Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

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svenska-nyheter
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Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon svenska-nyheter » 16. März 2012 13:11

Der staatliche schwedische Energieversorger Vattenfall will nukleare Brennstäbe aus Russland beziehen. Das bestätigte Per-Olof Nestenborg, Generaldirektor der Konzerntochter Vattenfall Nuclear Fuel AB, gegenüber Radio Schweden. Im Rahmen eines Besuchs in Moskau haben Repräsentanten des Unternehmens demnach einen Vertrag mit dem russischen Hersteller ROSATOM TWEL über die Lieferung von Brennstäben geschlossen. Diese sollten ab 2014 in einem Pilotprojekt im Reaktor Drei im Atomkraftwerk Ringhals getestet werden.

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(Diese Schweden-Nachricht stammt von SR International. Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Radio Schweden.)

Sumac
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Re: Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon Sumac » 16. März 2012 13:34

svenska-nyheter hat geschrieben: Über Unsicherheiten angesichts einer möglichen Destabilisierung der politischen Lage in Russland zeigte sich Per-Olof Nestenberg im Gespräch mit Radio Schweden nicht besorgt.
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und wie sieht es mit der sicherheit aus, darüber macht man sich wohl keiner gedanken....

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Re: Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon Petergillarsverige » 16. März 2012 14:18

Die Sicherheit ist bei Brennstäben nicht das Problem, eher die Haltbarkeit. Das heißt es kann bei ungenügenden Kontrollen dazu kommen, dass ein Brennelement undicht wird. Das führt zu einer Erhöhung der Aktivität im Primärkreislauf. Der Reaktor wird dann abgeschaltet und das Brennelement ausgetauscht. Das ist lästig und teuer. Aus dem Grunde wird die Probecharche bestellt und getestet. wenn die gut ist, wovon auszugehen ist, kann dann mehr bestellt werden.
Mir wäre es natürlich lieber gewesen Schweden hätte den Brennstoff aus Deutschland bezogen.
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Re: Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon jörgT » 16. März 2012 15:20

Das ist sicher eine Frage des Preises, Peter ... :D

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Re: Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon Petergillarsverige » 16. März 2012 22:22

ziemlich sicher. Nur ... so ein Bennelement kostet eine Million. Ein großes Kernkraftwerk erzeugt aber für eine Million Strom am Tag. Der Preis für Uran und Brennelemente fällt gar nicht so arg ins Gewicht.
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Re: Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon Sumac » 17. März 2012 07:17

irgendwie drängt sich mir der vergleich Vattenfall-Tepco auf.
wenn ich mir sowas durchlese:

Dass Vattenfall in höchstem Maße unzuverlässig sei, sei hinlänglich dokumentiert, meinte Habeck. „Der nun erfolgte Kotau des Betreibers, man sei den eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden, unterstreicht das schlampige Arbeiten.“ Vattenfall hat Kommunikationsfehler eingeräumt. Der Konzern will sich von internationalen Experten beraten lassen und deren Vorschläge für ein künftig besseres Informationsverhalten mit der Atomaufsicht erörtern.
Auszug aus:
http://www.abendblatt.de/region/schlesw ... ssern.html

dann frag ich mich, wer hält sich für so verantwortungsbewußt und kann guten gewissens atomkraftwerke unterstützen, denn dem betreiber, egal wie er heißt, geht es nur um seine rendite.

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Re: Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon Petergillarsverige » 17. März 2012 10:38

Ich finde man sollte die Kirche im Dorf lassen. Nur weil ein verrostetes Fass gefunden wurde steht man hier in Deutschland Kopf. Das ist zwar nicht schön und sollte nicht sein, es offenbart Kommunikationspannen. Denoch ist damit nicht "ganz" Vattenfall unzuverlässig.

Der Betreiber ist eine AG, die Rendite sind also Dividenden, die viele Bürger haben wollen.

Ich hätte da eine alternative Idee: Man braucht Speicher um Strom aus Windenergie zu speichern und zu Starklastzeiten wieder einzuspeisen. Ich habe da ein Angebot für eine Redox Fliw Batterie mit 100 kWh. Die kostet 99.000 Euro. Alle die gegen die Nutzung von Kernenergie sind, leihen mit zu 0,1% Zinsen p.a. Geld und ich baue damit solche Redox Flow Batterien auf.

Wer beteiligt sich?
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Re: Vattenfall bezieht Brennstäbe aus Russland

Beitragvon Sumac » 17. März 2012 10:57

Petergillarsverige hat geschrieben:Ich finde man sollte die Kirche im Dorf lassen. Nur weil ein verrostetes Fass gefunden wurde steht man hier in Deutschland Kopf.

nur weil der eine oder andere bauer verseuchte tiernahrung geliefert bekam (BSE), sollte man auch die kirche im dorf.
wenn es um etwas gehen würde, wo nicht eine allgemeine gefahr, sondern "nur" eine gefahr für den betreiber besteht, OK, aber wenn das allgemeinwohl im spiel ist, da sind die spielregeln etwas anders.
ich frag mich auch, wie sicher sind die endlager, gibt es da auch verrostete fässer, wo es nur durch kommunikationprobleme zum schaden kommen könnte.
also weil man nicht miteinander redet oder weil man nicht darüber redet, wird es auch nicht besser oder wie?
übrings Tepco hatte auch nur kommunikationprobleme, sie haben nicht über verschlampte wartung geredet, sie haben die gefahr eines tsunamis als unproblematisch gesehen und nicht darüber geredet usw.
schweigen ist eine gefahr für sich. man muss seine stimme erheben.


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