Vergleiche D - S

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zwockelchen
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Re: Arbeitsmoral

Beitragvon zwockelchen » 9. April 2008 10:13

S-nina hat geschrieben:Von meinem "weiss/blauen" Traumplaneten (Bayern/B-W) habe ich da andere Zahlen im Kopf:
Mittel-Huber verdient ca. 3.000 Euro durchschnittlich im Monat und bekommt 150 Euro Ki-Geld/Monat, wenn das Kind studiert bis zum Alter von 27 bzw. 25 Jahren.
S-nina

Hej S-nina
ich wohne in Bayern und da ist nicht alles bunt und schön. Das mit deinen 3000.-€ wäre ein Traum für viele hier. Ich kann dir sagen mein Mann hat die definitiv nicht und er Arbeitet ( gott sei dank er hat Arbeit) Std. ohne Ende. Er geht morgens so zwischen 4.oo und 5.00 Uhr aus dem Haus und kommt Abends zwischen 18.00 und 20.00 Uhr nachhause. Und wenn die Bausaison richtig los geht, da kann es auch noch später werden.Gut die Überstd. können sie im Winter abfeiern so fern sie nicht Winterdienst machen müssen. Und so geht es vielen hier.
lg zwockelchen
Es ist überall schön, wo man sich wohl fühlt.

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Re: Vergleiche D - S

Beitragvon janaquinn » 9. April 2008 10:15

Hej Zwockelchen,
gib dir keine Mühe, Nina will es scheinbar nicht hören. Ich habe es auch bereits versucht, bin aber kläglich gescheitert. Nina hat ein Traumbild im Kopf. Wie heisst doch das schöne Sprichwort: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich"

In diesem Sinne
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nysn

Re: Vergleiche D - S

Beitragvon nysn » 9. April 2008 10:25

Nina hat ein Traumbild im Kopf.[


Hmh, så, aha, oj, oj, oj ....


:D

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Re: Vergleiche D - S

Beitragvon janaquinn » 9. April 2008 10:35

Hej Nina,
ich habe das Gefühl, du willst gar keine kritischen Meinungen bzgl. Deutschland akzeptieren. Im Gegensatz kritisierst du aber alle User, die ein wenig positiv über Schweden sprechen. Wir wissen mittlerweile, dass du von Schweden die Nase voll hast, du wieder nach Deutschland zurück willst.
Es gibt aber tatsächlich Menschen, die sich trotz all seiner Fehler, sich in Schweden wohlfühlen. WARUM?? Vielleicht weil sie sich einfach damit arrangiert haben.
Und zur Aldi-Qualität zu Dallmayrpreisen:
NIEMAND zwingt dich bei"Hemköp" einzukaufen, die bekanntermassen Apothekenpreise haben. Man kann genauso gut bei Lidl, Willy´s, COOP ect. einkaufen.
Und ich finde die Qualität schwedischer Produkte nicht schlechter als die der deutschen Produkte. Mein Mann, seines Standes Koch, kauft lieber hier in Schweden Fleisch als damals in Deutschland.
Wenn du nach Deutschland zurück willst, dann tue es. Gottfried hat es auch getan, er ist damit sehr glücklich geworden. Vielleich findest du ja wirklich deinen weiss-blauen Traumplaneten, wo dieses Jahr die Mass Bier auf der Wies´n 8,-€ Kosten wird.

In diesem SInne
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Re: Vergleiche D - S

Beitragvon Gottfried » 9. April 2008 10:54

Hej Jana und ihr alle Anderen,
Nachdem ich hier schon namentlich erwähnt werde, nun auch noch meine Meinung:
Ich denke, hier wird mal wieder stark polarisiert! "DAS" Schweden oder "DAS" Deutschland, gibt es das überhaupt? Ich denke nein. Das jeweilige Land findet doch nur in unseren Köpfen statt und ist nur die Summe der Erfahrungen . Und diese sind von Mensch zu Mensch höchst unterschiedlich.
Auffällig ist nur: Wenn in diesem Forum jemand seiner BERECHTIGTEN Kritiken an Schweden loslässt und diese Berechtigung entsteht nicht durch objektive sonder wie o.a. höchst subjektive Ansichten, heult die ganze Gemeinde auf!
Ich weiss sehr gut wovon ich sprechen, ich kenne Schweden und Deutschland! Für meinen Teil halte ich es allerdings so, dass ich mit meiner Kritik an Schweden hinter dem Berg halte, weil es offensichtlich keine konstruktive Diskussion darüber gibt. Seis drum!

Eigentlich bitte ich nur um mehr Toleranz: Schweden ist nicht für alle und auf alle Ewigkeiten das gelobte Land und Deutschland auch nicht. Meinungen bilden sich durch die Erfahrungen und auch wenn wir diese Meinung nicht teilen.... ist sie doch nicht falsch,oder?
In diesem Sinne


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Re: Vergleiche D - S

Beitragvon Aelve » 9. April 2008 11:05

Hallo Nina-s,

es gibt einen sehr guten Spruch:

wenn Du ganz und gar mit Deinem Leben unzufrieden bist, dann ändere Deine Einstellung oder ändere Dein Leben.

