So, ich hab mich nun auch endlich mal dazu entschlossen, nach und nach einzelne Teile meiner gesammelten Skandinavienurlaubsberichte hier reinzustellen. Die jeweils ganzen Berichte wären viel zu lang, die Einzelteile werden aber auch schon viel Ausdauer erfordern.
Ich fang mal mit einer 5-Tages-Wanderung im vergangenen Sommer in Schweden an, inklusive Einleitung, zum besseren Verständnis.
Sommer 2007Am 19. Juli fuhr ich gleich morgens mit dem Zug nach Frankfurt, von wo ich mit SAS nach Stockholm flog. Am Flughafen Arlanda musste ich zunächst mein Gepäck abholen und durch den Zoll schleppen,hatte dann noch eine längere Wartezeit und kannte die diversen Terminals fast auswendig, als ich mich zum Gate für den Weiterflug nach Kiruna begab. Dort sprach ich eine allein wartende Frau an, da ich immer noch keine Auskunft über einen eventuellen Flughafenbus in Kiruna bekommen hatte. Die Amerikanerin aus New Mexico namens S. wusste selbst noch weniger als ich, musste aber auch irgendwie vom Flughafen ins Zentrum gelangen. Sie erzählte kurz, dass sie vorhabe, den ganzen (nördlichen) Kungsleden von Abisko bis Hemavan zu laufen und wir machten aus, dass wir uns am Gepäckband wieder treffen würden, um uns ggf. ein Taxi in die City von Kiruna zu teilen.
Nach einer etwas magenunfreundlichen Landung kamen wir um ca. 20:45 Uhr an und draußen war es angenehm kühl.
Wie geplant, traf ich S. bei der Gepäckausgabe und brachte an einem der wenigen Schalter im Flughafen in Erfahrung, dass es wohl keinen Flughafenbus geben würde. In der Zwischenzeit hatte sich noch ein jüngerer alleinreisender Deutscher zu uns gesellt, der ebenfalls ins Zentrum von Kiruna musste. Er war auch mit Rucksack unterwegs, wollte in den Sarek-NP und stellte gerade fest, dass ihm die am Rucksack befestigte Angel zwischen Stockholm und Kiruna abhanden gekommen war. Nachdem wir also beschlossen hatten, uns zu dritt ein Taxi zu teilen, trafen wir am Taxistand noch eine junge Schwedin, die auch in Richtung Kiruna unterwegs war, so dass wir letztendlich zu viert im Taxi saßen. Jeder hatte ein anderes Ziel und der Taxifahrer lud uns nach und nach ab. S. würde ich am nächsten Tag in Abisko wieder über den Weg laufen. So kam ich kurz vor 22 Uhr am STF-Hostel an, das ich bereits von früheren Aufenthalten kannte. Eigentlich hatte ich vorgehabt, diesmal das SVIF-Hostel auszuprobieren, doch war ich mit der Reservierung zu spät dran gewesen und hatte dort kein Bett mehr bekommen. Unglücklicherweise war die STF-Herberge auch randvoll und das von mir reservierte Bett befand sich in einem kleinen 4-Bett-Zimmer (Nr. 330) ohne Fenster! Als ich dieses betrat und natürlich das Licht einschalten musste, lagen dort bereits 2 Schlafende, die durch mich geweckt wurden. An der Rezeption versuchte ich, ein anderes Zimmer zu bekommen, doch vergebens. Ferner gab es nur ein WC inkl. Dusche für alle Zimmer auf demselben Flur. Nachdem ich draußen noch etwas Nordluft bei max. 10°C geschnuppert hatte und mich kurz in den Aufenthaltsraum gesetzt hatte, legte ich mich – zum Glück todmüde – bald hin und aufgrund der großen Müdigkeit konnte ich dann doch etwas schlafen.