Was ist für dich "typisch schwedisch"?

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mokka
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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon mokka » 27. März 2014 12:38

Das ist fuer mich t.ex. auch, dass die Leute viel leiser reden als in D. So immer wieder angenehm aufgefallen in Restaurants...
Die kleinen Lampen in nahezu jedem Fenster, das Post (caddy-) auto, das auf dem Buegersteig fährt; rechts gelenkt, damit der Postbote möglichst nicht aussteigen muss beim Briefeeinwerfen, die manchmal eigenwillige Verkehrsfuehrung oder auch Definition von Autobahn, omm. Ich find´s herrlich.

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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon BlekingeNina » 27. März 2014 22:16

Tuerverriegelungen, die in die falsche Richtung aufgehen, bei uns hatten schon viele (deutsche) Gäste Schwierigkeiten, aus dem Bad wieder herauszukommen :wink:

mokka
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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon mokka » 28. März 2014 10:03

Jaa und diese Knebelverschluesse als Fensterverriegelung!!!

Ach ja, was ganz anderes: Ich bin sehr unangenehm beruehrt von WIKIs Beitrag. Frauen in Spitzentangas auf der ersten Seite lassen an der Seriosität des Anbieters zweifeln. Was hat Prostitution mit typisch schwedisch zu tun?

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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon knut245 » 28. März 2014 10:22

mokka hat geschrieben:Ach ja, was ganz anderes: Ich bin sehr unangenehm beruehrt von WIKIs Beitrag. Frauen in Spitzentangas auf der ersten Seite lassen an der Seriosität des Anbieters zweifeln. Was hat Prostitution mit typisch schwedisch zu tun?


Da hat wohl nur jemand versucht, seine/eine Dienstleistung zu bewerben. Etwas an der Zielgruppe vorbei, würde ich schätzen...
Hier könnte auch etwas sinnvolles stehen, zum Beispiel ein Bier.

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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon mokka » 28. März 2014 10:30

Jahaa, deutlich.

EuraGerhard
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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon EuraGerhard » 28. März 2014 11:59

knut245 hat geschrieben:Da hat wohl nur jemand versucht, seine/eine Dienstleistung zu bewerben.

Hatte den Beitrag auch kurz nach Erscheinen schon gemeldet ...

MfG
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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon Gitti » 31. März 2014 23:05

Petergillarsverige hat geschrieben:Meine liebe Ehefrau, die beste aller Ehefrauen, meint in den schwedischen Speisen ist im allgemeinen zu viel Zucker.

Das stimmt. Ich habe sogar mal ´ne Begründung dafür bekommen, warum im Brot immer Zucker oder Sirup ist. Die lautete folgendermaßen: das Mehl war in Schweden früher etwas minderwertig. Damit das Brot aufging, brauchte man ein Hilfsmittel, sozusagen eine exta Gehhilfe für den Teig. Ob es stimmt weiß ich nicht. Es klingt doch einleuchtend. Ich backe mein Brot immer selbst. Da kann ich auch bestimmen, was drin ist - Zucker oder Sirup garantiert nicht :lol:
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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon HeikeBlekinge » 1. April 2014 09:23

Nun, die Erklärung hinkt.
Man hatte minderwertiges Mehl und puscht mit teurem Zucker auf? Eher unwahrscheinlich.
Auch mit dem Gehen hat das nichts zu tun.

Es ist halt eine Tradition in Schweden so zu backen. Schlichtweg so gewachsen.
Wer frueher vermögend war, konnte sich suessen Teig und Weissmehl leisten. Als dann die Schichten mehr und mehr verschwanden und auch der kleine Buerger sich den Zucker leisten konnte backten mehr und mehr suess.
Dazu kam, dass durch technische Weiterentwicklungen Zucker kostenguenstig hergestellt werden konnte: Aus heimischen Zuckerrueben und nicht mehr aus teurem Zuckerrohr. Er wurde zum Gemeingut. Skåne war und ist uebrigen DAS Zuckerruebenhauptanbaugebiet in Schweden. Im 20. Jahrhundert wurden neue Ruebensorten gezuechtet und der Anbau wurde einfacher.
Beispiel Deutschland: Nach dem 2ten Weltkrieg stieg der Zuckerkonsum rasant an! Die Leute wollten sich wieder was leisten, konnten es und Zucker/suess war nach all den Entbehrungen ein Nonplusultra. Ich habe mal von jemanden gehört, das seine Grossmutter ihm als Kind puren Zucker Esslöffelweise verpasste! Einfach weil man ihn hatte und nichts mehr entbehren wollte. Ja, das galt als stärkend und gesund!

Es gibt durchaus schwedisches (Roggen)Brot das ganz nach Sauerteigmethode gebacken wird. Lohnt sich aber nicht. Besonders seitdem nur noch Grossbäckereien in Schweden das Sagen haben. Zucker ist ein Geschmacksverbesserer, er wird gezielt in der ganzen Nahrungsmittelindustrie eingesetzt und wie ungesund dass ist, ist den Herstellern schlichtweg schnuppe. Hauptsache der Umsatz stimmt.
Langsam aber sicher wendet sich dieser Trend. Mehr und mehr Schweden kommen darauf, das Zucker kein Statussymbol mehr ist, und zudem sehr ungesund. Sie wollen gesundes Brot!

Doch solange das suesseste Kartell der Welt das Sagen hat, wird sich eher wenig am Zuckerverbrauch ändern. Leider.

lg
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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon Gitti » 2. April 2014 18:14

Danke für Deine Information, sie stimmt sicher. Doch eines ist wahr, Hefeteig geht besser, wenn etwas Zucker drin ist, dass weiß ich von meinem Schwiegervater, der war Bäckermeister. Deshalb habe ich die Erklärung, die ich mal von einer Schwedin dazu bekommen habe, auch geglaubt. :smt006
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Re: Was ist für dich "typisch schwedisch"?

Beitragvon BlekingeNina » 5. April 2014 12:44

Das grosse Interesse an "heminredning". Ich war mal in einer Krabbelgruppe, wo wir uns reihum bei den Eltern zu Hause getroffen haben. Da wurde jedes Mal eine Führung durchs ganze Haus veranstaltet und mehr über Einrichtungsstile, Möbel und Tapeten geredet als über die Kinder.

Noch eine Frage an alle: Haben die Leute nur hier im sonnigen Süden (Blekinge) so viel Angst vor der Sonne im Haus (da werden sofort die Markisen ausgefahren, sonst wird es ja eventuell zu heiss oder die Möbel bleichen aus :) ) oder ist das weiter im Norden genauso? Ja, wenns jetzt Spanien wäre...


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