Upphålstillstand

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hansbaer

Re: Upphålstillstand

Beitragvon hansbaer » 28. Januar 2009 09:37

Normalerweise muss man eine Beibehaltungsgenehmigung einholen, wenn man neben der deutschen noch eine weitere Staatsbürgerschaft beantragen will. Seit 28.8.2007 ist das aber nicht mehr nötig, wenn es sich bei der neuen Staatsbürgerschaft um die der Schweiz oder eines EU-Mitgliedsstaates handelt. Lediglich bei Eintritt in fremde Streitkräfte würde man die deutsche Staatsbürgerschaft verlieren.

Trotzdem vor Antrag unbedingt nochmal bei der Botschaft nachfragen, denn das Grundprinzip der Vermeidung von Doppelstaatlichkeit ist in Deutschland nach wie vor gültig - und so eine Regelung kann sich jederzeit ändern.

Wenn das geklärt ist, kann es eigentlich schon losgehen. Um Schwede zu werden, muss man im Allgemeinen 5 Jahre mit Uppehållstillstånd/Uppehållsrätt in Schweden sein. Den Antrag stellt man beim Migrationsverket.

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Re: Upphålstillstand

Beitragvon knäul » 28. Januar 2009 10:39

Hej Jana,
Na das ging ja schnell, vielen Dank.
Bin nur Deutscher, habe aber den , das ,permanent uppehalsrätt, da ich schon länger als 5 Jahre in
Schweden lebe.Nun läuft mein Pass ab und ich will auch nicht mehr nach Deutschland zurück.
Muss ich wohl um meinen Pass zu verlängern, nun habe ich hier von der doppelten staatsbürgerschaft gelesen
und nun überleg ich wie und was ich mach.Aus der deutschen staatsbürgerschaft entlassen zu werden
hat für mich durchaus seinen Reiz.

Liebe Grüsse klaus

hansbaer

Re: Upphålstillstand

Beitragvon hansbaer » 28. Januar 2009 10:44

knäul hat geschrieben:Hej Jana,
Na das ging ja schnell, vielen Dank.
Bin nur Deutscher, habe aber den , das ,permanent uppehalsrätt, da ich schon länger als 5 Jahre in
Schweden lebe.Nun läuft mein Pass ab und ich will auch nicht mehr nach Deutschland zurück.
Muss ich wohl um meinen Pass zu verlängern, nun habe ich hier von der doppelten staatsbürgerschaft gelesen
und nun überleg ich wie und was ich mach.Aus der deutschen staatsbürgerschaft entlassen zu werden
hat für mich durchaus seinen Reiz.

Liebe Grüsse klaus


Du musst nicht nach Deutschland, um deinen Pass zu verlängern. Das macht die deutsche Botschaft in Stockholm. Du brauchst so oder so einen gültigen deutschen Pass, denn meines Wissens muss man diesen bei der Antragstellung für die Einbürgerung einreichen. Um eine Verlängerung kommst du also nicht herum, und wenn die passiert ist, hast du in jedem Falle wieder 10 Jahre lang Ruhe.

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Re: Upphålstillstand

Beitragvon janaquinn » 28. Januar 2009 11:08

Hej Klaus,
hier ist noch ein Link dazu, ausserdem findest du dort auch gleiche die Anträge zum abspeichern und ausdrucken...

http://www.dienstleistungszentrum.de/cl ... __nnn=true


Du brauchst vorallem die Bestätigung, dass du die schwedische Staatsbürgerschaft hast, dann kannst du den Antrag stellen. Sobald die Entlassung erteilt wurde, gibst du deinen Pass/Perso hier in Stockholm bei der Deutschen Botschaft ab.

Da unsere Anliegen sehr gleich sind, können wir ja vielleicht ein wenig per PN kommunizieren, dann wird das öffentliche Forum nicht soo sehr gestört.

Bin noch bis ca. 16.00 Uhr online, danach erst wieder ab 13.02...brauchst dir also keinen Stress zu machen.