Diese Devise habe ich mir schon sehr oft vor Augen geführt, denn es gibt immer Situationen, in denen man alles satt hat, denn das Leben ist ja auch kein Zuckerschlecken und auch kein Wunschkonzert.

Also fängt man damit an, seine Einstellung zu überdenken, erwarte ich zuviel?
Bin ich grundlos unzufrieden? Liegt es an mir? Geht es mir im Gegensatz zu anderen nicht doch ganz gut?
Wenn ich das alles durchdacht habe, ohne zu einem Resultat zu kommen , dann muß ich mir sagen, ich will was an meinem Leben ändern, damit es mir wieder besser geht.
Das fängt damit an, dass ich abklopfe, was mir am meisten gegen den Strich geht, ist es die Wohnsituation? Ist es die Arbeitsstelle, die mir tierisch gegen den Strich geht? Stört mich am meisten mein Mann, wenn ich ehrlich bin. Wenn man dann ehrlich zu sich ist, dann muß man anfangen, die Situation eben zu verändern, entweder den Wohnort wechseln, die Arbeitsstelle oder den Mann, was vielleicht etwas schwieriger wird.
Manchmal hilft es auch, dass man mal 4 Wochen von Zuhause weg ist oder dass man Leute kennen lernt, denen es deutlich schlechter geht, damit man wieder weiß, dass man doch zufrieden sein kann.
Liebe Nina-S, versuche doch mal, die Gründe aufzuzählen, die Dir Schweden so unerträglich gemacht haben, erwäge doch einen Umzug aufs Land, denn Dein Mann ist doch nicht an Göteborg gebunden? Verändere entweder Deine Einstellung oder verändere Deine Lebenssituation. 100 % glücklich ist man sicherlich auch nicht im Paradies, aber wenn man seine Situation so weit in den Griff bekommt, dass man wieder alles positiver sieht, dann hilft das für viele andere Situationen wie z.B Kontaktaufnahme usw. doch auch sehr.
Und weder Schweden noch Deutschland noch ein anderes Land ist paradisisch, es gibt überall Ecken und Kanten.
Grüße Aelve :shock:
Zuletzt geändert von Aelve am 9. April 2008 11:08, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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Re: Vergleiche D - S

Beitragvon janaquinn » 9. April 2008 11:07

Hej Gottfried,
genau das versuche ich doch Nina seit mind. 3-4 Postings klar zu machen. Aber ich habe einfach das Gefühl, dass sie es teilweise nicht lesen will, weil sie einfach total frustiert ist von Schweden.
Und deswegen habe ich auch geschrieben, wenn sie nach Deutschland zurück will, dann soll sie es tun. Es liegt allein in ihrer Hand, ob sie dort glücklich wird oder eben nicht.
Ich kann monatelang über meine eigne Situation hadern und auf andere bzw. das Land schimpfen, mich selbst bemitleiden. Oder aber ich nutze eine Chance und versuche das bestmögliche dabei rauszuholen. Es liegt allein an Nina ob sie unglücklich in Schweden ist oder glücklich in Deutschland.
Aber solange man sich selbstbemitleidet, kommt man nicht auf einen grünen Zweig.

LG JANA
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Re: Vergleiche D - S

Beitragvon Gottfried » 9. April 2008 11:25

Hej Jana,
das stimmt zwar so, aber ich kann sehr gut verstehen, dass Nina die Situation auf die Nerven geht. Und Du weißt auch sehr gut, wie schwierig es war nach Schweden auszuwandern….oder?
Wenn man denn nun in diesem gelobten Land sitzt und nach Jahren feststell, dass nun doch nicht alles so golden glänzt, hat man die Pappnase auf:
Die „Neueinwanderer“ tun so als sei man „gescheitert“ und kritische Betrachtungen werden durch die idealisierte Situation im neuen Land Schweden einfach nur schlecht toleriert.
Natürlich macht man sich auch so seine Gedanken was da alles schief gelaufen ist. Und natürlich sollte man sich überlegen, ob das gerade in einem Schwedenforum so gut angebracht ist darüber zu sprechen…..
Als ich mich monatelang mit der Heimkehr nach Deutschland beschäftigt habe, habe ich unglaublich viele getroffen, die diesen Schritt sehr gut verstehen! Teilweise habe ich richtig Neid erlebt.
Ich habe, auch im Gespräch mit Euch die Erfahrung gemacht, lieber den Mund zu halten. Ich fühle mich nicht wirklich verstanden……… und so kann ich mit Nina mitfühlen. Es ist schwierig und ein sprachlicher Hochseilakt dieses Thema anzusprechen ohne jemandem auf die Füße zu treten. Aber auch Ihr, die ihr alle nach Schweden auswandern wollt, werdet es nicht ALLE schaffen! Fühlt Ihr Euch dann auch gescheitert!
Und nur noch eine letzte Bemerkung: Der Sprung zurück nach Deutschland ist mindestens genauso schwer, teuer und erlebnisreich wie der nach Schweden und leider auch nicht für alle zu meistern……

So...nun aber gut

In diesem Sinne


Gottfried

nysn

Re: Vergleiche D - S

Beitragvon nysn » 9. April 2008 11:26

MOMENT MAL liebe Aleve und liebe Jana!

