Was wenn die Familie nervt

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Hexenhäuschen
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Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Hexenhäuschen » 15. Oktober 2007 17:50

Hej janaquinn,

bravo - ich bewundere Dich. Du hast kein leichtes Leben, aber den Humor nicht verloren. Auch Deine Geschichten sind herrlich! Wann kommen diese als Buch?

Wünsch Dir ´ne schöne Woche.

Hexenhäuschen
Wenn die Zeit kommt, in der man könnte,
ist die vorüber, in der man kann.
Ebner-Eschenbach

Manty

Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Manty » 15. Oktober 2007 18:19

"Die Betonung liegt hierbei auf ICH kann das für MICH nicht nachvolziehen und könnte damit SELBER nicht leben."

Hm, was hättest du eigentlich gemacht, wenn es bei euch nicht harmonisch gewesen wäre, du aber deine Frau abgöttisch liebst! Also für die Liebe würden meine Eltern oder Schwiegerelten nun wirklich kein Hindernis darstellen. Eine Trennung käme da überhaupt gar nicht in Frage. Wo kommen wir denn da hin? Also irgendwo hat man ja ab einem gewissen Punkt auch sein eigenes Leben.

Zschirli

Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Zschirli » 15. Oktober 2007 18:25

Recht so, Jana!

Mit Schwiegermuettern ist das immer so ne Sache. Du nimmst ihnen immerhin den Sohn weg. (Und bei meiner kommt erschwehrend hinzu, dass der Sohn nun nicht mehr lebt - was natuerlich auch meine Schuld ist... aber lassen wir das.) Das kann manche Mutter einfach nicht hinnehmen - wer weiss, wie wir da mal sind. Alt grau alleingelassen ... :(

Werde auch dafuer wieder Verständnis haben und gute Worte und Ruhe und Zeit und Nerven zum Zuhören ... wenn der Abstand wieder stimmt (Mittwoch :lol: )!

Es ist ja nicht so, dass man die Schwiegerleute hasst ... aber manchmal ärgert man sich halt drueber und das muss dann eben irgendwo raus ... ist ja nicht bös gemeint ... nicht wahr?

Also haltet die Ohren steif, ihr geplagten Schwiegerkinder ...
und denkt an die guten Tage und daran, dass der Abstand ja gross genug ist (zumindest den grössten Teil des Jahres)!

Gruesse vom Drachenbändiger
Nicole

Storstadstjej

Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Storstadstjej » 15. Oktober 2007 23:03

Wobei ich ja sagen muss, ich wünsche mir einen Kerl mit ordentlichen Familienverhältnissen und lieben Eltern... Nach dem mich das Ex-Schwiegermoster tatsächlich vertrieben hat, habe ich mir geschworen mich nie wieder in einen Mann zu verlieben, der nicht "normale" Eltern hat und was passiert ... ich krieg einen ab dessen Eltern komischer als komisch und auch noch geschieden sind. Aber was macht man ja nciht alles für die Liebe ;-) Oder sollte ich froh sein, dass die Mutter nicht an ihrem Sohn hängt? Da kann ich ihn ihr eigentlich gar nicht wegnehmen. ;-)

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Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Laubfrosch/Lövgroda » 16. Oktober 2007 09:05

Manty hat geschrieben:Hm, was hättest du eigentlich gemacht, wenn es bei euch nicht harmonisch gewesen wäre, du aber deine Frau abgöttisch liebst!


Das kann ich mir nicht vorstellen, und ist auch in meinem Kulturkreis absolut nicht vorstellbar. Eine Frau die meine Familie nicht genauso achtet und liebt wie ich selber könnte ich niemals lieben, da sie ein wichtiges Teil in mir seelisch aussen vor lässt.

Manty hat geschrieben:Also für die Liebe würden meine Eltern oder Schwiegerelten nun wirklich kein Hindernis darstellen. Eine Trennung käme da überhaupt gar nicht in Frage. Wo kommen wir denn da hin? Also irgendwo hat man ja ab einem gewissen Punkt auch sein eigenes Leben.


