Unterricht in Muttersprache

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Imrhien
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Re: Unterricht in Muttersprache

Beitragvon Imrhien » 27. Februar 2008 23:01

S-nina hat geschrieben:Als mein Sohn mit ca. zwei im Dagis anfing, sagte er dort die ersten 3 Monate keinen "pieps" - die Erzieherinnen meinten aber, er mache den Eindruck als würder er verstehen.


Hej Nina,
das dachte ich bei meinen auch...
Mein Sohn plappert dort genau wie früher in Deutschland, oder sagen wir fast so. Allerdings deutsch :) Das ist lustig, weil die Erzieherinnen ihn fast gar nicht verstehen und immer nur nicken und ja sagen :)
Daheim redet er natürlich auch deutsch. Aber so langsam fängt er an, vor allem wenn er in Eile ist, mich auf schedisch um Hilfe zu bitten und merkts nicht mal...
Meine Tochter redet eh nicht, sie ist faul. Sie lernt jetzt grade simultan beide Sprachen, würde ich behaupten.
Die Erzieherinnen bestätigen aber bei beiden, dass sie auf alle Aufforderungen korrekt reagierden. Mein Sohn ist seit Dezember da und die Kleine seit 5 Wochen! Unglaublich finde ich das.

S-nina hat geschrieben:Wir haben viele Kinderbücher gelesen - schwedische - die ich dann alle, quasi simultan übersetzt, auf Deutsch vorgelesen habe. Für mich war das eine gute Übung Schwedisch zu lernen und so sind wir beide in die Sprache reingewachsen.

Ja, das mache ich auch gerade immer... im Kindergarten habe ich nur das Problem, dass die anderen Kinder auch zuhören wollen. Da muss ich dann vorlesen und das klingt dann wohl seltsam für die :)

S-nina hat geschrieben: ARD/ZDF - das Kinderprogramm war/ist qualitativ auch höher/anspruchsvoller als das schwedische Pendant "Bollibompa". :wink:

Das Gefühl hatte ich auch, allerdings kann ich es noch nicht sooo gut beurteilen. Und manche der Zeichentrickserien für die Kleinen (Lauras Stern oder so) sind gleich. Aber irgendwie finde ich es auch nicht sooo schön... liegt aber wohl auch daran, dass ich das andere besser kenne.
Das Sandmännchen würde uns aber sicher fehlen. Noch haben wir es aufgenommen, aber irgendwann werden wir uns wieder eine Schüssel zulegen, denke ich... mal sehen.

Grüße Wiebke

Ach ja, was meinst Du damit, das geschieht den Västeråsern recht?
Sag nix falsches :)
Ist ja jetzt meine Heimat und dann noch selbst gewählt.
Aber die die ich meinte, die ist Dir in manchem echt ähnlich :)

Manty

Re: Unterricht in Muttersprache

Beitragvon Manty » 28. Februar 2008 11:52

"Das Sandmännchen würde uns aber sicher fehlen. Noch haben wir es aufgenommen, aber irgendwann werden wir uns wieder eine Schüssel zulegen, denke ich... mal sehen. "

Genau deswegen haben wir jetzt auch eine Schüssel. Finde ich eigentlich nicht gut, weil man immer so verführt wird, doch ständig deutsches TV zu kucken, aber Sandmann rules! :D

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Re: Unterricht in Muttersprache

Beitragvon Imrhien » 28. Februar 2008 12:01

Manty hat geschrieben:aber Sandmann rules! :D


Das kannst Du laut sagen. Bei uns sitzen immer alle vier vorm Fernseher. Eltern inklusive :)

nysn

Re: Unterricht in Muttersprache

Beitragvon nysn » 28. Februar 2008 21:52

Hej Wiebke,

das mit den "Västeråsern und dass die eben auch so ne schräge Type verdient hätten - das war nur "Schmarrn" ... soll ja nun nicht gleich eine Landplage werden :D

Versuche zwar immer die Threads aufmerksam zu lesen und auch vor- und zurückzublättern, doch scheint es mir entgangen zu sein, wie lange du mit deiner Familie schon in Schweden wohnst. Darf ich auch fragen, ob ihr beide, dein Mann und du, aus Deutschland kommt oder seid ihr auch eine schwedisch-deutsche-Misch-Masch-Familie?

