TV-auswanderer

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nysn

Re: TV-auswanderer

Beitragvon nysn » 8. Oktober 2008 14:14

Woher die schwedische Einstellung kommt, die in Ansätzen ja der amerikanischen ähnelt, weiß ich nicht - die Banken machen es den Leuten einfach viel zu leicht. Wo in Deutschland kriegt man den einen Kredit, den man nicht zurückzahlen muss?


Diese Einstellung ist mir in der Tat auch schleierhaft? Hier scheint man wirklich an die Macht des Konsums zu glauben - Konsum erzeugt Wohlstand für alle und Steuern für den Staat. Es scheint irgendwie von Seite des Staates gar nicht erwünscht zu sein, dass Leute über eigenes Vermögen verfügen sollen - nicht zuletzt sind die Zinsen auf Kapitalerträge mit 30 % zu versteuern.

Mir kommen die Schweden daher manchmal in dieser Hinsicht auch recht "einfältig" vor - besonders wenn ich die "Wirtschaftszeitung" Dagens Industri (DI) lese. Z. B. wird dort heute ganz groß die Senkung des Leitzinses um 0,5 Prozent "gefeiert" - und den Leuten wird dann in einer Tabelle vorgerechnet, wie viel nun ihr Darlehenszins monatlich bei verschiedenen Darlehenssummen sinkt und wie viel Geld sie dann ab jetzt wieder "mehr ausgeben" können.

Als Schwäbin denke ich bei der Lektüre: 1. das kann ich mir schon selber ausrechnen und 2. würde ich vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation mir sehr genau überlegen, ob ich das frei gewordene Geld ausgebe oder nicht besser zur Tilgung meiner Schulden einsetze. Doch darauf scheint hier keiner zu kommen.

S-nina

Hier der Link: http://www.di.se

bieber

Re: TV-auswanderer

Beitragvon bieber » 8. Oktober 2008 17:02

jaha
snickare : wir waren vor gut 3 monaten,in Falun, bei der handelsbank(der gute hat mich gleich getröstet & nach haus geschickt); swedbank ( der nahm mein antrag zwar engegen un hat mich checken lassen, warte aber immernoch auf antwort) ; und SEB die mir das mit dem anfänglichen weglassen des amonterings anbot, wenn der sambo mitverdient.
alle 3 gehen davon aus,daß 1 vuxner 6000,- verbraucht.
nun könnte ich ja die sambo verschweigen und zur DALARNAS gehen, aber für 500 000,- bekomm ich ê nich das, was ich suche. nich in den komunen nördlich von Falun.

Gartenblumenmann: komischerweise schwankt's. normal ist 16 300,- bei 101,8/h. bin jetst im 7 monat, erhöhung fieleicht nach 1 Jahr.

übrigens das mit den geld-sparen bevor man auswandert,kan ich unterstreichen . nach 1 jahr mit 2 persohnen ,haben wir 14 000,-€ in die auswanderung investieren müssen.

helsning Bieber

nysn

Re: TV-auswanderer

Beitragvon nysn » 8. Oktober 2008 18:35

Hej Bieber,

es tut mir leid, doch ich befürchte, dass es für euch auch in Südschweden einigermaßen eng sein könnte mit nur einem Lohn. Auch wenn du als Bagger-/Radladerfahrer möglicherweise mehr als 16.000 SEK/Brutto verdienen kannst - viel mehr als 20.000-22.000 SEK werden es dort aber auch nicht sein.

Die 6.000 SEK/pro Person, von denen die Banken ausgehen, dass man die nach Zahlung aller anderen Kosten (also nach den Zinszahlungen und Betriebkosten für das Haus) noch zur Verfügung haben sollte, sind sowieso einigermaßen niedrig angesetzt und reichen in einer teueren Kommune in Südschweden oft gar nicht aus.

Mein Tipp: Sucht Euch beide erst mal eine Arbeit in Südschweden und mietet euch dann zuerst mal eine Wohnung. Wenn ihr sparsam seid, dann könnt ihr sicher die 10 % für ein kleines Häuschen (für 1 Mio. SEK reichen ja schon 100.000 SEK also ca. 10.000 Euro) recht rasch ansparen und ihr habt bei der Bank eine bessere Ausgangsposition. Auch schläft man selbst besser, wenn man weiß, dass man es schafft, seine Kredite bedienen zu können, auch wenn mal einer den Arbeitsplatz verlieren sollte.

Habe gerade gelesen, dass in ganz Schweden nun mit einer Entlassungswelle zu rechnen ist - große (Volvo, Ericsson) wie auch kleine Unternehmen (Ballinglöv, Stece in Mönsterås, Beslag & Metall in Ekenässjön, Drivesol in Tranemo Kongsberg Automotive in Mullsjö, das Bauunternehmen Wäst-Bygg in Borås) haben schon angefangen bis zu einem Viertel ihrer Leute zu entlassen.

Andere wichtige Akteure, wie z. B. Scania in Södertälje, sparen Schichten in der Produktion ein - usw. und so fort ...

Man darf auch nicht vergessen, dass in Schweden bei Entlassungen in der Regel gilt: wer zuletzt angestellt wurde, geht zuerst.

