Urlaub 2008

Dein persönlicher Urlaubsbericht. Erzähle uns, was du Spannendes erlebt hast. Fotos willkommen.
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frasimi74
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Re: Urlaub 2008

Beitragvon frasimi74 » 29. August 2008 09:56

nobse hat geschrieben:Eh, ihr scheint wirklich alles zu lesen! Dann hat sich die Mühe ja doppelt gelohnt. Ich habe meine Erinnerungen und kann anderen vielleicht noch helfen, auch beim Absetzten der "Rosaroten Urlauberbrille".


Hej Nobse,

ich muss schon sagen, dein Bericht ist "ganz großes Kino"!!!
Und du hast recht: Wir lesen wirklich alles und sind sehr sehr
fasziniert, wie detailliert und lesenswert ihr über euren Urlaub
berichtet.

Deine Erinnerungen an solch schöne Urlaube wirst du dir
immer behalten und uns lässt du daran teilhaben.

Vielen vielen Dank dafür. :danke:

LG Frank :smt006
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stavre
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Re: Urlaub 2008

Beitragvon stavre » 29. August 2008 10:42

hej ihr beiden unglücksraben

wenn man soo einen urlaub geschafft und hinter sich gebracht hat,kann einen nichts mehr erschüttern.

willkommen im club,nobse :smt006 :lol:

gruß aus stavre

elke

nobse

Re: Urlaub 2008

Beitragvon nobse » 29. August 2008 21:08

Nun geht es weiter.

Die einzige Sorge, die ich habe, ist, nur so einen spilligen Wagenheber und nur einen Stützbock an Bord mitzuführen. Der Wagenheber gehört zum Reparaturset des Fahrzeuges. Ein absoluter Mist! Eben FIAT –Fehler In Allen Teilen.
Na ja, es fahren soviel Womo zurzeit, da wird schon einer helfen können. Aber Pustekuchen, denkst du, jetzt kommt einer vorbei? Nicht ein Einziger! Ich versuche es mit dem Wagenheber. Wenn das mal gut geht…?! Der hält den doch nie und dann noch das umständliche Gekurbele. Ohne Ratsche! Man, man.
Da hält aber ein T 5 mit Hamburger Kennzeichen und die Frau fragt, ob sie helfen können. Das nenne ich Solidarität! Ein liebes Dankeschön den beiden. Er will die Gegend abfahren, um nach Holz zu suchen, damit wir eine feste Stütze haben. Das heißt den Wagenheber hochkurbeln, Stützbock unter, Wagenheber weiter kurbeln, Holz unter, Wagenheber weiterkurbeln, Stützbock höher machen, Wagenh,,,, und so weiter. Ein stundenfüllendes Programm. Aber erst brauchen wir mal Holz. Sonst liegen überall Baumstämme herum! Denkste hier ist etwas zu finden?
Plötzlich bremst ein 30 – Tonner - Brummi. Der junge Deutsche fragt ebenfalls nach und kommt sofort mit einem vernünftigen Wagenheber. Na, wenn der seinen 30 - Tonner schafft, dann merkt der Mc Willi gar nicht. In eins, fix, drei haben wir das Rad gewechselt und Gudrun opfert sogar eine Stange Zigaretten, die sie auch lieber selbst geraucht hätte. Das heißt schon was !!! Ich aber war erschüttert. Gudrun gibt Zigarettenvorrat ab! Mensch, für solche Fälle haben wir doch Schnaps an Bord! Sie muss sehr und überaus glücklich gewesen sein, das WOMO wieder fahrbereit zu sehen. Doch, wenn sie zum Urlaubsende keine Zigaretten mehr hat, ergeht es mir schlecht, denn dann werde ich zum Räuchermecky gemacht. „Schönen Dank für deine weise Voraussicht“ , meine liebe Gudrun. Ich rauche noch eine fette Zigarre mit dem jungen Burschen und Gudrun räumt den Stauraum wieder ein. Wir unterhalten uns locker und machen noch ein Abschiedsfoto. Leider habe ich den jungen Mann nicht gefragt, ob er etwas gegen die Veröffentlichung im Net hat und kann somit das Bild des jungen, hilfsbereiten Herren nicht einstellen.
Die ganze Zeit über war aber kein WOMO zu sehen. Allein ein zweiter Stützbock hätte schon gereicht.
Hinter Jokkmokk kennen wir einen Schlafplatz mitten im Wald, 10 km von der E 45 weg. Er ist direkt an einem Fluss. Der Appokk .Dorthin fahren wir, um zu nächtigen.

