Vegetarisches Essen als Norm?

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Berta
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Berta » 22. März 2012 12:34

Hallo Heike, hallo Slabagen,

Slabagen hat geschrieben:... wenn die eltern vernünftig sind,ausserdem sehen die kinder es ja auch zuhause und dann mögen sie den fast food dreck ja erst garnicht wirklich,es sei denn sie sind schon von klein auf süchtig gemacht worden,denn andere gründe gibt es kaum,dass kinder das zeug in sich hineinstopfen.
Ich glaube, wie Heike, auch nicht, dass Eltern schuld sind, wenn ihre Kinder Döner, Pommes, Pizza und Burger gerne mögen.

Ich zumindest mochte das schon immer gern, auch wenn meine Eltern in den 80ern und frühen 90ern, als ich noch klein war, ziemlich vollwertig (und körnerlastig, fertiggerichtefrei) gekocht haben, und ich täglich ein ebensolches Angebot in Kindergarten und Hort erhalten habe (also vom ersten Lebensjahr bis zum Ende der Grundschule, eine ja doch prägende Zeit). Übrigens nicht immer vegetarisch, aber es wird erzählt, dass viele Kinder dort nicht einmal gewusst haben, dass Schnitzel eigentlich nicht aus Sellerie bestehen...

Ich selbst koche gemäßigt gesund, denke ich. Kaum Fertiggerichte und keine komischen glutamatlastigen Pülverchen, meist fleischlos (aber nicht immer), viel Gemüse (aber wenige Körner). Trotzdem kommt es vor, dass ich eine Fertigpizza zu mir nehme, ich gehe etwa einmal in der Woche in die Mensa (wo das Essen sicherlich nicht übermäßig gesund ist), und bestimmt esse ich auch ein- bis zweimal im Jahr einen Burger. Und mir schmeckt dieses Zeug auch einigermaßen, auch wenn ich es dauerhaft sicherlich nicht zu mir nehmen wollte.

Heike hat geschrieben:Ein fleischloser Tag ist durchaus machbar! Dadurch können die Kosten immens gesenkt werden und die Kommunen könnten mal wieder vernuenftiger kochen!
Das sich die Leute so dagegen stemmen, kann durchaus daran liegen, dass ständig der Ausdruck Vegetarisch gebraucht wird! Sehr, sehr viele besetzen das negativ! Und in erster Linie sollte nicht versucht werden Fleisch nachzubauen. Das haut nicht hin fuer Nicht-Vegetarier!!
Es gibt genug Gemuesegerichte die satt machen und nicht gleich als vegatarisch bezeichnet werden muessen! Also "einschleichen" lassen :wink:
Genau das glaube ich auch - wenn ich daran denke wie sich (im tiefsten Schwaben) selbst die absoluten Fleischliebhaber auf die wirklich akzeptablen Mensa-Käsespätzle gestürzt haben, dann glaube ich, dass Einschleichenlassen wirklich eine ganz gute Methode ist... Und für die Kosten eines (billigen und in zweifelhafter Herkunft produzierten) Stück Fleisches könnte man, ich habe es ja in meinem ersten Posting zum Thema schon angesprochen, weitaus hochwertigeres Gemüse kaufen (und vielleicht den Köchen eine Fortbildung spendieren :wink: ).

Gruß
Berta.

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 22. März 2012 14:10

@berta
ja bin einverstanden.mich ärgerts nur immer wieder mit welcher selbstverständlichkeit der fleisch-fertiggericht-fast foodverzehr immer als unausweichlich und so ziemlich das einzige,nicht von dir oder auch anderen schreibern,aber sonst in der gesellschaft,dargestellt wird.vorschläge des einschleichen lassen finde ich sehr hilfreich und wie gesagt essen wir auch mal eine fertigpizza o.ä. :-)
hälsningar slabagen
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Berta » 22. März 2012 14:34

Hallo Slabagen,

es ist aber nicht gerade hilfreich, wenn du solche Schuldzuweisungen schreibst wie "Kinder vernünftiger Eltern mögen sowieso kein FastFood", denn damit sprichst du quasi allen Eltern, deren Kinder sowas mögen ab, dass sie vernünftig seien. (Und, ich glaube, fast alle Kinder und Jugendliche mögen solchen Kram.)

