Weissrussische Regierungsvertreter in Schweden zu Besuch

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Weissrussische Regierungsvertreter in Schweden zu Besuch

Beitragvon svenska-nyheter » 23. Oktober 2006 10:30

Schwedens Regierung hat bewusst gegen EU-Sanktionen verstossen und Vertreter der weissrussichen Regierung einreisen lassen. Der Fall macht jedoch gleichzeitig auf ein Dilemma aufmerksam: Wie soll man mit Ländern zusammenarbeiten, die von der internationalen Staatengemeinschaft gebrandmarkt und isoliert wurden. Denn, um illegale Einwanderung und Sexhandel bekämpfen zu können, braucht es Kooperationen mit anderen Ländern auch und gerade mit Weissrussland.

(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

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Re: Weissrussische Regierungsvertreter in Schweden zu Besuch

Beitragvon Auswanderer » 23. Oktober 2006 11:41

Radio_Schweden hat geschrieben:Schwedens Regierung hat bewusst gegen EU-Sanktionen verstossen und Vertreter der weissrussichen Regierung einreisen lassen. Der Fall macht jedoch gleichzeitig auf ein Dilemma aufmerksam: Wie soll man mit Ländern zusammenarbeiten, die von der internationalen Staatengemeinschaft gebrandmarkt und isoliert wurden. Denn, um illegale Einwanderung und Sexhandel bekämpfen zu können, braucht es Kooperationen mit anderen Ländern auch und gerade mit Weissrussland.
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Ich befürchte, Schwedens Gesetz zur Prostitution (Freier, nicht Huren,
werden kriminalisiert) macht es schwierig, Frauenhandel zu bekämpfen.

Es gibt einen Markt für Prostitution in Schweden, sonst bräuchte man
kein (relativ neues) Gesetz. Da der Kunde jetzt keine legale Möglichkeit
hat, MUSS er sich an illegale Möglichkeiten wenden. Wenn solche
Möglichkeiten sowieso illegal sind, ist Frauenhandel viel wahrscheinlicher.
Er hat auch keine legale Möglichkeit, also kann der Markt nicht
illegale Prostitution verdrängen. Er kann auch nicht zur Polizei gehen,
um auf Frauenhandel aufmerksam zu machen, ohne sich selbst zu
belasten.

Selbst wenn man der Meinung ist, dass Prostitution (von Frauen, die
es freiwillig machen, zumindest so freiwillig, wie jede andere Person,
die nicht reich genug ist, nicht zu arbeiten) nicht gut ist, sollte man
gerade in Schweden so verfahren, wie mit Alkohol und Glücksspiel:
staatliches Monopol, Kontrolle, Gewinn wird für Wohltätigkeit ausgegeben.
Keiner käme auf die Idee, der schwedische Staat findet Alkohol oder
Glücksspiel gut, weil sie staatlich sind---im Gegenteil. Also warum nicht
staatliche Bordelle? Hier könnte der Staat selber überprüfen, dass alle
Huren freiwillig dort arbeiten, und durch ein solches Angebot würde es
keinen Markt für illegale Prostitution geben. Das ist etwas, was gerade
den Frauen hilft, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution
sind, bzw. dies könnte dazu führen, dass sie in eine solche Lage gar
nicht hineinkommen.

Es ist kein Zufall, dass einer der realistischsten und schrecklichsten
Filmen über Zwangsprostitution, Lukas Moodyssons LILYA FOREVER,
in Schweden spielt.


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