Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich noch?

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Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich noch?

Beitragvon Auswanderer » 30. November 2006 11:52

Wie ich in einem anderen Thread erwähnt habe, habe ich Montag
wieder ein Telefoninterview (mit IKEA). Vielleicht kommt danach
wieder ein persönliches Interview. Vielleicht steht also wieder die
Entscheidung nach einem Umzug kurz davor.

Wie in anderen Diskussionen hier thematisiert, gibt es mehrere
Gründe, weshalb die Frage nach einem Umzug mehr oder weniger
unabhängig von der aktuellen Regierung beantwortet werden sollte.
Auf der anderen Seite soll man natürlich nicht außer Acht lassen,
was die neue Regierung getan hat und was sie noch vor hat.

Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass das, was sie tut, sich von dem,
was sie vor der Wahl gesagt hat, unterscheidet.

Wer kann über konkrete Änderungen (bereits geschehene oder
welche, die mit Sicherheit kommen werden) und deren Auswirkungen
berichten?
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.

---Stig Johansson

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Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon Skogstroll » 30. November 2006 13:13

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Kürzung der Leistungen bei Arbeitslosigkeit bei gleichzeitiger Anhebung der Beiträge
- Streichung einer Reihe von Vorteilen, wie z.B. der Möglichkeit, einen PC über den Arbeitgeber steuerfrei zu leasen
- Begrenzung der Grundsteuer und wenn ich mich nicht irre auch der Vermögenssteuer mit dem Ziel, letztere schrittweise abzuschaffen
- Begrenzung/Abschaffung des 2. Bildungsweges über Komvux. Generell wir Komvux wohl stark zurückgefahren.
- Einführung von Prüfungen ab der 3. Klasse (die bisher einzige Massnahme, der ich persönlich positiv gegenüberstehe)
- geplanter Verkauf mehrerer Firmen in Staatsbesitz, bisher jedoch noch keine Aussage, welche
- Steuersenkungen insbesondere der Spitzensteuersätze. Die kommunale Steuer ist jedoch in fast allen Kommunen (auch den bürgerlich regierten) unverändert geblieben.
- Abschaffung subventionierter arbeitsmarktpolitischer Massnahmen, z.B. "plusjobb"
- Forderung nach ärztlicher Krankschreibung ab dem 1. Krankheitstag. Das sehen aber selbst viele Arbeitgeber kritisch. Das Gesundheitssystem ist jetzt schon an seiner Belastungsgrenze.
- Kürzung der Laufzeit des "Rundfunk-Staatsvertrags" auf drei Jahre. Damit könnte er noch vor Ende der Legislaturperiode gekündigt oder neu verhandelt werden. Ein ziemlich offener Versuch, Einfluss auf die öffentlichen Medien zu nehmen.

Laut nachgedacht wird derzeit über den Ausbau auch der letzten geschützten Flüsse zur Energiegewinnung sowie über den Neubau von zwei Kernkraftwerken.

Das ist das, was mir so spontan einfällt.

Hälsningar,
Skogstroll

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Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon Auswanderer » 30. November 2006 15:10

Skogstroll hat geschrieben:- Begrenzung der Grundsteuer und wenn ich mich nicht irre auch der Vermögenssteuer mit dem Ziel, letztere schrittweise abzuschaffen

- Einführung von Prüfungen ab der 3. Klasse (die bisher einzige Massnahme, der ich persönlich positiv gegenüberstehe)


Sehe ich ähnlich. Meinst du mit "Grundsteuer" "fastighetsskatten"? Wenn
ja, ist das auch eine Art Vermögenssteuer. Im Prinzip denke ich, dass
man EINKOMMEN (egal woher, und alle Arten gleich) versteuern sollte,
nicht Vermögen---ob ich das Geld ausgebe oder anliege sollte meine
Sache sein (natürlich sollte man auf die Zinsen von Vermögen Steuern
zahlen).

