sein wird, die Schule ist deutlich entspannter als in Deutschland, gerade in dieser Zeit wird das als angenehm empfunden, da es genug Stress ist mit der Sprache.
Ihr habt ein Anrecht auf Unterstützung durch die Kommune und/oder Schule. Wenn es aktuell wird, kannst Du noch mal fragen. Das hängt nämlich auch davon ab wo man wohnt. Auf alle Fälle ist theoretisch geregelt, dass man extra Unterricht bekommt für die Sprache und in manchen Städten gäbe es zur Vorbereitung sogar Schulklassen nur für Nichtschweden. Wobei das für Deutsche eher selten nötig ist. Interessant kann aber der Extralehrer an der Schule sein. Studiehandledning heisst das oder der specialpedagog der direkt an der Schule ist.
Ausserdem kann Muttersprachenunterricht gut sein. Klar, deutsch ist erst mal nicht die grosse Sorge. Aber es kann dahingehend helfen, dass die Kinder dort einen Ort haben an dem sie andere deutsche Kinder treffen, die die gleichen Probleme haben. Es kann helfen, sich mal fallen zu lassen und einfach in der eigenen SPrache reden zu können. Auch für Kinder. Daher empfehle ich das auch schon von Anfang an, obwohl gerade da viele denke, dass man drauf verzichten kann weil man ja schon deutsch kann. Es geht dabei mehr ums persönliche Gefühl als um die SPrachfähigkeit. Vermutlich werden Eure Kinder in dem Unterricht eh die allerbesten sein. Wie gesagt, es geht um das Gefühl nicht alleine zu sein.
Für die jüngeren bietet es sich an in eine Art Krabbelgruppe zu gehen oder sie möglichst früh für einige Stunden an den Kindergarten zu gewöhnen. Je früher, desto leichter ist das Erlernen der Sprache.
Zu Beginn kann es sein, dass die Kinder heim wollen oder weinen. Das wäre nicht unüblich oder merkwürdig. Aber eigentlihc sollte sich das bald legen. mein Sohn sagt nach 3 Jahren manchmal, dass er Freunde aus Deutschland vermisst oder es dort besser war. Aber das hat nichts mit direkten Erinnerungen zu tun. Eher damit, dass er sich an ein Gefühl erinnert. Er erinnert sich daran, dass es manchmal schwer war und noch ist. Trotzdem hätte er es in Deutschland nun auch nicht leichter. Aus anderen Gründen. Wenn man irgendwo neu ist, hat man immer erst mal Schwierigkeiten.

Hoffe das hat Dir einen Einblick gegeben.

Grüße
Wiebke

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Re: wer ist mit jüngeren kindern ausgewandert und wie haben

Beitragvon HeikeBlekinge » 11. Oktober 2010 18:50

Mach dir nicht zuviel Sorgen.
Unser Juengster (dereinst 6) hat er fantastisch "weggesteckt".
Ich denke die Familie ist die erste Zuflucht, und die zählt da am meisten!

Lycka till!
Heike
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Re: wer ist mit jüngeren kindern ausgewandert und wie haben

Beitragvon hamburger deern » 12. Oktober 2010 11:59

hallo und lieben dank nochmal :-)

eigentlich sind unsere kinder recht anpassungsfähig und finden schnell neue freunde. hatten auch geplant sie in stockholm erstmal in der tyska skolan unterzubringen, damit der einschnitt nicht zu extrem wird und dann langfristig zu sehen, wie es weiter gehen soll!? soweit zumindest der plan ;-)
ich weiß, das unsere drei "großen" erstmal gar nicht erfreut über das ganze wären. sie haben hier viele freunde und sind ständig unterwegs. um einige ihrer freunde würde es mir auch sehr leid tun... unser sechsjähriger lebt garten an garten mit seinem besten kumpel! unsere beiden achtjährigen sind quasi jedes wochenende auf übernachtungsbesuchen, oder wir haben 2-6 weitere kinder hier ;-)
trotz allem glauben wir, dass es auf lange sicht auch besser für sie sein wird. wir hätten in sthl wieder ein normales familienleben (ein papa der abends nach hause kommt und nicht wie hier von montag bis freitag gar nicht da ist und am wochenende mit rechnungen, steuerkram und weiteren aufträgen beschäftigt ist!) und wären im alltag wieder deutlich entspannter! und wenn ich ehrlich bin, stammen meine besten freundinnen aus der zeit am gymnasium... also deutlich später! kontakt habe ich gelegentlich nur noch zu einer freundin aus der grundschule... somit kämen unsere kinder noch in das alter! außerdem ist hh ja nicht aus der welt! oma und opa leben ja auch noch hier und man würde die freunde ja noch hin und wieder sehen.... wobei sich das mit der zeit wohl im sande verlaufen dürfte!??
glücklicherweise haben wir ja ein paar kinder mehr und sie verstehen sich untereinander super, so dass sie nie wirklich alleine sein werden :-)

lieben dank und liebe grüße,

deern

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Re: wer ist mit jüngeren kindern ausgewandert und wie haben

Beitragvon Haro » 17. Oktober 2010 15:52

hamburger deern hat geschrieben:ist hier jemand, der mit kindern im alter von 2-8 jahren ausgewandert ist und wie haben sie darauf reagiert?? haben sie sich schnell eingelebt? wollen sie wieder zurück nach deutschland, oder sind sie jetzt in schweden zu hause?? ich muß gestehen, dass mir dieser punkt schon ein wenig sorge bereitet... wir wollen zwar hauptsächlich ihnen zuliebe nach schweden, aber sie werden es erstmal nicht lustig finden (den zweijährigen mal aussen vorgelassen, der ist überall zufrieden wo seine geschwister und eltern sind ;-))!!


Hej Deern,

ich denke deine Bedenken sind unbegründet, wenn Ihr in erster Linie wegen den Kindern nach Schweden gehen wollt ist das bestimmt das beste was Ihr machen könnt. Schweden ist ja ein Kinderparadies, wenn auch vielleicht mit kleinen Schwächen hier und da (kein System ist perfekt) aber mit Sicherheit besser wie in Deutschland.
Ich/wir sind zwar ohne Kinder nach Schweden ausgewandert kennen aber mehrere befreundete Familien hier die auch mit kleinerern Kindern unter 10 Jahren nach Schweden ausgewandert sind. Ich kenne bis jetzt keinen Fall, wo die Kinder Schwierigkeiten hatten sich einzuleben oder etwa wieder nach Deutschland wollten. Ganz im Gegenteil, alle hatten sich innerhalb kürzester Zeit eingelebt und wollen auf keinen Fall nach Deutschland zurück. Die Kinder leben sich meistens mit Links ein, ich denke die Erwachsenen tun sich da wesentlich schwerer. :wink:

Viele Grüße aus Småland :flagge:
Harald
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Re: wer ist mit jüngeren kindern ausgewandert und wie haben

Beitragvon akasha » 14. Dezember 2010 15:57

Hallöchen,
vielen dank für die Infos hier, ich möchte mit meinen Kindern 7 und 10 Jahre so bald wie möglich auswandern und da sie noch nicht so viel schwedisch können hatte ich da so meine bedenken!
Aber noch zusätzlichen schwedisch Unterricht...das ist ja super!
So, mach mich mal jetzt ab ins nächste Thema!
peace and love
Tanja


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