Vegetarisches Essen als Norm?

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slabagen
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 19. März 2012 21:39

dem stimme ich zu.vegetarisches essen an erster stelle,auch unter berücksichtigung anderer kulturen und dann als alternativgericht ein fleischangebot.nur weil in den 50igern es zum wirtschaftswunder gehörte so viel fleisch zu essen ist es deswegen immer noch nicht gesund.es gibt nur wenige,die fleisch essen müssen,alle anderen könnten zum wohle der anderen lebewesen sich fleischlos ernähren.um hinweise auf fleisch überkonsum zu geben wäre es sehr empfehlenswert fleischlos zum hauptgericht zu machen.
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Freddy » 20. März 2012 19:25

Das könnt ihr vielleicht bei Erwachsenen machen, aber in Schulkantinen die geliebten Spagetti med Köttfärssås zu streichen geht gar nicht. Die Kinder rennen doch jetzt schon immer wenn es Fisch gibt in die umliegenden Speiselokale, sprich Pizzaria, Kebabhaus oder Amerik. Schnellimbiss.

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 20. März 2012 20:20

umso wichtiger ihnen ein vernünftiges angebot zu machen.wieso dürfen sie denn während der schulzeit überhaupt das schulgelände verlassen?und erst recht wieso geben die eltern nicht vor in der mensa zu essen.hier bei unseren kindern wird das von den eltern vorgegeben,wenn die eltern vernünftig sind,ausserdem sehen die kinder es ja auch zuhause und dann mögen sie den fast food dreck ja erst garnicht wirklich,es sei denn sie sind schon von klein auf süchtig gemacht worden,denn andere gründe gibt es kaum,dass kinder das zeug in sich hineinstopfen.arbeitest du in einer schule?dann erzähl doch mal warum dass deiner meinung bei euch so ist,bitte :-)
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Freddy » 20. März 2012 21:10

Nein ich arbeite nicht in einer Schule, habe aber zwei zwei Kinder die zur Zeit auf das Gymnasium gehen.

Sowohl in D als auch in S war es der Oberstufe erlaubt das Gelände zu verlassen, aber auch in der schwedischen Grundschule gingen die Kinder oft zum Ica, Godisladen oder Bäckerei gegenüber.

In Schweden sind meist beide Eltern Berufstätig, da gibt es "anständiges" Essen meist nur am WE , middag am Abend ist meist auch nur irgendein Felix Frostzeug.
Für ne anständiges Essen mit frischen Gemüse fehlt einfach die Zeit. Mag sein das es Ausnahmen gibt aber bei einem Großteil der Kinder gibt es halt nur Convenience Food.

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 20. März 2012 21:58

okay, danke für die aufklärung. das ist dann ja sehr schade.
"der mensch ist was er ißt" sagte goethe seinerzeit, bzw mens sana in sano corpore.ich erinnere an den thread "lagom" ;vielleicht auf grund des convenience food :shock:
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Dietmar » 21. März 2012 00:37

Freddy hat geschrieben:Spagetti med Köttfärssås zu streichen geht gar nich

...und gerade die schmecken übrigens als vegetarische Variante genauso gut! Die Kinder würden den Unterschied vermutlich nicht mal merken. Ebenso wie bei vegetarischer Lasagne und anderen Gerichte, mit denen man versucht, fleischhaltige Produkte zu imitieren (was ich persönlich für überflüssig halte, von wenigen Ausnahmesituationen abgesehen).

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon HeikeBlekinge » 21. März 2012 10:47

umso wichtiger ihnen ein vernünftiges angebot zu machen.wieso dürfen sie denn während der schulzeit überhaupt das schulgelände verlassen?und erst recht wieso geben die eltern nicht vor in der mensa zu essen.hier bei unseren kindern wird das von den eltern vorgegeben,wenn die eltern vernünftig sind,ausserdem sehen die kinder es ja auch zuhause und dann mögen sie den fast food dreck ja erst garnicht wirklich,es sei denn sie sind schon von klein auf süchtig gemacht worden,denn andere gründe gibt es kaum,dass kinder das zeug in sich hineinstopfen.


Also das ist ja wohl reines Wunschdenken!
Und was genau bezeichnest du als Fast-Food?
Meine Kinder (18,17,12) nutzen gerne die Gelegenheit mal einen Hamburger oder eine Pizza zu essen. Nicht weil sie von klein auf suechtig gemacht worden sind, sondern weil die Clique es tut. Und kochen ist eh uncool und Fast-Food in usw. usw. Und sie momentan so schnell wachsen, das sie einem die Haare vom Kopf essen könnten -lol-
Sie sind mitnichten von kleinauf suechtig gemacht worden! Oh nein, sie leiden eher unter Mamas strenger Doktrin das so etwas nicht gekauft wird! Wobei ich da eher Fertigprodukte im Blick habe. Wir holen durchaus mal eine Pizza im hiesigen Restaurang, die ist frisch zubereitet und absolut essbar!
Meine Kinder essen also zuhause vernuenftig, und mögen trotzdem mal einen Hamburger. Zu behaupten, das solche Kinder "den Fast-Food-Dreck" nicht mögen, das glaube ich nicht!
Die Behauptung erinnert mich an Bekannte, deren Kindern zur Waldorfschule gingen. Den beiden Mädchen war strengstens von ihren vernuenftigen Eltern untersagt Suessigkeiten zu essen!
Sie nutzten heimlich jede Sekunde um an ihr so geliebtes Zeug zu kommen...