Klingt nach einem Schreckenskatalog! Ich bin zwar persönlich von den
meisten Sachen nicht betroffen bzw. würde sogar davon profitieren, aber
es geht mir nicht darum, dass es mir besser geht, weil es anderen
schlecht geht. (Wenn ja, könnte ich Deutschland bleiben oder z.B. nach
England gehen.)

Wenn es heute Reichstagswahl wäre, wer würde gewinnen? Bereut
das Volk seine Entscheidung schon? :-|

Vielleicht sollten wir doch abwarten, ob die neue Regierung viele
der Gründe abschafft, weshalb wir überhaupt nach Schweden ziehen
wollten. Klar, es gibt trotzdem noch andere Gründe, aber die Frage
ist, was überwiegt.

Ich denke, wenn ich in Schweden genau so viel verdienen würde wie
hier, dann würde ich trotzdem auf jeden Fall hinziehen wollen. Wenn
ich aber weniger verdiene stellt sich die Frage, ob ich unter einer
bürgerlichen Regierung leben möchte. (Unter einer sozialdemokratischen
Regierung hätte ich kein Problem damit, weniger zu verdienen als in
Deutschland.)

Vor allem, weil der Schritt wohl endgültig sein wird, denke ich viel
darüber nach. Wenn wir jetzt nach Schweden ziehen, werden wir
wahrscheinlich für immer da bleiben, ob wir wollen oder nicht.

Vielleicht wäre es besser, Plan B zu Plan A zu machen, d.h. 10 Jahre
auf BAFöG-Niveau leben, um genug einzusparen, dass man zumindest
ein Einkommen ersetzen könnte. Dann könnten wir nicht nur mit
weniger Druck nach Schweden ziehen (allerdings etwas später, aber
das hätte auch den Vorteil, dass man vielleicht die längerfristige
Entwicklung abschätzen könnte), sondern auch irgendwo anders
hinziehen (statt des oder nach dem Umzug nach Schweden), wenn wir
wollen.

Da meine Frau sehr viele Sprachen spricht und Sprachlehrerin ist, kann
sie wahrscheinlich mehr oder weniger überall arbeiten. Ich könnte
in Prinzip überall arbeiten, bin aber so spezialisiert ist, dass es eher
Glückssache ist, wo eine Stelle, die für mich in Frage käme, frei
wird. (Obwohl ich auch in N, DK und NL suche, gibt es die meisten
Angegbote doch aus S, was für mich natürlich praktisch ist.)
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.



---Stig Johansson

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Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon Gottfried » 30. November 2006 15:45

Hej auswanderer!
Radio_Schweden hat geschrieben:Die neue bürgerliche Regierung geht ans Tafelsilber: Das Kabinett unter Fredrik Reinfeldt bereitet den Verkauf einer grossen Anzahl staatlicher Unternehmen vor. In den kommenden drei Jahren sollen Firmen oder Firmenanteile im stattlichen Wert von insgesamt 16 Milliarden Euro veräussert werden.

(Mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden)

Immerhin kannst Du jetzt auch SJ oder die Tunnelban kaufen! Das ging vorher nicht!
Ohne Quatsch.... Hanse hat es ,glaube ich, auch schon irgenwo geschrieben....dass ist nur eine neue Regierung. In 4 oder 8 oder 12 Jahren, was kommt dann? Politische Sicherheit gibt es nur in Diktaturen!
noch was anderes: Du hast da gepostet: "dass man zumindest
ein Einkommen ersetzen könnte." Das macht mich etwas stutzig. Mach dich mal schlau ueber die Pensionansprueche nach dem Tode des Sambo`s oder Ehemannes. Euch junge Leute, die noch keine ansprueche in Deutschland haben, sollten dass beachten.
Hej så länge


gottfried
Viele Grüsse

:smt024 Gottfried :smt024

Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen. (Heinrich Heine)

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Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon Skogstroll » 30. November 2006 15:54

Auswanderer hat geschrieben:
Wenn es heute Reichstagswahl wäre, wer würde gewinnen? Bereut
das Volk seine Entscheidung schon? :-|