Um 19.30 Uhr stehen wir an der Brücke nahe dem „Knifemaker“, übernachten und versuchen, den Schock zu überwinden, vorher wird der Stauraum neu sortiert und nochmals eingeräumt.
21.45 Uhr - Gudrun will noch fotografieren und läuft über die neue Brücke rüber zur anderen Seite zur alten abgerissenen Brücke durch den Wald, um die Sonne in der richtigen Position zu haben. Nun drückt auch noch meine Blase wie meist immer in solchen Momenten! Gudrun ist nur leicht bekleidet und die Mücken erreichen auch noch die letzen Körperteile von ihr. Aber da ist ein Bach, über den kommt sie mit meinen Latschen nicht, aufgeben, na mal sehen, wie ich reagiere, wenn sie nicht mit den gewollten Fotos heim kommt. – Sie schildert mir die Sachlage. Ich erwidere nur traurig: „Na, um diese Zeit geht man doch so gekleidet nicht mehr in den Wald!“ Danke für die „schönen“ Bilder!!

nobse

Re: Urlaub 2008

Beitragvon nobse » 29. August 2008 21:48

12. Tag
Sonntag - 27.07.08

Um sechs Uhr will ich losfahren. Heute ist Sonntag und irgendwann muss doch das Pech auch nachlassen. Gudrun wie üblich im Alkoven. Ich fahre rückwärts raus, schlage zu früh ein und fest ist Willi. Ich Idiot ! Die Straße ist x- Meter breit, da kann man mit einem Mähdrescher fahren, sogar Gudrun wäre da mit Leichtigkeit heraus gekommen, aber ich Blödmann sehe nicht in den Rückspiegel und stehe mit dem Hinterrad im Bankett. Der nicht richtig verdichtete Boden gibt so nach, dass das linke Vorderrad in der Luft hängt. Willi, du hast aber auch etwas auszuhalten!
Wie war das noch mit der Pechsträhne? Soll man dies jetzt noch Urlaub nennen?
Wie komme ich hier bloß wieder raus, denn auf Hilfe brauche ich hier nicht warten. Gudrun aus dem Alkoven geschmissen und die war gar nicht vergnügt davon. Doch bei Gefechtsalarm hat sie Gewehr bei Fuß zu stehen, da beist die Maus keinen Faden ab! Sie kann nachher weiter pennen. Sie lacht mich halb aus, als sie die Sachlage beäugt! Aber weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll! Wieder einmal räumen wir den Stauraum aus, um an die Seile und die Ratsche zu kommen.
Nach zwei Stunden ist Willi frei. Schwerstarbeit!!!
Weiter geht es nur noch zwischen 60 und 70 km/h. Noch einen Platzer können wir uns jetzt nicht mehr leisten.

Auf dem Campingplatz in Piilijärvi herrscht gähnende Leere. Prima so. Nachgefragt, ob ich ein Boot bekomme und Bescheid gesagt, dass wir erst noch nach Vittangi zur Tankstelle fahren müssen.
Ich suche noch zwei bestimmte Spinner und einen Wobbler, die nur hier und manchmal auch nördlicher zu bekommen sind. Der Besitzer des Campingplatzes schmunzelt darüber. So gut wie alle Tankstellen haben wir danach abgeklappert und der gute, empfehlenswerte Laden in Sorsele, hatte die auch nicht. Vor Vittangi wacht doch Gudrun auf. Mist, jetzt wo sie pennen soll, da steht sie auf, denn beim Angelzeug kaufen, kann ich sie nicht gebrauchen.
Vittangi`s Tanke hatte die Spinner und Wobbler, ich war froh, hätte ich doch alle Misserfolge den falschen Wobblern zugeschrieben.
Gleich vier Stück gekauft und noch vier von den herrlichen Barschspinnern, die sind echt gut und lachen einen so richtig an, dafür macht Gudrun ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Ihre Geldbörse wird immer schlanker.
Zurück geht es nach Piilijärvi, nicht ohne noch ein Foto von Willi auf der alten E 45 zu machen. Das waren noch Zeiten! Ähnlich wie bei Buffalo Bill.
Einen schönen Standplatz können wir uns auf dem Campingplatz aussuchen, ist ja bis auf dem Bulli alles leer, gleich mit Blick auf den See. Ich brauche nur die Augen aufzumachen und kann noch im Liegen sehen, lohnt es sich oder nicht, angeln zu fahren. Die Bootsbatterie wird aufgeladen, der Motor schon am Boot befestigt, die Angeln fertig gemacht und mit den Hunden geht es erst einmal zu einer Fahrradtour in den Wald. Die brauchen jetzt nach der Woche ein bisschen Bewegung. Strahlender Sonnenschein!
Um 21.00 Uhr geht es raus auf Gädda. Gudrun landet den ersten von 85cm und ich den zweiten. Rückzug ist angesagt. Mehr sauber zu machen, würde heute Nacht „ keinen Spaß“ mehr machen. Das Ausnehmen, Säubern und Einfrieren der Fische ist allein Gudruns Angelegenheit und mehr Arbeit will ich ihr heute nicht zumuten. Ich angele lieber… Arbeitsteilung ist das Schlagwort ,denn schliesslich haben wir die Emanzipation. Ehrlich gesagt ,habe ich überhaupt nichts gegen Frauenbewegungen, NUR rhythmisch müssen sie sein..
Bilder werden ausgewertet und sortiert und um halb drei geht es in den Alkoven.

nobse

Re: Urlaub 2008

Beitragvon nobse » 2. September 2008 09:12

Ich befinde mich jetzt ein paar Tage nicht zu Hause. Habe hier zwar Internet , aber mit den E-Mails klappt es gar nicht. Bin also nicht auf dem laufenden.Gehen wir aber nun weiter im Text.

