von Deutschland nach Schweden auswandern

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mathias_

von Deutschland nach Schweden auswandern

Beitragvon mathias_ » 16. Januar 2008 21:34

Hallo aus Germany
Mein Name ist [...] und denke darüber nach mit meine Familie: 3 Kinder, 1 Frau, 2 Hunde [...] nach Süd-oder MidSweden auszuwandern.
Ich habe auch viele Fragen und hoffe auf direkte Antworten:
Wie ich las, hat Schweden 25 % Mwst, aber keine Lohnsteuer ?
Ich verdiene hier in Deutschland 3500€brutto und bin Alleinverdiener,
will ein schönes Haus kaufen, funktioniert das ?
Bekommt man Kindergeld ?
Gibt es eine Krankenkasse ? Arbeitslosengeld ? andere Soziale Unterstüzung im Ernstfall ?
Die Gewalttaten & Kriminalität, ist diese auch so hoch wie hier ?
Werden Neuankömmlinge besser aufgenommen als hier ?
Wie hoch sind die Energiekosten, steigend oder stagnierend ?
Kann man Hunde ohne weiteres mitnehmen ?
Ist die Schulbildung besser ( weniger als 20 Schüler pro Klasse )
Sind die Ausbildungs- und Arbeitschancen höher ?
Vielleicht habe ich was wichtiges vergessen, impfen oder ähnliches, bitte
Infos mitgeben. Das sind viele Fragen und daher bedanke ich mich im Voraus für die Hilfen,
wer Lust hat Urlaub kostenlos auf InformationsAustauschbasis [...] machen, bitte melden.
Zuletzt geändert von Dietmar am 5. Oktober 2015 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Imrhien
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Re: von Deutschland nach Schweden auswandern

Beitragvon Imrhien » 17. Januar 2008 10:38

Hallo und Willkommen,

wie immer bei so etwas :) viele Deine Fragen wurden hier schon beantwortet. Ich kann verstehen, dass die Suche aufwendig ist, aber versuche es bitte trotzdem.
Und, um genauere Antworten geben zu können, ist es wichtig mehr von Euch zu wissen.
Eine Frage, die bsp auch das Kindergeld klären würde, bist Du weiterhin in Deutschland, also bei DHL beschäftigt oder in Schweden bei einer Niederlassung? Ich meine damit nicht den Arbeitsort, sondern den Vertrag und den Arbeitsgeber. Denn wenn Du in Deutschland angestellt bist, sieht alles ganz anders aus.
Solltest Du in Schweden angestellt sein, dann ist es so, dass Deine Familie und Du jeweils eine Personennummer (auf Antrag beim Skatteverket) bekommt. Damit seid Ihr in der gesetzlichen Krankenkasse (es gibt quasi nichts anderes). Die kostet nichts extra, die ist Steuerfinanziert. Ausserdem bekommt Ihr den barnbidrag also Kindergeld. Das ist in etwa grob gerechnet 5 € weniger als in Deutschland, bei einem Kind. Die Differenz könntet Ihr in Deutschland beantragen, sie steht einem zu. Ob sich der Aufwand lohnt, das muss jeder selber wissen.
Soziale Unterstützung im Ernstfall? Hm, da bin ich nicht sicher. Soweit ich weiss ist das ähnlich wie in Deutschland, man muss eine gewisse Zeit gearbeitet haben... Und in manchen Berufen lohnt sich der Beitritt zu einer Gewerkschaft (hier sehr verbreitet). Ganz sicher versprechen kann ichs nicht, (kann das jemand bestätigen?) aber soweit ich weiss, ist man damit auch automatisch in einer Versicherung für die Arbeitslosigkeit, also man bekäme darüber Geld.
Ein Haus kannst Du kaufen, es ist allerdings um die Ballungsgebiete recht teuer. Im Vergleich mag es noch gehen.. keine Ahnung wo Du jetzt wohnst :)
Auf alle Fälle bräuchtest Du für einen Kredit einer schwedischen Bank mindestens 25% Eigenbeteiligung und einen festen Arbeitsvertrag, also auch nicht zeitlich begrenzt.
Zur Schule gab es auch schon sehr viele Beiträge. Im allgemeinen kann man aber wohl sagen, dass die Kinder, je Jünger sie sind, es um so besser wegstecken. Möglich ist aber vieles. In den Schulen sind in der Regel engagierte Mitarbeiter und die Kinder haben die Möglichkeit nebenher einen Sprachkurs zu machen, wie Ihr auch. SFI oder vielleicht für Kiner unter 16 was anderes. Da muss man sich vor Ort erkundigen.
Was Du in Schweden verdienen wirst weiss ich nicht. Es könnte weniger sein... Aber nur mal als Info, in Schweden ist es normal, dass beide Elternteile arbeiten. Und das meist nicht ohne Grund. Viele Familien brauchen zwei Gehälter. Was macht Deine Frau? Könnte sie machen? Es ist aber nicht so, dass man von einem Gehalt gar nicht leben kann... es kommt halt drauf an, wie hoch es ist.
Hunde könnt Ihr mitnehmen- Da müsst Ihr Euch rechtzeitig bei einem Tierarzt um die nötigen IMpungen und sowas kümmern. Da gibt es viele Beiträge hier und auch links zu den Infos. EInfach mal suchen.
Die Schulbildung wurde hier schon stark diskutiert. Die Einen sagen sie ist besser. Andere sagen, dass das nicht sitmmt. Macht Euch ein eigenes Bild, wenn möglich. Besucht Schulen und fragt sie. Aber genau kann Euch das wohl niemand sagen. Ich habe bisher fast nur Sachen gehört die mir besser gefallen. Die Schlechten von hier, die kenne ich aus Deutschland auch genauso. Aber meine Kinder sind auch noch nicht in der Schule. Der Kindergarten gefällt mir schon mal viel besser.
Neuankömmlinge werden in der Regel neutral bis freundlich aufgenommen. Es ist nicht so, dass sie hier auf uns warten. Aber sie sind auch nicht direkt offen feindlich. Das heisst nicht, dass sie vielleicht anders denken.... das merkt man vielleicht erst später. In der Regel sind aber alle sehr freundlich und hilfsbereit. Zumindest in der ANfangszeit. Irgendwann sollte man sich auch erkenntlich zeigen und sich integrieren damit es so bleibt. Ob das gelingt hängt von einem selber, den Leuten in der Gegend in der man wohnt und vielleicht manchmal auch dem Glück ab. Man muss aber immer was dafür tun. Sprache lernen z.B. :)