Laut einer Umfrage von letzter Woche käme die bürgerliche Allianz auf 45%, rot-grün auf 51%, wobei die miljöpartiet (mp) eine eher geringe Rolle spielt.
Ja, mit Grundsteuer meine ich fastighetsskatt.
Hauptgewinner sind also gutverdienende Besitzer hoch taxierter Immobilien. Ist übrigens nicht meine Einschätzung, sondern die von Sveriges Radio.
Ansonsten glaube ich nicht, dass die Reinfeldt-Regierung Gründe abschafft, nach Schweden zu gehen. Es gibt eine Reihe von Argumenten für Schweden und eine Reihe dagegen, die wenigsten haben etwas mit mehr oder weniger kurzfristiger Politik zu tun. Ich bin jedenfalls nicht wegen der Grundsteuer nach Schweden gegangen. Regierungen kommen und gehen. Kaum jemand mag Reinfeldt, kaum jemand hat Persson wirklich lieb gehabt. Was solls, soll ich nach jeder Wahl umziehen?

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Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon Auswanderer » 30. November 2006 16:12

Gottfried hat geschrieben:Du hast da gepostet: "dass man zumindest
ein Einkommen ersetzen könnte." Das macht mich etwas stutzig. Mach dich mal schlau ueber die Pensionansprueche nach dem Tode des Sambo`s oder Ehemannes. Euch junge Leute, die noch keine ansprueche in Deutschland haben, sollten dass beachten.


In Schweden ist es doch eher so, dass jeder für sich und seine eigene
Rente genug verdient bzw. verdienen muss oder sollte. Von der
Witwenrente leben ist wohl nicht angesagt. Wie ich bereits erwähnt habe,
könnte meine Frau wohl immer und überall arbeiten. Wenn wir jetzt nach
Schweden ziehen, dann gehe ich davon aus, dass wir beide arbeiten. Falls
wir in Deutschland bleiben (wo meine Frau nicht arbeitet, weil wir von dem
Amt für Lehrerausbildung schikaniert werden; wahrscheinlich müssen
wir ihre Anerkennung einklagen, aber wer weiß, wie lange das dauert),
dann könnten wir vielleicht genug sparen, dass nach 10 Jahren ich nicht
mehr arbeiten müsste. Meine Frau würde aber noch arbeiten, daher
"ein Einkommen ersetzen". Ich meine nicht, genug zu sparen, um für
immer von den Zinsen leben zu können, sondern genug zu sparen, dass
man von den Zinsen und vor allem von der Substanz bis zum
Rentenbeginn durchkommen könnte (Substanz wäre dann aufgebraucht).
Rentenmäßig sieht es bei mir nicht so schlecht aus, so dass ich
zumindest in Schweden davon leben könnte, selbst wenn ich die
letzten paar Jahre nichts eingezahlt haben würde.

Da jeder von uns sein eigenes Einkommen und eigene Rente
verdienen würde, siehe ich kein Problem. Stirbt meine Frau,
haben wir weniger Einnahmen, aber auch weniger Ausgaben, weil
sie ja nicht mehr da wäre. (Gut, stirbt meine Frau gerade dann,
wenn wir wegen der Kinder mehr Geld brauchen, wird es etwas
schwieriger, aber ich KÖNNTE ja auch in Schweden arbeiten. Wenn
wir erst einmal da sind und meine Frau hat gearbeitet und stirbt
bevor die Kinder groß werden, werde ich schon irgendwie durchkommen.)
Sterbe ich, geht es meiner Frau noch besser, finanziell gesehen, denn
das Ersparte ist noch da, aber ich gebe nichts davon aus.
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Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon Auswanderer » 30. November 2006 16:42

Skogstroll hat geschrieben:Ja, mit Grundsteuer meine ich fastighetsskatt.
Hauptgewinner sind also gutverdienende Besitzer hoch taxierter Immobilien. Ist übrigens nicht meine Einschätzung, sondern die von Sveriges Radio.