13. Tag
Montag - 28.07. 2008

Um 6.00 Uhr weckt mich Gudrun. Schiete, verpennt, hätte erst gar nicht schlafen gehen sollen. Gehe mit den Hunden raus und bewache sie. Das ist das Blöde am CP. Im Wald mache ich die Tür auf und lasse sie raus. Da brauche ich mich um sie nicht kümmern. Manchmal haue ich mich dann sogar wieder hin und sie kommen von allein wieder.
Susi kommt mit angeln, es ist ein schönes großes Boot und sie hat es bequem vorne im Bug. Wieder fange ich zwei gute Hechte von 80 cm, dann fahre ich zurück, denn der Legionäre will heute noch kommen. Er ist 200 km nördlich von Piilijärvi, da kann man schon ab zehn mit ihnen rechnen.

Mittag ist vorbei und Traudl und Gerd sind noch nicht hier.
Wir entschließen uns, mit dem Fahrrad den kleinen Bach zu suchen, von dem der Platzbesitzer gesprochen hat. Die Susi lassen wir hier, denn sie hat eine warme Nase. Wie bei bis jetzt allen Fahrten. Das gibt sich aber dann wieder nach einiger Zeit. Wir finden ihn auch, er sieht sehr gut aus, aber es ist ein schwieriges Rankommen. Wir fahren zurück und treffen zeitgleich mit Traudel und Gerd auf dem CP ein. Die Freude war groß über das Wiedersehen. Sie stellen ihren Otto neben unseren Willi, so haben wir einen gemeinsamen Essenplatz und sind von keinem zu sehen.
Um neun will ich angeln fahren. Gerd hat keine Lust mehr darauf, nach der Tagestour zu verstehen und Gudrun will auch lieber hier bleiben. Ich will aber angeln und fahre deshalb allein raus. Aber Susi will trotz ihrer Krankheit mitkommen. Kommt nicht in Frage!
Eine Stunde lang fange ich nichts, dafür friere ich, weil ich vergessen habe, den Pullover anzuziehen.
Egal, ich will noch einmal die Stelle hier abschleppen und dann aber auch nichts wie nach Hause. Wieder einen Hänger, nee es könnte etwas sein. Klar, es bewegt sich! Plötzlich kommt ein Hecht senkrecht aus dem Wasser geschossen. Ist das ein Biest!!! Und Fluchten macht der! Wieder schießt er senkrecht aus dem Wasser. Komischer Weise springen die Hechte in Schweden enorm, da kann man noch so vorsichtig drillen. Hoffentlich sitzt der Haken! Trotz richtig eingestellter Bremse, die auch abläuft, zieht der mich mit dem gesamten Boot. Zum Glück macht ein Hecht keine großen Fluchten. Ich habe ganz schön Probleme, ihn ins Boot zu bringen. Klappt alles, meine Brust hättet ihr mal sehen sollen. Fotosession am Ufer. Unsere Waage zeigt 15 Kilo an, Toge aber meint, er hat nur zehn. Beide Meinungen sind unsicher, einigen uns in der Mitte, ich jedenfalls kann ihn nur kurz zum Fotografieren halten und Gudrun bekommt ihn beim Saubermachen auch nicht so richtig getragen.