Und genau dass ist das (in meiner Sicht) Problem der "aufgeklärten" heutigen mitteleuropäischen Sichtweise. Sowohl Eltern als auch Kinder steuern darauf hin ihre Leben ab einem gewissen Punkt zu trennen. Eltern meistens unbewusst, durch autoritäres Erziehungsgehabe und/oder übertriebenes Klammern - Kinder dann durch voreiliges "Frei sein wollen" oder Trotzreaktionen. Im ersten Moment ist das ja auch alles ganz toll, wenn man plötzlich tun und lassen kann was man will, und dann keinen mehr in seinen Einflussbereich hinein lassen muss (speziell nicht die Schwiegereltern). Auf die Dauer gesehen kappt man sich allerdings nicht nur ein Stück Bevormundung und Gängelung sondern auch ein Stück seiner selbst und seiner Geborgenheitsgeschichte ab, und das nunmehr unabhängig davon ob man es aus eigenem Antrieb oder dem Partner zu liebe tut. Kommt dann ein Moment (den ich niemandem von Euch wünsche) in dem es nicht mehr so rund läuft, fehlt plötzlich dieser Ruhe- und Auffangpunkt und man sehnt ihn sich zurück und muss (wenn es überhaupt noch geht) extrem viel für seine Rückkehr investieren. Und das geschieht dann auch nicht immer ganz vorwurfslos gegnüber dem "für den man die Beziehung geopfert hat". Das gilt übrigens absolut auch anders herum.

Eine große Familie fordert zwar ein bisschen mehr Kompromisse, aber bietet auch deutlich mehr Rückhalt.

Damit ich nicht falsch verstanden werde, es liegt bestimmt genau so oft an den Schwiegereltern wie den Schwiegerkindern. Solche Schwiegereltern sind in meinen Augen bedauernswerte "fast dumme" Menschen, da sie mit ihrem Kampf gegen das Schwiegerkind in erster Linie das Leben ihres eigenen Kindes belasten.

Zschirli hat geschrieben:Mit Schwiegermuettern ist das immer so ne Sache. Du nimmst ihnen immerhin den Sohn weg.


Ist es nicht auch manchmal (ich meine nicht Dich persönlich, dafür kenn ich DIch nciht gut genug) so? Z.B. nach dem Motto "Du musst Dich jetzt entscheiden ob Du es mir oder Deiner Mutter Recht machen willst" Sehen nicht auch viele junge Menschen (egal ob männlich oder weiblich) die größte Herausforderung einer jungen Partnerschaft darin sich gegenüber den Schwiegereltern kompromisslos zu profillieren um damit Eigenständigkeit zu demonstrieren oder eigene Vergangenheitsprobleme zu bewälltigen? Gibt es da nicht noch andere Wege?

Zschirli hat geschrieben:Das kann manche Mutter einfach nicht hinnehmen - wer weiss, wie wir da mal sind. Alt grau alleingelassen ... :(


Vielleicht sollten sich diesen Gedanken junge werdende Eltern mal öfter machren, dass Geschichte sich nun mal öfters durch die Generationen wiederholt. Und ein Kind welches eine intakte generationsübergreifende Familie erlebt hat, wird im Normalfall auch selber diese leben wollen.

Zschirli hat geschrieben:Es ist ja nicht so, dass man die Schwiegerleute hasst ... aber manchmal ärgert man sich halt drueber und das muss dann eben irgendwo raus ... ist ja nicht bös gemeint ... nicht wahr?


Zu nichts anderem wollte ich hier den Gedanken anregen!

Also nachdem das so ein Epos wurde, wünsche ich Euch allen einen etwas entspannteren Umgang mit Euren "Lieben".
Hejdå

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Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Laubfrosch/Lövgroda » 16. Oktober 2007 09:12

Das es auch in meinem (slawisch-balkanesischen) "Schema" keine Garantie für das ewige Glück gibt, muss ich leider gerade selber erleben, wobei ich da auch selber zum Teil mit dran Schuld bin. Ich hätte vielleicht in diesem Fall öfter auf meine Mutter hörern sollen und das zu Gunsten meiner Frau.