Auf jeden Fall viel Glück,

S-nina

bieber

Re: TV-auswanderer

Beitragvon bieber » 8. Oktober 2008 20:26

ja jamen ,
das war ein guter rat!
ich gehe auch davon aus,bzw. bin froh wenn der lohn gleich bleibt. denke jedoch das es mehr chancen für sambo gibt,einen jobb zu finden. wenn man hier aus dem Falun/Borlänge teuer-gebiet kommt steht man im wald oder kommt in den genuß des siljan's-aufschlag's.
ich hab die häuser-preise mal mit småland verglichen & mir ist's egal wo, haupsache Sverige.
übrigens ist's so geplant! also von lägenheter zu lägenheter. sowas wie Kopparstaden gib's sicher überall. auch mit anderem namen.

ALSO: hat mich gefreut. & gute nacht, morgen um 5 iss Die wieder vorbei

hansbaer

Re: TV-auswanderer

Beitragvon hansbaer » 8. Oktober 2008 21:55

Ehrlich gesagt würde ich im Moment zweimal überlegen, ein Haus auf Kredit zu kaufen. Die Kreditanforderungen und Zinsen gehen jetzt schon nach oben, und daran wird sich so schnell nichts ändern.

bieber

Re: TV-auswanderer

Beitragvon bieber » 9. Oktober 2008 18:18

moin
schon klar,daß man nichts geschenkt bekommt. schon garnich von 'ner bank.
aber ich hab mich von bekanten & meinen S-kollegen überzeugen lassen,daß es keine rolle spielt, ob man sich eine wohnung oder geld (für was anderes) mietet.
alles kostet jeden monat & hört nich auf. aber so lange ich lebe & arbeite, will ich's so tun wie ick will.
nur sparen hab ich in D versucht. brachte mich nich weiter. hier sehe ich chancen & das ziehe ich jetzt durch,bevor ich kapput bin & nach vallhalla åker. ( wo murmurmur & farfarfar schon warten)

in diesem sinne HEI

nysn

Re: TV-auswanderer

Beitragvon nysn » 9. Oktober 2008 18:36

Hej Bieber,

nur sparen hab ich in D versucht. brachte mich nich weiter. hier sehe ich chancen & das ziehe ich jetzt durch,bevor ich kapput bin & nach vallhalla åker. ( wo murmurmur & farfarfar schon warten)


Diese Einstellung ist in Schweden häufig verbreitet und es scheint in den letzten Jahren ja so funktioniert zu haben, man "mietet" oder "leiht" sich sein Geld halt aus - geht schneller und ist auf den ersten Blick supereinfach und plötzlich tun sich einem die ganzen schönen Konsumwelten, die einem vorher verschlossen waren, auf.

Das kann jeder machen, wie es ihm beliebt. Vorsicht würde ich allerdings dabei walten lassen, wenn es um Schnell-, SMS-Kredite geht oder solche, die man ganz ohne Sicherheiten "problemlos" bekommt. Bei dieser Form der Geldausleihe gibt es nur einen Gewinner - den DAHRLEHENS-/KREDITGEBER.

Auch bei der aktuellen Finanzkrise gibt es in den USA genügend Leute, die bis zu ihrem Lebensabend nicht mehr einen Finger rühren müssen, was Arbeit anbelangt. Die haben sich sozusagen reich "gezockt" - die Verlierer - Looser - sind jetzt wir alle. Wenn es ums Geld geht, dann können nie alle "Gewinner" sein - am besten stehen immer noch die da, die von keinem anderen abhängig sind - und wenn man nicht gerade im Lotto gewinnt, dann gibt es für mich eigentlich nur einen plausiblen Weg zur finanziellen Freiheit - Sparen und dann gewinnbringend, sicher anlegen.

Viel Glück wünsche ich dir auf jeden Fall.

Herzlichst
S-nina

hansbaer

Re: TV-auswanderer

Beitragvon hansbaer » 9. Oktober 2008 19:48

@bieber: dass Sparen nichts bringt, halte ich für eine irrige Annahme. Man kann sich selbst ausrechnen, was es mehr kostet, wenn man sich das Geld für einen Kauf leiht. Die beweglichen Zinssätze sind in den letzten Wochen deutlich erhöht worden, und das schlägt sich bei denen doppelt und dreifach nieder, die alles auf Pump kaufen. Mich würde nicht überraschen, wenn das in den nächsten Monaten zu einer kleinen Welle von Privatinsolvenzen kommen wird.

nysn

Re: TV-auswanderer

Beitragvon nysn » 10. Oktober 2008 10:26

@bieber: dass Sparen nichts bringt, halte ich für eine irrige Annahme.


Schau mal unter dem Thread "Börse stürtzt ein" nach - da habe ich mich vorhin ziemlich ausgiebig "ausgelassen".

Wenn das so weitergeht, dann stellt sich einem die Frage Sparen oder nicht? sowieso gar nicht mehr - sondern jeder wird bald dazu gezwungen sein! :D

S-nina

bieber

Re: TV-auswanderer

Beitragvon bieber » 11. Oktober 2008 18:39

jaha hansbär
ich bezog mich (beim versuch zu sparen) auf die letzten 18 jahre i D.
aber das,was ich in 2 arbeitsjahren angespart hab,ging im drauf folgendem arbeitslosem wieder drauf.
ich hoffe halt, daß sich meine möglichkeiten hier in S verbessern. schlimmer kann's nich werden. man kann nich mehr wie arbeiten & genau das will ich hier. einen festen arbeitsplatz. wenn's nicht's wird, hab ich's jedenfals versucht. solange ich's noch kann!
aber ich denke nich, daß der älvsjöbo das sparen in D verteidigen wollte.
also nichts für ungut.
m.v.h.


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