14. Tag
Dienstag - 29.08.2008

Heute bin ich erst um 6.00 Uhr aufgestanden und fange auch nur einen Hecht. Keinen Biss weiter. In der Morgensonne frühstücken wir dann vor dem Womo mit Gerd und Traudl, die uns jeden Morgen den Frühstückstisch decken. Gudrun wird so richtig verwöhnt. Danke! Danach – gammeln. Nee, so nicht! Wir schnappen uns die Räder und wollen den „Little River“ im Wald suchen, vielleicht gibt es dort Barsche.
Danach fahre ich wieder auf den See, aber heute ist gar nichts los, deshalb wieder zurück und wir machen es uns gemütlich vor dem Womo. Wenn die Sonne sinkt, wird es säuisch kalt und im nu ist alles feucht draußen, deshalb setzen wir uns zu Gerd ins Womo und sehen uns Bilder an und das Video für die Forumsteilnehmer.
Nun steht aber „Toge“ da, er ist der Betreiber des Platzes und fragt, ob jemand Lust hat, mit ihm Netze im See zu stellen.
Da bin ich natürlich sofort dabei!
Auf geht es. Es dauert 10 Min., dann waren 300 m Netzte draußen. Barsche will er für „uns“ fangen, bekomme ich später mit. Dann zeigt er mir noch einen Geheimtipp für Gädda. Na mal sehen, hier fahre ich morgen hin.
Zum Heben der Netze verabreden wir uns um 7.00 Uhr.
Natürlich drängle ich ihm noch einen Schnaps auf. Nein, einen zweiten möchte er nicht, er kann sonst so schlecht schlafen. Ha, bei mir ist es umgedreht!
Dann gehen wir wieder rüber zu Gerd und mit einem Mal ist es halb zwei. Die hellen Nächte legen einen hier oft rein.
Ich sitze dann noch an meinen Bildern und am Reisebericht bis halb vier. Ich schreibe täglich alles mit . Zu Hause wird dann nur noch daran rumgefeilt. Man vergisst sonst zu viel.Da verpenne ich um 7.00 Uhr garantiert, befürchte ich.

15. Tag
Mittwoch - 30.08.08

Wie schon gesagt, um 7.00 Uhr klopft es am Womo. Toge ist da. Preußisch pünktlich! Ich habe tatsächlich verpennt! Schnell in die Hosen und raus!
Wir heben die Netze, 7 Bodenrenken und 1 Barsch, sehr, sehr mager. Die Renke gehört zu der Familie der Maränen und ist ein Anzeiger für sehr sauberes Wasser. Im schwedischen Sprachgebrauch wird sie als „Sik“ bezeichnet. Es ist aber komisch. Die Hechte sind hier wohlgenährt, zwar keine solchen „Fettbäuche“ wie bei uns, dazu ist der Winter bestimmt zu lang, aber keine Hungerhaken wie in vielen Seen Schwedens. Trotzdem gibt es im Verhältnis wenig Futterfisch.
Danach wird Gudrun geweckt, um Frühstück zu machen und einen guten Kaffe für Toge. Den mag er. Aber erst will ich einmal probieren, wie die Renke roh schmeckt. Nur mit Salz und Pfeffer. Eigentlich sehr gut, nur ein paar zu viele Gräten. Das Fleisch zergeht auf der Zunge. Wir essen viel zu wenig rohes Fleisch. Toge sagt, ich sei ein Eskimo, was so viel wie „Rohfleischfresser“ heißt. Eskimo ist ein Schimpfwort, es sind Inuit. Genau wie Lappen, dies sind die Samen. Danach ist Gammeln angesagt. Das liegt mir aber irgendwie nicht.

Mit Sarah und Gudrun geht es deshalb 6 Kilometer in den Wald zu einem See. Kein Angelerfolg. Trotzdem ein schöner See, aber wie auf fast allen Seen in Schweden wäre ein Boot von Nöten. Gewitter kommt auf und jetzt nichts wie weg hier. Gudrun bleibt zurück, für mich unverständlich, da sie die bessere Fahrradfahrerin ist und noch Kondition hat. Später kommt sie mit Sarah klitschnass an und erzählt mir, dass sie Probleme mit dem Fahrrad hatte, die Bremsen blockierten und sie musste schieben. Ich vermute aber, sie wollte ihrer geliebten alten Dame „Sarah“ nicht die vielen Kilometer durchgängiges Laufen zumuten. Lieber schiebt sie ihr Fahrrad durch den strömenden Regen, Blitze und Donner als ihren Hund zu belasten, ist ja auch schon eine alte Dame. So ist sie (Gudrun) nun mal, da lässt sich nichts mehr ändern!!!

Gerd bereitet Bratkartoffeln zu und Gudrun die Renken. Gebraten lassen sie sich gut von den Gräten lösen, ausgezeichnet sogar. Er verwöhnt uns immer mit seinen tollen Kochkünsten!

20.00 Uhr – das bedeutet, bereit machen zum Angeln, mitten auf dem See geht ein großer Hecht auf den Wobbler und schneidet Wobbler und Vorfach ab. Ich hatte gerade zu Gudrun gesagt: “Wenn hier einer beißt, ist es ein Kaventsmann“ und schwupp war er auch da! Aber nach ca. drei Minuten war er nicht mehr da und der 19 cm große Wobbler und das Stahlvorfach auch nicht mehr. Da hat der mir doch glatt die 35-er Schnur durchgeschnitten! Es soll ja Leute geben, die mit 15-er Schnur auf Hecht gehen… Mit 15-er Schnur übrigens, würde sich schon beim ersten Wurf mein Wobbler verselbstständigen.
Ich fange noch einen kleinen Hecht von ca. 80 cm, dann fahre ich zurück und sortiere noch Bilder und um halb zwei krabbele ich in den Alkoven, mal sehen, wann ich aufwache.

