Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

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Volker
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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon Volker » 11. Dezember 2013 12:48

Viele Schweden leben einfach vollkommen sorglos in den Tag hinein. Diese schwedische Gelassenheit ist einfach herrlich. Bis in die 1980er Jahre hinein hatte Schweden über 100 Jahre lang einen ungebrochenenen Aufschwung erlebt und über Jahrzehnte eine Vorbildfunktion genossen. Letzeres genießt Schweden immer noch im Ausland, obwohl ich derzeit kaum mehr Gründe dafür finden kann.

Viele Schweden leben trotzdem immer noch ohne Zukunftsängste. Der Staat wird es schon richten. Sie zahlen ihr Haus nicht ab, machen jede Menge Schulden und überlassen die Erziehung der Kinder dem Staat. Besondere Anstrengungen in der Schule lohnen sich nicht, denn früher war es ja kein Problem nach der Schule gleich einen Job zu bekommen, der im Vergleich zu einem qualifizierten Beruf auch nicht so schlecht bezahlt war. Es lebe das Mittelmaß im Einklang mit der Gruppe. Es gibt einen merkwürdigen Stolz einiger Schweden, der ungefähr so lautet: "Ich bin ein mittelmäßiger Schwede wie alle Schweden ebenfalls mittelmäßig sind, aber als mittelmäßige Schweden sind wir immer noch besser und anständiger als der große Rest der Welt. Wir bauen Autos, Lastwagen und Jadgflugzeuge, haben den Sicherheitsgurt, das Dynamit und die Menschenrechte erfunden und verteilen Nobelpreise. Warum sich also noch persönlich besonders anstrengen? Wir wissen doch alles schon."

Bei so einer Geisteshaltung wird eine Schule hauptsächlich mit dem vermeintich größten Spaßfaktor ausgesucht. Es es ist ja schon richtig, dass aus glücklichen Kindern in der Regel auch zufriedene Menschen werden, aber ganz so einfach und immer richtig ist diese Formel auch nicht.

Diskutiert man mit einigen Schweden über den Sinn und Zweck der Schule, scheint das Lernen erst unter ferner liefen zu kommen. Es geht um Sozialverhalten, um demokratische Überzeugungen, um Toleranz, um soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, und um die Fähigkeit durch Schaffung von Problembewusstsein sich Dinge selbst zu erarbeiten. Im Grunde sind diese Ideen nicht schlecht, aber wenn Kinder nicht richtig Lesen, Schreiben, Mathematik, Kopfrechnen, strukturierte Ausdrucksweise, Physik und Chemie lernen, sind diese höheren Ziele der Pädagogik eine persönliche Katastrophe. Es kommen Schüler mit einem aufgesetzten Selbstbewusstsein dabei heraus, das auf tönernen Füßen stehend keinerlei Belastung aushält. Dann gibt es noch einen ganz praktischen Grund für die Eltern, dass ihre Kinder eine Schule besuchen. Sie sind dort den ganzen Tag beschäftigt und bekommen ihr Essen. Nur so können ja beide Elternteile arbeiten. Die Schule scheint dafür da zu sein, den Eltern Arbeit abzunehmen.

Die meisten schwedischen Eltern traue ich nicht die Kompetenz zu die richtige Schule auszusuchen. Sie überlassen das den Kindern und diese können es ja erst recht nicht wissen, wenn es noch nicht einmal die Eltern wissen, worauf es ankommt. In dieser Ignoranz sehe ich die wahre Ursache der schwedischen Schulmisere.

Und dann noch die Art und Weise, wie man glaubt besser unterrichten zu können. Da werden massiv Laptops im Unterricht eingesetzt. Eine große amerikanische Studie mit mehreren Tausend Schülern wurde vorzeitig abgebrochen, weil durch den Einsatz von Laptops während des Unterrichts die Schulleistungen sich extrem verschlechterten. In Schweden hat sich das wohl noch nicht herumgesprochen.

Inzwischen weiß man, das man sich von Hand geschriebene Dinge besser merken kann. Zahlreiche Experimente und Studien haben das für Kinder und Erwachsene bewiesen. Die Idee Kindern mit Hilfe von Tablet-PCs oder Ipads das Schreiben beibringen zu wollen, ist fast schon ein Verbrechen. Wenn ich dann noch sehe, wenn junge Mütter völlig sorglos ihre Kinder vor dem Fernseher abstellen, sie mit allerei elektronischen Spielzeug, Smartphones, PCs und X-Boxen beschäftigen, dann braucht man sich nicht wundern, wenn dann später sich Kinder in der Schule nicht mehr konzentrieren können. Das ist alles wissenschaftlich mehrfach untersucht wurden, und die Industrie gibt sehr viel Geld aus Euch und den Politikern das Gegenteil zu erzählen, dies sei alles übrertrieben oder wächst sich später wieder raus.

