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Rechnungshof: „Streitkräfte überschätzt“

Verfasst: 19. April 2011 10:39
von svenska-nyheter
Bei Naturkatastrophen wie Stürmen oder größeren Waldbränden können sich die Gemeinden und Regionen nicht auf die Hilfe der Streitkräfte verlassen. Zu diesem Schluss kommt der Staatliche Rechnungshof nach einer Überprüfung der Möglichkeiten der Streitkräfte im Ernstfall. Demzufolge haben die Streitkräfte eine wichtige, aber undeutliche Rolle bei der Krisenbereitschaft.

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Re: Rechnungshof: „Streitkräfte überschätzt“

Verfasst: 20. April 2011 19:49
von Blåbärtroll
Wenn dem so ist, das die Streitkräfte nicht die ausreichenden Ressourcen haben, wer dann?
Wo doch gerade jetzt die Gelder bei den Hilfsorganisationen vom MSB (ungefähr übersetzt mit Amt für Gesellschaftsschutz und Bereitschaft) recht großzügig gekürzt wurden und werden.
Statt dessen bekommt der Pistolenschützenverein ein vielfaches der früheren finanziellen Unterstützung.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt oder ...? 8)

Eine so starke Ressource wie vergleichsweise den freiwilligen Katastrofenschutz in Deutschland gibt es in Schweden nicht.
Da kommen mir spontan die Gedanken um das Gesetz von Jante (Jantelagen) in den Sinn, wo es z.B. heißt:

"Tror inte att vi bryr oss om dig!" "Glaube nicht, dass wir uns um dich kümmern!"

Das Gute bei der Sache ist, dass es auch in Schweden engagierte Menschen gibt, die trotz finanzieller Kürzungen
nicht den Kopf in den Sand stecken - im Gegenteil.
Diese Leute lassen sich ausbilden und sind Mitglieder in freiwilligen Ressourcen-Gruppen (FRG - frivillig ressurs-grupp). Sie haben zum großen Teil keine eigenen Fahrzeuge und Technik, sondern unterstützen den Rettungsdienst mit seiner Technik (Wasserpumpen, Löschtechnik usw.)

Mal sehen, wie das MSB und die Kommunen beim nächsten Großschadensereignis reagieren.
Es muß immer wieder erst die K.... am Dampfen sein bis ein Umdenken einsetzt.

Mit freundlichen Grüßen

der Blåbärtroll