viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

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Storstadstjej

Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon Storstadstjej » 12. September 2007 08:48

Skogstroll hat geschrieben:n. Da aber Komvux immer mehr beschnitten wird, sichert man sich dort immer mehr jeden Schüler, dessen man habhaft wird, und führt als Voraussetzung für den SAS-Kurs einfach SFI ein, womit man den Schüler ein bis zwei Jahre länger bei sich hat.
Lokale Abweichungen sind möglich, aber der Trend geht dorthin.


Hihi, da bin ich doch wieder mit dem Skogstroll gleicher meinung :-P

Genau aus dem oben beschriebenem Grund kann man das Recht auf einen Einstufungstest. Ebenfalls aus dem oben beschriebenem Grund, Mehrarbeit und Unkenntnis wird dieser einem recht wahrscheinlich ersteinmal verweigert. Man bekommt zumindest einen seeehr eigensinnigen, fragenden Blick.

Lokale Abweichungen - ja, klar, auch qualitativ. Zuletzt kam im TV eine Sendung, in der relativ deutlich wurde, was man als Flüchtling für Blödsinn mit diesen SFI-Kursen treiben kann - und wie wenig die Komvux daran interessiert ist, diesem Betrug ein Ende zu setzen (Absichtliches durchfallen zugunsten des Bidrag den man während der SFI-Kurse bekommt). Letzteres spricht sehr für die Erklärung, die SKogstroll geliefert hat.

Ole Svensom

Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon Ole Svensom » 14. September 2007 07:47

Hallo Biker81

Wie du sehen kannst ist nicht nur die Qualität der SFI Kurse unterschiedlich, auch die der "gut gemeinten" Ratschläge hier variiert sehr stark.
Ich melde mich erst an dieser Stelle, weil das typisch deutsche gequängel von wegen "ich hab aber Recht" mir in letzter Zeit dieses Forum vermiest.
Wir leben nun bald ein Jahr in Schweden. Und unsere Erfahrungen schwanken von "nach wie vor begeistert" bis hin zu " na sooo unterschiedlich sind die hier ja dann doch nicht!"

Wie kannst Du, oder besser ihr aus den Ratschlägen der anderen nun ein Fazit ziehen?

GAR NICHT!

Ich bin der Meinung, jegliche Art der Vorbereitung in Deutschland, nimmt euch etwas Arbeit, und vor allem Zeit, ab die ihr hier einsparen könnt um euch um wichtigere Dinge zu kümmern.
Wir bekamen den SFI Kurs bereits nach 4 Wochen zugesagt. Drei Lehrerinnen hatten ein sehr unterschiedliches Potential. Eine war absolut von ihrem Job überzeugt und riss die Schüler regelrecht mit, eine andere riss eher mühselig ihre Arbeitsstunden runter und gab uns nahezu nur Selbststudiumsaufgaben auf. Ein Nachteil in unserem Kurs war, das die Schüler permanent wechselten und somit das Niveau nahezu bei "Urlaubsschwedisch" blieb. Dennoch empfehle ich den Kurs, bekommt ihr doch hier warscheinlich den ersten regelmäßigen Kontakt zu anderen Schweden.
Wir haben es vorgezogen, nicht in ein deutsches Ghetto zu ziehen. Hier in Schweden findet ihr bereits Regionen die " fest in deutscher Hand " sind. Das ihr hier weder das Land noch die Menschen kennen lernen werdet, sollte klar sein.
Jönköpping ist eine ziemlich große Stadt ( für schwedische Verhältnisse) und hat ähnlich wie Duisburg einen sehr großen Ausländeranteil. Von einer Freundin die in Jönköping wohnt habe ich erfahren, das es hier recht schwierig ist einen Job zu bekommen, wenn der Name nicht schwedisch klingt. Dies gilt im übrigen auch für andere Regionen.

Als wir in unser Dorf gezogen sind, haben wir versucht, so viel Kontakt wie möglich zu den hier lebenden Schweden aufzunehmen. Netter Gruß hier, an Veranstaltungen teilnehmen usw. Und die Tatsache das die Schweden mindestens genauso neugierig sind wie wir, hat uns damals in erste Gespräche eingebunden aus denen dann über die Zeit Freundschaften wurden. Wenn es etwas im Dorf zu tun gab, haben wir unsere Hilfe angeboten. Das hat uns sehr gut integriert. Ich muss dazu sagen, das es in einem 150 Einwohner Dörfchen sicherlich etwas einfacher ist als in der Stadt. Wenn man sich daneben benimmt, ist man in einem Dorf aber sofort " unten durch" soviel zum Vorteil einer Stadt.

