Über Arbeitslose und ums Überleben

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Imrhien
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Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon Imrhien » 29. Dezember 2008 21:06

Hej Belanna,
ich würde Euch dringend empfehlen solche Dinge in Deutschland beim Arbeitsamt zu klären. Lasst Euch solche Sachen schriftlich geben, sonst erinnert sich im schlimmsten Fall keiner mehr dran.
Wenn nicht gerade jemand die gleiche Erfahrung gemacht hat, vermute ich, dass niemand genau weiss wie das geht. Und selbst wenn, wir haben hier oft genug bemerkt, dass vieles vom Sachbearbeiter oder der KOmmune abhängt. In diesem Punkt unterscheidet sich Schweden nicht soooo sehr von Deutschland. Regeln sind dazu da gebeugt zu werden. Nur wie, das weiss man vorher leider nicht.
Sichert Euch da bloss ab. Fragt sowohl bei der fk als auch beim Arbeitsamt an und lasst Euch das hieb- und stichfest geben.

Ich hoffe, dass es ja gar nicht erst nötig wird, dass überhaupt jemand alg zahlen muss.

Liebe Grüße
Wiebke

bieber

Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon bieber » 30. Dezember 2008 19:11

ja genau!

und fragt beim deutschen amt mal nach ein formular "E301"!
daß besagt(stand: Sept. 2007)),daß man nach der abmeldung beim d-amt noch 1 jahr recht aufs deutsche geld hat.

& hartnäckig bleiben!

in diesem sinne:

hälsning Bieber

bjoerkebo

Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon bjoerkebo » 6. Januar 2009 11:43

Seid ihr denn dann weiterhin in D. gemeldet und zahlt deutsche Steuern??
Weil du hast soweit ich weiß ja nur Anrecht auf deutsches Geld,wenn du auch weiterhin eine steuerpflichtige Beschäftigung in D. hast und auch gemeldet bist.
Das ist zumindest mein Gedanke wenn ich das lese.....

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belanna
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Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon belanna » 6. Januar 2009 15:49

Naja, das ist ja das Problem. Bisher ist mein Mann in D und in S wohnhaft und hat einen D Chef. Dann aber ist er zwar immer noch in D wohnhaft (und wird nur noch nach S zum Arbeiten geschickt, was man so schön "auf Montage" nennt), hat aber einen schwedischen Arbeitgeber. Wird er arbeitslos - was dann? Schwedische Kasse, weil schwedischer Arbeitgeber oder deutsche Kasse, weil deutscher Wohnsitz? Das Arbeitsamt in KW hat auch keinen Plan, ich war schon da. Dort glaubt man, fuer ihn zuständig zu sein, aber sicher ist sich die Bande auch nicht und gab mir eine Broschuere zum Selber-schlau-machen mit. Darin stehen alle möglichen Problematiken, bloss nicht unsere. Den E 301 kennen wir auch. Der zählt aber nicht mehr, wenn mein Alda wechselt. Seufz. Naja. Spätestens wenn´s soweit ist, werden wir sehen.
Gruss Bel
Für fehler in Der groß-Und kleinschreibung Ist ganz allein meine heimtückische tastatur Verantwortlich! ich Geb´s auf!

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jette
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Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon jette » 22. Januar 2009 10:12

Eine Frage bzgl. Fackförbund ODER A-kassa:

Ich lebe und arbeite schon in Schweden, zahle aber noch in keine A-kassa.
Nun wurde mir angeboten dem Fackverbund komplett beizutreten ODER nur in deren A-kassa einzuzahlen, was alleine viel günstiger wäre. Die sog. Vorteile wenn man komplett eintritt sind auch nicht so prickelnd.

Was würdet Ihr machen?

Tommy2

Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon Tommy2 » 22. Januar 2009 12:46

Die Gewerkschaften (fackförbund) verwalten das Einzahlen in die A-kassa, man kann die Beiträge aber auch direkt einzahlen, ohne bei der Gewerkschaft einzutreten. Das spart die Mitgliedschaftsgebühr der Gewerkschaft. Für die Leistungen der A-kasse spielt das überhaupt keine Rolle, ob du in der Gewerkschaft bist oder nicht.

Die Frage ist eigentlich: willst du in der Gewerkschaft sein, ja oder nein? Das musst du ganz alleine selbst entscheiden. Klassischerweise sind Arbeiter in S zu einem enorm hohen Anteil Gewerkschaftlich organisiert, und Nichtmitglieder wurden schonmal als Schmarotzer beschimpft. In letzter Zeit hat sich das etwas gelockert, und besonders bei besser verdienenden ist der Anteil doch ziemlich gesunken.

nysn

Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon nysn » 22. Januar 2009 13:27

Für die Leistungen der A-kasse spielt das überhaupt keine Rolle, ob du in der Gewerkschaft bist oder nicht.


Die Einkommensgrenze der A-Kassa liegt bei 18.700 SEK/Monatlich. D. h. man bekommt im Falle von Arbeitslosigkeit die ersten 200 Tage 80 % von max. diesem Betrag als Arbeitslosengeld ausbezahlt - das sind vor Steuern ca. 14.900 SEK und nach Steuern 11.000 SEK. Nach 200 Tagen bekommt man dann noch 100 Tage lang nur noch 70 % von diesem max. Betrag.

Über die Gewerkschaften, z. B. Saco, ist es oft möglich, eine sog. Inkomstförsäkring abzuschließen - dabei wird dann eine höhere Einkommensgrenze versichert (bei Saco z. B. bis 50.000 SEK/Monat) und auch der Leistungszeitraum ist länger. Das setzt dann natürlich voraus, dass man Mitglied dieser Gewerkschaft ist.

S-nina

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Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon Imrhien » 22. Januar 2009 17:31

Ich will mich nicht drauf festlegen aber ich glaube von der Union auch sowas gehört zu haben...
Da ich meine Lehrerstelle jetzt gekündigt habe und was anderes mache, werde ich auch drüber nachdenken. A-kassa ja sowieso aber bei der Gewerkschaft bin ich noch unschlüssig. Muss mal sehen was die Kollegen so sagen und mir wurde die Union empfohlen. Hab selber keine Ahnung welche besser ist...

Grüße
Wiebke

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Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon oldschwede » 23. Januar 2009 21:24

E301 bekommt man nur wenn man sich in einer gekündigten stellung befindet.

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Re: Über Arbeitslose und ums Überleben

Beitragvon oldschwede » 23. Januar 2009 21:27

ich bin in der unionen die hat auch diese einkommen versicherungen die gilt aber erst nach ca 12 monaten

sie ist günstig die unionen tarife kannst du auf deren homepage anschauen.


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