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Schweden
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Schweden und Norwegen - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

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 Betreff des Beitrags: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 22. April 2009 21:09 
Hallo,

ich hoffe, ich bin hier richtig.

Wir beabsichtigen, mit unseren 3 vierbeinigen "Kindern", 3 ausgewachsenen Bobtails, einen dreiwöchigen Urlaub in Schweden zu verbringen. Wir möchten mit dem Reisemobil von Göteborg aus kommend den Vänern rechts herum umrunden, um dann Götakanal entlang Richtung Osten bis Norrköping zu fahren. Von dort beabsichtigen wir dann an der Ostküste entlang bis Malmö zu fahren und abschließend über die Öresundbrücke wieder nach Hause...

Nun meine Fragen, das wichtigste zuerst:

Ich lese in allen Möglichen Information, dass Hunde in Schweden nicht sehr willkommen sein sollen, dort grundsätzlich von April bis August überall (sogar im eigenen Garten?) Leinenzwang besteht, und Zuwiderhandlungen scharf geahndet werden.
Das uns das die Lust auf Schweden verdirbt, bitte ich zu verstehen, aber ist das wirklich so drastisch?

Ich versuche nun schon seit einigen Wochen Informationen über Reisemobilstellplätze zu bekommen, komme aber irgendwie nicht weiter. Das Netz scheint sehr dünn zu sein, oder habe ich einfach nur die falschen Quellen angezapft? Gibt es hier einen Reisemobilisten, der mir auf dieser Route weiterhelfen kann?

Für viele Antworten bedanke ich mich schon jetzt ganz herzlich!

Liebe Grüße
Hartmut
http://www.ourbobtails.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 22. April 2009 21:54 
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Registriert: 7. Dezember 2008 20:03
Beiträge: 234
Wohnort: Sverige
:?
Also wenn du mit Reisemobil das Wohnmobil meinst

dann kannst du doch an jedem Campingplatz halt machen.

Mal ganz abgesehn vom Jedermansrecht.

Und ich hoffe ihr habt den bluttest für die Vierbeiner gemacht

und an die Entwurmung gedacht.

:smt006

_________________
Lycka till


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 22. April 2009 22:00 
Zitat:
Ich lese in allen Möglichen Information, dass Hunde in Schweden nicht sehr willkommen sein sollen, dort grundsätzlich von April bis August überall (sogar im eigenen Garten?) Leinenzwang besteht, und Zuwiderhandlungen scharf geahndet werden.

Bin kein Hundespezialist und kann dazu auch nicht besonders viel sagen. Dass Hunde in Schweden nicht willkommen wären, würde ich nicht so sehen. Man sieht hier schon viele Leute mit Hunden - die meisten Hunde sind jedoch angeleint.

Wie das mit der Leinenpflicht allgemein aussieht, weiß ich leider nicht.
Ich konnte nur finden, dass es von Kommune zu Kommune wohl unterschiedlich geregelt ist.
In der Kommune, in der ich lebe - Kungsbacka - gilt z. B.:

Zitat:
I Kungsbacka kommun är koppeltvånget obligatoriskt året runt på: lekplatser, begravningsplatser, kyrkogårdar och i innerstaden.
- Leinenzwang das ganze Jahr über auf: Spielplätzen, Friedhöfen, Kirchenhöfen und in der Innenstadt.

Einen Reiseführer für Wohnmobile gibt es z. B. vom Rau-Verlag - siehe unter:

http://www.rau-verlag.de/rf_schweden.html

Zitat:
Mobil Reisen
Die schönsten Auto- & Wohnmobil-Touren SCHWEDEN
Mit Inseln Öland und Gotland
Und nun auch mit Wohnmobil-Stellplätzen und mit GPS-Koordinaten! 19,90 Euro


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 22. April 2009 22:28 
Schwedenfreund
Schwedenfreund

Registriert: 8. April 2009 13:51
Beiträge: 359
Wohnort: Västernorrland
Hallo,

vermutlich bezieht sich die Zeitangabe für den Leinenzwang auf das Jagdgesetz:

"Jaktlag (1987:259)

6 § Under tiden den 1 mars -- den 20 augusti skall hundar hållas under sådan tillsyn att de hindras från att löpa lösa i marker där det finns vilt. Under den övriga tiden av året skall hundar hållas under sådan
tillsyn att de hindras från att driva eller förfölja vilt, när de inte används vid jakt."

In der Zeit vom 01. März bis zum 20. August müssen Hunde unter solcher Aufsicht gehalten werden, dass sie daran gehindert werden sich frei in Gelände zu bewegen, in dem es Wild gibt. Im Rest des Jahres sollen sie so unter Aufsicht gehalten werden, dass sie daran gehindert werden Wild zu hetzen oder zu verfolgen, wenn sie nicht zur Jagd verwendet werden.
Das bedeutet also kein Anleinen - aber es bedeutet, dass man "in der Wildnis" seinen Hund so unter Kontrolle hat, dass man sich die Leine wirklich sparen kann. Bei manchen Hunde-Klubs ist von 10 Meter Entfernung die Rede.

