Vårdval

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Fanny
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Re: Vårdval

Beitragvon Fanny » 5. März 2009 21:58

In Sunne gibt es auch nur noch die Vårdcentral, Krankenhaus ist Torby, 30 km entfernt. Die Vårdcentral hat bis 17 Uhr geöffnet. Brauchst du ein Rezept oder ein persönliches Gespräch mit dem Arzt, dann musst du Zeit haben. Der Arzt ist nämlich erst um 16:30 Uhr in Sunne. Also mal gerade eine halbe Stunde. Denn um 17 Uhr ist ja Feierabend. Private Ärzte gibt es auch nicht. Besser man ist nicht krank oder bringt sich seine Medikamente aus D mit.
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

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Re: Vårdval

Beitragvon gmc » 5. März 2009 23:20

Besser man ist nicht krank oder bringt sich seine Medikamente aus D mit.

Unsere Erfahrungen mit dem Krankenhaus in Torsby sind auch nicht gerade toll. Zugegebenermaßen, wir haben´s "nur" 28 km bis dorthin. Aber wir mußten uns doch mal dahin auf den Weg machen.

Erster Termin: 10.00 Uhr. Erfassung der Personalien. Obwohl wir von unserer Krankenkasse in D. eine Chipkarte vorlegten, wurden die darauf befindlichen Daten erfaßt, indem sie auf dem Fotokopierer kopiert wurden; und zwar beidseitig! Dann wurden wir zur Kasse gebeten und uns wurde mitgeteilt das die Sprechstunde um 15.00 Uhr sei.

Da es ein sehr heißer Tag und aufgrund der Erkrankung ein Verweilen in Torsby nicht angezeigt war, ging es zunächst wieder zurück um später pünktlich zur Sprechstunde wieder vor Ort zu sein. Das dann gehabte Gespräch mit dem Arzt, es war mehr eine Plauderei, brachte nicht wirklich etwas. Wir bekamen einige allgemeine Ratschläge und Empfehlungen für Medikamente.

Ich gebe zu, wir sind mit der ärztlichen Situation hier in Münster mehr als verwöhnt. Ich (wir) möchten in Schweden nicht ernsthaft erkranken!

Gruß Gernot

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Re: Vårdval

Beitragvon vinbär » 6. März 2009 07:52

Na das die deutsche Chipkarte in Schweden nicht eingelesen werden kann ist wohl nicht verwunderlich, die deutsche Sprechstundenhilfe konnte neulich auch nichts mit meiner schwedischen/europäischen Karte anfangen. :wink:

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Re: Vårdval

Beitragvon janaquinn » 6. März 2009 07:58

Schön, dass die Europäische Versicherungskarte angesprochen wurde, möchte sie mir nämlich auch zulegen. Allerdings weiss ich nicht genau, inwiefern das gute Stück mir wirklich was in Deutschland bringt...z.B. beim Zahnarzt. Ich habe mal gelesen, man bräuchte nur die normalen Patientenabgaben, in Deutschland wohl die Praxisgebühr, zahlen und würde dann behandelt werden.
Aber da Papier bzw. das Internet geduldig sind, wäre es toll, persönliche Erfahrungen mit der Karte zu lesen.
Wird die Karte in Deutschland akzeptiert und wie läuft es mit der Bezahlung an den Arzt? Vorkasse und dann Rechnung an die F-Kassa oder wirklich nur reine Patientenabgabe???

LG JANA
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nysn

Re: Vårdval

Beitragvon nysn » 6. März 2009 08:17

Diese Europäische Versicherungskarte kann man online bei Försäkringskassa bestellen:

http://fk.se/tjanster/eu-kort/?page=/pr ... /index.php

Zweimal habe ich sie bisher in Deutschland eingesetzt und es war nie ein Problem. Einmal wurde die Karte direkt beim Arzt akzeptiert (ich musste nur ein Formular ausfüllen) und einmal musste ich vorher zur AOK, um mir dort ein Formular abzuholen (das war in einer Kleinstadt auf dem Land).

Soweit ich weiß werden aber nur akute Versorgungen erstattet, z. B. hatte ich mal eine Plombe in einem Backenzahn verloren. Der deutsche Zahnarzt hatte mir dann nur eine provisorische Füllung gemacht - den Rest musste ich in Schweden behandeln lassen (leider :( ).

Ich musste auch nichts selber bezahlen - wenn, dann war es wirklich nur eine geringe Summe (zumindest erinnere ich mich nicht mehr daran).