mona
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Re: Urlaub 2008

Beitragvon mona » 3. September 2008 07:54

Ich lese mit Begeisterung deine Berichte und die Fotos sind einfach toll.
Kann die Vortsetzung garnicht erwarten.
Weiter so

LG
MONA

nobse

Re: Urlaub 2008

Beitragvon nobse » 3. September 2008 12:07

Mich freut es , wenn ich einen kleinen Teil damit erreiche, die Augen ein bisschen mehr zu öffnen. Ich denke der Bericht hat nicht nur die Sonnenseiten, sondern zeigt auch absolute negative Seiten Schwedens auf., die man nicht verschweigen sollte. Letztendlich ist es meine private Aufzeichnung um die Jahre von 1998 an zu vergleichen. Es kommt da schon noch einiges und einige Naturburschen werden sagen," Wir haben doch noch genug Einsamkein und ein ausgeglichenes Ökosystem", welches nun wirklich nicht mehr der Fall ist.
Allein , wenn ich lese , dass Finanzen für den Naturschutz gekürzt werden sollen, drehen sich bei mir die Füßnägel hoch. Schweden gibt jetzt schon nicht genug für den Umweltschutz aus , einen Bruchteil von dem was jetzt gebraucht wird und da wollen die schon kürzen. Man sollte das Anlegen von Wanderwegen nicht mit Naturschutz gleichsetzten, es dient dem zwar ,ist aber nicht dieser.Aber solange die Politiker ihre Elche und Bären haben, ist ja die Natur in Ordnung.
Nun gut, jedenfalls geht es irgendwann mit dem "Meckerthread" weiter.

nobse

Re: Urlaub 2008

Beitragvon nobse » 6. September 2008 21:02

Nun weiter geht es ...


16. Tag
Donnerstag 31.07.08 - der Fischzugtag

Nichts mit Schlafen. Bin um drei Uhr auf dem See. Schon windig, das ist Mist. Fahre heute zu einer neuen Stelle. Der Wind wird immer doller und das Angeln macht keinen Spaß, denn mit unserem kleinen E-Motor kann man bei Wind nicht die Richtung halten. Man ist nur am Manövrieren des Bootes. Und Spinnen ist auch zwecklos. Heute habe ich aber viele Fehlbisse und verliere zusätzlich noch vier Hechte, aber ohne Köderverlust. Glücklicherweise! Zu acht fahre ich zurück und haue mich in den Alkoven. Um 12 wird aufgestanden und gefrühstückt. Zu allem Überdruss regnet es auch noch. Zu 18.00 Uhr soll es Mittag bei Gerd und Traudel geben. Spagetti, freue ich mich schon drauf, nur Gudrun macht jetzt schon lange Zähne, aber hier wird gegessen, was die Kelle klickt! Zu 19.00Uhr will der Betreiber des Platzes wieder Netzte mit mir stellen. Es ist zwar eine Tierquälerei, wenn es aber zum Nahrungserwerb notwendig ist, kann man nichts dagegen sagen. Den Nachmittag verbringen wir im Womo und das Barometer zeigt auch keinen Hoffnungsschimmer.
Na gut, es wird 20.00 Uhr, schwedische Termine.
Toge, so heißt der Betreiber des CP, kommt. Wir hatten ihm erzählt, dass ich einen großen Hecht verloren hatte und der jetzt elendig zu Grunde gehen müsse, da er meinen Wobbler im Maul hat und wahrscheinlich auch sehr tief und ihn dabei gefragt, ob wir an der gleichen Stelle Netzte stellen würden. Wenn er sich, durch seine Standorttreue darin verfangen würde, könnte man ihn von seinen Qualen erlösen. Er verneinte, denn er will woanders Netze stellen.
Jedenfalls geht es mit Gudrun zusammen auf Fischereitour. Zu unserem Erstaunen stellten wir doch 300 m Netze an dieser Stelle und fuhren dann zu einer anderen. Nach dem Stellen gab er uns jeden einen Knüppel. He, was sollen wir damit? Er fing an, im schnellen Takt mit dem Knüppel auf den Bootsboden zu schlagen und wir verstanden. Er will die Fische in Richtung Netz treiben und so ging es fünfhundert Meter entfernt von diesem, immer parallel zum Netz, bei jeder Wende dem näher kommend, nach alter Buschmannart, klopfend auf die Fischjagd.
Eine durchaus lustige Sache. Ich staunte nicht schlecht, als wir nach 20 Minuten das Netz kontrollierten, wie viel Barsche und Renken sich schon darin gefangen hatten. Es wurde aber wieder schnell sehr kalt, der Nebel stieg. Nach der Rückkehr sitzen wir wieder bei Gerd und Traudel im Womo und es wird bei ihnen wieder zwei Uhr, bis ich nach dem Foto sortieren und Tagebuchschreiben, um vier in den Alkoven klettere.

