Na ja, eigentlich war es ja keine richtige Reise, sondern eher ein Kurztripp zu Sylvester.
Wir sind am 25.12. in der Frühe gen Norden aufgebrochen, diesmal auf ungewöhnlichem Wege. Als nördlich von Berlin wohnender ist der Umweg über Fehmarn schon etwas weiter, aber Fähre Rostock am 25.: Nööö; Fähre Sassnitz: schon, aber erst am Abend. Also haben wir die Biege der Zugvögel gemacht. Die 45min Fähre zwischen Puttgarden und Rødby reichten gerade mal für die 7,25 €-Currywurst und 'ne Cola.
Ein Bekannte aus Malmö hatte mich ein paar Tage zuvor gewarnt vor: Schneechaos, kein Strom , kein Wasser, usw.. Außer einem

-Dauerregen auf der Fahrt fand aber nix statt. Wir sind wie geplant an unserem Domizil an der Hanöbukten angekommen. Erste Aktion: Kamin anheizen und Tee kochen. Das Leben hatt auch schöne Seiten
Die ersten paar Tage waren wettertechnisch so lala, aber am 30. ist es richtig kalt geworden. Nachts bis -15°C und das im "Süden". Aber ich liebe diese Kälte, man friert weniger als hier bei diesem Niesel-, Fiesel-, Grau- und Äbäh-Wetter. Die Krönung war für uns dann der Sylvesterabend. Wir sind gegen 23:00 Uhr zum Strand aufgebrochen und haben uns ein Lagerfeuer entfacht. Eingepackt in mindestens 4 Schichten Kleidung haben wir zwar alle ausgesehen wie die Michelin-Männchen aber auch nicht mehr gefroren. Das Feuer und mitgebrachter Glühwein haben uns warmgehalten. Nach der Knallerei sind wir dann noch tatsächlich bis fast 2:00 Uhr geblieben. In dieser Nacht war ein ganz eigenartiges Licht, denn Sylvester ist auf den Vollmond gefallen und eine dünne Wolkendecke hat das Mondlicht gleichmäßig verteilt. Es war eigentlich nicht ganz Dunkel. Hat mich unheimlich fasziniert.
Mußten leider heute nach Hause fahren und Schweden hat es uns richtig schwer gemacht Abschied zu nehmen. Ein herrlicher Wintertag mit klarem blauen Himmel und Sonnenschein (Technicolor hät's auch nicht besser hingekriegt

).