Vorbereitung auf Schweden bei SFI

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Manona

Re: Vorbereitung auf Schweden bei SFI

Beitragvon Manona » 4. Januar 2011 17:26

Hallo!

Ich bin ein neuankömmling, derweilen nur hier im forum. im kommenden frühjahr
werde ich jedoch nach göteborg ziehen.
Natürlich möchte und muss ich die sprache lernen.dachte an einen SFI-kurs.
Wie lange habt ihr warten müssen, bis ihr in einen kurs gekommen seit?
Das interessiert mich auch bezüglig der personennummer, wie lange es dauert bis diese ausgehändigt wird. ahh und zu allerletzt, wohnungssuche in göteborg... wo kann man erfolgreich nach wohnungen suchen..?

sorry, falls ich die fragen in der falschen rubrik gestellt habe, oder diese schon tausendfach beantwortet worden sind ; )

grüße manona

Sams83
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Re: Vorbereitung auf Schweden bei SFI

Beitragvon Sams83 » 4. Januar 2011 20:11

Hallo,

ja das sind einige Fragen :-)

Zu Personnummer und SFI-Kurs:
Die Zuteilung der Personnummer variiert zeitlich meist zwischen 2 und 4 Wochen, in Ausnahmefällen auch kürzer oder länger...
Anschließend kannst Du direkt zur nächsten SFI-Stelle gehen und Dich anmelden, normalerweise machst Du dann einen Einstiegstest, in dem sie Dich auf das richtigere Niveau einstufen.
Die SFI-Kurse sind allgemein glaube ich so konzipiert, dass man jederzeit einsteigen kann. Also bei mir ging das dann jedenfalls direkt in der darauffolgenden Woche.

Ich fand den SFI-Kurs ganz nett, wesentlich habe ich dann aber eigentlich im täglichen Umgang gelernt. Der SFI-Kurs war jedoch ganz gut, um auch ein wenig Grammatik und nicht alles nur vom Hören-Sagen zu lernen :)

Zur Wohnungssuche in Göteborg muss Dir leider jemand anderes weiterhelfen, allgemein findet man schon mal welche über blocket.se.

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Re: Vorbereitung auf Schweden bei SFI

Beitragvon sven2107 » 4. Januar 2011 22:10

Ich kann den Film nicht sehen. User hat Konto gelöscht?? Steht da!

Ich habe auch 1998 einen SFI Kurs besucht, da lebte ich schon 2 Jahre in Schweden und habe Deutsch und Englisch gesprochen. Bis dann keiner mehr mit mir Deutsch reden wollte, dann ging es sehr schnell mit dem Schwedisch^^

Der Kurs bei uns war in mehreren Gruppen aufgeteilt. Im hintersten Kurs waren analphabeten bis hin zum ersten Kurs wo fortgeschrittene waren. Es kamen nicht ständig neue Leute dazu, waren eine Gruppe von Anfang bis Ende. Hatte das Gefühl, dass es mir als Deutscher sehr viel leichter gefallen ist mitzuhalten, es ist nicht schwer für einen Deutschen Schwedisch zu lernen.

Mein Kurs ging 1 Jahr und endete mit einer Prüfung, wo viel Grammatik vorkam. Lesen und schreiben.

Ach ja, die Prüfung konnten nur die im ersten Kurs machen. Man rückte immer einen weiter, jenach dem wie weit man war. Zum Glück konnte ich gleich im ersten starten :)

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Re: Vorbereitung auf Schweden bei SFI

Beitragvon Freddy » 4. Januar 2011 23:44

Bei uns in der Kommune, etwas östlich von Göteborg fangen die Kurse genau wie die Schule immer im Januar oder Anfang September an. Wenn die Kurse nicht gerade überbelegt sind kommt man auch später dazu. Schwierigkeiten gibt es hier bei den Abendkursen, sprich bei den Leuten die tagsüber eine Arbeit haben. während die Vormittagskurse in der Regel ohne Wartezeit sind.

Beim SFI machen sie am Anfang leichte Tests wenn sie merken, das jemand schon vorkenntnisse hat. Dadurch kam ich von A direkt nach C und habe auch heute noch ne riesige Vokabellücke an tagl. Gebrauchsgegenständen die nun langsam geschlossen wird.

Wartezeiten entstehen auch häufig dadurch, das meist die Anmeldefrist bereits abgelaufen ist, vielleicht solltest Du Dich deshalb rechtzeitig erkundigen sofern du schon weißt wohin du genau ziehst.

Manona

Re: Vorbereitung auf Schweden bei SFI

Beitragvon Manona » 5. Januar 2011 16:58

Vielen Dank für die antworten, hilft mir sehr weiter : )
Wie war denn so die Stimmung in euren SFI kursen?
Hab gelesen, es soll doch teilweise drunter und drüber zugehen..
haben sich bei euch dennoch lernerfolge eingestellt?
Versuche momentan ein bissl mit rosettastone zu lernen.

nun ja, ich werde sehen. sehr gut, dass diese kurse angeboten werden und jeder teilnehmen kann.
bekomme ich die personennummer auch, wenn ich noch keinen job habe?
ziehe mit meinem freund nach göteborg, er ist schwede.
Und sonst? wie habt ihr euch dort einleben können? war zuvor nur ein paar mal in schweden. des öffteren in malmö und sonst zu besuch in göteborg und umgebung. aber dort zu leben ist sicherlich noch etwas anderes : ) bin sehr gespannt!

grüße Manona

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Re: Vorbereitung auf Schweden bei SFI

Beitragvon Sams83 » 5. Januar 2011 17:53

Die Stimmung war sehr unterschiedlich, stark abhängig vom Lehrer und den anderen Mitlernenden.