Wir haben einige Auswanderer kennengelernt. Beim Forumstreffen im Juli konnten wir gespannt den Ausführungen aller lauschen. Und siehe da, die Meinungen gingen von " Super, Schweden, ole ole" bis hin zu " was sind das doch für Rassisten.

Was für Euch davon in Zukunft zutrifft?

Kommt nach Schweden und macht Eure eigenen Erfahrungen, euren Weg und erlebt dieses Land, das mindestens genausoviele Fasetten hat wie jedes andere auch.
Wie ihr dieses Land erleben werdet liegt einzig und allein an Euch selbst.

Ich wünsche Euch beiden alles erdenklich Gute und hoffe, das ihr euch von den hiesigen Forumsmiesepeter nicht von Eurem Traum abbringen lasst!

Für diesen Satz wird man mich wieder lieben!
mal sehen wie oft der zitiert wird

Frank

jörgT
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Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon jörgT » 14. September 2007 18:31

100% Zustimmung, Frank!
Was hier in letzter Zeit so abgeht, ist auch mir zuviel. Da verzichte ich oft darauf, mich zu beteiligen ...
Jörg :?

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Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon Biker81 » 23. September 2007 05:05

Natürlich werden wir uns die Zeit nehmen die wir brauchen. Wir haben uns letztes Jahr dafür entschlossen und werden alle Dinge abklären, welche uns vor Fragen stellt.
Außerdem wollen und werden wir nicht blind ins Unglück stürzen, wie es ja reichlich in den TV-Serien gezeigt wird.
Die Sprache, ein Job und eine Wohnunterkunft das muß vorher schon geklärt sein.

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Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon stavre » 23. September 2007 11:32

darf ich auch noch was zum sfi-kurs dazutun.

ich hatte in D in verschiedenen städten vhs-schwedisch-kurse,da nach dem ersten kurs viele abgesprungen sind und der kurs mangels beteligung ,nicht weitergeführt wurde.also nächste stadt,wo ein folgender kurs angeboten wurde.es war sehr "beschwerlich".so habe ich nach vier vhs-kursen in vier verschiedenen städten soviel mut gehabt um in schweden schwedisch zu sprechen.es hat noch ein weiteres jahr gedauert,bis wir dann hier her gezogen sind.ich wollte unbedingt hier noch zum sfi gehen,um zu wissen ,ob ich mit meinem schwedisch zurecht komme.da wurde ich gleich in den b-kurs gesteckt,da im a-kurs einwanderer aus ländern mit "anderen schriftzeichen"war(thailand,indonesien,iran,irak,rußland,afghanistan).wir hatten "schwedisch",nur pro tag 1 schulstunde.sonst alles andere.aber es wurde die ganze zeit nur schwedisch gesprochen.nach drei monaten hat mir der kurs nichts mehr gegeben.ich habe mit der leiterin ein übereinkunft geschlossen,daß wenn ich will,die prüfung jeder zeit machen kann.da ich sie aber nicht brauche,werde ich sie auch nicht machen.ich komme auch so sehr gut zurecht.jeder kennt uns hier in der gemeinde.wissen ,daß wir aus tyskland kommen .ich werde jetzt schon zum übersetzen gerufen oder gebeten.
will damit sagen,wenn man will,kann man sich in D auch sehr gut vorbereiten und den rest in schweden machen.wenn man erst mal hier ist,MUß man ja schwedisch sprechen.so lernt man jeden tag dazu.


so daß wars.
schönen sonntag noch allen

elke

Storstadstjej

Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon Storstadstjej » 23. September 2007 12:39

stavre hat geschrieben:will damit sagen,wenn man will,kann man sich in D auch sehr gut vorbereiten und den rest in schweden machen.wenn man erst mal hier ist,MUß man ja schwedisch sprechen.so lernt man jeden tag dazu.