Auch wenn du natürlich recht damit hast, dass man zumindest in Schulmensen und in Kantinen wenigstens ausprobieren sollte, besseres Essen anzubieten. Und ich, wie schon angemerkt, auch viele Argumente für ein vorwiegend vegetarisches Angebot kenne.

Berta.

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 22. März 2012 14:53

hej berta,
da hast du sicher recht. ich rudere etwas zurück,hatte mich nur,wie schon geschrieben,geärgert.danke für deinen hinweis. :yawinkle:
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon janaquinn » 23. März 2012 12:36

Sehe ich auch so, Berta! Mein Mann ist Koch, ein guter Koch, aber trotzdem kommt bei uns auch ab und zu ( ca. alle 2-3 Monate mal) McDreck auf den Teller oder wir bestellen uns mal ne´Pizza, weil wir einfach keine Lust zum kochen haben. Aber 99% der Zeit kocht mein Mann, gesund und lecker, MIT Fleisch, weil wir es gerne essen und die Chance haben an gutes und hochwertiges Fleisch zu kommen. Ebenso lieben wir Fisch, im Sommer gerne einfach nur mit Salat kombiniert.
Da ich, im 14-täglichen Wechsel, mit meinem Sohn zur Schule fahre, erlebe ich auch hautnah das Schulessen dort und es ist wirklich miserabel und schlecht! Ab sofort werden wir für unseren Sohn und die mitfahrende Person ein Lunchpaket machen, denn so ungesund und schlecht wollen wir uns einfach nicht ernähren. Die Krönung war Dienstag, als ich mit starken Magenkrämpfen heimfahren musste.
In der Schule meiner Tochter hingegen, direkt hier in Järna, ist das Essen super und abwechslungsreich, sie isst dort sehr sehr gern.

Ich weiss, dass es bei uns etwas anders aussieht als einigen anderen Klassenkameraden meiner Tochter, wo es meist Fertiggerichte gibt und eben Felix kocht und nicht Mama und/oder Papa ( wobei Felix garnicht mal soo schlecht ist, die Köttfärssauce kaufen wir gerne), aber auch wir greifen auf Uncle Bens zurück, wenn es dann doch mal schneller gehen soll, weil es spät wurde und man einfach nur essen und ins Bett will.

Ich habe kein Problem mit vegetarischen Essen, aber ich möchte einfach eine Auswahlmöglichkeit haben, denn Tofu &Co. sind nicht mein Fall und können, für mich zumindest, ein richtig schönes Steak nicht ersetzen.
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Dietmar » 23. März 2012 17:50

Jetzt muss ich mich auch mal outen:
Fertiggerichte sind fast sowas wie mein Grundnahrungsmittel :-)

Ich koche eher selten, und man kann ja auch nicht jeden Tag auswärts zum Inder oder Thai essen gehen. Wenn's leckere schwäbische Linsen (mit Essig) gibt, dann kommen die bei mir aus der Dose (Ja -- gibt's auch ohne Leichenteile); der mexikanische Bohneneintopf genauso.
Und ich hab immer einen Vorrat an Pizza, Fertigbaguette & Co. in der Tiefkühltruhe; die schmecken sehr gut (meine Empfehlung: Die Ofenfrische, z.B. 3 oder 4 Käse mit Peperoni), vor allem weil ich oft noch exotisch nachwürze; und da gibt es genug Auswahl für die kein Schwein am Haken bluten mußte.
Ich weiß, ist sicher nicht das gesündeste, nicht mal wenn's aus dem Biosupermarkt kommt. Aber geht halt schnell und ist immer vorrätig. Dafür backe ich dann gern mein (Vollkorn-)Brot selbst, kaufe am liebsten Soja-Hafer-Milch, und wenn ich Müsli mache nehme ich frisch gekeimtes Getreide mit viel Obst. So hält sich hoffentlich alles die Waage...

Übrigens bin ich sogar hin und wieder Gast bei McDreck & Co.! Für Countryburger, Veggieburger, Mozarellasticks oder Käsegipfel bin ich durchaus zu begeistern ;-)

Gruß
Dietmar

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 26. März 2012 18:18

...... nun folgt ein gekürztes Zitat aus einem Beitrag,Radio Schweden möge Erbarmen haben :?