War ein bisschen so wie in der Schule: Da gab es Lehrer, die sich gar nicht durchsetzen konnten und dementsprechend auch viel "zugelassen" haben, andere Lehrer haben mit Nachdruck darauf geachtet, dass es zum einen generell ruhig war und dass wir Schüler untereinander auch nur schwedisch sprachen. Bei denen lernte man dann auch viel mehr.
Mir hat der Kurs generell schon viel gebracht, wenn ich auch das Meiste meines Schwedischs auf der Arbeit durch Zuhören und Sprechen gelernt habe (war nun einmal die meiste Zeit in der Woche da)

An den zwei Abenden in der Woche beim SFI habe ich zum einen ein bisschen mehr Systematik in die Grammatik bekommen, zum anderen, und das war das wesentliche, glaube ich, viel Scheu verloren, schwedisch zu reden. Es mag zwar ein bisschen böse klingen, aber als ich merkte, dass ich eigentlich gar nicht sooo schlecht war, nämlich besser als viele andere im SFI-Kurs, die schon länger in Schweden wohnten, fiel es mir leichter, die Scheu vor dem Schwedisch-Reden gegenüber meinen Kollegen abzulegen.

Viel gelernt habe ich auch dadurch, dass ich den anderen Schülern (gegen Ende, als ich selber das Kursniveau-Ziel quasi erreicht hatte) viel erklärt/geholfen habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich manchmal eher noch die Probleme (z.B. beim Verständnis z.B. von Grammatikregeln) sah als die SFI-Lehrerin, für die halt vieles selbstverständlich war.
Das hat man auch gemerkt, als wir einen Franzosen als SFI-Lehrer (leider nur als Vertretung) hatten, der schon jahrelang in Schweden lebte. Er konnte viele Tipps geben, melodischer zu sprechen, Grammatik richtig zu verstehen, etc., eben weil er dies selber erleben und lernen musste.

Ich habe im ersten Kurs (bin auf C-Niveau eingestiegen) eigentlich nur schwedisch mit den anderen geredet, da dort hauptsächlich Osteuropäer sowie Südamerikaner waren, deren englisch auch nicht viel besser als das schwedisch war. Insofern ideal zum Schwedisch-Sprechen-Lernen!
Im nächsten Kurs (D-Niveau) fehlten mir zum einen nette Mitlerner (gab nur einige wenige, mit denen man in der Pause nett quatschen konnte), zweitens wurde dort auch recht viel auf englisch geredet (sowohl bei den Schülern untereinander als auch mit der Lehrerin, wenn irgendwas nicht verstanden wurde), das fand ich dann nicht so toll (und habe dann auch irgendwann abgebrochen).

Ich hoffe also für Dich, dass Du einen guten Kurs erwischst! Schaden kann es auf jeden Fall nicht.

Generell zum Einleben: Beobachte viel, versuche die "Gewohnheiten" der Schweden zu verstehen (Du wirst ja sicherlich schon von Deinem Freund einiges erfahren und erlebt haben), gehe offen und freundlich, aber nicht aufdringlich auf die Schweden zu. Vielleicht gibt es ja irgendein Hobby, dem Du nachgehen und dadurch Kontakte knüpfen kannst. Bei mir kamen viele gute und nette Kontakte zu Schweden und Nicht-Schweden hauptsächlich durch die Arbeit, den Chor und den SFI-Kurs zustande.

Hui, jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte...:-)...
Wünsche Dir auf jeden Fall einen guten Start in Schweden!

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Re: Vorbereitung auf Schweden bei SFI

Beitragvon Imrhien » 6. Januar 2011 13:55

Hej,
für einen guten Einstieg in die Sprache ist der SFI eigentlich unerlässlich. Man lernt viel an Grammatik, das man im normalen Leben vielleicht nur so am Rande mitbekommt und dann doch falsch macht. Der SFI ist auch ein guter Einstieg zum Sprechen. Man traut sich, weil alle anderen meist nicht besser, eher schlechter sind.
Ansonsten muss ich persönlich sagen, dass der SFI meiner Meinung nach eh nicht ausreichend ist. Wirklich gut wird man erst danach, im Alltag. Ich meine damit nicht, dass er unnötig sei. Im Gegenteil. Aber man darf nicht erwarten, dass man danach fertig ist. Ich bin sogar der Meinung, dass man ja mindestens den SAS auch noch machen muss, vielleicht sogar noch mehr. Das hängt aber davon ab was man möchte und wo man arbeitet. Für mich persönlich hätten weder der SFI noch der SAS gereicht, ich ärger mich aber auch über meine Fehler :)
Und ich merke, dass es für die Arbeit wichtig ist. Aber auch da gibt es grosse Unterschiede. Und natürlich gibt es Menschen, die auch ohne Kurs gut sind, wobei ich glaube, dass ein grösserer Teil mehr Kurse bräuchte. Es gibt auch in Deutschland Türken, die nach 20 Jahren im Land recht gut sprechen aber immer noch viele grobe Fehler machen und das weil sie nie einen Kurs besucht haben. So werden wir Deutschen vielleicht für die Schweden auch klingen...

Grüsse
Wiebke


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