Wenn die Kinder wohl nicht so viel sagen, wenn sie noch recht klein sind (< 3 J.) dann muss das ja nicht unbedigt bedeuten, dass sie nichts verstehen - manche sagen jahrelang nichts und plötzlich reden sie dann in ganzen Sätzen. So ähnlich war das wohl bei meinen Sohn. Ich meine mich auch zu erinnern, dass er am Anfang dann auch schwedische Worte im Deutschen verwendet hat, wenn er die deutschen nicht wusste - weniger aber umgekehrt. Er war mal bei der Oma in D und hatte gerade erst gelernt ohne Windeln zu sein, worauf er ganz stolz war. Er sagte dann der Oma dass er "kissnödig" wäre und ob sie ihm helfen könne. Meine Mutter hat ihn aber nicht verstanden, meinte er wäre müde und holte ihm ein Kissen - als meine Mutter verstand, war es dann leider zu spät :(

Komisch war auch, dass er ziemlich lange, obwohl er mit mir nur Deutsch sprach, doch die schwedische Melodie beibehielt - das hörte sich dann für die Deutschen immer recht lustig an - es war nicht so richtig ein Akzent, eher eben dieser Sing-Sang. Heute würde ich sagen, ist er richtig zweisprachig - beide Sprachen sind aktiv und mir ist nicht aufgefallen, dass eine davon stärker wäre als die andere.

Bolibompa ist nun schon eine Weile her und der Kinderkanal war für ihn dann einfach spannender und möglicherweise abwechslungsreicher - er hatte eine Lieblingssendung, die war zugegebenermaßen etwas schrägt - durfte er aber trotzdem gucken - die hieß "Chili das Schaaf und Bernd, das Brot" - daraus hat er dann immer im Dagis zitiert "Ich bin sooo deprimiert" (das sagte immer dieses "Brot").
Die Fröken hatten mich dann auch prompt mal darauf angesprochen - doch ob die meine Erklärung dann auch wirklich verstanden haben ?

So nun bin ich wieder mal vom Thema abgewichen und mein Posting ist viel zuuuuuuuuuuu laaaaaaaaaaannnng .....

Schick doch einfach mal eine PN, falls du noch mehr wissen möchtest - ich weiß ja nicht, wie es ankommt, wenn ich mich dauernd so "öffentlich oute" :) :wink:

Herzliche Grüße nach Västerås (in die Heimat von ABB?)

S-nina

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Re: Unterricht in Muttersprache

Beitragvon Imrhien » 28. Februar 2008 21:58

Hej,
das Outen finde ich nicht schlimm, ist ja nix schlimmes an dem was Du schreibst :)
Aber ich schick trotzdem ne PN :)

Grüße Wiebke

ach, wir (mein Mann) arbeitet nicht bei ABB. Auch wenn das hier sonst alle tun.

Aurora

Re: Unterricht in Muttersprache

Beitragvon Aurora » 29. Februar 2008 19:06

S-nina hat geschrieben: Er war mal bei der Oma in D und hatte gerade erst gelernt ohne Windeln zu sein, worauf er ganz stolz war. Er sagte dann der Oma dass er "kissnödig" wäre und ob sie ihm helfen könne. Meine Mutter hat ihn aber nicht verstanden, meinte er wäre müde und holte ihm ein Kissen - als meine Mutter verstand, war es dann leider zu spät

...daraus hat er dann immer im Dagis zitiert "Ich bin sooo deprimiert" (das sagte immer dieses "Brot").
Die Fröken hatten mich dann auch prompt mal darauf angesprochen - doch ob die meine Erklärung dann auch wirklich verstanden haben ?


Klasse, du bist absolut nicht vom Thema abgewichen. Es ist doch schön, auch mal lustige Episoden dazu zu lesen. Habe mir die beiden Situationen bildlich vorgestellt und konnte ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen.
:)


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