Unterforderungen/Überforderungen in der Schule?

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Aelve
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Re: Unterforderungen/Überforderungen in der Schule?

Beitragvon Aelve » 17. Oktober 2008 13:11

Hallo Wiebke,

Du führst es hier sehr schön auf, dass es auch in einem Land in einem Gebiet so sein kann und im anderen schon wieder anders. Da meine ich auch, dass man selbst in Deutschland in der einen Region ungeheures Glück haben kann und der andere hat in einem anderen Landstrich gegensätzliche Erfahrungen gemacht. Dann kommt es noch auf jeden einzelnen Lehrer an, auf jeden einzelnen Schulleiter, wie er eine Schule führt.
Ich gehe auch immer zunächst davon aus, dass die Lehrkräfte überall motiviert sind, Kindern helfen, den schwächeren stützen und den besseren genügend Futter zum Lernen geben. Es mag ja auch schwer sein, aber in anderen Berufen ist auch einiges sehr schwer und es muß gemacht werden. Ich war bei Schulbeginn unseres Sohnes Schule gegenüber sehr aufgeschlossen, er freute sich, da er gerne alles Neue mochte und wollte auch gerne zur Schule. Gerade weil ich Bildung so sehr gegenüber aufgeschlossen bin, wurde ich mehr als enttäuscht, denn es gab auf unserem Weg zuviele Lehrkräfte, die sich entweder keine große Mühe machten oder einfach überfordert waren, Organisationsvermögen vermissen ließen, keine klaren Regeln hatten, chaotisch waren.
Vielleicht habe ich einfach zuviel von Lehrkräften erwartet, denn ich arbeite gerne und gebe mein Bestes auf meiner Arbeit, das habe ich auch von Lehrkräften erwartet.
Dass es gut gehen kann habe ich dann auf dem Privatgymnasium erfahren, dort waren Gespräche möglich, dort wurden die Kinder gefördert, unser Sohn erhielt z.B. in Mathe die doppelte Anzahl von Aufgaben wie die anderen Schüler, weil er so schnell war. Auf den vorherigen öffentlichen Schulen waren Gespräche nur in 15 Minuten-Takt möglich, man konnte nie alles besprechen, die Lehrer zogen sich jedes Ding was man ansprach persönlich an, sie haben schlicht keinerlei Hilfe angeboten.
Anders als auf dem Privatgymnasium, obwohl die Lehrkräfte dort sicherlich ein niedrigeres Gehalt hatten, dafür waren sie aber viel motivierter.
Wenn ich nun denke, dass in Schweden die Schule insgesamt besser läuft, dann liegt das an meiner positiven Einstellung, da ich genau wie bei Schulbeginn unserer Kinder ja auch erstmal nur das Beste glaubte. Solange ich nichts anderes erlebe, gehen ich davon aus, dass die Lehrkräfte ihren Beruf lieben, das beinhaltet dann auch, dass sie mit Kindern pädagogisch umgehen können, nicht nur ihre Machtbedürfnisse ausleben wollen, nicht laufend auf die Uhr schauen, ob sie nach 5 Stunden Schule Feierabend haben usw.
Frage ich bekannte Deutsche nach deren Erfahrungen mit Schule in Schweden, höre ich durchgängig Gutes von den Schulen, von Eltern gleichermaßen wie von den Schülern selbst. Dass es nicht immer perfekt läuft, ist doch jedem klar. Aber wenn es insgesamt zufriedenstellend ist, dann ist es für mich ok,

Grüße Aelve
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.
( Goethe)
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