Wer zum Beispiel seinen Kindern schlechte Schulnoten zu Weihnachten verschenken möchte, der kann das ganz einfach durch eine Xbox auf dem Gabentisch mit sehr guten Erfolgsaussichten erreichen. Ich darf so öffentlich schreiben, weil es einfach so ist und es Feldstudien mit vielen Kindern bewiesen haben. Sony kann dieser Aussage nichts entgegenhalten.

Inzwischen weiß man schon recht viel darüber, was im Unterricht funktioniert und was nicht. Und was tun die schwedischen Entscheidungsträger? Sie wissen anscheinend nichts davon. Stattdessen verweisen sie als warnendes Beispiel auf die chinesischen und koreanischern Paukschulen mit ihren Spitzengergebnissen bei Pisa. Solche Paukschulen will aber weder in Deutschland noch in Schweden niemand. Selbst das koreanische Schulministerium fängt an umzudenken und lernt, dass die Förderung der Kreativität in der Schule auch wichtig ist, und das es dafür auch Freiräume geben muss. Nur lässt sich Kreativität schlecht in Schulnoten ausdrücken, und Kreativität ist ohne Grunlagenwissen und grundlegende Fertigkeiten sinnlos, weil ein guter kreativer Gedanke das Ergebnis vorhergender harter Anstrengung ist, der dann in einem entspannten Moment auftaucht. Und bis eine kreative Idee in die Praxis umgesetzt werden kann, ist oft eine steiniger Weg zu gehen.

Man möge mir meinen leicht zynischen Unterton und die manchmal etwas überspitzte Darstellung verzeihen. Sie ist nicht böse gemeint. Sie so soll nur aufrütteln. Schaut man sich die schwedische Geschichte an, darf man davon ausgehen, dass Schweden auch aus dieser Krise einigermaßen gut herauskommt.

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon vibackup » 11. Dezember 2013 17:33

Hej Volker!

Eine sehr gute Zusammenfassung, finde ich. ACK!
Hast du Links zu den referierten Studien?
Das wäre wirklich interessant.

Nur eines:
Volker hat geschrieben:Wer zum Beispiel seinen Kindern schlechte Schulnoten zu Weihnachten verschenken möchte, der kann das ganz einfach durch eine Xbox auf dem Gabentisch mit sehr guten Erfolgsaussichten erreichen. Ich darf so öffentlich schreiben, weil es einfach so ist und es Feldstudien mit vielen Kindern bewiesen haben. Sony kann dieser Aussage nichts entgegenhalten.

Die Xbox wird von Microsoft, nicht von Sony produziert. So Sony würde dir wohl voll zustimmen...
;-)
Auf der anderen Seite: sich mit MS anlegen? Will man das?
;-)

//M

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon Volker » 11. Dezember 2013 17:51

Ja, stimmt, Xbox ist von Microsoft. Sony ist aber nicht ganz unschuldig. Die Originalquellen habe ich leider nicht, aber mit etwas Mühe bekommt man sie heraus: http://youtu.be/FnDEF7Aw9HI. Die Originalquellen wären wirklich sehr sinnvoll, um einige schwedische Entscheidungsträger mal aufzuklären, was sie mit ihrer unreflektrierten Fortschrittsgläubigkeit für Rückschritte erzeugen.

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon HeikeBlekinge » 11. Dezember 2013 19:37

...was sie mit ihrer unreflektrierten Fortschrittsgläubigkeit für Rückschritte erzeugen.


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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon Sams83 » 11. Dezember 2013 20:12

Ganz interessant finde ich noch dieses Interview:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 607b7.html

Finde ich voll und ganz nachvollziehbar...habe ich oft bei meinen Nachhilfeschülern gesehen: Den Aufgabentyp, den man wieder und wieder übt, bekommen sie dann gut hin. Sobald auch nur winzige Abweichungen sind und man doch wieder ein wenig nachdenken muss (selbst wenn die Aufgaben prinzipiell nicht schwerer sind als die alten Aufgaben, wenn man sie denn verstanden hat), bekommen sie aber Probleme.
Erklärt noch nicht das schlechtere Abschneiden Schwedens, denn auch für diese sind die Aufgabentypen ja nun nicht neu.
Ich würde den Ergebnissen - ob positiv oder negativ - aber u.a. aus diesem Grund in keinem Fall hohe Bedeutung beimessen....