Daneben gibt es kommunale Regelungen, die natürlich von Kommune zu Kommune unterschiedlich sein können, und Leinenpflicht in dicht bebauten Gebieten, auf Friedhöfen, Kinderspielplätzen, öffentlichen Badeplätzen usw. vorschreiben können bzw. Hunde an diesen Plätzen ganz verbieten können.
Ich denke, das ist in Deutschland nicht anders.

Viele Grüße

Samweis


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 23. April 2009 06:48 
Moin,

danke erst einmal für die Antworten, ich hoffe, ich kriege hier noch mehr Informationen.

Ja, Bluttest und Entwurmung ist schon klar, das ist auch kein Problem, da unsere Hunde natürlich sowieso regelmäßig geimpft etc. werden. Nur, wenn man 3 solche Hunde hat, möchte man denen natürlich auch gern ihren Auslauf gönnen, d.h. sie irgendwo auch mal richtig toben lassen, was sie zu gern tun. Dass sie sich dabei mal mehr als 10m von uns entfernen, liegt wohl auf der Hand, wobei sie absolut nicht jagen, sondern nur rennen und miteinander spielen. Sie hören natürlich auch, mal besser, mal schlechter :) , nee im allgemeinen ganz gut.
In der Stadt und wo Menschen sind ist die Leine natürlich selbstverständlich, aber in der freien Natur? Da habe ich auch hier in Deutschland ein Problem mit und ignore das regelmäßig. Aber hier in D kann ich kommunizieren und bin einer Exikutive nicht hilflos ausgeliefert. Ausserdem will man ja nicht im Gastland unbedingt in die größten Fettnäpfchen treten. Daher meine Frage, ob die Schweden selbst das wirklich so eng sehen.

Reisemobil = Wohnmobil (wir wohnen aber nicht drin, sondern reisen nur damit :wink: )
Campingplätze sind auch willkommen, aber in der von mir beschriebenen Gegend sind eben auch die rar, zumindest auf der Nordseite des Vänern, bzw. hier nicht sehr bekannt. Wenn da jemand eine Liste (auch gern in schwedisch, ich brauch' ja nur die Adressen) hätte, wäre das toll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 23. April 2009 08:11 
Vielleicht ist diese Website hilfreich - das Touristenbüro für Westschweden - Infos gibt es auf Deutsch:

Campingplätze:
http://www.vastsverige.com/templates/se ... _7890.aspx

Allgemein:
http://www.westschweden.com/templates/d ... _1122.aspx


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 23. April 2009 08:18 
Hej,

es geht eigentlich nicht darum, ob die Schweden das eng sehen oder nicht. Wenn da ein Tourist mit drei Hunden ankommt und die rennen auf einen Spaziergänger/Fahrradfahrer/sonstwen zu, der vielleicht vor Hunden Angst hat oder allergisch ist oder aus anderen Gründen nicht begrüsst wird, so wird das in keinem Land gern gesehen.
Bei Aufsichtspflichtsverletzungen der Hundehalter gibt es die Möglichkeit, die Tiere einzuschläfern, und das geschieht auch hin und wieder.


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 23. April 2009 09:44 
Schwedenfreund
Schwedenfreund

Registriert: 8. April 2009 13:51
Beiträge: 359
Wohnort: Västernorrland
Hallo,

Bunker hat geschrieben:
sie irgendwo auch mal richtig toben lassen, was sie zu gern tun. Dass sie sich dabei mal mehr als 10m von uns entfernen, liegt wohl auf der Hand, wobei sie absolut nicht jagen, sondern nur rennen und miteinander spielen. Sie hören natürlich auch, mal besser, mal schlechter :) , nee im allgemeinen ganz gut.
In der Stadt und wo Menschen sind ist die Leine natürlich selbstverständlich, aber in der freien Natur?

10 Meter ist sicher nicht zuviel - nämlich "i marker där det finns vilt".
Auf Wiesen und Weiden gibt's aber meist kein Wild, das man nicht sofort sehen würde.
Also gibt's da kein Problem und das Gesetz lässt genug Spielraum.

Im Wald dagegen ist das anders. Da kann eben durchaus ein Hase, ein Birkhuhn oder ein Auerhahn auf dem Weg sitzen, weil dort seit 4 Wochen niemand mehr langgegangen ist.
Eine Bekannte wurde beim Langlaufen einmal von einer Gruppe von Birkhühnern von den Skiern geholt.
Die Tiere graben sich gerne im Schnee ein. Dies hatten sie in der Nacht leider direkt in und neben der Loipe gemacht.
Dann gewartet "bis auf den letzten Drücker" und schließlich im letzten Moment verstört aufgeflogen - leider in die falsche Richtung.
Schon hatte sie die Tiere im Gesicht. :shock:

Was machen Deine Hunde in so einem Fall?

Bunker hat geschrieben:
Daher meine Frage, ob die Schweden selbst das wirklich so eng sehen.


Soweit die Theorie. Was machen die Schweden selbst?