LG JANA
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Re: Upphålstillstand

Beitragvon hansbaer » 28. Januar 2009 11:13

Viel Erfolg bei dem Anliegen - ich habe ehrlich gesagt wenig Verständnis dafür.

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Re: Upphålstillstand

Beitragvon janaquinn » 28. Januar 2009 11:18

Naja, die Prioritäten liegen eben bei jedem anders. Und da für unsere Familie eine Rückkehr nach Deutschland nicht in Frage kommt, sondern wenn überhaupt nur eine Umzug nach Amerika, sollten wir uns irgendwann nicht mehr wohlfühlen in Schweden.
Auch sind es bei uns einfach nur Überlegungen, was wirklich in 3 Jahren ist, wissen wir noch nicht.

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Re: Upphålstillstand

Beitragvon knäul » 28. Januar 2009 11:27

Vielen Dank euch beiden,

hat mir schon weitergeholfen. Würde mich dann über PN bei dir Jana nach dem 13.2. melden

und wünsche einen wunderschönen Urlaub mit viel Sonne.

Gruss Klaus

hansbaer

Re: Upphålstillstand

Beitragvon hansbaer » 28. Januar 2009 11:31

Bei mir ist es einfach so, dass für mich die Sache auch eine Frage der Identität ist. Und wie lange man auch im Ausland bleibt, man wird doch immer irgendwo der Deutsche bleiben. Ich würde die deutsche Staatsbürgerschaft schon alleine aus diesem Grund nie abgeben wollen.

Im Übrigen habe ich bislang noch kein einziges vernünftiges Argument gehört, wieso man die deutsche Staatsbürgerschaft als in Schweden lebender Deutscher abgeben sollte.
Denn:
- Es gibt keine Passpflicht für Auslandsdeutsche. Wenn man sich den für viele mühseligen Weg nach Stockholm sparen will (der ohnehin nur alle 6 bzw. 10 Jahre anfällt), dann ist man auch nicht verpflichtet, es zu tun. Es geht schließlich nur ums Reisen, und wenn man zusätzlich noch Schwede ist, dann hat man da einen gültigen Pass, mit dem man überall hinkommt. Es gilt zwar die Regel, dass man als Bürger eines Staates in diesen nur mit dem entsprechenden Pass einreisen soll. Aber dass man an der deutschen Grenze deswegen Ärger bekommt, ist mehr als unrealistisch.
- Die Wehrpflicht ruht für Auslandsdeutsche, und da es ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt, ist man hier keinen weiteren Verpflichtungen unterworfen.
- Als Deutscher genießt man Freizügigkeit in Deutschland. Auch wenn man es nicht vorhat, zurückzukehren, so ist es doch beruhigend zu wissen, dass man es jederzeit könnte, wenn man wollte - und zwar auch, ohne einen Job zu haben. Für Kinder ist das auch ein Vorteil, denn sie wollen vielleicht auch irgendwann mal in dem jeweils anderen Staat leben.
- Nebenbei gibt es auch noch das Wahlrecht, was für mich z.B. auch ein handfester Grund wäre, Schwede zu werden. Politische Einflussnahme ist ein sehr wichtiges Recht.

Man kann also durchaus Deutscher sein, ohne regelmäßig zu einer deutschen Auslandsvertretung zu pilgern.

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Re: Upphålstillstand

Beitragvon janaquinn » 28. Januar 2009 12:42

Hej Fabian,
wie schon geschrieben, jeder hat eigne Prioritäten und Einstellungen. Da meine Kinder sowieso nur 2 Staatsbürgerschaften haben dürfen, müssten wir uns sowieso wohl oder übel für eine entscheiden, die abgegeben werden muss. Und auf die amerikanische würde ich beim besten Willen nicht verzichten wollen, so behält mein Mann seine Staatsbürgerschaft und nimmt noch die schwedische an, die fünfjährige Aufenthaltsgenehmigung hat er ohne jegliche Probleme, wohl aber mit Wartezeit bekommen, die Option die Staatsbürgerschaft Schwedens anzunehmen steht ihm also auch offen.

