Weder Arzt noch Pflegerin ;-) Eure Einschätzung

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Nordbiene
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Weder Arzt noch Pflegerin ;-) Eure Einschätzung

Beitragvon Nordbiene » 12. Juli 2016 17:18

Hallo an alle,

der Gedanke nach Schweden auszuwandern verhärtet sich bei uns immer mehr. Leider sind mein Lebensgefährte und ich weder Mediziner noch Pflegerin o.ä.

Daher hätte ich gerne mal eine Einschätzung von Euch:
mein Lebensgefährte ist Dipl. Ing. Abfallwirtschaft (MBA, Kompost und aktuell Geschäftsführer von einem Verband) und meine Wenigkeit ist promovierte Bodenbiogeochemikerin oder vereinfacht gesagt Bodenwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf nachhaltige rezente Landwirtschaft und historische Landwirtschaft/Landnutzung (während meiner Promotion hatte ich auch eine Kooperation an die Uni Stockholm). Ich bin aktuell in der Wissenschaft tätig und leite ein Labor mit unbefristeter Stelle im öffentlichen Dienst. Die meisten zeigen mir auch den Vogel, wenn ich von meinen Auswanderungsplänen spreche...Darüber wollte ich jetzt aber eigentlich nicht diskutieren :? Außerdem bertreiben mein Lebensgefährte und ich eine Imkerei im Nebenerwerb.

Mir ist natürlich auch Bewusst, dass es in Schweden eine Vielzahl an gut ausgebildeten Akademikern gibt, dennoch kann ich mir gut Vorstellen auch entsprechendes (anderes) (Fach-)Wissen gefragt sein könnte.

Da ich/wir so überhaupt kein Stadtmensch bin/sind und einfach wieder gerne aufs Land ziehen möchte(n) ist somit eine Stelle in Stockholm oder anderen "Großstadt" als Wissenschaftlerin/Abfallwirtschaftler eher nicht anstrebenswert. Wenn dann eher an einer kleinen Uni hoch im Norden. Dort bin ich auch regelmäßig auf den HPs, zumal dort der Einstieg mit englisch ja erst mal kein Problem ist. Aber die Stellen an den Uni in Schweden liegen ebenso wenig auf der Straße wie in Deutschland. Der Sprachkurs für schwedisch wird aber trotzdem schon in Deutschland gemacht (im Herbst gehts los).

Wie dem auch sei, wisst ihr ob irgendwo Bedarf im Bereich nachhaltige Landnutzung, Bodennutzung, Abfall- und/oder Entsorgungsmanagment etc. ist? Am liebsten in ländlichen Kommunen. Wie sieht es im Bereich Organic Farming etc. in Schweden aus? Aufgrund unserer vielfältigen Tätigkeitsbereiche ist es recht schwer hier im Forum konkrete Berufsbezeichnungen zu nennen, daher versuche ich es eher mit Dachbgriffen und hoffe ihr könnt was damit anfangen.

Mein langfristiger Traum wäre es eigentlich einen Resthof zu kaufen und dort von mehreren Standbeinen zu leben. Zum Beispiel Teilzeit arbeiten, ein/zwei kleine Ferienhäuschen zur Vermietung auf dem Hof (gibt es ja recht nette und im Vergleich zu Deutschland auch preislich finanzierbare Kaufangebote zumal noch in touristischen Regionen) und Imkerei (keine Direktvermarktung sondern an Abfüller).

Was denken all jene von Euch die vielleicht auch schon in Schweden wohnen oder gar Leute kennen die in einem der von mir genannten Sektoren arbeiten (Auswanderer?). Gibts da Hoffnung oder muss ich doch nochmal schnell Medizin studieren :( (was ich natürlich nicht vorhabe)?

Soviel auf die Schnelle.

Ich freue mich über Anregungen, Ideen oder Einschätzungen.

Viele Grüße
Katja

EuraGerhard
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Re: Weder Arzt noch Pflegerin ;-) Eure Einschätzung

Beitragvon EuraGerhard » 12. Juli 2016 22:24

Hallo Katja,

zwar bin ich nicht vom Fach, ich bin Physiker. Aber da ich nun mal in Uppsala lebe, fällt mir bei Deiner Beschreibung sofort die Sveriges Lantbruksuniversitet ein. Die gibt es nicht nur in Uppsala, sondern z.B. auch in Umeå. Vielleicht haben die ja was für Dich?

MfG
Gerhard

jörgT
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Re: Weder Arzt noch Pflegerin ;-) Eure Einschätzung

Beitragvon jörgT » 13. Juli 2016 07:10

Ja, Gerhard, das könnte ein guter Vorschlag sein!
Mir fällt dabei die Högskola Dalarna in Falun ein. Die hatten vor zwei oder drei Jahren ein Projekt, die an einigen Stellen recht zugewachsene Landschaft durch Freilandhaltung von Tieren (Kühe!) wieder zu öffnen. Ich weiss allerdings nicht, inwieweit so etwas in Dein Ausbildungsprofil passt. Dein Mann könnte wohl bei einer der recht zahlreichen Abfallentsorgungen unterkommen - da ist allerdings Schwedisch Voraussetzung ...
Überhaupt: Unterschätze nicht die Bedeutung der Sprache, denn der Alltag geht sonst an Dir vorbei. Aber das habt Ihr ja bereits geplant!
Ich finde toll, dass Ihr das Projekt "Umzug in ein anderes Land" entspannt und langfristig angeht. Da sollte sich schon etwas finden lassen - ich drücke Euch die Daumen ...
Jörg :smt006

Nordbiene
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Re: Weder Arzt noch Pflegerin ;-) Eure Einschätzung

Beitragvon Nordbiene » 13. Juli 2016 09:19

Lieber Gerhard, lieber Jörg,

vielen herzlichen Dank für die Tipps.
Ich werde mich gleich mal auf den Homepages umschauen bzw. diese weiter im Auge behalten.
Wir werden uns dann auch mal gezielt bei den Abfallunternehmen umschauen und hoffen, dass hier Bedarf ist.
Es fand sich auf den üblichen Jobportalen leider nur kaum was in dieser Richtung. Vielleicht sollten wir hier wenn die sprachliche Basis da ist, initiativ anfragen.

Das die Sprache ein absolutes Muss ist, steht außer Frage.
Ich sehe es ja selbst in meinem Wissenschftsalltag. Englisch ist zwar Amtssprache bei uns, da wir viele internationale Studenten und Gastwissenschaftler haben. Aber ohne die Landessprache zu beherrschen wäre man langfristig verloren.

Daher möchte ich nun nach vielen, vielen Schwedenaufenthalten endlich auch die Sprache lernen. Wobei ich dieses Jahr nicht in die praktische Übung komme, denn des geht ausnahmweise zum Trekking nach Island :D Nächstes Jahr wieder!

Ich bin jedenfalls gespannt auf die weiteren Ideen von Euch allen.

Viele Grüße
Katja

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Re: Weder Arzt noch Pflegerin ;-) Eure Einschätzung

Beitragvon Pink Panther2 » 11. August 2016 19:18

Hallo Nordbiene,

ich fahre Ende August nach Öland. Ich habe von deinem / euren Berufen schlicht mal gar keine Ahnung, da auf Öland aber viele Naturschutzgebiete sind die u.a. als UNESCO Weltnaturerbe ( so z.B. die Agrarlandschaft Südöland) eingestuft sind, frag ich mal ganz blöd nach einem Kontakt, wenn ich da bin. Wenns hilft ist gut, wenn nicht, war der gute Wille da.

VG


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