17. Tag
01. 08 08 - Freitag der Verbrechertag

Fünf vor sieben! Mit einem Satz war ich als Schwerbehinderter aus den Alkoven. In die Sachen gesprungen und zum Boot. Tore war schon da. Ich habe Augen wie Kompottschalen. Drei Stunden Schlaf pro Tag sind doch ein bisschen wenig.
Los geht es. Zwei Wassereimer voll mit Barschen und Renken heben wir, der Hecht mit meinem Wobbler im Maul, hat sich leider nicht verirrt, ich habe aber mein Möglichtest getan.
Danach war Fische sauber machen angesagt. Gudrun und Gerd kommen dieser Arbeit nach. Gerd lässt sich von der Frau des Besitzers das Räuchern erklären. In der Zwischenzeit fährt uns Toge, der Besitzer des CP, nach Gällivare, um den Reifen zu wechseln. Uns verschlägt es bald die Sprache, als wir den Preis lesen. 2900 Kronen Da bekomme ich zwei Stück in Deutschland dafür. Die haben schnell gelernt, den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mann o Mann, kann ich da nur sagen.
Diese Firma….. in Gällivare kann ich keinem empfehlen. Auf der einen Art finde ich es schon gut, denn zum Ankurbeln des Tourismus` haben die etwas dagegen getan, aber muss es gegenüber Leuten sein, die sich wirklich für ihr Land interessieren, und noch dazu sich in einer Notlage befinden? Abscheulich kann ich dazu nur sagen, denn dies ist der Anfang vom Ende der ehemaligen schwedischen Hilfsbereitschaft und der Ruhe, die diese Leute ausstrahlen. Noch schlimmer ist, dass am Telefon 1700 Kronen für Reifen, Demontage von der Felge, Aufziehen auf dieser und Auswuchten ausgemacht war. Den Radwechsel auf der Achse machte ich selbst. Wenn ich wieder im I- Netz bin wird diese Firma eine entsprechende Mail bekommen und das Touristenbüro sowie die Stadtverwaltung ebenfalls, aber eine gepfefferte! Mit dem Slogan: „ Gällivare? Touristen, meidet es wie die Pest!“ Oder so ähnlich. Diese Firma muss man nicht durch den Kakao ziehen, sondern durch die Sche…..e in denen sich die Maden wühlen.
Das abendliche Angeln blieb ohne Erfolg und bis um zwei frühmorgens sitzen wir bei Gerd und Traudel im Womo.