Und ganz ehrlich, ein deutscher Pass macht noch lange keine Identität aus bzw. sagt nichts über den Menschen aus, ausser das er in Deutschland geboren wurde...nicht mehr und nicht weniger.

Und auch die Pilgerei auf die Botschaft ist für mich kein Grund weiterhin einen deutschen Pass zu haben, es sind gerade mal 1,5h Weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Botschaft und sogar 45min. mit dem Auto.
Warum sich jemand gegen seine Staatsbürgerschaft und für eine neue entscheidet liegt immer im Auge desjenigen, der es entscheidet. Und nicht immer sind es rationelle Gründe, sondern vom Gefühlsleben geprägt.

LG JANA
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Re: Upphålstillstand

Beitragvon hansbaer » 28. Januar 2009 13:00

janaquinn hat geschrieben:Hej Fabian,
wie schon geschrieben, jeder hat eigne Prioritäten und Einstellungen. Da meine Kinder sowieso nur 2 Staatsbürgerschaften haben dürfen, müssten wir uns sowieso wohl oder übel für eine entscheiden, die abgegeben werden muss. Und auf die amerikanische würde ich beim besten Willen nicht verzichten wollen, so behält mein Mann seine Staatsbürgerschaft und nimmt noch die schwedische an, die fünfjährige Aufenthaltsgenehmigung hat er ohne jegliche Probleme, wohl aber mit Wartezeit bekommen, die Option die Staatsbürgerschaft Schwedens anzunehmen steht ihm also auch offen.


Inwiefern gibt es eine Beschränkung auf zwei Staatsbürgerschaften? Es gibt auch Deutsche, die drei Staatsbürgerschaften haben, z.B. Kevin Kuranyi. Otto von Habsburg hat sogar vier.
Soweit ich das sehe, gibt es keine Beschränkung in der Anzahl, sondern nur, ob die Staaten untereinander die jeweils andere Staatsbürgerschaft akzeptieren. Daher sehe ich bei deinen Kindern kein Problem, denn die USA interessiert das nicht, Schweden auch nicht, und Deutschland akzeptiert andere Staatsbürgerschaften qua Geburt, und dem Neuerwerb der schwedischen steht wie oben diskutiert auch nichts im Wege. Oder sehe ich da etwas falsch?

Und selbst, wenn ich diesem Punkt unrecht habe: wenn bei deinen Kindern die deutsche Staatsbürgerschaft nicht mehr erhaltenswert erscheinen sollte, dann müsste man sie auch nicht durch einen Antag aufgeben, denn durch den Erwerb einer nicht genehmigten Staatsbürgerschaft würde ohnehin eine automatische Ausbürgerung erfolgen.

janaquinn hat geschrieben:Und ganz ehrlich, ein deutscher Pass macht noch lange keine Identität aus bzw. sagt nichts über den Menschen aus, ausser das er in Deutschland geboren wurde...nicht mehr und nicht weniger.


Ein Pass macht nicht die Identität, aber es ist eine Frage, ob die Identität zum Pass passt (wow, grandioses Wortspiel). Ich könnte noch Jahrzehnte in diesem Land verbringen und würde trotzdem nie akzentfrei schwedisch sprechen. Man sieht auch gerade durch das Leben in einem anderen Land, dass man einige Eigenschaften und Vorstellungen hat, die nicht der eines Durchschnittsschweden entsprechen.

Gerade, wenn man zwischen den Welten wandelt, ist eine mehrfache Staatsbürgerschaft auch ein Ausdruck dafür, dass man eben mehreres in seiner Identität vereint. Sollte ich eines Tages hier weggehen, so würde ein Stück Schweden sicherlich mitkommen, und das wäre bestimmt nicht nur ein schwedischer Pass.


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