Nach meinen Beobachtungen hier oben etwas weiter nördlich gibt es zwei Typen:

1. "Stadt-Schweden": Führen ihren Dackel an der Leine aus, gehen ab und zu mal auf eine Wiese vor der Stadt und lassen ihn dort frei laufen (sofern er nicht zu fett ist und das noch mag).
Anders wäre wohl artegerechte Haltung auch nicht möglich.
In der Zeitung las ich einmal, dass bei der Gelegenheit ein angeleinter Dackel von einer Gruppe Staffordshire-terriern angefallen wurde. Große Aufregung in der Zeitung. Aber von Bußgeld stand da nichts. Es gab ja kein Wild dort. Der Dackel war ja zahm.... :wink:

2. "Glesbygd-Schweden": Brauchen den Hund zur Jagd. Die haben kein Problem damit. Der Hund ist nämlich das ganze Jahr über im Zwinger, wird ab Mitte August vom Motorrad aus "ausgeführt" zum "Training", und darf im Herbst zur Jagdsaison frei laufen.
Das heißt dann Jagd, aber manchmal denke ich, das Spiel könnte auch heißen "Wer findet seinen Hund zuerst wieder". Wer nach einer Woche einen Anruf aus 100km Entfernung bekommt, er möchte bitte seinen Hund abholen, der hat verloren. Aber er ist froh, dass wenigstens sein teurer Peilsender nicht futsch ist.

Im Ernst: Seit 5 Jahren kommt regelmäßig im September/Oktober ein Hund zu uns, der sich immer riesig freut, weil er die Jagerei offenbar sowieso blöd findet und bei uns freundlich behandelt wird und etwas zu fressen bekommt.

Was ich damit sagen will ist: Das Problem ist der Mensch.
Es gibt zwar Hundeschulen und Hunde-Klubs, aber es hat sich noch nicht überall herumgesprochen, dass man die Tiere erziehen kann (und soll!).
Begegnet Dir ein Mensch, der seine Tiere nicht unter Kontrolle hat, hast Du ein Problem.
Begegnet Dir einer, der nicht weiß, dass Du Deine Tiere unter Kontrolle hast, hast Du ein Problem.

Begegnet Dir keiner, machst Du, was Du willst.

Von uns ist die nächste Polizeistation 40km entfernt.
Hier oben brausen 8jährige mit dem Schneescooter herum.
Mit 16 dürfen sie den Führerschein machen.

Viele Grüße

Samweis


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 23. April 2009 11:52 
Schwedenfreund
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Registriert: 10. Februar 2008 16:42
Beiträge: 353
Wohnort: Ångermanland
Samweis hat geschrieben:
Hallo,

Im Ernst: Seit 5 Jahren kommt regelmäßig im September/Oktober ein Hund zu uns, der sich immer riesig freut, weil er die Jagerei offenbar sowieso blöd findet und bei uns freundlich behandelt wird und etwas zu fressen bekommt.

Samweis


...na toll... wenn es einundderselbe Hund ist, habt ihr ihm mit Futter und Streicheleinheiten das Weglaufen von der Arbeit so richtig schmackhaft gemacht....

_________________
Hälsningar från Faxälva

Tyck inte illa om att bli gammal, var glad att du fått chansen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Urlaub mit Hunden und Reisemobil
BeitragVerfasst: 23. April 2009 13:52 
Schwedenfreund
Schwedenfreund

Registriert: 8. April 2009 13:51
Beiträge: 359
Wohnort: Västernorrland
Hallo,

Faxälva hat geschrieben:
...na toll... wenn es einundderselbe Hund ist, habt ihr ihm mit Futter und Streicheleinheiten das Weglaufen von der Arbeit so richtig schmackhaft gemacht....

Na klar.
Und inzwischen mit dem größten Vergnügen. :twisted:

Im ersten Jahr habe ich mir noch Sorgen gemacht, den Hund eingefangen und den Besitzer angerufen (Mobiltelefonnummer am Halsband). Muffige Antwort: Ja, er käme dann. Aber er hätte heute keine Zeit, da er jagen müsse, er käme morgen.
Gut. Ist ja nicht mein Hund. Und ins Haus kommt er mir nicht.
Was mache ich mit dem Köter? Na, Hundefutter habe ich keins, Wasser braucht er, und etwas Zuspruch auch, sonst ist er morgen gar nicht mehr da. Anbinden? Die ganze Nacht? Neee.

Am nächsten Morgen sitzt der Hund tatsächlich überraschender Weise noch (oder wieder) vor dem Haus.
Bis er Herrchens Auto sieht. Dann zischt er ab wie eine Rakete.
Jävla skit! Warum ich den denn nicht habe festhalten können!
Jag? Äh, god morgon!

Ich bin ja so'n bißchen komisch, ich mache mir so meine Gedanken zu dem, was ich sehe. Und dann reagiere ich ganz merkwürdig:
Wenn Herrchen kommt, habe ich keinen Kaffee, wenn der Hund kommt, habe ich bestimmt irgendwo etwas zu fressen.

Viele Grüße

Samweis


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