18. Tag
02.08.08 - der Sarahangeltag

Morgens um fünf lacht mir die Sonne entgegen, doch beim Blick in Richtung See verschlägt es mir die Sprache. Nebel, nichts als Nebel über dem Wasser. Wie soll ich da meine Angelstellen finden? Das war es denn wohl mit dem Angeln heute Morgen. Außerdem nur 5 Grad, am Tage sollen es maximal 13 Grad werden. An den ersten beiden Tagen war es besser. Schöne Windstille und die Sonne brannte einem auf den Buckel, dass es kaum auszuhalten war. Aber jetzt? Schwedenfan schrieb, ob wir im Winterurlaub sind? Die haben im Süden 28 Grad! Der verscheissert mich sogar. Käptn Iglu nenn der mich…
Also Fahrrad und Susi geschnappt und ab geht es in den Wald Moltebeeren fotografieren. Vielleicht sehe ich auch einen Elch. Aber ist nicht.
Wieder im WOMO wird erst einmal der rechte Hinterreifen gewechselt und in Deutschland werden wir dann zwei neue Reifen kaufen müssen, um Mc Willi wieder mit guten Latschen da stehen zu haben. Von Gerd borge ich mir einen 5 Tonner Wagengeber, denn mit meinem spilligen Ding von Wagenheber bekomme ich das Rad niemals gewechselt. Schon gar nicht auf dieser Wiese. Heute habe ich aber keine Lust mehr, alles wieder in den Stauraum zu verbringen. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Die Hunde liegen in ihrem Bett und Sarah sieht mich groß an. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Da sehe ich auch schon die Bescherung. Sie hat einen Piercing in Form eines großen Drillings. Ein Schenkel steckt in der oberen, linken Lippe und der andere im Ohr. Da hat sie sich doch bei ihrer Rumstrolcherei einen eingefangen, den irgendein Angler verloren hatte. Unserer ist es nicht, denn solche Schnellanbinder haben wir nicht an unseren Drillingen.
Nun ist Sarah nicht mein Hund, das heißt, ich habe ihn erst mit sechs Jahren übernommen, schon bei der kleinsten Spritze müssen wir ihr einen Maulkorb umlegen, sonst schnappt sie fürchterlich. Susi könnte ich locker verarzten, die ist wie eine Jungfrau und hält still. Also dies hier geht nur mit Betäubung und der Besitzer des Campingplatzes ruft den Tierarzt an, denn es muss jetzt schnell gehen. Sollte sich Sarah nämlich irgendwo am Körper lecken, haut sie sich den letzten freien Schenkel des Drillings da auch noch rein. Gar nicht auszumalen, wo die sich den überall postieren könnte…
Vor Gällivare ist ein Tierarzt, aber er kommt nicht raus, es ist Wochenende. Einfach hinfahren? Bloß das wird noch teurer als der neue Reifen.
Ich entschließe mich, es doch selbst zu machen und Gudrun fängt schon an zu heulen. Ihre arme Sarah! Irgendwie sehe ich da keine Logik bei ihr, außer weibliche, falsche Tierliebe.
Zum Glück hat Gerd einen kräftigen Seitenschneider.
Erstaunlicher Weise lässt sie mich den Seitenschneider ansetzen, um im nächsten Moment sich mit Gejaule und einer kräftigen Kopfbewegung dem Prozedere zu entziehen. Sofort schnappt sie nach meiner Hand , würde aber nie beissen , da bin ich mir sicher. Und jetzt droht sie auch noch mit hochgezogener Nase und hochgezogener Oberlippe. Unter kräftigem Knurren will sie mich auf Abstand halten.
Geht nicht Mädchen, jetzt kommt auf uns beide etwas zu. Eine Binde her, um das Maul gelegt und festgehalten, mit dem gleichen Erfolg, denn ich konnte nur die Schnauzenspitze fixieren , da ja hinten der Drilling hängt. Erfolg ist ? Jetzt steckt der Drilling auch noch in der Binde. Sarah mit Drilling in der Oberlippe ,im Ohr und eine 2m lange Binde hinter sich her schleifend. Ihre Drohgebärden können gar nicht aggressiver sein. Also der letzte Versuch und mit Gerds Hilfe, staune, dass er die Gefahr auf sich nimmt, die Binde wieder angesetzt und diesmal über Kreuz hinter dem Kopf zusammen gehalten sowie gleichzeitig die Augen mit verbunden. Es klappt! Der Haken, auf dem die Binde steckt, den schneide ich weg. Den nächsten, der im Ohr, bekomme ich auch durchgeschnitten, da der Wiederhaken schon durchs Ohr hindurch sah. So kann ich das Stück mit dem Widerhaken nach vorne rausziehen. Der dritte steckt in der Oberlippe an der hinteren Oberlippe doch der Widerhaken steckt noch im Fleisch und müsste opperativ entfern werden.
Ich bekomme den Schenkel abgeschnitten, doch die Spitze bleibt in der Oberlippe drinnen. Das muss jetzt die Zeit bringen. Susi riecht natürlich Sarahs Angst und hat sich in die letzte Ecke ihres Bettes verkrochen, meint sie doch bestimmt, ihr geht es auch an den Kragen. Gudrun bekommt sie nur schwer aus ihrem Bett heraus.
Jetzt haue ich mich erst einmal hin. Ab 18 Uhr verbringen wir dann den Abend mit Gerd und Traudl in der herrlichen Kota beim Grillen von Elchfleisch. Um 21.30 Uhr lasse ich die drei alleine, um angeln zu fahren. Ein fetter Hecht von 95 cm ist die Beute und um ein Uhr geht es in die Falle.

19. Tag
Sonntag 03.08.08 der Verabschiedungstag

Um fünf stehe ich auf, aber irgendwie fühle ich mich nicht. Außentemperatur 5 Grad. Zum Angeln ist das Wetter gut, aber irgendwie fehlt mir heute der Power. Die Batterie ist auch noch nicht voll geladen und daher beschließe ich, Bilder zu sortieren und am Tagebuch weiter zu schreiben. Vielleicht fahre ich nachher mit Gudrun raus auf Esox… Um acht haue ich mich noch mal auf `s Ohr. Um 9.00 Uhr wartet aber Traudl schon mit Kaffee auf uns. Frühstück ist angesagt. Tja, die gemeinsame Zeit neigt sich dem Ende entgegen und gegen zwei Uhr verabschieden sich die beiden von uns vier. Ich glaube, wir haben alle zu nahe am Wasser gebaut. „ Haut bloß endlich ab!“, konnte ich nur sagen, um nicht noch den Wasserstand des Piilijärvi zu erhöhen. Es war eine schöne Zeit mit den beiden. „Endlich“ fuhren sie los.
Danach mussten wir beide auch erst einmal Luft holen und dann ging es raus, um ohne Hecht wieder anzulegen. Nur es blieb wieder mal ein Wobbler als Piercing in einem Fisch. Wieder so ein Mordsding. Hatte der mir doch das Stahlvorfach abgesägt! Mittendurch! Unglaublich!
Beim Anlegen lernten wir einen kleinen, äußerst höflichen Jungen, seine Mutter und seine Schwester kennen, die hier bis morgen übernachten. Voll für das Angeln interessiert, stellte er uns Fragen über Fragen, unter anderem was man hier fangen könnte. „ Komme nachher in unser Womo, dann zeige ich dir Bilder“, meinte ich nur.
Wir hatten uns nicht mal unserer Angelklamotten entledigt, da stand der kleine Mann schon mit Angel und Köderkiste vor der Tür und wollte wissen ob er denn das richtige Zeug hat , da er auf den Lofoten nicht viel gefangen hat. Na und als er die Bilder sah, war er nicht mehr zu halten. Fünf Minuten später saß er im Boot, Mutter hinten, Schwester vorn und er am Ruder. Wir staunen nicht schlecht wie der über den See ballerte! Leider fing er nichts, wir haben es ihm so sehr gewünscht. Macht doch nichts, ich fange doch auch nicht immer etwas, kannst ja morgen noch mal mit mir rauskommen sagte ich zu ihm. Na da hättet ihr sein Gesicht sehen sollen! Ich hoffe nur, dass er morgen etwas fängt.



