Überwachungsstaat Schweden?

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Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon Imrhien » 2. Juli 2008 09:16

Hier ein interessanter Artikel die zeigt wie weit der Überwachungswunsch mancher schwedischer Politiker geht. Ich bin sehr auf das letztliche Ergebnis gespannt. Die Entscheidung über die Internetüberwachung lässt mich allerdings nicht hoffen...

http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt ... aufs-blut/

Grüße
Wiebke

Sabine

Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon Sabine » 2. Juli 2008 10:02

Eben!Das sollte schon nachdenklich stimmen!
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,560637,00.htmlGrüße
Sabine

nobse

Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon nobse » 2. Juli 2008 12:37

Wisst ihr , wenn die Politiker sich über solche Dingeöffentlich Gedanken machen, ist die Sache schon längst gegessen.
Ist doch wieder nur eine Bevölkerungsverdummung um den Anschein zu erwecke, die Bürger hätten etwas zu sagen.
Als nächstes kommt der freiwillige Chip unter der Haut , ist ehrlich gesagt vorteilhaft,denn man kann nie seine Papiere vergessen, und dann wird er zu Pflicht.
Jeder kann somit jederzeit geortet werden und anderes.

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Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon Imrhien » 2. Juli 2008 14:36

Hej Nobse,
Du hast wohl teilweise recht. Aber ganz so ist es auch nicht immer. Und dass man nicht immer was dagegen machen kann heisst meiner Meinung nach nicht, dass man nie was dagegen sagen darf. Mal abgesehen davon, dass viele es einfach nicht wissen. SIe wundern sich dann Jahre später was der Staat so alles weiss und darf. Wenigstens informiert sein sollte man doch. Und hin und wieder kann man ja auch mal was erreichen... manchmal auch nur im Kleinen.

Grüsse Wiebke

helden

Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon helden » 2. Juli 2008 14:47

nobse hat geschrieben:Wisst ihr , wenn die Politiker sich über solche Dingeöffentlich Gedanken machen, ist die Sache schon längst gegessen.
Ist doch wieder nur eine Bevölkerungsverdummung um den Anschein zu erwecke, die Bürger hätten etwas zu sagen.
Als nächstes kommt der freiwillige Chip unter der Haut , ist ehrlich gesagt vorteilhaft,denn man kann nie seine Papiere vergessen, und dann wird er zu Pflicht.
Jeder kann somit jederzeit geortet werden und anderes.


Ein versteckter Chip wäre zumindest für Kinder gut, vielleicht hätte man so noch das eine oder andere Kind orten und retten können...

Wir sind schon jetzt über die Handy ortbar, kinderleicht. Wenn eine Software installiert wird, kann man sogar den Ehepartner orten, heutzutage geht schon längst alles...

Wir sind schon längst gläsern, die meisten wissen es nur noch nicht....

:smt064

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Sápmi
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Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon Sápmi » 2. Juli 2008 16:51

Oh Mann, das ist ja schon krass. Klar kann man immer Argumente für so etwas finden, wie z. B. das Orten von verschwundenen Kindern. Aber geht die ganze Sache dann nicht doch etwas zu weit? Immerhin geht es doch letztendlich um das Verletzen des Schutzes der Privatsphäre. Big brother is watching you. Ein Alptraum.
Nehmen wir das Beispiel mit dem Ehepartner: Muss man wirklich immer ALLES wissen bzw. offenbaren? Und nicht jedes "Geheimnis" muss ja gleich ein Seitensprung sein. Kann ja auch sein, dass sich vom Ehepaar A+B Partner A "heimlich" mit jemandem trifft, der/die irgendwelche persönlichen Probleme hat und sich eben nur A anvertraut hat, und B soll davon nichts wissen, oder so.
Ich fände es jedenfalls schrecklich, mich immer beobachtet fühlen zu müssen. Als nächstes wird einem noch ein Messgerät in den Kopf gebaut, das sämtliche Gedanken erfasst. Ist es nicht ein gewisses Mindestmaß an Freiheit, das das Leben überhaupt erst lebenswert macht?
"Keiner, der nur einen Sommer Lapplands Sonne trank, kann anderswo glücklich sein."
(aus A.O. Schwede: Lars Levi Laestadius - Der Lappenprophet)

nobse

Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon nobse » 2. Juli 2008 19:36

