Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

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Dietmar
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Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Dietmar » 27. Oktober 2006 22:50

Lisaflisa hat geschrieben:Warum lebst Du nicht in Schweden Dietmar?


Eine einfache Frage; aber eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Da hat im Laufe der Jahre vieles eine Rolle gespielt:

    - Mein Visum war nach einem Jahr abgelaufen
    - Mein Geld war nach einem Jahr zuende, und das Weiterstudieren in Deutschland viel billiger
    - Es gibt auch in Deutschland viele schöne Ecken! Und in Spanien, und in Neuseeland, und und und...
    - Zuhause ist da, wo das Herz wohnt und die Liebe hinfällt
    - Der Job hat mich jahrelang in einer Gegend festgehalten (weil ich das zugelassen hatte)

...um nur einige Gründe zu nennen. Ich habe viele schöne Orte kennen gelernt; inzwischen finde ich es einfach gar nicht mehr so wichtig WO man lebt.

Gruß,
Dietmar

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Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Lisaflisa » 27. Oktober 2006 23:06

Hallo,

Ganz sicher ist einmal die Woche zu wenig, Dietmar. Aber öfter muß ich nunmal nicht an die Uni und es sind halt doch 30 km einfach zu fahren. Mit ein paar Kurskameraden habe ich mich trotzdem anfreunden können und wir gehen ab und zu zusammen aus. Ich hab recht viel Leben hier auf dem Hof um mich herum, meine drei Kaninchen dabei und telefoniere viel.

Aber ich glaube, wenn ich nicht wüsste, dass mein Freund in ein paar Wochen nachkommt, würde ich mich vielleicht auch mehr ins Zeug legen um Leute kennenzulernen und vielleicht auch mal zur nation gehen...

Ganz so auf mich gestellt bin ich hier auch nicht. Da ich Schwedin bin habe ich bis auf Eltern und Schwester meine ganze Familie hier und auch noch zwei schwedische Freundinnen, die ich aus Deutschland kenne und die so wie ich wieder in die Heimat zurückgekehrt sind.

Ich finde es so richtig wie Du das gemacht hast Dietmar und ich weiß, hätte ich den Schritt nach Schweden vor ein paar Jahren gemacht, hätte das anders ausgesehen. :wink: Aber Heidelberg ist auch keine schlechte Stadt für Studenten und wie es scheint habe ich mich dort genug ausgetobt...

Und wahr ist auch, dass man in Heidelberg am Neckar der Liebe begegnen kann :D
Nächste Woche fahre ich hin um sie mal wieder aufzufrischen.... freu mich schon. Denn was bei einigen treads hier im Forum aussen vor gelassen wird, ist dass Deutschland echt ein schönes und abwechslungsreiches Land ist in dem man ein ebenso lebenswertes Leben führen kann wie in Schweden oder sonstwo.

Amen und Gute Nacht
Lisa

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Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Dietmar » 27. Oktober 2006 23:21

Hej Lisa,

Knivsta liegt doch recht praktisch zwischen den beiden großen Städten, dank pendeltåget... Muß aber zugeben dass ich nie dort ausgestiegen bin ;-)

Lisaflisa hat geschrieben: Aber Heidelberg ist auch keine schlechte Stadt für Studenten und wie es scheint habe ich mich dort genug ausgetobt...

Heidelberg ist eine klasse Stadt! Und wenn Du Dich mal umhörst: Viele schwedische Studenten, die ein Auslands-Semester in Deutschland verbracht haben, sind nämlich genau in dieser Stadt gelandet!

Dir auch eine Gute Nacht.

solros

Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon solros » 28. Oktober 2006 00:07

Hallo Ihr zur späten Nacht!

Meine Gefühle zum Auslandssemester sind ambivalent, es waren einafch viel auf und abs. Land und Leute haben mir jedenfalls gefallen - und auch Uppsala.
und @ DIetmar: gegen Anstrengung hab ich nix. Waren halt zwei konkrete persönlcihe Erlebnisse :wink:
Und die gasque...naja, wir haben hier in tübingen nicht so ein entspanntes Verhältnis zu solchen Veranstaltungen, die doch an Burschenschaften erinnern - ich gebe zu, das mir das in Uppsala aus diesem Grund nicht so angenehm war. Beides hat ja auch den gleichen Ursprung.

Na, wenn Du Schwedin bist, dann hast Du sicher nicht so viel Probleme mit der SPrach, lisa :) Aber woher kommst Du denn ursprünglich *neugierigbin*

Grüße in die Nacht.
s.

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Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Dietmar » 28. Oktober 2006 00:46

solros hat geschrieben:Und die gasque...naja, wir haben hier in tübingen nicht so ein entspanntes Verhältnis zu solchen Veranstaltungen

"Wir" hier in Koblenz auch nicht ;-) Trotzdem habe ich mich auf diese Kultur eingelassen, und siehe da: Es war überhaupt nicht so schlimm.

solros hat geschrieben:Beides hat ja auch den gleichen Ursprung.

