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Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 2. Juli 2013 15:20
von svenska-nyheter
In einem wegweisenden Urteil hat das Oberste Verwaltungsgericht den Hausunterricht aus religiösen Gründen ausgeschlossen. Damit ist in dem Aufsehen erweckenden Fall einer jüdisch-orthodoxen Familie, die ihre Kinder zu Hause unterrichten will, die letzte Rechtsinstanz in Schweden ausgeschöpft.

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Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 2. Juli 2013 16:30
von Auswanderer
Richtig so! Keine Parallelgesellschaften!

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 2. Juli 2013 20:09
von Petergillarsverige
Also müssen diese Juden aus Schweden fliehen. In Deutschland blüht ihnen das Gleiche.

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 3. Juli 2013 08:58
von knut245
Wieso fliehen? Es verfolgt sie doch niemand. Sie sollen sich nur an das demokratisch legitimierte Gesetz halten. Das ist doch wohl nicht zu viel verlangt. Wenn man anfängt, Religionen über die Gesetze zu stellen, die sich eine Gesellschaft gibt, endet man irgendwann als Taliban...

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 3. Juli 2013 09:36
von Petergillarsverige
Ich finde es nicht richtig Kinder zu Hause zu schulen statt in der Schule. Die Kinder brauchen auch die Auseinandersezung mit anderen Kindern und auch abweichende Meinungen. Deshalb können Gruppen wie orthodoxe Juden eigene Schulen betreiben, in denen sie eine gewisse Freiheit in Bezug auf den Lehrplan haben. Ohne das Thema Freischulen nochmal aufgreifen zu wollen.
Hier in Deutschland wurden aber schon Eltern von 9 Kindern ins Gefängnis gesteckt, weil sie ihre Kinder zuhause unterrichtet haben. Das ist unverhältnismäßig und es sollte versucht werden die Eltern zu bewegen die Kinder auf Freischulen zu schicken. Dazu kann man die entsprechende Gemeinschaft mit einbinden.
Wir lassen damit keine Parallelwelten zu, sondern geben zu, dass diese existieren. So lebe ich sicher in einer "anderen Welt" als du, Auswanderer.

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 3. Juli 2013 10:19
von Auswanderer
Eine Freischule, wo man Unsinn unterrichtet, ist doch ein Feigenblatt. Schlimmer als Homeschooling, denn hier wird der Eindruck erweckt, die Kinder gehen doch zur Schule, ist alles nicht so schlimm.

Eltern ins Gefängnis? Muss sein, wenn kein anderes Mittel reicht. In solchen Fällen kommen erst Warnungen, dann Bußgelder usw.

Warum nicht Freischulen, die von Taliban betrieben, damit die Migranten auch gerne zur Schule gehen? Das Problem ist, wenn eine Gruppe seine eigenen Schulen hat, dann wollen alle.

Ohne das Thema Waldorfschulen in Deutschland aufgreifen zu dürfen.

Die brennenden Autos in Schweden zeigen, dass Parallelgesellschaften nicht funktionieren.

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 3. Juli 2013 15:33
von Petergillarsverige
Das sollte man doch etwas differenzierter sehen.

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 3. Juli 2013 15:51
von Auswanderer
Es gibt eine allgemeine Schulpflicht. Das ist differenziert genug. Religion steht nicht über dem Gesetz. Das ist differenziert genug. Wer das nicht mag, soll "fliehen". Schade um die Kinder, die keine Wahl haben.

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 4. Juli 2013 08:06
von EuraGerhard
Petergillarsverige hat geschrieben:Hier in Deutschland wurden aber schon Eltern von 9 Kindern ins Gefängnis gesteckt, weil sie ihre Kinder zuhause unterrichtet haben.

Aber nur dann, wenn mehrere straflose Aufforderungen, die Kinder in die Schule zu schicken, sowie Bußgelder und gerichtlich verhängte Geldstrafen nichts bewirkt haben. Bei solch extrem renitenten Eltern ist die Gefängnisstrafe als letzte Eskalationsstufe, ebenso wie der Entzug des Sorgerechts, meiner Meinung nach gerechtfertigt.

MfG
Gerhard

Re: Kein Hausunterricht für jüdisch-orthodoxe Schüler

Verfasst: 4. Juli 2013 10:21
von Petergillarsverige
Mit dem Ergebnis, dass die Familie nach Amerika geflohen ist.

Der richtige Weg ist das nicht, da sind Freischulen besser.

Ich hab mal an einer Freischule unterrichtet. Das war eine Schule für die intelligentesten Kinder von Deutschland. Ein Gymnasium bei der die Schüler in der Regel 2 Klassen übersprungen haben. Sie lernten 4 Frendsprachen. Unterricht von Montag bis Samstag, bei verkürzten Ferien. Die konnten mit 14 Jahren die komplexesten technischen Mechanismen begreifen, LHC z.B., über Kant, Kritik der reinen Vernunft, diskutieren und nebenbei Sport treiben.
Solche Kinder musst du in einer Freischule (Schule in freier Trägerschaft) unterrichten und in einem Internat zusammen fassen, damit sie überhaupt noch ebenbürtige Gesprächspartner hatten.
Das ist eine Parallelgesellschaft.
Das gibt es auch für Sportgymnasien oder in Musik.
Daher - etwas differenzierter Denken.