Ja Sapmi du sprichst mir aus der Seele.
Es kann nicht sein ,dass ich unter ständiger Kontrolle des Staates bin, der "Seitensprung" ist da wohl das geringste Problem.
Aber Helden zeigt doch schon , wie leicht die Leute von dieser Idee zu überzeugen sind. Und das aus Kinder mal Erwachsene werden ,die dann nicht mehr wollen, dass ihre Eltern wissen wo sie sind und was sie machen, sollte auch mal überlegt werden.
Nein die wolle aber keine Kinder orten , dass gaukeln sie einem nur vor. Es sind ganz andere Interessen ,die diese Politiker ,sprich Marionetten der Wirtschafsbosse und des MILITÄRS, uns versuchen mit ihrer Rhetorik versuchen bei zu bringen.
Ich denke aber , es ist bald so weit. Überlegt mal wie lange es an unseren Hunden schon ausprobiert wird. Keiner sollte denken es geht nur um die Erkennung an der Grenze, zumal die damals noch nicht mal Lesegeräte hatten und ich verpflichtet war eins mitzuführen.

helden

Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon helden » 2. Juli 2008 20:10

Sápmi hat geschrieben:Oh Mann, das ist ja schon krass. Klar kann man immer Argumente für so etwas finden, wie z. B. das Orten von verschwundenen Kindern. Aber geht die ganze Sache dann nicht doch etwas zu weit? Immerhin geht es doch letztendlich um das Verletzen des Schutzes der Privatsphäre. Big brother is watching you. Ein Alptraum.
Nehmen wir das Beispiel mit dem Ehepartner: Muss man wirklich immer ALLES wissen bzw. offenbaren? Und nicht jedes "Geheimnis" muss ja gleich ein Seitensprung sein. Kann ja auch sein, dass sich vom Ehepaar A+B Partner A "heimlich" mit jemandem trifft, der/die irgendwelche persönlichen Probleme hat und sich eben nur A anvertraut hat, und B soll davon nichts wissen, oder so.
Ich fände es jedenfalls schrecklich, mich immer beobachtet fühlen zu müssen. Als nächstes wird einem noch ein Messgerät in den Kopf gebaut, das sämtliche Gedanken erfasst. Ist es nicht ein gewisses Mindestmaß an Freiheit, das das Leben überhaupt erst lebenswert macht?


Vielleicht kam es jetzt falsch rüber, ich finde es auch nicht so toll, aber man den Weg eines Menschen und gerade in Schweden mit Kreditkartenzahlungen etc. super nachvollziehen...

Es geht halt technisch jetzt schon, das wollte ich ausdrücken.

Klar ist sowas nicht toll, diese Überwachung, aber es ist bereits so...

Bourne Identity ist so ein netter Film in der Richtung :-(

Als ITler kriegt man halt viel mit, was so geht :-)

Aber keine Panik, wir haben noch nichts im Einsatz :lol:

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Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon nordmann-5444 » 2. Juli 2008 20:34

Sápmi hat geschrieben:Ich fände es jedenfalls schrecklich, mich immer beobachtet fühlen zu müssen.



Kenne ich, aus DDR Zeiten, da hatte ich mir mal etwas zuschulden kommen
lassen," laut Staat ". Als Jugendlicher mal etwas über die Stränge geschlagen.
Behandelt wie ein Schwerverbrecher und beobachtet wie ein
Staatsfeind "Klassenfeind" überall, die wussten alles, auch wann man auf
Toilette gegangen ist, was man getrunken hat und wen man sich in der
Nase bohrte, zu jeder Tages und Nacht Zeit. :shock: :( :oops:
So was braucht man wirklich nicht.

Wenn man die heutige Jugend so sieht wären die damals alle in den
Knast gegangen, oder nach Sibirien in einen Steinbruch.

LG André
Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst!

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Re: Überwachungsstaat Schweden?

Beitragvon danielsson » 2. Juli 2008 22:39

hallo,

auch ich gebe euch in fast allen punkten recht, es ist schlimm was sich so mancher staat raus nimmt wissen zu wollen.
viel schlimmer ist jedoch in meinen augen die einstellung der bevölkerung dem gegenüber. nicht nur, dass man dem staat die daten überlässt - nein, man nutzt auch noch facebook, studivz, xing, msn und icq um jeden, aber wirklich jeden, mit all den informationen noch zu füttern. es ist mir ein leichtes mit ein paar google-begriffen und netzwerk-klicks rauszufinden, was viele meiner bekannten gerade machen, welche probleme sie haben und wie ihr tagesablauf ausschaut. selbige fallen dann fast vom hocker, wenn man ihnen diese infos dann mal zukommen lässt und zeigt was man raus gefunden hat.

es ist schlimm genug wie die rechte der freien kommunikation eingeschränkt werden von seiten des staats - aber es ist mindestens so gefährlich sein eigenes leben der welt zur verfügung zu stellen!


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