Ja, das kann man. Hat bei mir 3/4 Jahr an einer Sprachschule gedauert. Bin gar nicht erst in den SFI reingekommen, nach einem kurzen Gespräch bat mich die Dame doch eher den Komvux einstufungstest zu machen.

Das, womit ich nicht einverstanden bin ist, dass man hier Schwedisch sprechen muss. Je nach Job/Arbeitsumständen und den eigenen Vorraussetzungen kann man in der Tat mehrere Jahre hier leben und ein wesentlich schlechteres Schwedisch sprechen als ich nach fast einem Jahr in Schweden :-O Ja, ich habe ziemlich gestaunt und dabei spreche ich alles andere als perfekt. Es gibt in allen Ländern Auswanderer die in ihrem eigenen Vakuum leben, Kleinchina, Kleinvietnam, Kleiniran, Kleinpolen, Kleinrussland und ... Kleindeutschland. In Sachen Integration sind die Deutschen, jedenfalls aus meiner Beobachtung heraus nicht unbedingt besser als die gerade wegen Integrationsproblemen kritisierten Einwanderer aus dem Nahen Osten. Es fällt einfach nicht so auf, weil die Deutsche Kultur einfach der Schwedischen viel ähnlicher ist.
Lange Rede kurzer Sinn - hat man nicht vor in seiner kleinen deutschen Welt mitten in Schweden zu leben, muss man AKTIV etwas für seine Sprachkenntnisse tun. Und im Unterschied zum "Vorlernen", was meiner Meinung nach nur richtig gut funktioniert, wenn man einen guten Sprachkurs belegt, gibt es beim lernen nach dem Umzug vielerlei Möglichkeiten. Da muss man sich selbst kennen und auslöten, was für einen selbst funktioniert. Der eine wird in die Welt hinausgehen, Menschen treffen, mit ihnen sprechen, zunächst gebrochen und zunehmend immer besser, der andere ist vielleicht etwas verschlossener und zaghafter - demjenigen kann ich nur den Besuch eines Kurses auch hier im Lande, ans Herz legen. NUR WEIL MAN IN SCHWEDEN LEBT, LERNT MAN NICHT AUTOMATISCH SCHWEDISCH!

Skogsinspector

Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon Skogsinspector » 17. Oktober 2007 20:51

Hallo an alle Schwedenexperten!

Mein Mann ist Forstwirtschaftsmeister (Skogsinspector) und wir haben erfahren, dass man mit diesem Beruf gute Chancen in Schweden hat.
Kann jemand das bestätigen?
Weiterhin habn wir Interesse daran, evtl. einen Bauernhof in Schweden zu kaufen zur Produktion von Ziegenkäse und zur Pferdehaltung.
Was haltet ihr davon?

Das sind übrigens erstmal unsere Ideen, dass da noch erhebliche Planung erforderlich ist, dass wir schwedisch lernen müssen und dass noch viel Zeit ins Land gehen kann, das ist uns klar.

Ich hoffe auf eure Antworten! Viele Grüße, Nina

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arnoandrea
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Re: viele Fragen zwecks Auswandern, wer kann helfen?

Beitragvon arnoandrea » 3. Januar 2009 00:26

Skogsinspector hat geschrieben:Hallo an alle Schwedenexperten!

Mein Mann ist Forstwirtschaftsmeister (Skogsinspector) und wir haben erfahren, dass man mit diesem Beruf gute Chancen in Schweden hat.
Kann jemand das bestätigen?
Weiterhin habn wir Interesse daran, evtl. einen Bauernhof in Schweden zu kaufen zur Produktion von Ziegenkäse und zur Pferdehaltung.
Was haltet ihr davon?

Das sind übrigens erstmal unsere Ideen, dass da noch erhebliche Planung erforderlich ist, dass wir schwedisch lernen müssen und dass noch viel Zeit ins Land gehen kann, das ist uns klar.

Ich hoffe auf eure Antworten! Viele Grüße, Nina

Hallo,
ist schon eine Weile her - gibt es zu den damaligen Vorhaben/Ideen schon eine praktische Umsetzung?
Würde mich interessieren, da wir ähnliches vorhaben.

Oder ist meine "Antwort" zum Thema schon viel zu lange her?
Meldet euch doch einfach mal auch wenn es nicht geklappt hat.
Schöne Grüße
Andrea


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