Gruß :smt006
Simone

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon knut245 » 12. Dezember 2013 10:35

Hi Volker, vielen Dank für Deine ausführliche Analyse. Ich kann es nicht hinreichend beurteilen, aber ich glaube, dass das den Kern sehr gut trifft.

Andrerseits denke ich gerade: was ist eigentlich so schlecht daran? Wenn Menschen mit dem Mittelmaß zufrieden sind und auf einem wirtschaftlich einfachen, aber auskömmlichen und sicheren Niveau vor sich hinleben, genießen sie ganz bestimmt mehr Lebenszufriedenheit als die, die sich immer nach der Spitze strecken und permanent in dem Gefühl gehalten werden, ihre Leistung reiche noch nicht aus, sie müssten noch besser werden. Das widerspricht natürlich der vorherrschenden Leistungsideologie und ist insofern gefährlich für die, die davon profitieren. Aber für die Menschen selbst nicht der schlechteste Weg, meine ich. Die Zahl derer, die aus dem Rattenrennen aussteigen, nimmt zu, und gerade hier unter den potenziellen Auswanderern ist das ja ein oft gehörtes Motiv.

Die Crux ist allerdings, dass so ein Leben nicht unbeschwerlich ist und die Zufriedenheit mit Arbeit erkauft wird. Standhaft zu bleiben, wenn ein Gerät Y Dir für teures Geld Erleichterung verspricht und eine Box X für ebenso teures Geld Ablenkung, das ist nicht einfach. Für einen normalen Menschen vielleicht auf Dauer gar nicht zu leisten. Und schon biste wieder drin, im Rad...
Hier könnte auch etwas sinnvolles stehen, zum Beispiel ein Bier.

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon Volker » 12. Dezember 2013 13:23

Das mit dem Mittelmaß ist so eine Sache. Es ist natürlich angenehmer in einer Wettbewerbsgesellschaft besser als der Durchschnitt zu sein. Es ist jedoch bedauerlich, wenn das Mittelmaß als abwertend betrachtet wird: "Der oder die ist doch nur Durchschnitt.". Wer so denkt ist oft ein arroganter Profilneurotiker und beileidigt die große Mehrheit der Menschen, denn per Definition gehört ja der Durchschnitt zur Mehrheit der Bevölkerung. Wahrscheinlich haben solche Leute, die sich so abfällig äußern, Probleme mit ihrem eigenen Selbstwertgefühl. Problematisch wird es dann, wenn jemand sein angekratztes Selbstwertgefühl über den Nationalstolz aufpolieren möchte. Die meisten können ja absolut nichts für ihre Nationalität, weil sie diese mit der Geburt bekommen haben. Wer auf die Welt kommt, wurde vorher nicht gefragt, ob er das überhaupt will und über die Annahme einer Staatsbürgerschaft wird im Kreissaal nicht diskutiert. :D . Ich maße mir nicht an Menschen in besser oder schlechter einzuteilen, weil sie dies oder das sind. Ich kann nur den Ausschnitt sehen, was ein Mensch in meinem Umfeld macht oder unterlässt. Respekt verdienen alle Menschen, aber nicht unbedingt alle ihre Taten.

Schlimm ist es, wenn nur die Besten der Besten in das Rampenlicht gestellt werden, zum Beispiel an einer Schule besonders ausgezeichnet werden. Dies kann den motivierten Durchschnitt abwerten, obwohl dieser sich auch angestrengt hat. Es kommt doch darauf an, dass man versucht an seine eigene Grenzen zu kommen, um über sich selbst hinauszuwachsen. Der Weg ist eigentlich das Ziel. Auf dem hohen Siegerpodest zu stehen ist schön, aber eher selten, weil nur einer gewinnen kann und wenn, dann ist der Aufenthalt dort oben meistens nicht von langer Dauer. Wenn das einzige Ziel es ist, der Beste zu sein, ist das eigentlich schon unlogisch, weil die Erfolgswahrscheinlichkeit zu gering ist. Wenn in einer Gesellschaft nur die Sieger belohnt werden, dann strengen sich viele aus dem Mittelfeld deshalb nie an, weil sie sich ausrechnen können, kaum an die Spitze zu gelangen.

Insofern ist mir das schwedische Mittelmaßdenken nicht unsympathisch, wenn die persönliche Leistungsbereitschaft dabei nicht auf der Strecke bleibt.

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Auch in Schweden gibt es immerhin schon vorsichtige Kritik zum TV-Konsum der Kinder:
http://www.svt.se/nyheter/vetenskap/for ... ns-hjarnor

Der kleine Aufsatz auf http://www.karolinska.se/upload/Webbsek ... 20barn.pdf ist verharmlosend und somit falsch und zudem noch schwammig formuliert. Und wenn dies auf der Webadresse des renommierten Karolinska Institutet (Unbescheidene Selbstaussage: Karolinska Universitetssjukhuset är ett av Europas ledande universitetssjukhus.) zu finden ist, stehen mir die Haare zu Berge.