Ja, klar. Wenn man eine Steuer kürzt, selbst wenn man sie
ungerecht findet, darf die Gegenfinanzierung (entweder durch
eine andere Steuer, oder durch die weniger Ausgaben) nicht noch
ungerechter sein.

In Prinzip bin ich nicht der Meinung, dass man die gutverdienende
Besitzer hochtaxierte Immobilien entlasten sollte. Aber a) JEDER
zahlt fastighetsskatten (klar, wer mehr Besitz hat, zahlt mehr),
zumindest jeder, der ein Haus hat, was in Schweden nicht so
ungewöhnlich und keinesfalls den Reichen vorbehalten ist und b)
warum soll der Milliardär, der ein großes Haus kauft, unter dem
Strich mehr Steuern zahlen, als der Milliardär, der von dem Geld
z.B. Luxusreisen unternimmt? Man sollte nur Einkommen besteuern,
aber alle Arten und alle Arten gleich.

Skogstroll hat geschrieben:Ansonsten glaube ich nicht, dass die Reinfeldt-Regierung Gründe abschafft, nach Schweden zu gehen. Es gibt eine Reihe von Argumenten für Schweden und eine Reihe dagegen, die wenigsten haben etwas mit mehr oder weniger kurzfristiger Politik zu tun. Ich bin jedenfalls nicht wegen der Grundsteuer nach Schweden gegangen. Regierungen kommen und gehen. Kaum jemand mag Reinfeldt, kaum jemand hat Persson wirklich lieb gehabt. Was solls, soll ich nach jeder Wahl umziehen?
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Klar, es gibt Gründe, die unabhängig von der Regierung sind. Klar,
selbst wenn sie alles schaffen, was sie vorhaben, ist es vielleicht
immer noch besser als in Deutschland. Klar, die Regierung ist vielleicht
irgendwann wieder weg. Klar, in Deutschland siehe ich keine
Perspektive.

Auf der anderen Seite, ist es schon eine große Entscheidung,
auszuwandern. Für alle bestimmt nicht, aber für mich war immer
EINER der Gründe, dass ich das sozialdemokratisch geprägte
Gesellschaftsmodell MAG. In so fern stellt sich die Frage, ob es
sich noch lohnt. (Klar, die hängt auch von anderen Sachen ab,
auch von dem konkreten Jobangebot, falls es dazu kommt.)
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Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich noch?

Beitragvon Auswanderer » 4. Dezember 2006 17:39

Heute Vormittag wieder ein Telefoninterview, wieder mit IKEA.
Mittwoch soll ich zurückrufen. :-)

IKEA scheint im Moment wirklich viele Leute einzustellen.

Ich war froh, dass alles (1 Stunde) auf Schwedisch gut ging. Beim
anderen Telefonat ging es nicht so gut (habe ich trotzdem
durchgestanden), das war aber mit einem Gotlander. Wie auf Deutsch und
anderen Sprachen gibt es Mundarten, die ich nicht so gut verstehe. :-( Es
ist natürlich auf jeden Fall leichter, jemanden zu verstehen, der einem
direkt gegenüber sitzt.

Ich bin also wieder dabei, darüber nachzudenken, ob es sich lohnt.
Ggf. ab Mittwoch noch mehr.

Freitag bin ich zur Entspannung in die Sauna gefahren, unter anderem
über diese Frage nachzudenken. Ich bin zu keinem Schluss gekommen,
habe aber meine Gedanken etwas geordnet. Als ich wieder nach Hause
fahren wollte, war mein Wagen weg. Ein Anruf bei der Polizei und
ich erfuhr, dass er abgeschleppt werden war, angeblich weil ich
(halb auf dem Gehweg geparkt, wo dies erlaubt ist) zu wenig Abstand
zum nächsten Grundstück bzw. Platz auf dem Gehweg gelassen habe.
Bin also eine halbe Stunde durch die Stadt zum Abschleppdienst, dann
eine halbe Stunde zum Geldautomat und zurück. Als ich den Wagen
wieder hatte, bin ich zum Tatort hingefahren und habe normal geparkt.
NIEMALS war zu wenig Platz da.