Dieses angesprochene Phänomen des suechtigmachens: Das gibt es nicht! Der Mensch braucht im Durchschnitt drei Wochen um sich geschmacklich einzustellen oder umzustellen. Wer ueberwiegend Fertigprodukte isst, schmeckt normales Essen nicht mehr richtig, braucht diese Zeit um wieder schmecken zu lernen. (Beispiele: Erdbeerjoghurt, Bruehwuerfel, Glutamat, Hefeextrakte, Inhaltsstoffe die Geschmack vortäuschen...)
Etwas, was in drei Wochen neu erlernt werden kann wuerde ich nicht als Sucht bezeichnen.
Die Industrie nutzt allerdings jede Möglichkeit unsere Geschmacksnerven auszutricksen! Nur wer sich das bewusst macht, merkt es dann auch.

Das Kindern keine Esskultur mehr beigebracht wird, das ist fuer den Anstieg von Fertigprodukten verantwortlich. Eltern, die keine Zeit zum kochen haben weil beide arbeiten gehen, eine Gesellschaft die traditionelle Werte wie hausgemachte Gerichte als Belastung empfindet, das nicht gemeinsame Essen am Tisch, eine Industrie die am besten mit billigen herzustellenden Produkten verdient, eine Lobby, die uns einreden will nicht genug Mineralien, Vitamine ect mit normalem Essen aufzunehmen > DAS ist schuld.

Dies bringe ich meinen Kindern bei. Und deswegen darf auch Ihnen dann und wann auch mal ein Hamburger schmecken ohne das sie ein schlechtes Gewissen haben muessen.

@Freddy: Ich glaube die rennen in umliegende Lokale weil das Schulessen momentan in vielen Kommunen wortwörtlich unter aller S.. ist! Ich kann mich oft nur schuetteln wenn ich höre was es gab, bzw. wie es nach 4 Stunden warmhaltung aussah...

Ein fleischloser Tag ist durchaus machbar! Dadurch können die Kosten immens gesenkt werden und die Kommunen könnten mal wieder vernuenftiger kochen!
Das sich die Leute so dagegen stemmen, kann durchaus daran liegen, dass ständig der Ausdruck Vegetarisch gebraucht wird! Sehr, sehr viele besetzen das negativ! Und in erster Linie sollte nicht versucht werden Fleisch nachzubauen. Das haut nicht hin fuer Nicht-Vegetarier!!
Es gibt genug Gemuesegerichte die satt machen und nicht gleich als vegatarisch bezeichnet werden muessen! Also "einschleichen" lassen ;-)

Wir haben gerade einen Vegetarier zu Besuch. Irgendwie wurde mir das Doppel-Gekoche zuviel, und es gibt halt mal mehr Hauptgerichte mit Gemuese.
Gestern Topinambur-Auflauf. Hat allen geschmeckt :-)

lg
Heike
www.lilla-koksgarden.se


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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Steffen86 » 21. März 2012 11:02

Also ich persönlich kann über mich sagen, dass ich während meiner Schulzeit selten ein Problem hatte, etwas anständiges zu essen..

In der Grundschule war ich noch in der Schulkantine essen.. Was sich beim Wechsel zum Gymnasium (bei uns nach der 6.) dann aber änderte.. Anfangs kochte meine Mutter, die vollzeitberufstätig war mir etwas vor, oder ich lernte recht schnell selber kochen...

Klar ist ab und an mal ein Döner dabei, aber das ist selbst heute noch so, wenn der Appetit danach schreit..

Bei uns in der Mensa an der Uni gibt es einmal im Monat einen "Veggie-Tag"... komplett ohne Fleisch, Fisch, Tierprodukte... an keinem anderen Tag ist die Mensa so leer, wie an diesem...

Es jemandem aufzuzwingen halte ich grundsätzlich für verkehrt..Eine Alternative anbieten jedoch nicht...
Bei uns kann man sich manch ein Essen auch komplett selbst zusammenstellen.. und da können, die nicht Fleischesser gern zugreifen..

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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon slabagen » 21. März 2012 11:04

hej heike,
du hast natürlich recht,kindern muss es erlaubt sein auch die anderen dinge mal zu probieren und wenn sie dann mal etwas wie pizza etc esssen wollen sage ich auch nicht nein.und wie du geschrieben hast eine umstellung würde kosten sparen,das umdenken muss in der gesellschaft beginnen.es sollte einfach als eine wirkliche möglichkeit angeboten werden und nicht immer so als naja da haben wir auch noch etwas für......,weil auch minderheiten berücksichtigt werden müssen,die dann aber auch oft belächelt werden :-)
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Re: Vegetarisches Essen als Norm?

Beitragvon Dietmar » 21. März 2012 11:06

HeikeBlekinge hat geschrieben:Wir haben gerade einen Vegetarier zu Besuch. Irgendwie wurde mir das Doppel-Gekoche zuviel, und es gibt halt mal mehr Hauptgerichte mit Gemuese.
Gestern Topinambur-Auflauf. Hat allen geschmeckt :-)

Bravo :smt023 !
Nach dem Motto: Auch Fleischesser gehen nicht sofort zugrunde, wenn mal ein paar Tage lang keine Leichenteile auf dem Teller liegen... ;-)


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