Ich bin NICHT unglücklich über
MEIN
Leben hier in Schweden!

Ich kann es mir gut und gerne leisten, bei Hemköp einzukaufen - würde aber gerne ab und zu auch mal zu einem Dallmayr oder Käfer gehen, der Abwechslung halber! Kennt Ihr einen?

Ich will auch nicht aufs Land ziehen - da, wo ich jetzt bin, ist es schon ländlich genug!

Göteborg ist nicht grottenschlecht - aber es ist eine KLEINSTADT mit allem, was dazu gehört, verglichen mit MÜNCHEN!

In den lezten 10 Jahren hat sich hier einiges verbessert - es gibt inzwischen eine Oper, die Stadt ist nicht mehr voll so "skräpig" wir noch vor 10 Jahren und in der Kunsthalle kann man inzwischen so alle 5 Jahre auch mal eine neue Ausstellung besuchen.

Ich habe gut 30 Minuten zu fahren, dann bin ich in Landvetter, von wo ich dann glücklicherweise alle 8 Wochen mal entweder an den Bodensee (nach Zürich) fliege oder eben nach München, je nachdem, wo es mich mehr hinzieht. Mein schwedischer Mann arbeitet dafür - er wusste, auf was er sich einlässt, bevor er mich nach Schweden holte.

Ich kenne also Süddeutschland recht gut und habe dort Umgang mit Menschen, die dort glücklich sind, gerne mal nach Schweden zu Besuch kommen, aber nicht hierherziehen wollen, weil es hier so "sozial" und "gerecht" zugehen soll. Auch diese Art von Leute gibt es - IMMER NOCH!

Wenn es Euch beruhigt, dann schaue ich mir bei meinem nächsten Besuch in München auch mal das Hasenbergl an und vergleiche es dann mit dem schönen Bergsjön oder Hjällbo. Ich kann ja auch mal einen Studienbesuch im schönen Södertälje machen - das dürfte dann wohl aufs Gleiche rauskommen.

Also ich sag's jetzt schon ehrlich: I MAG BAYERN, freue mich auch, wenn es ein schöner schwedischer Sommer hier wird und ich das Freizeitangebot (es gibt in meiner Umgebung sehr schöne Golfplätze, einen Segelhafen, Tennisplätze und schöne Fahrradwege) ausnutzen kann.

Herzlichst
S-nina

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Re: Vergleiche D - S

Beitragvon janaquinn » 9. April 2008 11:58

Irgendwie habe ich das Gefühl, chinesisch zu sprechen. Ich habe nie gesagt, dass wenn man nach Deutschland zurück geht, automatisch gescheitert ist. Zumal das Wort "Gescheitert" Blödsinn ist. Man hat es versucht, eine Erfahrung gemacht, die einem keiner mehr nehmen kann, auch wenn es in den Augen anderer eine negative Erfahrung ist. Es liegt immer im Auge des Betrachters, ebenso liegen die Länder und die Vor-und Nachteile im Auge des Betrachters.
Es gibt in Deutschland ganz viele positive Dinge, die ich dem Land auch nicht abstreitig mache, warum auch,habe ich doch auch 30 Jahre lang davon profitiert.

Und ich kenne den Hasenbergl, ebenso das Westend oder Neuperlach, alles sind Viertel in den ICH NICHT leben möchte. Aber München besteht genauso wenig nur aus dem Hasenbergl oder Neuperlach, genauso wenig wie Södertälje nur aus sozialen Wohnungsbau besteht. Ich liebe München, ebenso wie du, Nina! Ich mag den Hirschgarten und den Westpark, wo jedes Jahr unser Osteressen war, ich mag Schwabing, wo der Bär tanzt und ich bummle gern über die Kauffingerstrasse. Ich bin oft im Deutschen Theater gewesen und mit Freunden haben wir uns am Starnberger See getroffen. Wir sind immer noch regelmässig in München, da meine Schwiegermutter dort lebt.

In Stockholm habe ich auch Kultur, ich kann ins Konzert gehen oder ins Theater. Ich kann, wenn ich möchte essen gehen und wenn ich Lust auf Spezialitäten habe, gehe ich in die Hötorgethallen.

Aber ich denke, liebe Nina, wir werden einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

LG JANA
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