Erlandsson sieht Schweden auf dem Gebiet gutes Schulessen ein Stück voraus. Es sei erfreulich, dass immer mehr Menschen ein nahrhaftes und gut zubereitetes Schulessen als wichtig erachteten und dass die schwedische Schulspeisung ein hohes Ansehen in Europa genieße, sagte Erlandsson im Vorfeld des Treffens. In schwedischen Grundschulen gibt es seit den Vierzigerjahren täglich eine kostenfreie Mahlzeit.

(Quelle: Radio Schweden)
was sagt man dazu????????????????????????????????????????

hälsningar slabagen
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Dietmar » 26. März 2012 18:52

Tja... ist wahrscheinlich alles eine Frage des Standpunkts ;-)

Ich kann nicht wirklich was zur Qualität des Schulessens sagen, hab's nie probiert.
Das Mensaessen, das die Studenten-Nationen in Uppsala so angeboten haben, fand ich aber immer klasse! Mit Knäckebrot und Salat vorweg, und Kaffee + pepperkakor inklusive...

Gruß
Dietmar

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon HeikeBlekinge » 27. März 2012 10:17

slabagen hat geschrieben:...... nun folgt ein gekürztes Zitat aus einem Beitrag,Radio Schweden möge Erbarmen haben :?

Erlandsson sieht Schweden auf dem Gebiet gutes Schulessen ein Stück voraus. Es sei erfreulich, dass immer mehr Menschen ein nahrhaftes und gut zubereitetes Schulessen als wichtig erachteten und dass die schwedische Schulspeisung ein hohes Ansehen in Europa genieße, sagte Erlandsson im Vorfeld des Treffens. In schwedischen Grundschulen gibt es seit den Vierzigerjahren täglich eine kostenfreie Mahlzeit.

(Quelle: Radio Schweden)
was sagt man dazu????????????????????????????????????????

hälsningar slabagen


Entschuldigung, aber das kannst du nicht aus dem Zusammenhang reissen!
Der schwedisch Landwirtschaftsminister Erlandsson sagte dies bei einem Treffen in Berlin zu deutschen Politikern. In Deutschland wird vielleicht darueber nachgedacht so ein freies Essen an Schulen einzufuehren. (Hoffentlich!!)

Natuerlich ist Schweden da seit gut 70 Jahren vielen anderen Ländern voraus!
Natuerlich hat es sich dafuer ein grosses Ansehen verdient!
Natuerlich ist es toll das die Kinder ZWEI freie Mahlzeiten bekommen!
Das bedeutet aber nicht, das das Essen ian schwedischen Schulen in Schweden immer gut ist!!

Ich verstehe also deine Frage mit den viiiiiiielen Fragezeichen nicht!

Erlandsson setzt sich seit einiger Zeit fuer besseres Schulessen ein. An manchen Orten beliefern Landwirte direkt Schulkantinen. Eine Art Vorreiterrolle, damit die gesunden und nahe bei liegenden Produkte genutzt werden!
Alles klar?

lg
Heike
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 27. März 2012 18:57

alles klar vielleicht noch nicht,aber schon etwas mehr erhellung.der kontext war mir klar,aber wir sollten ja nicht soviel zitieren,wegen radio schwedens einlassung,deshalb gekürzt :-)
ich stimme dir in vielem zu,es war nur überraschend,dass ausgerechnet schweden wegen der qualität der schulspeisung,die wir ja nun schon ausreichend vorher diskutiert hatten, ein vorreiter sein sollte.dazu die fragezeichen,denn in schweden wohnende listlinge wiesen darauf hin,dass das essen nicht immer so klasse sein soll.ich lebe nicht vor ort und frage deshalb um zu erfahren wie es in schweden denn so ist.
übrigens heute 20:15 zum thema fleischloses essen ein themenabend auf arte.wens interessiert,der möge doch mal schauen.ansonsten hatten wir uns doch schon auf lagom geeinigt,liebe heike :-)
trotzdem danke für deine erhellung meinerseits.wenn man keine fragen stellt kann man nur langsam dazu lernen.
hälsningar slabagen
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