So, das waren jetzt viele Infos. Wie gesagt, schau mal in der Suche und stelle die Fragen konkreter, dann kann man besser einschätzen welche Antworten was taugen.

Grüße
Wiebke

Storstadstjej

Re: von Deutschland nach Schweden auswandern

Beitragvon Storstadstjej » 17. Januar 2008 13:32

Hallo,

um Dir eine ungefähre Vorstellung von dem Land zu machen, empfehle ich Dir das Lesen älterer Themen in diesem und anderen Schwedenforen. Da bekommt man ein ungefähr realistisches Bild - aus dem Querschnitt aller Meinungen. Einige Fragen würden sich für Dich automatisch beantworten, dafür neue, eigentlich interessantere, auftauchen.
Um es mit einem Satz zu sagen:
Schweden ist genauso sch* wie Deutschland und ... auch genauso schön!

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Re: von Deutschland nach Schweden auswandern

Beitragvon Skogstroll » 17. Januar 2008 14:34

Hej Matthias,

wie Imrhien schon schrieb, vieles wurde schon ausgiebig diskutiert, stöber am besten einfach etwas rum. Ein paar Antworten in aller Kürze:
Natürlich gibt es eine Lohnsteuer, die einen kommunalen Anteil enthält und deshalb in jeder Kommune etwas anders ist. In Gällivare zahlt man z.B. 32%. Die Steuer ist progressiv, für Anteile über einem bestimmten Betrag (ich glaube 33000kr) sind über 50% fällig. Darin enthalten sind Kranken- und Rentenversicherung.
Die Leistungen der Krankenkasse sind vergleichsweise gering, der Zahnarzt muss komplett privat bezahlt werden, Kinder und Jugendliche sind allerdings frei. In den dünner besiedelten Gegenden kann die medizinische Versorgung ein echtes Problem sein.
Dein Gehalt in Deutschland ist nicht ganz schlecht, es wird in Schweden vermutlich niedriger ausfallen, wobei das gefälle Stadt-Land erheblich sein kann, sowohl beim Gehalt als auch bei den Kosten.
Das Arbeitslosengeld kannst du eine gewise Zeit mit nach Schweden nehmen, danach gibt es Leistungen nur, wenn du eine gewisse Zeit in Schweden gearbeitet hast.
Was Kriminalität betrifft, so hat Schweden europäisches Niveau, besonders in den Balungsräumen. Den besten Eindruck bekommt man, wenn man die Lokalzeitungen im Internet liest.
Glaubt man der PISA-Studie, so ist das Bildungssystem in Deutschland bedeutend besser. Hat man grosses Glück, kommen die Kinder in einer kleinen Dorfschule mit kleinen Klassen unter. Solche Schulen werden aber auch hier reihenweise geschlossen.

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