Selbst wenn zu wenig Platz gewesen wäre, dann würde ich mit einem
Strafzettel und Bußgeld einverstanden sein. Aber ich musste EUR 150
für das Abschleppen bezahlen. Wenn ich kein Geld vom Automaten
bekommen hätte, hätte ich auf der Straße bis auf die erste Bahn warten
müssen. Auf dem Weg dorthin bin ich auch angepöbelt worden, mitten
in der Nacht, von mehreren besoffenen Jugendlichen. Wo bleibt die
Verhältnismäßigkeit? Ich vermute, jemand beim Ordnungsamt schafft
seinem Kumpel beim Abschleppdienst die Aufträge und sie teilen sich
das Geld.

Der Wagen wurde kurz vor Mitternacht abgeschleppt, in einem
Wohngebiet. Ich habe nicht vor der Feuerwehrausfahrt geparkt und,
da es sonst keinen Verkehr gab, kann ich keine Verkehrsbehinderung
gewesen sein (selbst wenn der Abstand wirklich so klein war).

Dies ist die 14. solche Geschichte, die mir in den letzten Jahren passiert
ist, seitdem ich nach einem Auslandsaufenthalt (nicht in Schweden)
zurückgekehrt bin. (Zum Teil war diese Gegend wohl immer schlecht,
zum Teil ist Deutschland insgesamt schlechter geworden.) Einige der
anderen Geschichten waren viel schlimmer.)

Als ich zum Abschleppdienst hingelatscht bin, habe ich mich glaube ich
für Schweden entschieden. :-) Heute habe ich als jährlichen Bonus
mehr bekommen, als manche Leute als Arbeitslohn für ein Jahr
bekommen, und zwar für eine Vollzeitstelle. Aber ich will trotzdem
nach Schweden, denn schlechter als hier kann es nicht sein und kein
Geld der Welt kann einen von den Schikanen einer korrupten Verwaltung
und Justiz freikaufen. (Ich könnte auch sagen, dass ich nicht nur trotzdem
sondern gerade deshalb nach Schweden will, wo die Einkommen etwas
gerechter verteilt sind---obwohl ich natürlich weniger verdienen würde
(auf der anderen Seite könnte meine Frau in Schweden arbeiten; sie wird
gerade von einer Behörde schikaniert, was die Anerkennung ihrer
Berufsausbildung angeht).)

Trotzdem, vielleicht sollte ich mich nicht zu schnell umstimmen lassen. :-|

So etwas muss überlegt sein. :-|

Hier aus der Ferne ist es nicht immer leicht, zu beurteilen, was sich in
Schweden gerade ändert.

In diesem Zusammenhang wäre ich dankbar, wenn Leute, die in Schweden
wohnen oder gute Kontakte dorthin haben, hier in diesem Thread
REGALMÄSSIG darüber berichten könnten, was die neue Regierung
geändert hat, zum guten oder zum schlechten, nicht nur aber auch in
Bezug auf Finanzen, Steuern, Kinderbetreuung, Ausbildung usw.
Alla dessa dagar som kom och gick, inte visste jag att det var livet.



---Stig Johansson

Fischkopf

Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon Fischkopf » 4. Dezember 2006 21:16

Hallo Skogstroll!

In wie weit soll ab der dritten Klasse überprüft werden und was isr für dich positiv daran?

Bis dann
Fischkopf

glada

Re: Was hat sich seit der Wahl geändert? Was ändert sich no

Beitragvon glada » 5. Dezember 2006 02:14

@Auswanderer
Hab ich das jetzt richtig verstanden: Daß du nach Schweden auswandern wirst liegt daran, daß dein Auto abgeschleppt wurde? :shock: Ob das die richtige Entscheidungsgrundlage ist? :?


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