Aber das ist nunmal so, es gibt kein Patentrezept für das Glück, man kann nur versuchen es sich täglich aufs Neue zu erarbeiten und hoffen, dass es gelingt.
Hejdå

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Manty

Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Manty » 16. Oktober 2007 09:54

Ich will dir jetzt wirklich nicht zu Nahe treten européen, aber wir leben doch nicht mehr Anno Knips, wo die Eltern die Partner für ihre Kinder ausgewählt haben und man bei den Schwiegereltern um die Hand ihrer Tochter anhalten mußte und wo man nachts die Schlafanzüge zugenäht hat solange das Pärchen noch nicht verheiratet war.
Deine Gedankengänge sind interessant, aber ich muß dir sagen, daß ich auch etwas erschrocken darüber bin. Verlangst du von deinen Kindern auch, daß sie sich scheiden lassen sollen, wenn du nicht mit Schwiegertochter/sohn auskommst?
Irgendwie bin ich etwas entsetzt.
Im übrigen sollten Eltern ihren Kindern schon zutrauen, daß sie für sich den "Richtigen" wählen und sollten diesen vor allen Dingen dann auch akzeptieren.

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Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Laubfrosch/Lövgroda » 16. Oktober 2007 18:31

Manty hat geschrieben:Ich will dir jetzt wirklich nicht zu Nahe treten européen


Tust Du nicht, wie Du siehst gehe ich selber sehr offen mit dem Thema (wie auch allen anderen Theman) um, und dazu gehört dann auch ein kritischer Gedankenaustausch.

Manty hat geschrieben:, aber wir leben doch nicht mehr Anno Knips, wo die Eltern die Partner für ihre Kinder ausgewählt haben und man bei den Schwiegereltern um die Hand ihrer Tochter anhalten mußte und wo man nachts die Schlafanzüge zugenäht hat solange das Pärchen noch nicht verheiratet war.


Ich glaube dass ich in keinem Wort etwas derartiges schön geredet, geschweige denn gefordert habe. Natürlich soll, nein muss man sich den Partner selber aussuchen, aber was hat das damit zu tun auch seine Familie zu ehren?

Und sorry (auch ich will Dir jetzt nicht zu nahe treten) aber das Argument mit Anno Knips zählt für mich nicht, weil positive Werte wie Achtung, Aelbstachtung und Liebe für mich zeitlos sind.

Manty hat geschrieben:Deine Gedankengänge sind interessant, aber ich muß dir sagen, daß ich auch etwas erschrocken darüber bin. Verlangst du von deinen Kindern auch, daß sie sich scheiden lassen sollen, wenn du nicht mit Schwiegertochter/sohn auskommst?


Natürlich würde ich das wenn ich in der Situation wäre nicht verlangen, aber ich bin mir sicher, dass sich diese Frage gar nicht stellen würde, da ich bereit wäre mit der selben Achtung und dem selben Respekt auf meine Schwiegerkinder zuzugehen, den ich auch von ihnen erwarte. Und ein Kind von mir würde das auch nicht anders sehen, und mit einem Menschen der dieses nicht bereit ist zu geben auch nicht zusammen leben wollen, da es nichts anderes vorgelebt bekommen hat.

Manty hat geschrieben:Im übrigen sollten Eltern ihren Kindern schon zutrauen, daß sie für sich den "Richtigen" wählen und sollten diesen vor allen Dingen dann auch akzeptieren.


Das sollten sie auf alle Fälle, aber umgekehrt sollten vielleicht auch Kinder ihren Eltern nicht jede berechtigte Sorge als übles Gedankengut abtun und ihnen unterstellen sie würden ihnen eh nur ihr Leben aufoktruieren wollen

Es ist wie immer ein absolut beidseitiger Prozess.


PS: Ich hoffe wir sind jetzt nicht zu sehr OT geworden
Hejdå

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Manty

Re: Was wenn die Familie nervt

Beitragvon Manty » 17. Oktober 2007 12:59

"PS: Ich hoffe wir sind jetzt nicht zu sehr OT geworden"

ja, das glaube ich auch, schreibe dir auf PN noch eine Anwort, aber nicht mehr heute ...


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