20. Tag
Montag 04.08.08 der Petrijüngertag

Mein kleiner Freund stand wirklich um vier Uhr frühmorgens auf. Dick angezogen ging es auf den See. 6 Grad hatten wir. Ich gab ihm eine von meinen Angeln, war seine doch für das Schleppen ungeeignet und hoffte, dass er bloß schnell etwas fängt, damit ich die Batterie nicht wieder völlig entlade, denn ich wollte ja mit Gudrun heute Abend wieder raus. Zu Anfang hatte er ein paar Hänger, also fuhr ich mit ihm ins tiefere Wasser. Nun machte er ein ungläubiges Gesicht, denn nach den allen Hängern wusste er nicht so richtig, was das jetzt mit seiner Angel sollte, denn so richtig konnte er es nicht definieren. „ Ich glaube, ich habe da etwas dran!“, meinte er. Ungläubig hielt er die Angel still. “Mensch, hau an!!!“ Er befolgte meinen Befehl! Alles, was ich ihm sagte führte er hervorragend aus und drillte den Hecht bis auf einen kleinen Schnitzer kunstgerecht. Als er den Fisch das erste Mal sah, gingen ihm die Augen über. Hoffentlich sitzt der Drilling, dachte ich. Auch bei dem Keschern folgte er meinen Anweisungen und schwupp, war der Hecht im Boot. Ich war froh, zum einen freute ich mich über den Erfolg des kleinen Petrijüngers und zum anderen konnte ich doch wieder zurück und die Batterie für heute Abend laden und der kleine Angler war überglücklich. 77 cm maß er dann stolz. Ob seine Mutter so glücklich darüber war, dass sie um halb sieben schon wieder von ihm geweckt wurde, wage ich zu bezweifeln. Aber so nett wie diese Frau war, packte sie auch dies.
Er muss so glücklich gewesen sein , dass er meine Anweisungen wo er den Fisch zu säubern hat ,nicht wahrgenommen hatte. Denn ich erwischte ihn dann, wie er ihn voller Stolz auf der Diele der Stuga säuberte.
Nun mal sehen, wie es heute weiter geht, ich denke, wir fahren heute noch mal raus und streichen morgen hier die Segel. Wir fahren bestimmt noch bei Nicole und Matthias vorbei, denn der erste kleine Lachs soll gesichtet worden sein. Theoretisch dürfte man auf Lachs gar nicht mehr angeln, doch wer ist Schuld an dieser Miesere? Die paar Angler oder die Umwelt verschmutzende Industrie und die Wasserverbauung der Kraftwerke, die zu Millionen die Fische zu Hackfleisch in ihren Turbinen verarbeiten oder vor ihren Schutzgittern plattdrücken und somit der Fortpflanzung der Art jeglichen Riegel vorschieben. Das Wort „Fischtreppe“ ist in Schweden ein Fremdwort, wie überall auf der Welt und wenn mal eine gebaut wird, wird sie als Aushängeschild für das ganze Land benutzt

otmar
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Re: Urlaub 2008

Beitragvon otmar » 6. September 2008 23:01

Hallo Norbert,
auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deine ausführliche Berichterstattung.
Ich habe mir deine Urlaubstage nur so reingezogen und es war sehr interessant. Bin auch schon gespannt wie ein Flitzebogen wie es weitergeht. Für mich, der noch nie in Schweden war(aber an der Ostsee aufgewachsen ist) sind die Angelerzählungen natürlich am spannendsten.
Nochmals ein herzliches Dankeschön,

Gruß Otmar

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Fanny
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Re: Urlaub 2008

Beitragvon Fanny » 6. September 2008 23:09

Ja, man möchte irgendwann weiter lesen, ich weiß schon nicht mehr welcher Tag dran ist.




:( :( :(
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