S-nina

blueII
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Re: Vårdval

Beitragvon blueII » 6. März 2009 08:42

oh ich fänd es auch toll, dass jemand berichtet man könne mit der schwedischen Karte auch in D zum Arzt gehen und volle Leistung erhalten, aber ich fürchte das funktioniert nicht, oder?

Ich habe nur zwei beispiele andersherum...ich mußte in S mal zum Zahnarzt und hatte noch eine deutsche Karte...ich wurde auch nur provesorisch behandelt.

und am ärgsten fand ich es mit meiner Schwiegermutter.
die hat sich hier in S auf unserer Baustelle das Handgelenk gebrochen.
Der Bruch wurde nur gerichtet und geschient. Man entließ sie nach der ambulanten Behandlung mit den Worten, dass man das eigentlich operieren müßte und aber das sollte sie besser zu hause machen.
Sie ist hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal ein Rückflugticket, da geplant war dass sie spontan nach Hause fliegt.

Die jeweiligen Arztpraxen können ja gar nicht im einzelnen wissen, welche Leistungen das Heimatland der jeweiligen Patienten im eigenen Land wirklich übernommen werden.
Das ist von Land zu Land zu komplex und unterschiedlich.
Deswegen gibt es bestimmt irgendeine Vereinbarung, dass nur Notfallmaßnahmen gedeckt werden, sodass der behandelnde Arzt nicht um Kostenerstattung bangen muß.

LG
Heike

hansbaer

Re: Vårdval

Beitragvon hansbaer » 6. März 2009 08:46

Die Gesetzeslage ist so, dass man mit der europäischen Versicherungskarte in Deutschland zum Arzt kann und dort dann eine Krankenversicherung angeben muss, nach deren Konditionen man behandelt werden will. Man ist also in dem Moment einem deutschen Versicherungsnehmer gleichgestellt. Die benannte Krankenkasse holt sich dann ihr Geld bei der Försäkringskassan.
Wenn man beim Arzt also abgewiesen wird ("kennen wir nicht, machen wir nich"), dann gilt es in erster Linie, solange zu trommeln, bis sie es doch machen. Man hat einen Anspruch darauf.

Wie dann die deutschen Leistungen mit dem schwedischen Katalog abgeglichen werden, weiß ich aber nicht.

nysn

Re: Vårdval

Beitragvon nysn » 6. März 2009 09:26

Auf der Website der Försäkringskassa wird erklärt, welche Leistungen die schwedische Kasse erstattet:

http://fk.se/fakta/4124_eukort/?page=/p ... /index.php

Med EU‑kortet kan du få ersättning för nödvändig vård om du blir sjuk eller råkar ut för en olycka när du reser inom EU/EES och Schweiz.


also "notwendige Versorgung" ...

die wohl unterschiedlich ausgelegt werden kann:

* Med nödvändig vård avses sjukhusvård, läkarvård, tandvård, läkemedel m.m. som ges inom ramen för det allmänna sjukvårdssystemet i ett land och som anses nödvändig utifrån sjukdomens art och vistelsetidens längd. Det är i allmänhet vårdgivaren som bedömer vad som anses som nödvändig vård.


Für mich klingt das so, dass es wohl auf den jeweiligen behandelnden Arzt ankommt, welche Behandlung er als notwendig ansieht. In Deutschland würde ich annehmen, dass nichts übernommen wird, was über die AOK-Leistungen hinausgeht.

S-nina

vinbär
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Re: Vårdval

Beitragvon vinbär » 6. März 2009 10:41

Wir waren in den letzten Jahren mehrmals gezwungen mit der in Schweden ausgestellten europäischen Versicherungskarte ärztliche Hilfe in D in Anspruch zu nehmen (Chirurgen, Kinderazt,Zahnarzt). Es musste fuer Erwachsenen die Praxisgebuehr bezahlt werden, Kinder haben nichts bezahlt. An der Rezeption haben wir/Oma jeweils diesen Schein unterschrieben, dass man nicht extra deswegen eingereist ist. Umgekehrt hat auch Besuch in S mit der deutschen Krankenkassenkarte Behandlung erhalten, gegen die schwedische "Praxisgebuehr". Nach den Arztbesuchen haben wir nichts mehr mit den Abrechnungen zu tun gehabt. Die deutschen Praxen regeln das oft mit der AOK, die dann mit der Försäkringskassan abrechnet.


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