Unter http://www.google.se/url?sa=t&rct=j&q=& ... GE&cad=rja ist nicht nur der neueste Versuch mit dem TV-Konsum der Mäusebabys nachzulesen, sondern dort ist auch mehr über die neuseeländische Langzeitstudie zu erfahren, bei der die Folgen des TV-Konsums in jungen Jahren statistisch von den anderen Faktoren herausgerechnet werden konnten.

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Zum Lernen von Mathematik will ich auch noch allgemein meinen Senf dazugeben. Das hängt natürlich immer von dem Fall ab. Oft kapieren Schüler es nicht, weil ihnen solche einfachen Dinge wie "Punkt vor Strich" nicht ganz klar sind und die Klammern im Kopf falsch gesetzt werden. Mir wurde das Matheleben plötzlich einfacher, als ich mich von dem Wurzelzeichen verabschiedete und durch Potenzausdrücke ersetzte. Das Wurzelzeichen ist ein alter Zopf und mehr eine Frage der Gewohnheit. Von Vorteil ist es, wenn man vor der Lektion erklärt, mit welchen Rechenregeln man auskommt. Dann hat der Schüler den Überblick. Wichtig ist es, genau den Weg der Gleichungsumformungen Schritt für Schritt zu erklären oder man lässt sie sich erklären, damit einem die (eigene) Strategie klar wird. Dann kommt man eher auf die Lösung ähnlich gelagerter Fälle, weil Lösungsansätze schon im Kopf ausprobiert werden können und je nach dem verworfen oder weiter verfolgt werden können. Mathe ist größtenteils Erfahrungssache.

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon meckpommbi » 12. Dezember 2013 14:42

also das mathe erfahrungssache ist finde ich ist eine gewagte these :lol:

ich selber habe mathe geliebt mich hat es wahnsinnig gemacht das in der 10 klasse die hälfte der klasse prozentrechnungen nachbueffeln musste um durch die pruefung zu kommen
ih denke immer mathe kann man nur bedingt lernen - entweder man hat ein gefuehl fuer zahlen oder wie man das auch ausdruecken kann - oder es hat keinen sinn
heisst wer es nicht hat kann sich bestimmte sachen anlernen wird aber nie wirklich freude daran haben wie ich
auf der anderen seite bin ich wie dieser text hier sicher beweist eine absolute niete in rechtschreibung - auch das wird sich nie ändern und glaubt mir ich habs versucht
meistens ist es ja so das mädchen eher in deutsch gut sind dafuer in mathe und naturwissenschaft schwächen haben aber es giebt eben auch die ausnamen so wie mich
ist jetzt etwas of to... aber ich find das thema an sich interessant
gruss meck

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon Volker » 12. Dezember 2013 15:16

Auch das hat man schon alles untersucht. Ausdauer ist bei der Schulmathematik wichtiger als Intelligenz. Selbst wer mathematisch begabt ist, aber keine Ausdauer beim Lernen zeigt, hat schlechte Karten. Und wer Mathe lernt, wird auch noch intelligenter, besonders wenn er Spaß dabei hat. Intelligenz ist nämlich zu einem erheblichen Teil trainierbar. Das gilt auch für die Ausdauer. Natürlich wird nicht aus jedem gleich ein Mathegenie, aber für die meisten Studiengänge reicht es.

An amerikanischen Schulen sind Mädchen und Jungs inzwischen gleichermaßen gut in Mathe. Man kann mit psychologischen Tests schön zeigen, wie es Mädchen eingeredet wird, sie seien ganz allgemein weniger mathematisch begabt als Jungs und macht dann anschließend Mathetests mit ihnen. Und siehe da, es funktioniert "hervorragend". Die Mädchen schneiden schlechter aber - nur weil sie es glauben! Das funktionert ganz allgemein, wenn jemand glaubt, er taugt für dies oder das nichts. Die Leistungen sinken dann. Das ist natürlich schlimm, wenn dann Lehrer und/oder Eltern diese selbsterfüllenden Prophezeiungen noch bewusst oder unbewusst unterstützen.

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Re: Vernichtendes Pisa-Resultat für Schweden

Beitragvon meckpommbi » 12. Dezember 2013 15:36

vieleicht hast du recht psychologisch gesehen es waren ja auch nicht nur die madels die die prozentrechnung einfach nich kapieren konnten :goodman:


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