... und der war nicht unbedingt schlecht, oder? Es ging viel um Idealismus und Freiheit. Aber im Grunde weiß ich zu wenig darüber.

Man kann von deutschen Burschenschaften halten was man will; die Nationen in Uppsala sind jedenfalls völlig unpolitische Landsmannschaften. Außerdem ist ja jeder Student automatisch Mitglied, schon deshalb wäre es Unsinn, jemand deswegen schief anzuschauen.

Bist Du in Deutschland schon mal aufgestanden und hast die Nationalhymne mitgesungen? Ich nicht. Aber ich hatte kein Problem damit, in Schweden laut "Du gamla du fria" mitzusingen, als die Einheimischen das auf einem Fest angestimmt hatten. (Obwohl man an dem Text durchaus auch Kritik üben könnte.)

Darf man halt alles nicht so verkrampft sehen, stimmt's :P ?

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Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Lisaflisa » 28. Oktober 2006 09:12

Na ihr wart ja noch lange auf...

Ich bin in Stockholm geboren und als ich 3 Jahre alt war, sind wir nach Deutschland gezogen. Mein Vater wurde beruflich dort hin geschickt, sie waren in den Jahren vorher auch viel unterwegs und beinahe wurde ich in Japan geboren... Sie sind allerdings immernoch in D und fühlen sich dort sehr zuhause. Sie sind jetzt pensioniert und verbringen den Winter in Deutschland und den Sommer in ihrem Haus in den Stockholmer Schären. Was ein Leben....

Mein Freund ist Deutscher und ebenfalls Archäologe. Es hat allerdings ein Jahr in Uppsala schwedisch studiert und spricht die Sprache fließend. Da wir beide gerne wieder nach Schweden zurückwollten haben wir es jetzt einfach mal versucht. Nur leider ist mein Freund mit seinen Prüfungen nicht ganz fertig geworden und hängt jetzt noch in D fest. Ist ein bißchen blöd, dass ich meinen Start hier so ganz alleine machen muß.

Was interessantes: Alle "Auslandsschwedenkinder die ich kenne und die im Erwachsenenalter nach Schweden gingen um dort eine Zeit lang zu studieren oder was auch immer, sind nicht mehr nach Deutschland zurückgekommen. Allen hat es in Schweden besser gefallen.

Mal sehen was aus uns wird. Mir gefällt es hier sehr gut, fehlt nur noch mein Schatz. Aber das Wetter heute tröstet. Wir haben zwar nur drei Grad und die Birke vor meinem Fenster hat heute nacht alle Blätter verloren, aber die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmer auf mein rotes Häußchen und lädt zu einem Spaziergang ein. Wie schön....

solros

Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon solros » 28. Oktober 2006 17:58

Dietmar hat geschrieben:Darf man halt alles nicht so verkrampft sehen, stimmt's :P ?


Nö, das tu ich auch nicht. Denn Du hast recht: in Schweden ist es was anderes. Eben weil es unpolitisch ist, beide Geschlechter eintreten und alle Studenten Mitglieder sind.

Die Anzüge, Orden, dieses ritualisierte ist eben trotzdem nicht mein Ding - es erinnert mich an vieles, was ich unangenehm finde und ich fand es auch in Schweden einfach nicht toll. Das ist letztendlich halt Geschmackssache, oder? :wink:

Lieber Gruß
s.

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Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Dietmar » 28. Oktober 2006 19:01

solros hat geschrieben:und ich fand es auch in Schweden einfach nicht toll. Das ist letztendlich halt Geschmackssache, oder?

Aber sicher! Man muß nicht alles mögen.
Gerade im Urlaub bzw. in fremden Ländern probiere ich halt einfach gern was Neues aus. Ich war auch zum surströmming-Essen eingeladen, und konnte mich nicht wirklich an dem Geruch erfreuen... :roll:

Ich hoffe jedenfalls, Du hattest auch schöne Erlebnisse in der Studentenstadt -- die "lauen Sommernächte" zum Beispiel :-)

LG,
Dietmar

Fischkopf

Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Fischkopf » 29. Oktober 2006 12:32

Hallo Dietmar!

Was Surströmming angeht, kann ich Dir nur recht geben, der Geruch ist echt nicht zu ertragen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, man Liebt ihn oder man Haßt ihn.
Ansonsten habe ich in Schweden auch schon einiges ausprobiert, ebenso einen Tanz um den Mittsommernachts- oder Weihnachtsbaum. War echt witzig, mal sehen was meine Kinder dazu sagen.

Bis dann
Fischkopf

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Re: Weg aus Schweden - Zurück aus Uppsala

Beitragvon Dietmar » 29. Oktober 2006 12:55

Und, was haben sie gesagt? Für Kinder ist das doch bestimmt ein Riesenspaß :-)

Das Drumherum beim surströmming hat mir übrigens gut gefallen, das Essen soweit auch (tunnbröd, Kartoffen, snaps usw). Aber der Fisch... da hätte ich dann doch lieber einen ganz normalen, entgräteten sauren Hering oder Rollmops gehabt ;-)

Gruß,
Dietmar


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